Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    am 12.3. war ich mit dem APR auf der Halde Hoheward in Recklinghausen. Auf einigen Kaninchenkötteln gab es dabei auch schon im Feld Dungpilze zu bestaunen. Inbesondere wuchsen an zwei Stellen Ascobolusse, die makroskopisch zwar etwas unterschiedlich aussahen, aber mikroskopisch identisch wirken.


    Fund Nr.1 war schon im fortgeschrittenen Alter:


    Fung Nr.2 war deutlich jünger, aber auch schon sporenreif.


    Die Sporen messen 21-23 x 11.5-13 µm und sind mit länglichen Spalten ornamentiert, womit man in die sect. Ascobolus kommt. Mit den gelblichen bis bräunlichen Apothecien schlüsselt man sich bei van Brummelen direkt bis Schritt 10. Entscheidet man sich dann für gelblich-braune Fruchtkörper und schlüsselt über 11. weiter, gelangt man Ascobolus albidus. Auf der anderen Schiene läuft man zu A. furfuraceus, der wohl auch einen glatten Rand haben kann und zumindest von der Fruchtkörperform her besser zu passen scheint...


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich muß ja gestehen, daß ich das Problem um Mykis nicht so ganz nachvollziehen kann. Klar ist das alles nicht hochmodern, aber es funktioniert doch (auch wenn ich zu Mykis selbst aus erster Hand nichts sagen kann, da ich für meine Funde eine entsprechende Excel-Tabelle mache, die unser Landeskoordinator dann nach eigener Aussage ohne große Mühe in Mykis importieren kann). Und man muß doch auch festhalten: Wenn man Pilze ordentlich bestimmt, geht viel mehr Zeit für das Mikroskopieren als für alles andere drauf. Da kann man auf ein buntes Klick-Interface gut und gerne verzichten.... das führt ja im Gegenteil eher dazu, daß dann Hinz und Kunz wie bei Obsidentify und iNaturalist im Zweifelsfall fragwürdige Bestimmungen beisteuert.


    Björn

    Hallo Ingo,


    ich hatte Asterosporium jetzt schon einige Male. Meistens waren das dünne Ästchen, entweder noch am Baum hängend oder schon am Boden liegend. Ansonsten habe ich bei Buche auch das Problem, daß man sich vor Eutypella quaternata nicht retten kann und alles andere eher selten zu finden ist.


    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern war wieder mal sehr durchwachsenes Wetter angesagt, also gab es nur eine kleine Runde durch den Duisburger Stadtwald.


    1. Strossmayeria basitricha


    2. Immotthia atrograna


    3. Unreifes Becherchen an Adlerfarn


    4. Camarosporidiella elongata an Robinie


    5. Asterosporium asterospermum an Fagus sylvatica


    6. Camarographium carpini an Carpinus betulus


    7. Melanconiella spodiaea an Carpinus betulus


    Björn

    Hallo zusammen,


    da steckte doch eine hübsche Überraschung in den kleinen Kügelchen ;)


    Ich würde das Substrat aber nie in KOH einweichen, sondern immer nur in Wasser. Auch wenn Pyrenomyceten meist sehr robust sind, sind es immer noch Ascomyceten und die gehören erstmal in Wasser und nicht in KOH oder andere Chemie. Später kann man dann gerne einen Tropfen Lugol und danach auch Kongorot ins Präparat geben um zu schauen, ob der Apikalapparat verfärbt (das wird hier aber wohl nicht der Fall sein). Ansonsten hilft es, wenn man im Präparat die Ascusmasse von der harten Schale (und sonstigem Dreck) separiert und dann den ganzen Schmock vorsichtig entfernt. Dadurch bekommt man ein viel flacheres Präparat hin und kann dann auch bei nur wenigen vorhandenen reifen Sporen diese gut beurteilen. Beim konkreten Fall hier, der wohl Richtung Leptosphaeria geht, wird es nämlich wichtig sein, die Zellenzahl und Größe der Sporen zu beurteilen (und ggfs. ob an den Enden Schleimhüllen vohanden sind).


