Beiträge von boccaccio

    Nachtrag:

    Nr. 6 hat mir leider nicht den Gefallen getan, im Stielfleisch rosa anzulaufen. Wobei das mit dem Fleisch so eine Sache ist. Das innere des Stiels ist da mit weißer Watte teilweise gefüllt. Aber insgesamt war keine Verfärbung erkennbar.


    Björn

    Hallo zusammen,


    erstmal vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen zu meinem Beitrag!


    Nr. 22 wuchs in der Tat bei Peltigera. Was schwebt dir da dann genau vor, Pablo?

    Nr. 26 war leider ein Einzelexemplar, von daher läßt sich da dann wohl nicht mehr zu sagen.

    Nr. 31 hatte ich leider nur fotografiert und nicht mit Nase und Zunge geprüft.

    Nr. 33: Da ist kaum Geruch vorhanden und der Geschmack ist mehlig. Eine Lärche habe ich zwar nicht gesehen, aber ausgeschlossen ist das natürlich nicht. Die gibt es dort in der Gegend durchaus auch. Ein Milchling ist es übrigens sicher nicht, der Stiel bricht faserig.

    Nr. 34: Der Geruch am Stiel erinnert mich n Dosenspargel. Gleiches gilt für die Lamellen, wobei die teilweise auch, wenn der Dosenspargel weggeatmet ist ein bißchen holunderartig riechen. Der Geschmack ist auch eindeutig Dosenspargel.


    Björn

    Hallo zusammen,


    hier noch ein dritter Teil zum Phytokurs in dem ich noch einige Eindrücke aus Bad Laasphe Downtown zeigen möchte, die zwar nichts mit Phytoparasiten zu tun haben, aber trotzdem einige spannende Pilze bereit hielten:


    1. Geoglossum sp. Leider war das Exemplar, das ich mitgenommen habe, nicht reif.


    2. Cuphophyllus virgineus


    3. Mycena pseudocorticola


    4. Mycena pseudocorticola und Mycena meliigena


    5. Gliophorus psittacinus

    Basidien in Wasser

    Sporen

    Lamelle in Kongorot

    Huthaut

    Sporen


    6. Hygrocybe sp. Hut und Stiel schleimig, nicht bitter im Geschmack.

    Sporen

    Huthaut

    Basidien


    7. Mal wieder ein weißes Wiesenkeulchen, leider vor den Bottroper Funden mikroskopiert, so daß ich da nicht wirklich auf Schnallen der Basidien geachtet habe.


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich hatte ja hier schon vom ersten Teil des Phytokurses mit Jule in Bad Laasphe berichtet. Hier folgt nun der zweite Teil. Bei unserer sonntäglichen Exkursion haben wir uns durch die Vorgärten von Bad Laasphe gearbeitet. Für die Qualität der Mikrofotos muß ich mich entschuldigen, da saß bei vielen Aufnahmen leider ein Schmutzpartikel im Lichtweg, den ich erst nach Ende der Aufnahmen bemerkt habe.


    1. Evernia prunastri


    2. Cronartium ribicola ex Ribes nigrum


    3. Phyllactinia betulae ex Betula pendula


    4. Milesina murariae ex Asplenium ruta-muraria. Schon der zweite Farnrost für mich in diesem Jahr! Dankenswerter Weise sind die Farnroste weiß, so daß man sie optisch gut von den Sporenlager des Farns unterscheiden kann.


    5. Albugo candida ex Aubrieta cult.


    6. Coleosporium senecionis ex Senecio vulgaris


    7. Uromyces kabatianus ex Geranium pyrenaicum


    8. Puccinia lagenophorae ex Senecio vulgaris


    9. Thanatephorus cucumeris ex Achillea millefolium. Dieser Basidiomycet ist polyphag, kann also an verschiedensten Pflanzen gefunden werden.


