Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    am Tag der Deutschen Einheit war ich noch mal im Landschaftspark und konnte wieder P. bulbifera finden. Die Art scheint also gerade einen Lauf zu haben bei uns. Entsprechend hier noch ein paar weitere Eindrücke. Das Einzige was mich aktuell irritiert sind die Sporengrößen: (9.2+-0.3) µm. Das ist ja eigentlich zu klein für bulbifera und würde eher Richtung dentata deuten. Da paßt aber die Farbe und auch die Größe der Fruchtkörper nicht.



    Björn

    Hallo Stefan,


    also unkommentiert ist es ja nicht: Man sieht ja direkt die Quelle und kann sich dann seine eigene Meinung dazu bilden. Alternativ könnte man die entsprechende Stelle auch einfach wieder aus dem Artikel rauslöschen mit der Begründung, daß es ja eben keine wissenschaftliche Quelle gibt und selbst der FAZ-Artikel nicht näher aus das vermeintliche Kontaktgift eingeht.


    Björn

    Hallo Claudia,


    gibt es irgendwelche guten Quellen für die Kontaktgiftigkeit? Steht zwar momentan in jedem Artikel, weil sich das ja gut macht, daß so ein Killerpilz auf dem Vormarsch ist und uns sicher bald alle hinraffen wird (da kann man dann schon mal den wissenschaftlichen Namen komplett vergessen und lieber die englische Poison Fire Coral erwähnen). Aber wenn man z.B. den englischen Wikipedia-Artikel liest, findet sich da nichts zu einer Kontaktgiftigkeit. Im deutschen Artikel steht es zwar drin, aber wodrauf wird verwiesen? Auf den FAZ-Artikel...


    Björn

    Hallo Pablo,


    Inonotus nodulosus scheint ja im Mikroskop ganz hübsch auszusehen. Da muß ich mir ja bei Gelegenheit glatt mal was mitnehmen, auch wenn es ein Porling ist.

    Was den Ritterling angeht, sehe ich gerade, daß man die beiden auch über den Geschmack trennen kann? Das wird zwar Überwindung kosten, so glibberig, wie die sind, aber was tut man nicht alles für die Pilze ;)


    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem ich am letzten Wochenende im Duisburger Landschaftspark ja schon einige nette Pilze gefunden habe, war ich gestern noch mal dort unterwegs. Der Regen hat offenbar gut getan, denn es gab noch mal deutlich mehr zu bestaunen:


    1. Agaricus campestris


    2. Lactarius pubescens


    3. Gymnosporangium sabinae ex Pyrus sp.


    4. Phyllactinia guttata ex Corylus avellana


    5. Parasola conopileus


    6. Leucoagaricus leucothites


    7. Bovista sp.


    8. Pseudombrophila bulbifera. Sporengröße 9.2+-0.3 µm.


    9. Mehltau auf Weide. Vom Blatt her nicht Salix caprea, womit der Mehltau Erysiphe adunca sein müßte. Dafür sind die Anhängsel aber recht kurz und sie standen auch deutlich in eine Richtung ab statt äquatorial.


    10. Mehltau auf unbekannter Pflanze


    11. Leccinum scabrum. Keine Verfärbung im Fleisch sichtbar. Sporengröße (16.9+-1.0) µm x (5.0+-0.2) µm, Q=3.4+-0.2

    Landschaftspark-0080.jpg


    12. Coprinus comatus


    13. Stropharia caerulea. Sporengröße (8.6+-0.4) µm x (4.6+-0.2) µm, Q=1.9+-0.1


    14. Melampsora sp. ex Populus sp. Meine Tendenz geht zu Melampsora laricis-populina


    15. Geopora arenicola


    16. Agaricus sp. mit Anisgeruch. Fruchtkörper auffallend klein und mit deutlich gelblichem-orangenen Hut, so daß ich sie auf den ersten Blick gar nicht als Champignons erkannt habe. Sporen muß ich später noch messen. Sporengröße (5.0+-0.3) µm x (3.4+-0.2) µm, Q=1.5+-0.1


