Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    nachdem es in der vergangenen Woche im Ruhrgebiet stellenweise sehr ordentlich geregnet hat, hab ich mich am letzten Samstag zu einer längeren Tour durch Bottrop aufgemacht. Zunächst zur Halde Rheinbaben, wo sich pilzmäßig aber noch nicht viel tat. Von dort aus weiter in den Köllnischen Wald und schließlich ins Rotbachtal, wo wieder mal alles voll mit Pilzen war.


    1. Puccinia bardanae ex Arctium sp.

    2. Laetiporus sulphureus


    3. Kuehneromyces mutabilis? Kann das auf Holzspänen wachsen?


    4. Keine Idee hier


    5. Xerula radicata


    6. Pucciniastrum epilobii ex Epilobium sp.


    7. Rhytisma acerinum


    8. Pluteus sp., muß ich mir noch mal genauer anschauen, wenn ich wieder zu Hause bin.

    Lamelle

    Sporen (6.4 +- 0.4) µm x (5.2 +- 0.3) µm, Q=1.2

    Huthaut


    9. Kuehneromyces mutabilis


    10. Fistulina hepatica


    11. Fuligo septica


    12. Tyromyces kmetii


    13. Pycnoporus cinnabarinus


    14. Tylopilus felleus


    15. Delicatula integrella


    16. Polyporus badius


    17. Crepidotus crocophyllus


    18. Mycena acicula


    19. Amanita pantherina


    20. Podosphaera balsaminae ex Impatiens noli-tangere. EDIT: Was habe ich denn da für einen Quatsch geschrieben, und warum schreit niemand? Das war natürlich kein Mehltau sondern Scleroderma verrucosum.


    21. Dieser Täubling hatte seltsame Tierchen an seinen Lamellen, die sich offenbar von den Sporen ernähren:


    Es gab auch noch 4 Russulas, die kommen aber dann später in einen eigenen Beitrag:

    Russula nigricans

    Eine andere Compactae, leicht scharf

    Ziemlich scharf


    Björn

    Hallo Claus,


    das Problem war halt, daß ich noch keine Chemikalien hatte, als der Pilz frisch war ;) Aber bei den Exemplaren, die ich am Wochenende eingesammelt habe, und die ich auch noch bei Zeiten vorstellen werde, habe ich direkt mit Chemie hantiert.


    Björn

    Hallo zusammen,


    momentan ist bei mir arbeitsmäßig relativ viel zu tun, deshalb vorerst nur eine kurze Rückmeldung zur Nummer 4. Die habe ich jetzt mit Guayak (links am Stiel) und Eisensulfat (rechts am Stiel) bearbeitet.


    Nach circa 20 Sekunden Einwirkzeit keine Reaktion.

    Am nächsten Morgen mit Guayak einen Hauch blau-grün, die Eisensulfatstelle erscheint ein wenig gräulich. Ist R. cyanoxantha damit raus oder zählt das noch als Nullreaktion?



    Björn

    Hallo zusammen,


    heute hat sich der APR zu einer Exkursion in die Effringhauser Schweiz an der Stadtgrenze Hattingen/Velbert aufgemacht. Im Ruhrgebiet hatte es die letzten Tage teilweise heftig geregnet. Leider war davon in Velbert wenig angekommen, so daß das Pilzaufkommen insgesamt eher mager war. Einige tolle Funde haben wir dann aber doch gemacht:


    1. Leichter Anisgeruch


    2. Gymnopus peronatus


    3. Kuehneromyces mutabilis


    4. Ustilago maydis


    5. Coleosporium senecionis ex Senecio inaequidens


    6. Puccinia millefolii ex Achillea millefolium


    7. Phragmidium violaceum ex Rubus fruticosus agg.


    8. Phragmidium bulbosum ex Rubus fruticosus agg.


    9. Peronospora variabilis ex Chenopodium album


    10. Puccinia convolvuli ex Convolvulus arvensis


    11. Tuberculina persicina ex Puccinia convolvuli


    12. Podosphaera balsaminae ex Impatiens noli-tangere


    13. Podosphaera dipsacacearum ex Dipsacus fullonum


    14. Neoërysipe galeopsidis ex Galeopsis tetrahit


    15. Erysiphe vanbruntiana var. sambuci-racemosae ex Sambucus racemosus


    16. Puccinia ferruginosa ex Artemisia vulgaris


    17. Puccinia graminis ex Festuca gigantea


    18. Puccinia coronata ex Festuca gigantea

    Effringhauser Schweiz-0048.jpg


    19. Wilsoniana sp. ex Amaranthus sp. Sind das jetzt netzartige oder labyrinthartige Strukturen?


    20. Im gleichen Präparat fanden sich dann auch noch diese hübschen Sporen:



    Björn

    Hallo Karl,


    vielen Dank für deine Antwort. Bei Nr. 6 war das Fleisch in der Tat extrem hart. Auf den Geschmack werde ich dann in Zukunft mal genauer achten (und ihn hoffentlich nicht kurz nach einem scharfen Täubling probieren).


