Hallo zusammen,
außerdem ist das mit Schädling oder Nicht-Schädling auch immer eine Frage der Perspektive. Chondrostereum purpureum wird z.B. auch gezielt dafür eingesetzt um Prunus serotina zu bekämpfen.
Björn
Hallo zusammen,
außerdem ist das mit Schädling oder Nicht-Schädling auch immer eine Frage der Perspektive. Chondrostereum purpureum wird z.B. auch gezielt dafür eingesetzt um Prunus serotina zu bekämpfen.
Björn
Hallo Pablo,
den Wissenschaftlern entsteht durch Sci-Hub gar kein Schaden. Wenn ein Paper wie das obige bei einem Verlag wie Elsevier erscheint, kriegt der Wissenschaftler da keinen Cent für. Im Gegenteil, im Laufe des Review-Prozesses arbeiten andere Wissenschaftler noch als kostenlose Gutachten für den Verlag, der dann einen dicken Gewinn damit einstreicht (und Elsevier ist da ein ganz schlimmes Beispiel, die nehmen es echt von den Lebendigen und verkaufen Unis z.B. nur Zeitschriften-Bundles, wo man dann statt des gewünschten Journals auch nch zig andere unbrauchbare Journale mitabonnieren muß). Von daher trägt Sci-Hub eher dazu bei, daß Artikel zugänglicher sind, was den Wissenschaftlern dann hilft, weil die Artikel gelesen und ordentlich zitiert werden können.
Björn
Hi Pablo,
SciHub findest du mit Google
Da gibst du dann einfach die DOI des Artikels ein Redirecting und schwupps landet der Artikel bei dir. Das ganze ist zwar rechtliche Grauzone, aber was bleibt einem anderes übrig...
Björn
Hallo zusammen,
schön, daß der Pilz dann doch einen Namen bekommen hat (ohne die Stephanozysten wäre ich da aber nie drauf gekommen). Das Paper von Hallenberg et al. habe ich über sci-hub schon selber bekommen (sehr empfehlenswerte Seite, um an Paper zu kommen) und mit Freude festgestellt, daß ich mit meinen Methoden bei P. praetermissa s.l. aufhören kann/muß ![]()
Björn
Hallo Pablo,
ich hab jetzt bei den Sporen noch mal genauer in Wasser nachgemessen und komme auf (9.4+-0.8) µm x (5.1+-0.3) µm. Die meisten Sporen waren nahe bei 9 µm und nur ein Außreißer hatte 11.3 µm Länge.
Was de Zystiden angeht, hab ich jetzt auch noch mal genauer hingeschaut. Vereinzelt gab es Zystiden mit Längen von ca 100 µm. Was die Formen angeht, gab es da auch einige verschiedene Zystiden: Zylindrische die oben eine etwas dickere Wand haben, zugespitzere Zystiden und einige mit Kopf. Außerdem gab es eine Zystide, die so etwas wie einen Kristallschopf hat, das kann aber natürlich auch täuschen und sich bloß um Schmock handeln. Außerdem gab es noch vereinzelt so rundliche zystidenartige Gebilde, die an Eierbecher erinnern. Könnten das Stephanozysten sein? Dann würde ich hier am ehesten zu Peniophorella praetermissa tendieren.
Björn
Hallo zusammen,
was wären denn Alternativen zu L. decastes? Ansonsten waren wir uns da aber alle so sicher, daß sich einige auch was für die Pfanne eingepackt haben...
Die Uredien von P. violaceum hatten oberseits violette Blattflecken von einigen Milimetern Durchmesser, und unten die üblichen gelben Puscheln von ähnlicher Größe. Also paßt alles schon irgendwie, aber ich glaub, ich hab mich da einfach nur gehörig selber verwirrt...
Zum Rindenpilz scheint H. roseocremeum in der Tat gut zu passen. Sporen sind so um die 8x5 µm und leicht nierenförmig. Schnallen sind vorhanden und einige Zystiden gab es auch.
Björn
Hallo Oehrling,
Mikrobilder gibt es keine, aber die Pilze hatten das mit dem Sporenabwurf dankenswerterweise schon vor Ort erledigt. Das Sporenpulver war ganz klar weiß, sieht man auf dem Foto auch ansatzweise auf dem kleinen Fruchtkörper ganz rechts.
Björn
Hallo Jörg,
ja, da hat sich ein Tippfehler eingeschlichen, ist jetzt auch korrigiert. Da waren wir uns aber auch alle einig bei dem Fund, es gab auch noch Exemplare, die in den typischen größeren Büscheln wuchsen. Der leichte Grünstich kommt einfach vom Waldesgrün. Wird Zeit, daß die Blätter wieder abfallen ![]()
Björn
Hallo zusammen,
gestern ging es mit dem APR zu einer Exkursion ins Grutholz in Castrop-Rauxel. Obwohl es in der vergangenen Woche einigen heftigen Regen gab, war der Wald insgesamt leider sehr trocken, so daß sich auch eher wenige Pilze fanden.