    17. Melamspora sp. ex Populus tremula


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich hatte die Tage ja schon meine Stadtwald-Funde vom 1.10. vorgestellt, wo es nur Mikrobilder gab, weil ich im Wald keine Kamera dabei hatte. Also bin ich am nächsten Tag noch mal losgezogen, diesmal mit Kamera. Entsprechend gibt es jetzt also die Makroausgabe:


    1. Gymnopus dryophilus


    2. Xerula radicata


    3. Oudemansiella mucida


    4. Porostereum spadiceum


    5. Amanita muscaria

    Flocken auf dem Hut


    6. Lepista sordida


    7. Echinoderma asperum


    8. Mycena crocata


    9. Cyanoboletus pulverulentus


    10. Mycena epipterygia


    11. Cystolepiota seminuda


    12. Collybia cookei


    13. Liege ich hier mit Hymenoscyphus fructigenus richtig?


    14. Pleurotus cf. ostreatus


    15. Unbekannter Porling


    16. Stropharia cf. caerulea


    17. Ischnoderma resinosum


    18. Geastrum fimbriatum


    19. Mycena haematopus


    20. Tricholoma ustale


    21. Boletus edulis


    22. Nectria peziza


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Wochenende habe ich im Landschaftspark Duisburg mal wieder über den Kaninchenhaufen gekniet und dabei eine Pseudombrophila entdeckt. Dank runder Sporen läßt sie sich auch relativ gut als P. bulbifera ansprechen. Die Sporen waren zwar etwas zu klein, was eher für P. dentata sprechen würde (wenn es die denn überhaupt gibt, da sie bis jetzt nur von ihrem Entdecker Boudier gefunden wurde), aber da der untersuchte Fruchtkörper wohl noch nicht ganz reif war und die Farbe der Fruchtkörper ganz klar ins braun-rote geht, würde ich den Fund doch als P. bulbifera benennen.



    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern war ich nach der Arbeit eine Runde im Duisburger Stadtwald und habe das Pilzwachstum nach dem Regen der letzten Tage bestaunt. Leider hatte ich unterwegs keine Kamera dabei, deshalb im Folgenden nur einige Mikrobilder, die dann später am Abend entstanden sind.


    1. Mycena haematopus


    2. Collybia cookei


    3. Mycena acicula


    4. Leccinum sp., im Bestimmungsteil des Forums genauer vorgestellt

    Stadtwald Duisburg-0033.jpg


    5. Chalciporus piperatus


    6. Gymnopus sp. Ich schwanke zwischen dryophilus und aquosus. Von den Hutfarben her eher hell.


    7. Lepista sordida


    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern bin ich auf dem Heimweg durch den Duisburger Stadtwald gegangen um zu schauen, was der Regen dort so alles angerichtet hat. Insgesamt alles sehr erfreulich: Die Pilze beginnen zu wachsen. Unter anderem fand ich folgenden Leccinum, der in direkter Nähe zu einem Teich wuchs (und deshalb auch voll mit so kleinen grünen Pflänzchen war). Zunächst deutete alles auf Leccinum scabrum hin. Beim Durchschneiden zeigte sich rein weißes Fleisch ohne Verfärbungen. Nach einer halben Stunde wurde dann die obere Hälfte des Pilzes braun. Nach circa 2 Stunden zeigte sich dann eine Bläung im unteren Stielteil. Heute morgen war der Pilz dann zweigeteilt mit braunem Fleisch in der oberen und bläulichem Fleisch in der unteren Hälfte.


    Pilz circa 2 Stunden nach dem Anschneiden

    Pilz heute morgen

    Huthaut

    Röhren. Zystiden mit auffälliger Spitze

    Sporengröße (15.9+-0.7) µm x (5.5+-0.2) µm, Q=2.9+-0.1


    Björn

    Hallo Victor,

    Nur eine Frage noch: warum sollte man den großen alten Steinpilz nicht mehr essen?

    du ißt ja hoffentlich auch kein Steak, daß schon zwei Wochen beim Metzger in der Auslage lag. Soll heißen: An alten Pilzen kann man sich gehörig den Magen verderben, weil da eben irgendwann die Zersetzung beginnt.