    10. Mucilago crustacea


    11. Thanatephorus cucumeris ex Plantago lanceolata


    12. Ein Fliegentöter. Kann man da Näheres zu sagen, auch ohne die genaue Wirtsart zu kennen? Bei den Mikrofotos sind leider noch jede Menge Rostpilzsporen mit im Bild, da am Ende alles in einer Kiste gelandet war. thorben96


    13. Melampsora hiratsukanum ex Alnus glutinosa, der Übeltäter, der seine Sporen in die vorherigen Bilder verstreut hat.

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    14. Phyllachora graminis ex Elymus caninus


    15. Tranzschelia sp. ex Prunus domestica


    16. Nochmal Spilopodia nervisequa, diesmal ungewöhnlicherweise auf Plantago major


    17. Phragmidium sanguisorbae ex Sanguisorba minor


    18. Hier noch etwas Anamorphes auf Acer pseudoplatanus. Leider habe ich den Namen vergessen. Makroskopisch gab es auf jeden Fall weiße Würste, die aus dem Blatt gepreßt wurden.


    Björn

    Hallo zusammen,


    vor knapp zwei Wochen gab es mal wieder einen Phytokurs mit Jule. Diesmal fand der Kurs in Bad Laasphe statt und ich war wieder mit von der Partie. Wie schon der letzte Kurs auf Hof Fleckenbühl hat auch dieser Kurs wieder jede Menge Spaß gemacht. Wenn Jule also mal einen Kurs bei euch in der Nähe anbietet: Sofort teilnehmen!

    Das Wetter war zwar als schlecht bis sehr schlecht angekündigt, aber glücklicherweise blieb der angekündigte Dauerregen aus und wir sind bei unseren vormittaglichen Exkursionen praktisch gar nicht naß geworden. Stattdessen kehrten wir mit zahlreichen Pilzfunden zurück ins Pilzmuseum. Im Folgenden zunächst die Funde von der Samstags-Exkursion durch den Kurpark:


    1. Sawadaea bicornis ex Acer pseudoplatanus. Das erste Bild zeigt übrigens richtige Blätter und ist nicht nur ein Foto der Titelseite von Jules Buch ;)


    2. Erysiphe sp. ex Salix caprea. Hat jemand Lust, die Anhängsel zu zählen? :D


    3. Phyllactinia guttata ex Corylus avellana


    4. Thekapsora guttata ex Galium saxatile


    5. Spilopodia nervisequa ex Plantago lanceolata


    6. Entyloma microsporum agg. ex Ranunculus acris

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    7. Erysiphe pulchra ex Cornus florida

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    8. Golovinomyces biocellatus ex Mentha arvensis


    9. Puccinia artemisiella ex Artemisia vulgaris


    10. Golovinomyces artemisiae ex Artemisia vulgaris


    11. Triphragmium ulmariae ex Filipendula ulmaria


    12. Flechten gab es auch:


    13. Ochropsora ariae ex Sorbus aucuparia


    14. Leptotrochila ranunculi ex Ranunculus repens


    15. Amanita muscaria

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    16. Erysiphe sp. ex Begonia cult.


    17. Rhytisma acerinum ex Acer platanoides


    18. Thekopsora areolata ex Picea abies

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    19. Podosphaera myrtillina var. myrtillina


    20. Thekapsora areolata ex Prunus padus


    21. Physoderma graminis ex Elymus repens


    22. Erysiphe penicillata ex Alnus glutinosa


    23. Erysiphe alphitoides ex Quercus robur


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Sonntag hat es mich mal wieder nach Sythen in die Borkenberge getrieben, wo man seit letztem Jahr auf einer asphaltierten Straße durch das Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes spazieren kann. Das Gebiet zeichnet sich vor allem durch Kiefern- und Heidebestände auf Sandböden aus, daneben gibt es aber auch Eichen und vereinzelt ein paar Buchen. Und natürlich jede Menge Pilze:


    1. Mycena haematopus


    2. Lycoperdon excipuliforme


    3. Lactarius deliciosus


    4. Microstroma album ex Quercus robur


    5. Spilopodia nervisequa ex Plantago lanceolata


    6. Cortinarius sp. bei Buche und Eiche, wobei auch eine Kiefer nicht auszuschließen ist. Hat einen eher angenehmen Geruch, den ich aber nicht näher beschreiben kann. Einige Exemplare liegen auch im Kühlschrank.


