Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    am letzten Wochenende stand mal wieder die alljährliche Frühlingstour des APR nach Hilchenbach auf dem Programm. Am Freitag ging es wie immer auf eine Exkursion zur Grube Littfeld, einem ehemaligen Grubengelände, das mittlerweile zum Naturschutzgebiet wurde.


    1. Daphne mezereum


    2. Gyromitra esculenta mit Fichte


    3. Pseudohelotium pineti


    3. Harald drückte mir nachmittags in unserem Quartier eine Kiefernnadel mit Pusteln in die Hand. Ein Blick und der Pilz war als Peridermium oblongisporum ex Pinus sylvestris bestimmt


    4. Scirrhia rimosa ex Phragmites australis


    5. Ophiobolus acuminatus ex Carduus sp.


    6. Am Haus dann noch wie im letzten Jahr Gymnosporangium sabinae ex Juniperus chinensis. Dank der feuchten Witterung in vollster Schönheit mit satt aufgequollenen Telien.


    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem Karl letzte Woche so üppige Morchelfunde aus der Voreifel gezeigt hatte, habe ich mich am letzten Wochenende dann auch mal in die Gegend bei Zülpich aufgemacht und mir die Muschelkalkkuppen bei Embken genauer angeschaut.


    1. Botrytis ficariae ex Ficaria verna


    2. Verpa conica


    3. Morchella semilibera


    4. Helvella acetabulum


    5. Eine Morchel wohl um M. esculenta herum


    6. Noch eine weitere Blondine

    Pyrames

    Hymenium


    7. Unbekannte Anamorpe an Brassica napus


    8. Entyloma ficariae ex Ficaria verna


    9. Peronospora alsinearum ex Stellaria media


    10. Sclerencoelia fraxinicola ex Fraxinus excelsior


    11. Bei Zülpich dann noch etwas um Morchella elata herum


    12. Und zum Abschluß ein paar Lutschbonbons: Calloria neglecta ex Urtica dioica


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Sonntag und gestern habe ich in Duisburg mal wieder einige Pilze einsacken können.


    1. Sirobasidium brefeldianum hatte ich ja letztens schon ausführlich im Portrait vorgestellt.


    2. Entoloma clypeatum unter Amelanchier. Guajak-Reaktion negativ, Fleisch rötet in Madenfraßgängen nicht.


    3. An bekannter Stelle, wie jedes Jahr um diese Zeit: Gymnosporangium sabinae ex Juniperus chinensis


    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem im Internet aller Orten über reiche Lorchelvorkommen berichtet wurde, habe ich mich am letzten Sonntag in die Haard aufgemacht, wo es größere Kiefernbestände auf sandigen Böden gibt. Und auch ich wurde erfolgreich und konnte mich an der Lorchelschwemme satt sehen:


    1. Gyromitra esculenta


    2. Peronospora ficariae ex Ficaria verna


    3. Entyloma ficariae ex Ficaria verna


    4. Septoria stellariae ex Stellaria media


    5. Peronospora alsinearum ex Stellaria media


    6. Ein kleines, aprikosenfarbenes Becherchen auf Pinus sylvestris Nadeln, das ich für Pseudohelotium pineti halten möchte


    7. Ein unbekanntes Becherchen auf alten Stängeln von Dryopteris


    8. Kurz vor Ende der Tour bemerkt ich dann ca. 30 m vor mir links im Wald ein großes Tier, das eilig Richtung Weg lief. Mein erster Gedanke war: Welcher Idiot läßt denn hier seinen Hund frei durch den Wald rennen - und das noch im Frühling? Als das Tier dann auf den Weg kam, stellte ich fest, daß der für Hunde typische Kopf oberhalb des Körpers fehlte und es sich stattdessen um ein Wildschwein handelte. Zum Glück kam direkt dahinter noch ein zweites Exemplare des Weges und ich konnte zwei Fotos schießen.


    9. Weiter geht es mit den nächsten beiden gruseligen Tieren, die ich im Wald gesehen habe


    10. Und zum Schluß noch ein Plagegeist, der sich an meinem Körper gelabt hat.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Samstag hat sich der MAB mal wieder zu einer Exkursion getroffen. Diesmal ging es in den Eller Forst, ein relativ feuchtes Waldstück in Düsseldorf. Die Pilzausbeute war aufgrund der feuchten Witterung ganz passabel und einige Funde möchte ich an dieser Stelle vorstellen:


    1. Morchella semilibera

    Pyrames

    Sporen

    Asci und Paraphysen

    Accroparaphysen


    2. Urocystis anemones ex Anemone nemorosa


    3. Melampsora euonymi-caprearum ex Euonymus europaeus


    4. Hysterium pulicare ex Betula pendula


    5. Diaporthe strumella ex Ribes rubrum


    6. Leptosphaeria maculans ex Alliaria petiolata


    7. Trichopezizella nidulus ex Polygonatum sp.


    8. Kein Pilz, aber trotzdem schön: Hylesinus fraxini ex Fraxinus excelsior


    9. Eine Segge mit unbehaarten Blättern, die ich für Carex elata halten würde.


    Björn

    Hallo Nobi,


    wieder mal vielen Dank für deine Rückmeldungen zu meinen Funden. Den zur "Sordaria" minima gehörigen Thelebolus habe ich zwar leider nicht gefunden, aber das zeigt dann auch mal, daß man selbst auf einem so kleinen Bereich wie ein paar Kötteln noch sehr leicht Pilze übersehen kann (gut, die Dungpilze sind im Zweifelsfall ja auch wirklich winzig).