1. Pseudopeziza trifolii ex Trifolium repens
2. Podosphaera erigerontis-canadensis ex Lapsana communis
3. Acryria obvelata
4. Der muß noch unters Mikroskop
5. Lasiosphaera ovina
6. Lyophyllum decastes
7. Phragmidium sp. auf Rubus fruticosus agg. Irgendwie tu ich mich im Moment schwer mit den Brombeerrosten. Mit der Wanddicke und den Stacheln würde ich hier zu Phragmidium violaceum tendieren.
8. Puccinia urticata s.l. ex Carex pendula. Die Uredosporen, bei denen man Keimporen erkennen konnten, hatten in der Mehrzahl derer drei. Außerdem waren die Uredien eher zimtbraun als rostfarben.
Björn
Hallo zusammen,
am vergangenen Freitag ging es für mich vormittags zu einer kleinen Runde über die Ölgangsinsel in Neuss. Da hatte ich letztes Jahr schon einige nette Phytoparasiten gefunden. Die zeigten sich auch dieses Jahr wieder:
1. Puccinia phragmitis ex Rumex cf. obtusifolius
2. Puccinia symphyti-bromorum ex Symphytum officinalis
3. Puccinia retifera ex Chaerophyllum bulbosum
4. Albugo candida s.l. ex Capsella bursa-pastoris
Am Nachmittag ging es dann noch weiter in den Duisburger Stadtwald:
5. Cantharellus cibarius
6. Dorcus parallelipipedus
Björn
Hi Jule,
vielen Dank für dein wie immer sehr hilfreiches Feedback!
Was den Grasrost angeht, habe ich keine Paraphysen gesehen, aber wenn der Schlüssel von mir wissen will, ob etwas vorhanden ist oder nicht (und die Paraphysen dazu noch leicht kollabieren sollen), habe ich immer Bauchschmerzen. Deshalb laß ich den jetzt einfach mal links liegen. Aber die Tage kommt dann Grasrost mit Paraphysen ![]()
Björn
Hallo Pablo,
ich hatte mich da an den Zeichnungen in der Funga Nordica orientiert. Da sollten die Zystiden bei P. phlebophorus ja eher zipfeliger sein. Aber vielleicht schaut hier ja auch noch ein Dachpilzspezialist rein.
Björn
Hallo zusammen,
nach den beiden Touren am vergangenen Samstag ging es am Sonntag direkt wieder in die Pilze. Diesmal in den Hiesfelder Wald an der Stadtgrenze Oberhausen/Bottrop. An Großpilzen gab es nur sehr wenig zu bestaunen und Phytos sind im Wald naturgemäß auch eher rar. Aber für ein paar nette Funde hat es dann doch noch gereicht.
1. Coleroa robertiani ex Geranium robertianum
2. Ein Dachpilz. Könnte es sich um Pluteus pallescens handeln?
3. Acyria denudata
4. Phragmidium rubi-idaei ex Rubus idaeus. Beeindruckend auch die an Bananen erinnernden Paraphysen.
5. Pucciniastrum circaeae ex Circaea lutetiana
6. Coprinopsis romagnesiana, den ich hier schon vorgestellt hatte und der dank Stefan einen Namen hat.
Björn
Hallo Joschi,
das ist Amanita rubescens.
Björn
Hallo zusammen,
nachdem ich am Morgen schon im Duisburger Stadtwald erfolgreich war, ging es gegen Mittag nach Düsseldorf an den Rhein. Auch dort fanden sich zahlreiche phytoparasitische Pilze. Außerdem war dann am Ende der Tour noch der Japantag angesagt, wo tausende Menschen in komischer Verkleidung Free Hugs verteilten...
1. Peronospora arborescens ex Papaver rhoeas
2. Peronospora sp. ex Vicia sp. Da muß ich noch mal genauer schauen, welche Wicke das ist.
3. Ein Rostpilz auf Gras...
4. Ich schwanke zwischen Euphorbia esula und Euphorbia cyparissias. Der Rost sollte damit aber auf jeden Fall Melampsora euphorbiae sein.
5. Puccinia punctiformis ex Cirsium arvense
6. Hyaloperonospora parasitica ex Capsella bursa-pastoris
7. Podopshaera euphorbiae ex Euphorbia helioscopia
8. Ein Streifenbrand auf Gras ohne Öhrchen. Also das Gras, was da in großen Mengen wuchs, würde ich für Alopecurus halten. Aber trifft das auch für das befallene Gras zu? Leider wächst da ja oft immer alles durcheinander.