    7. Leucopaxillus giganteus?


    8. Suillus luteus


    9. Coprinus comatus


    10. Clitocybe nebularis


    11. Hier lande ich bei Laccaria proxima

    Basidien 4-sporig

    Sporen (9.1+-0.4) µm x (7.1+-0.3) µm, Q=1.28+-0.04


    12. Amanita phalloides, ein seltener Gast in unseren Gefilden


    13. Tricholoma sulphureum


    14. Cuphophyllus virgineus


    15. Suillus bovinus


    16. Boletus edulis


    17. Melampsora cf. allii-populina ex Populus sp.


    18. Macrolepiota sp.


    19. Clitopilus geminus


    20. Hygrocybe sp. Geschmack nicht bitter, Hut und Stiel nicht schleimig, Hut leicht schuppig

    Huthaut

    Basidien überwiegend 4-sporig

    Sporengröße (7.3+-0.6) µm x (4.3+-0.4) µm, Q=1.7+-0.1


    21. Lactarius pubescens


    22.

    Huthaut

    Lamellen ohne Zystiden

    Sporengröße (7.8+-0.7) x (4.9+-0.5) µm, Q=1.6+-0.1


    23. Eine Hebeloma. Liegt auch im Kühlschrank.


    24. Hygrocybe conica


    25. Chroogomphus mediterraneus

    Pleurozystiden

    Basidien

    Cheilozystiden teilweise inkrustiert

    Huthaut

    Sporen

    Huthaut in Melzer. Einige Hyphen werden blau, aber reicht offenbar nicht C. rutilus, wie mit Enno bei FB sagte.

    Nochmal Zystiden

    Nochmal Sporen


    26. Tricholoma sp. unter 2-nadeliger Kiefer


    27. Cladonia sp.


    28. Lophodermium pinastri auf 2-nadeliger Kiefer


    29. Cyclaneusma minus auf der gleichen Nadel


    30. Entoloma sericeum mit dem typischen, gerieften Hut und Mehlgeruch.


    31. Tricholoma sp. unter Kiefer


    32. Mucilago crustacea


    33. Tricholoma sp.? Unter Eiche, Kiefer, Traubenkirsche, Weißdorn und Birke. Ein Exemplar liegt im Kühlschrank und kann bei Bedarf näher betrachtet werden


    34. Tricholoma sp. unter Quercus.Da liegt ebenfalls ein Exemplar im Kühlschrank


    35. Auriscalpium vulgare


    36. Cystoderma amianthinum


    37. Sparassis crispa


    38. Lactarius turpis


    Björn

    Hallo Fungus74,


    dein Fund sollte einen sehr schleimigen Hut und weißes Sporenpulver gehabt haben, womit es sich nicht um Galerina marginata handeln kann. Ich würde hier stark zu Oudemansiella mucida tendieren.


    Björn

    Hallo Karl,


    danke für die Erklärung zu den Wiesenkeulchen. Ich habe jetzt auch mal die Sporen genau ausgemessen. Das paßt bei Nr. 14 gut zu C. actuta/falcata. Bei Nr. 16 hatte ich keine Bogenschnallen gefunden. Wenn ich mir die Sporenmaße (oben ergänzt) anschaue, paßt das dann gut zu C. fragilis. Da ich gerade im Büro sitze, habe ich an Literatur zu Clavaria gerade nur einen Scan aus Nordic Macromycetes zur Hand. Wenn ich da schlüssele, kommen bei weißen Wiesenkeulchen nur die beiden obigen Arten in Betracht. Gibt es da (mittlerweile) noch mehr Arten?


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Samstag waren wir mal wieder in der Gruga zum Kartieren unterwegs um den Pilzreichtum der letzten Tage und Wochen in unsere Fundlisten einfließen zu lassen. Dabei gab es unter anderem folgende Funde zu bewundern:


    1. Los ging es mit Mehltau und Brandpilz auf Dahlie: Entyloma dahliae und Golovinomyces spadiceus ex Dahlia cult. "Pinkie Swear"


    2. Cortinarius sp. unter Buchen. Jan-Arne kümmert sich drum (dieser Satz wir im Folgenden noch öfter zu lesen sein).


    3. Noch eine Cortinarie unter Buche, um die sich Jan-Arne kümmert


    4. Ramaria stricta


    5. Phyllactinia mali ex Crataegus sp.


    6. Phyllactinia guttata ex Corylus avellana


    7. Phyllactinia betulae ex Betula sp.

    Und hier noch mal Phyllactinia betulae ex Betula utilis


    8. Phyllactinia corni ex Cornus mas


    9. Eine Peziza mit gelblich-grüner Milch, die auffallend violett war. Das würde dann wohl für Peziza michelii sprechen. Reife Sporen waren leider Fehlanzeige