    Björn

    Hallo Claudia,


    bei Chondrostereum purpureum gehe ich mit, das paßt in dem Alter auch von der Farbe her. Ansonsten einfach mal reinmikroskopieren, da ist die Art ja auch relativ charakteristisch. Die orangene Kruste würde ich für Peniophora incarnata halten. Und beim letzten Pilz freue ich mich schon auf die Mikrobilder :)


    Björn

    Hallo Nobi,


    das ist natürlich ein guter Punkt! Ich tendiere momentan dazu, dann gleiche die "große" Lösung anzustreben und die entsprechenden Beschreibungen und Abbildungen auch direkt mit in die pdf-Datei zu integrieren. Das wird dann zwar ein Weilchen dauern, erscheint mir aber insgesamt als das Optimum.


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich finde Schlüssel wie in van Brummelens Ascobolus- und Saccobolus-Monographie, wo die beiden Schlüsselalternativen nicht direkt untereinander stehen, sondern im Zweifelsfall mehrere Seiten voneinander entfernt sind, sehr unpraktisch - besonders, wenn ich einen Schlüssel nur in rein digitaler Version nutze, wo das Blättern einfach noch mal unkomfortabler ist. Aus diesem Grund habe ich die Ascobolus-Schlüssel aus van Brummelens Monographie einfach mal in LaTeX neu gesetzt und dabei auch noch versucht über einen Farbcode die bevorzugten Wuchsorte der verschiedenen Arten mitzukodieren. Ich hoffe, daß das Ergebnis für den einen oder anderen von euch nützlich ist.


    Björn

    Hallo Christine,


    ich kenne Bisporella antennata nur von Fagus und da wächst das Ganze auch irgendwie flacher und sieht im Detail anders aus. Was sagt denn das Mikroskop zu deinem Fund?


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Samstag habe ich das schöne sonnige Wetter für eine Tour bei Soest genutzt und mir den ehemaligen Standortübungsplatz Büecke angeschaut. Pilztechnisch war das nicht so ergiebig, da es in der Nacht zuvor dort noch geschneit hatte, aber ein bißchen was findet man ja immer. Und auf dem Rückweg gab es in der Nähe des Soester Bahnhofs dann auch noch ein besonderes Schmankerl.


    1. Discostroma corticola bzw. mittlerweile Seimatosporium lichenicola auf Rosa sp. Sporen messen 16.6-18.9 µm x 5.6-8.3 µm


    2. Ein Schizothecium auf Schafdung. Sporen messen 15.6-17.5 x 9.9-10.6 µm, die Schuppen sind auf einzelne Zellen reduziert, damit lande ich bei S. vesticola.


    3. Hier dann ein Fund aus dem Clarenbachpark in Soest: Vankya ornithogali ex Gagea villosa


    4. Puccinia liliacearum ex Ornithogalum umbellatum


    5. Diese netten Substratlieferanten gab es auf dem Standortübungsplatz auch (die haben offenbar eine Vorliebe für ehemalige Atomwaffenstandorte). Leider war der entsprechende Bereich abgezäunt und die dort ebenfalls weidenden Heckrinder haben mit Nachdruck unterstrichen, daß man die Fläche besser nicht betreten sollte.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Sonntag ging es mit dem APR bei kaltem Nieselregen auf eine Exkursion zur Halde Hoheward. Pilztechnisch war nicht sooo viel los, aber ein paar tolle Funde gelingen ja trotzdem immer:


    1. Astraeus hygrometricus (mittlerweile wohl ein Artenaggregat, das sich nur genetisch trennen läßt)


    2. Massaria anomia ex Robinia pseudoacacia


    3. Pseudovalsa lanciformis ex Betula pendula


    4. Noch unbestimmer Ascobolus und Pseudombrophila hepatica auf Kaninchendung


    Björn