    Björn

    Hallo zusammen,


    auf meiner Tour im Landschaftspark am letzten Samstag fand ich auch zahlreiche Boviste, die ich mir jetzt auch mal mikroskopisch angeschaut habe.


    Sporengröße (4.4+-0.2) µm, sehr kurzes Pedicel

    Capilitium vom Bovista-Type

    Landschaftspark-0112.jpg


    Leider gelingt es mir selbst mit der Rasierklinge nicht, den reifen Fruchtkörper so durchzuschneiden, daß ich einen Blick auf die Subgleba werfen kann (ohne dabei meine ganze Wohnung mit Bovisten-Sporen vollzupudern). Kann man da trotzdem schon etwas zu sagen?


    Björn

    Hallo zusammen,


    die Nummer 1 scheint ein klarer Fall aus der Kategorie zu sein: Pilzbestimmung ist einfach, wenn man weiß was es ist. Dann sieht man nämlich in einem der obigen Huthaut-Mikrobilder auch die Haare und wenn man dann noch ein neues Präparat macht, springen sie einen gerade zu an:

    Wenn man dann Andreas Melzers Psathyrella-Schlüssel nimmt, ist man direkt beim ersten Schlüsselschritt fertig.


    Dann habe ich mir noch mal die Nummer 2 mit Hinblick auf Karls Hinweis angeschaut. Momentan tendiere ich zu Pholiotina velata. Ich hatte auch kurz an P. cyanopus gedacht, da der Fuß eventuell einen leichten blauen Hauch hatte, der aber auch einfach nur ein silbriger Glanz hätte sein können. Aber nach dem ich Druck auf den Stiel ausgeübt habe, wurde die Verfärbung nicht stärker, sondern verschwand und der Stiel wurde stattdessen braun.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Samstag war ich im Duisburger Landschaftspark und habe nach Pilzen Ausschau gehalten. Sonderlich viel gab es noch nicht, aber das wird sich mit dem Regen der letzten Tage sicher bald ändern. Meine Funde möchte ich Euch hier trotzdem zeigen:


    1. Hier hatte ich erst an eine Conocybe gedacht, aber dazu paßt das dunkle Sporenpulver nicht. Den Pilze habe ich mit Mikrofotos auch im Bestimmungsteil vorgestellt. Dort wurde ich in der Zwischenzeit auf Parasola conopileus verwiesen, was man an den charakteristischen Haaren in der Huthaut gut erkennt.


    2. Noch ein kleiner brauner Pilz, der im Bestimmungsteil mit Mikrobildern vorgestellt wird. Hier geht die Tendenz gerade zu Pholiotina velata.

    Landschaftspark-0010.jpg


    3. Puccinia polygoni ex Fallopia dumetorum

    Landschaftspark-0012.jpg


    4. Bovisten, kommen noch unters Mikroskop.


    5. Ein Fund auf Kaninchendung. Bei Facebook wurde ich auf Pseudombrophila bulbifera hingewiesen. Es gibt wohl noch eine weitere Pseudombrophila mit runden Sporen, P. dentata, die aber nur von ihrem Entdecker Boudier gefunden wurde und danach nie wieder. Heute Abend werde ich mal versuchen, den Pilzen reife Sporen zu entlocken, die ich dann auch messen kann.