9. Und zum Abschluß ein Rost auf einem Doldenblüter. Leider ohne Blüten und dadurch nicht wirklich einfacher zu bestimmen...
Björn
Hallo zusammen,
am Samstag morgen ging es für mich früh morgens auf eine kleine Runde in den Duisburger Stadtwald. Neben etlichen Phytoparasiten gab es auch erste Großpilze zu bestaunen, darunter sogar die ersten Pfifferlinge!
1. Peronospora sisymbrii-loeselii ex Sisymbrium officinale
2. Puccinia veronicae ex Veronica montana
3. Puccinia arenariae ex Silene dioica
4. Peronospora arenariae ex Moehringia trinervia
5. Cantharellus cibarius
6. Amanita pantherina
7. Hyaloperonospora niessliana ex Alliaria petiolata
8. Puccinia aegopodii ex Aegopodium podagraria
Björn
Hallo Pablo,
die Tricholoma hat einen Mehlgeruch und ich konnte gerade auch noch einen kleinen Fruchtkörper einsacken, wo man Reste eines Velums erkennen kann.
Was die Verfärbung angeht, konnte ich bei dem Exemplar in meinem Kühlschrank bis jetzt nichts feststellen, wobei ich den bis dato aber auch noch nicht feste gedrückt hatte. Das hab ich jetzt mal nachgeholt.
Bei der Inocybe schau ich bei Gelegenheit auch noch mal rein. Gibt es da spezielle Stellen auf den Lamellen, wo sich die knorzeligen, braunen Basidien tummeln oder findet man die überall, wenn es sie denn gibt?
Björn
Hallo zusammen,
letzten Freitag habe ich mich nach der Arbeit zu einer kleinen Runde über den Alten Friedhof in Duisburg aufgemacht. Sonderlich viele Großpilze wuchsen nicht, aber dafür gab es etliche falsche Mehltaue.
1. Hier scheitere ich leider schon an der Pflanze. Entsprechend bleibt der falsche Mehltau vorerst ohne Namen. EDIT: Dank Julia weiß ich jetzt, daß auch dies ein offenbar sehr wohlgenährtes Vergißmeinnicht ist, so daß der falsche Mehltau auch Peronospora myosotidis ist.
2. Hyaloperonospora niessliana ex Alliaria petiolata
3. Peronospora myosotidis ex Myosotis sp.
4. Peronospora arenariae ex Moehringia trinervia
5. Hier würde ich auf eine Inocybe tippe. Geruch war nicht spermatisch. Im Feld hätte ich das eher für pilzig gehalten, gestern Abend, nachdem der Fruchtkörper 2 Tage im Kühlschrank lag und durchgeschnitten wurde, hätte ich es eher für fruchtig bis blumig gehalten.
Cheilozystiden
Sporen
6. Tricholoma sp.
7. Puccinia lagenophorae ex Bellis perennis
8. Ein Streifenbrand an Gras. Das Gras, was da im ersten Bild zu sehen ist, würde ich für Bromus sp. halten und bin auch recht sicher, daß der Brand am gleichen Gras saß. Damit wäre der Pilz dann wohl Urocystis bromi. EDIT: Julia hat mich an meinem Beleg gezielt nach Öhrchen suchen lassen, so daß das befallene Gras jetzt Elymus sp. ist und der Pilz damit Urocystis agropyri.
9. Albugo candida s.l. ex Sisymbrium officinale
10. Hyaloperonospora sisymbrii-loeselii ex Sisymbrium officinale
Björn
Hi Stefan,
das sieht sehr gut aus! Aber das ist ein seltsamer Tintling, der wächst scheinbar nicht in Mönchengladbach :-O
Björn
Hallo zusammen,
heute war ich eine Runde im Hiesfelder Wald in Oberhausen unterwegs. Dabei fand sich auch ein Tintling. Ich hab den gerade mal ein bißchen unters Mikroskop gelegt. Da ich mit Großpilzen ja eher weniger zu tun habe, wäre ich für Ideen dankbar.
Huthaut
Drei Bilder von einer Lamelle. Insgesamt eher nichtssagend. Weiter unten kommen dann besser Bilder von einer andere Lamelle.
Basidien 4-sporig
Sporen (9.6 +- 0.3) µm x (5.6 +- 0.2) µm
Cheilozystiden
Sporen
Cheilozystiden
Schnallen hat der gute Kollege übrigens auch.
Björn
Hallo zusammen,
herzlichen Dank Christoph für die weitere Bestätigung von A. bitorquis und für die zusätzlichen Erläuterungen zum Ring.