    Björn

    Hallo Matthias,


    vielen Dank für deine Hilfe! Das paßt ja wirklich perfekt - Bestimmen kann so einfach sein, wenn man alles richtig macht ;) Und die fehlende Beflockung des Stiels, die mich in der Funga Nordica an P.podospileus hat vorbeischlüsseln lassen, ist dann wohl unter Umständen dem Wetter geschuldet.


    Björn

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für Euer Feedback!


    Das mit den Griseinae ist schon mal gut zu wissen. Dann würde es mit der Sporenpulverfarbe nach dem Schlüssel hier wohl auf R. parazurea oder R. ionochlora hinauslaufen. Bei Nr.4 sind mir diese Roßhaare aufgefallen, die ich schon mal bei R. heterophylla hatte und die wohl auch nur bei relativ wenigen Täublingen vorkommen.

    Kann R. bresadolae (so heißt R. atropurpurea jetzt) so gelbe Flecken haben? Wir hatten die am WE bei der APR-Exkursion, aber da war sie ganz klassisch mit rotem Hut und dunkler Mitte. Außerdem waren die Sporen da auch so ganz charakteristisch länglich geformt.


    Björn

    Hallo zusammen,


    bei der Grugaexkursion am 18.8.2019 haben wir auch einen Dachpilz gefunden, der in einem Bett vermutlich an einem unterirdischen Holzhäcksel wuchs. Leider komme ich da momentan nicht so wirklich zu einer Art und so hoffe ich, daß mir hier jemand weiterhelfen kann.


    Huthaut rissig und nicht gerieft. Inwiefern das alles dem Dauerregen am Tag der Exkursion geschuldet ist oder eben charakteristisches Merkmal des Pilzes ist, kann ich leider nicht sagen.

    Stiel gerieft und glatt

    Sporen (5.9 +- 0.3) µm x (5.0 +- 0.3) µm

    Zystiden 50-90 µm Ob das jetzt Cheilo- oder Pleurozystiden waren, kann ich nicht sicher sagen. Insgesamt gab es aber offenbar relativ wenige Pleuros und mehr Cheilos.

    Lamellenschneide in Kongorot

    Huthaut

    Huthaut. Auffällig die ballonförmigen, mit braunem Inhalt gefärbten Zellen


    Ein rein optischer Vergleich mit den Dachpilzen im Ludwig liefert eine gute Übereinstimmung mit P. diettrichii. Der paßt aber von der Sporengröße her gar nicht. Also wird mal richtig geschlüsselt. Zunächst mit der Funga Nordica:

    Die Pleurozystiden haben keine Haken und die Sporen sind fast rund, also direkt zu Schlüssel C. Bei Schritten 1-4 entscheide ich mich jeweils für die Alternative, weil der Hut braun und der Stiel nicht gelb ist. Bei 5 muß ich schon etwas überlegen. Mit etwas gutem Willen erkennt man einen leichten Blaustich am Stiel, aber da die Sporen deutlich kleiner als 7.5-9 µm x 6-6.5 µm sind, geht es auch hier mit der Alternative weiter. Die Cheilos haben kein Rostrum, also weiter zu 8. Da haben wir wieder unseren Freund P. diettrichii, der auch wieder wegen der Sporengröße raus ist. Also weiter. Der Stiel hat keine Flocken, der Hut ist nicht gräulich, also sind wir schon bei 11. P. nanus hat auch wieder zu große Sporen. Die Lamellenschneiden sind nicht gefärbt. Pluteus satur ist es wohl nicht, der hätte naß einen gerieften Hut. Bliebe P. phlebophorus, da wären die Sporen etwas groß und die Zystidenform scheint nicht so ganz zu passen.


    Mit dem Gröger würde ich bei Teilschlüssel d starten. 1b, dann kommt man wieder bei P. diettrichii vorbei, da paßt aber auch der Q-Wert nicht. 2b, 3b, 4b. 7a Pluteus pallescens könnte passen, gerade auch was die Sporengröße angeht.


    Was sind Eure Einschätzungen?


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich hatte ja vor einiger Zeit schon einen Bericht aus dem Rotbachtal eingestellt und dabei auf einige noch unbestimmte Täublinge verwiesen. Die möchte ich jetzt hier vorstellen und vielleicht kriegt der eine oder andere dann ja auch noch einen Namen. Momentan alles noch ohne Chemie und nur mit Kongorot und Sulphovanillin, den Rest bringt der Götterbote hoffentlich zum Wochenende vorbei.


    1. Russula sp., Sporenpulverfarbe IIa-IIb, Sporengröße (6.6+-0.6) µm x (5.4+-0.4) µm. Kein besonderer Geruch, Geschmack mild und unter Fagus wachsend.


    2. Russula sp., Sporenpulverfarbe Ib, Sporengröße (6.5+-0.2) µm x (5.2+-0.3) µm. Kein besonderer Geruch, Geschmack mild, unter Fagus wachsend.