    6. Uromyces striatus ex Medicago x varia


    7. Phragmidium sanguisorbae ex Sanguisorba minor


    8. Agaricus campestris


    9. Bolbitius titubans


    10. Phyllactinia guttata ex Corylus avellana


    11. Phyllactinia mali ex Crataegus sp.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Samstag war ich auf einer kleinen Runde im Duisburger Landschaftspark unterwegs. Sonderlich viele Pilze gab es zwar noch nicht, das wird sich wohl erst in ein paar Tagen ändern, nachdem es hier mächtig geregnet hat, aber einiges fand sich dann doch. Darunter auch zwei kleine braune Pilze auf Holzhäckseln:


    1. Hier hatte ich bei der Hutform erstmal an eine Conocybe gedacht. Da ist das Sporenpulver aber viel zu dunkel: Fast schwarz mit violettem Schimmer

    Sporen in Wasser, (14.8+-0.6) µm x (7.2+-0.3) µm

    Sporen in KOH 3%

    Lamellen. Die Zystiden sollten alles Cheilozystiden sein.

    Basidien 4-sporig

    Nochmal Cheilozystiden

    Huthaut

    Kaulozystiden


    2. Hier war das Sporenpulver rost-braun.

    Sporen in Wasser, (7.2+-0.4) µm x (4.2+-0.2) µm, Q=1.7+-0.1

    Sporen in 3% KOH

    Lamellen

    Basidien 4-sporig

    Cheilozystiden

    Huthaut

    Landschaftspark-0101.jpg


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich habe jetzt gerade noch mal mit Hugin und Enblend gespielt und dabei erstmals ganz brauchbare Ergebnisse erzielt. Das Gute an den beiden Programmen ist, daß sie Open Source und kostenlos sind sowie offenbar unter Windows, Linux und MacOS einsetzbar sind. Außerdem werden sie nach wie vor aktiv entwickelt.


    Für alle, die das mal selber nachvollziehen wollen, hier zunächst einmal der Satz von 9 Rohbildern: Wilsoniana_amaranthi.zip


    Im ersten Schritt müssen die Bilder mit Hugin ausgerichtet werden. Dazu benutzt man den Befehl

    align_image_stack -v -m -a OUT Rhein\ Neuenkamp-00*

    Die Option
    -v sorgt für einen detaillierten Output, -m optimiert das Gesichtsfeld für alle außer das erste Bild, -a OUT gibt allen nach dem Ausrichten erzeugten Bildern das Präfix OUT und am Ende kommen dann eben die Dateinamen der Ausgangsbilder. Nachdem das Programm durchgelaufen ist, sollte man jetzt OUT0000.tif bis OUT0008.tif im Ordner haben. Daraus wird jetzt das Endergebnis generiert mit dem Befehl:


    enfuse --exposure-weight=0 --saturation-weight=0 --contrast-weight=1 --hard-mask --contrast-window-size=40 --output=output40.jpg OUT*.tif

    Die ersten drei Optionen exposure-weight, saturation-weight und contrast-weight sollte man wohl nicht wirklich verändern, hard-mask ist für Focus Stacking offenbar die richtige Wahl. Bei der contrast-window-size kann man dann rumspielen. Ich habe hier mal 5 Bilder erzeugt, die einmal den Standardwert 5 verwenden, dann gibt es 9, 15, 25 und 40. Mir gefällt der letzte Wert am besten, aber das mag auch stark vom Motiv und den Ausgangsbildern abhängen.



    Björn

    Hallo nochmal,


    ich interessiere mich, seit ich das neue Mikroskop habe, potentiell auch fürs Stacken. Die optimale Lösung habe ich noch nicht gefunden. Es gibt mit Fiji ein sehr mächtiges Werkzeug (OpenSource und Java, sprich plattformunabhängig, was für mich als Linux-Nutzer eine Rolle spielt), das mich aber beim Stacken nicht restlos überzeugt. Dann gibt es im Prinzip Hugin, aber das ist eher auf das Erstellen von Panoramas gedacht und klappt bei mir fürs Stacken gar nicht. Was ganz gut funktioniert ist Mathematica, wobei das speichermäßig recht schnell an Grenzen kommen kann, wenn man da 10+ Fotos mit 18 Megapixeln in einem Rutsch verarbeiten will. Außerdem ist Mathematica für den Privatmann nicht bezahlbar.


    Björn