Da hast du mal wieder ein sehr wachsames Auge bewiesen, Kagi! Sehr schön ![]()
Björn
Hallo Stefan,
das mit Lyophyllum decastes ist auch eine gute Idee! Leider mußte ich gerade feststellen, daß die Fruchtkörper über Nacht dem Rasenmäher zum Opfer gefallen sind. Gibt also nichts mit einer genaueren Betrachtung.
Bezüglich der Taphrina hab ich Jule schon alarmiert und wurde angewiesen, daß der Fund belegpflichtig ist ![]()
Björn
Hallo zusammen,
scheinbar geht auch bei den Pilzen momentan der Trend zum Studium. So fand ich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause die folgenden vier Pilze auf dem Campus Duisburg der Uni Duisburg-Essen.
1. Zunächst mal ein Agaricus sp. mit Sporengröße (5.65 +- 0.4) µm x (4.5 +- 0.2) µm, pilzigem Geruch, doppeltem Ring und einer nur sehr langsamen und geringen Verfärbung des Fleisches in Bräunliche beim Durchschneiden. Insgesamt ein sehr fester Pilz. Karl hat in der Zwischenzeit auf FB A. bitorquis als heißen Kandidaten genannt.
2. Das würde ich für eine Melanoleuca halten. Mikroskopiert habe ich nicht, aber ich werden heute Abend vielleicht mal einen Fruchtkörper einsacken.
3. Puccinia punctiformis ex Cirsium arvense II
4. Eine Taphrina auf Prunus serotina. Das müßte dann T. farlowii sein, wobei die normalerweise nur Blätter befällt und nicht derartige Narrentaschen an den Früchten verursacht.
Björn
Hallo zusammen,
auch am dritten Tag von Jules Phyto-Kurs auf Hof Fleckenbühl ging es nach dem Frühstück raus in die Wildbahn um nach Pilzen zu suchen. Die zeigten sich auch wieder wie erwartet an allen Ecken und Enden und lieferten noch ein paar weitere nette Beiträge zu unserer Fundliste. Nachdem dann ab dem Mittag noch mal eine Runde mikroskopiert wurde, war der Kurs dann am Nachmittag auch schon viel zu schnell vorbei. Und für alle, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind, sei auf die weiteren Kurse in Sankt Oswald im August und in Bad Laasphe im Herbst verwiesen.
1. Pseudopeziza trifolii ex Trifolium repens
2. Ramularia taraxaci ex Taraxacum Sect. Ruderalia
3. Puccinia leontodontis ex Scorzoneroides autumnalis. Man beachte die Uredosporen mit stachelfreier Tonsur! ![]()
4. Ramularia geranii ex Geranium pusillum
5. Puccinia acetosae ex Rumex acetosa
6. Fuligo rufa
7. Puccinia punctiformis ex Cirsium arvense. Bei der Abendrunde am Vortrag hat Jule diesen Pilz mit der Nase gefunden. Sie blieb auf einmal am Wegrand stehen und meinte: "Björn, hier ist er. Riechst du das auch?" Ich hab erstmal nichts gerochen, aber mit ein wenig Suche im Gebüsch war der Pilz dann schnell ausfindig gemacht. Dieses Exemplar hier stand aber etwas freier und war somit auch optisch schnell dingfest gemacht. Der Geruch ist sehr intensiv süßlich und irgendwo zwischen Honig und Flieder zu verorten.
8. Rostpilz auf Viola sp.
10. Gymnosporangium clavariiforme ex Juniperus communis. An dieser Stelle sei noch einmal explizit darauf hingewiesen, daß dies nicht der Birnengitterrost Gymnosporangium sabinae ist, sondern der Weißdorngitterrost Gymnosporangium clavariiforme. Während letzterer auf echtem Wacholder vorkommt, wächst sein Birnenbruder nur auf schuppenblattbildenden Wacholdern wie dem Sadebaum und dem chinesischen Stinkwacholder.
11. Phragmidium fragariae ex Potentilla sterilis
12. Während ich das Phragmidium fragariae fotografierte, hatte ich auf einmal eine Wacholdernadel in meinem Finger stecken. Beim Herausziehen stachen sofort einige schwarze Punkte ins Auge, die sich dann als Lophodermium juniperinum entpuppten.
13. Peronospora ervi ex Vicia hirsuta. Das ist der Bruder von der Peronspora sp., die wir am Vorabend auf Vicia tetrasperma hatten. Diese beiden Wicken sind übrigens an ihren Nebenblättern auseinanderzuhalten.
14. Peronospora rumicis ex Rumex acetosa
15. Das dürfte eine Ramularia auf Rumex acetosa sein.
16. Ascodichaena rugosa
17. Peronospora variabilis ex Chenopodium album
Björn