    3. Russula cf. risigallina, Sporenpulverfarbe IVe, Sporengröße (7.2+-0.5) µm x (5.6+-0.2) µm. Kein Geruch, Geschmack mild, aber nicht geschmacklos (ohne daß ich das genauer einordnen könnte). Unter Quercus, Fagus, Carpinus, Betula und Sorbus.


    4. Russula sp., Sporenpulverfarbe Ib, Sporengröße (8.1 +- 0.4) µm x (6.6 +- 0.4) µm. Lamellen sehr weich und wenig spröde.


    5. Russula sp., Sporenpulverfarbe Ib, Sporengröße (8.2 +- 0.6) µm x (6.7 +- 0.3) µm, kein Geruch, Geschmack scharf (aber nicht zu extrem), unter Carpinus und Quercus

    Rotbachtal-0089.jpg


    6. Russula sp., Sporenpulverfarbe IIa, Sporengröße (7.3 +- 0.3) µm x (6.8 +- 0.4) µm, kein Geruch, Geschmack mild, unter Fagus und Quercus.


    Björn

    Hallo zusammen,


    heute war der APR auf einer Exkursion an der Halde Lipper Höhe in Marl. Ich hatte ja befürchtet, daß es dort sehr trocken sein würde und wir keinen einzigen größeren Pilz finden würden, aber in einem Wäldchen am Fuße der Halde gab es dann doch genügend Feuchtigkeit, so daß wir etliche Röhrlinge und Täublinge finden konnten. Letztere sporen gerade noch aus, deshalb fehlen da noch entsprechende Mikrobilder, die werden aber später ergänzt.


    1. Leccinum scabrum


    2. Russula parazurea


    3. Scleroderma citrinum


    4. Amanita rubescens


    5. Amanita fulva


    6. Pseudoboletus parasiticus an Scleroderma citrinum


    7. Russula claroflava


    8. Boletus edulis


    9. Russula velenovskyi


    10. Wird noch bestimmt. EDIT: Cystolepiota hetieri


    11. Wird auch noch bestimmt, düfte in Richtung Mycoacia uda gehen. EDIT: Phlebia uda


    12. Kriegt hoffentlich auch noch einen Namen. EDIT: Psathyrella longicauda


    13. Megacollybia platyphylla


    14. Russula bresadolae


    15. Laetiporus sulphureus


    16. Fuligo septica


    17. Phragmidium bulbosum ex Rubus fruticosus agg.


    18. Golovinomyces sordidus ex Plantago major


    19. Ampelomyces quisqualis an unbekanntem Mehltau auf Prunus serotina


    20. Coleroa robertianum


    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem ich am Freitag aus Bad Honnef zurück war, habe ich mich erstmal auf eine kleine Tour durch den Duisburger Stadtwald gemacht um zu schauen, ob es dort ähnlich pilzreich wie in Bad Honnef ist. Das war leider nicht der Fall, aber ein paar Funde gab es dann doch:


    1. Cystolepiota seminuda


    2. Paxillus rubicundus agg. unter Alnus sp. Sporengröße: (6.3 +- 0.4) µm x (4.3 +- 0.2) µm


    3. Russula sp. Ich hatte hier ja erstmal an eine Compactae gedacht, aber dafür paßt entweder die Hutfarbe nicht, oder das Röten/Schwärzen fehlt. An Begleitbäumen gab es in erster Linie Buche, wobei ich aber auch Eiche und Hainbuche nicht ausschließen kann. Geschmack mild. Sporenpulver IIb

    Huthaut in Kongorot/NH3

    Sporengröße (6.1 +- 0.3) µm x (5.1 +- 0.3) µm


    4. Meripilus giganteus


    5. Kuehneola uredinis


    Björn

    Hallo zusammen,


    die Huthaut hat in der Präparation in der Tat Probleme gemacht. Ich hab es mit Karls Russula-Huthaut-Trick versucht, also ein Stück Huthaut abziehen (da war dann aber schon jede Menge Trama mit dran) und anschließend mit der Rasierklinge glatt schaben (da ging dann meistens alles kaputt) und dann quetschen bis der Arzt kommt. Gibt es da für Boleten eine bessere Technik?


    Björn

    Hallo zusammen,


    auch am Donnerstag war ich nachmittags mal für eine kurze Runde im Wald bei Bad Honnef und bin dabei über folgende Pilze gestolpert:


    1. Boletus aestivalis


    2. Russula sp., mild im Geschmack


    3. Phaeolus schweinitzii


    4. Daedaleopsis tricolor


    5. Milesina scolopendrii ex Asplenium scolopendrium


    Und zum Abschluß noch Konrad Adenauer


    Björn

    Hallo zusammen,


    Nr. 5 war heute morgen nicht mehr so ganz frisch, hatte aber einen Bruder bekommen, der bei mir auch fleißig ausgesport hat:


    Huthaut

    Sporen:

    (11.4 +- 0.7) µm [10.1 - 12.3 µm] x (5.6 +- 0.3) µm [5.3 - 6.2 µm]

    Q=2.0+-0.1 [1.8-2.3]


    Björn