    Was die Sporormiella angeht, da hatte ich an S. dubia auch Zweifel (passend zum Namen), weil die ja gerne mal Sporen in zwei unterschiedlichen Größenvarianten bildet, was hier klar nicht der Fall ist.


    Aber was heißt hier "nur" Schafköttel. Auch Schafe sind vollwertige Substratlieferanten ;)


    Björn

    Hallo Martin,


    ja, die Kiefernnadeln lagen unter Kiefern ;) Wobei das jetzt ein richtiger Haufen war, sondern einfach die normale, verteilte Nadelmenge, die man eben so unter Kiefern findet.


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich hatte vor einiger Zeit ja schon von meiner Exkursion in der Westruper Heide von Anfang März berichtet und da einige Dungpilze gezeigt. Mittlerweile hat sich das Arsenal aber erweitert und es gibt noch weitere Funde zu vermelden.


    1. Das hier war ein Beifang bei der Präparation eines anderen Pilzes. Weitere Fruchtkörper habe ich nicht gefunden, deshalb ist kann ich insgesamt nur wenig über den Fund sagen. Sporen messen 6,5 x 4 µm. Letztens wurde hier ja eine Sordaria minima vorgestellt, die relativ kompatibel mit meinem Fund aussieht.


    2. Eine Sporormiella auf Kaninchen. Die Sporen messen 37-45 µm x 8-9 µm. Die Asci würde ich als eher kurz gestielt bezeichnen. Gehe ich dann bei Ahmed und Cain zu Schlüsselschritt 8, komme ich bei S. australis raus, die aber wegen der eher parallelen, nur leicht in der Mitte geknickten Keimspalten aber nicht paßt. Gehe ich zu Schritt 13 und entscheide mich für eine zylindrische Sporenform, lande ich bei S. isomera und S. leporina, die aber kleinere Sporen haben sollten. Bliebe noch die Option mit den zugespitzen Sporen, die mich zu S. dubia bringt. Da würden Sporengröße und Keimspalte immerhin passen.


    3. Podospora pleiospora auf Kaninchen


    4. Dann habe ich noch diese Köttel eingesammelt. Die fanden sich auf der Heide an einigen Stellen in großer Menge, gerne immer in größeren Portionen. Mein erster Gedanke war, daß es sich hier um Schaf handelt, weil die Heide im Sommer mit Schafen beweidet wird. Paßt das? Alle weiteren vorgestellten Funde auf diesem Substrat.


    5. Phomatospora coprophila


    6. Podospora curvicolla


    7. Auch auf diesem Substrat fand sich Trichodelitschia minuta


    8. Und auch Podospora excentrica war vorhanden.


    Björn

    Hallo Nobi,


    ich hatte die Delitschia leider nur auf einem einzigen Köttel und kann auch nicht sicher sagen, wie viele Fruchtkörper da insgesamt drauf waren bzw. noch drauf sind. Das ist wohl für eine Sequenzierung im Zweifelsfall etwas dürftig. Aber gut ist ja, daß die Art dort in den Borkenbergen offenbar mehr als einmal gefunden werden kann und es somit die Hoffnung gibt, daß sich in Zukunft noch reichere Funde von dieser Art machen lassen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich hatte ja schon einige Pilzfunde aus den Borkenbergen vorgestellt und dabei mit Podosordaria tulasnei auch einen coprophilen Vertreter gezeigt, aber auf dem Kaninchendung gab es natürlich auch noch andere Schätze zu entdecken.


    1. Hypocopra brefeldii, wie schon beim letzten Besuch in den Borkenbergen reichlich vorhanden



    2. Eine Delitschia mit tief eingeschnittenen Sporen von 26.1-29.3 µm x 6.6-7.5 µm. Da paßt leider wieder nichts aus Nobis Delitschia-Tabelle.


    3. Coniochaeta vagans


    4. Sordaria macrospora


    5. Und zum Abschluß noch ein dicker Brocken von Sporormiella. Die Sporen sind bis über 90 µm groß und 14 µm breit. Das ist bei Ahmed und Cain zwar gerade die Trennlinie zwischen S. longispora und S. longisporopsis, aber die Anordnung der Sporen in den Asci paßt besser zu letzterer Art, auch wenn mir die charakteristische Rotverfärbung des Substrats, die für die Art typisch ist, hier nicht aufgefallen ist.


    Björn

    Hallo zusammen,


    Desmazierella acicola scheint ja grundsätzlich nicht selten zu sein, wenn man sich die Fundkarte aus dem Brandenburger Raum so anschaut. Aber es ist im Zweifel wohl wirklich eine mühsame Suche, gerade weil ja scheinbar immer nur wenige Fruchtkörper an einer Stelle zu finden sind und man dann auch noch in den tiefen, feuchten Schichten der Nadelspreu suchen muß.


    Björn