    10. Sieht erstmal aus wie Tubaria dispersa, wuchs aber unter Sorbus aria und nicht unter Crataegus sp.


    11. Clitopilus geminus


    12. Eine Lepiota, um die sich Jan-Arne kümmert


    13. Wie im Vorjahr auch: Armillaria gallica, so weit das Auge reicht


    14. Aleuria aurantia


    15. Clitocybe hougtonii


    16. Leucoagaricus badhamii

    IMG_9329.JPG


    17. Scleroderma sp.


    18. Einer der Glimmertintlinge, auch hier schaut Jan-Arne noch rein.


    19. Chlorophyllum olivieri


    20. Ein Reizker unter Kiefer, dessen Milch nach 10 Minuten rötete.


    21.


    22. Ein Ritterling unter Birke. Jan-Arne hatte einen Namen parat, den habe ich aber gerade vergessen und muß also auf die Fundliste warten.


    23. Agaricus langei


    24. Ein Rost auf Carex pendula...


    25. Eine Entoloma, um die sich Jan-Arne kümmert.


    26. Agrocybe erebia


    27. Stropharia caerulescens


    28. Chalciporus piperatus in riesig


    29. Boletus edulis


    30. Infundibulicybe geotropa


    31. Erysiphe penicillata ex Alnus glutinosa


    32. Macrocystidia cucumis

    Huthaut

    Cheilozystiden

    Pleurozystiden und Basidien

    Caulozystiden


    Björn

    Hallo zusammen,


    wie hier schon angekündigt, gibt es noch einen zweiten Teil des Berichts zur Exkursion auf die Halde Rheinbaben.


    25. Gliophorus psittacinus


    26. Cuphophyllus virgineus


    27. Ein Rost auf Schwarzpappel. Da die Uredosporen gleichmäßig dicke Wände haben, die Paraphysen deutlich kopfig mit gleichmäßig dicker Wand sind und die Telien sich auf der Blattunterseite befinden, tendiere ich hier zu Melampsora allii-populina


    28. Ein Rosenrost. Die Teliosporen sind in der Mehrzahl siebenzellig, die Übergang in die Spitze erscheint abgerundet und die Basis des Stiels zwiebelförmig verdickt, also Phragmidium mucronatum.


    29. Microstroma album ex Quercus robur


    30. Eine Entoloma, wo der Hut eine auffällige Spitze in der Mitte hat. Da hatte ich gestern Abend aber nicht mehr genug Zeit, um detaillierter reinzuschauen, kommt dann hoffentlich heute Abend noch.

    Sporengröße (8.7+-0.3) µm x (5.9+-0.3) µm, Q=1.5+-0.1

    Huthaut, Hyphen mit Schnallen

    Cheilozystiden

    Basidien 4-sporig, mit Basalschnalle


    31. Russula sp. unter Birke und Eiche. Geschmack mild. Mikrobilder kommen auch später noch. Mit Guayak in Sekunden eine dunkelblaue Reaktion, mit Eisensulfat bläulich. Das paßt dann auch zu dem leichten Heringsgeruch. Bleibt die Frage ob es R. graveolens oder R. faginea ist. Ich würde zu ersterem tendieren.


    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern war ich zu einer spontanen Runde auf die Halde Rheinbaben an der Stadtgrenze Gladbeck/Bottrop mit Björn Sontopski verabredet. Die Tour hat mal wieder alle Erwartungen übertroffen, aber sehr selbst! Da ich diesmal extrem viele Bilder geschossen habe, kommt hier erstmal der erste Teil. Aber der zweite Teil wird es auch noch in sich haben.


    1. Zunächst ein Fund, der nicht von der Halde stammt, den Björn mir aber nach der Exkursion noch in Bottrop gezeigt hat: Crepidotus cinnabarinus



    2. Natürlich haben wir uns auch Phytoparasiten angeschaut: Puccinia bardanae ex Arctium sp.

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    3. Crucibulum laeve


    4. Tricholoma fulvum unter Birke


    5. Helvella crispa


    6. Panaeolus papilionaceus


    7. Pseudoclitocybe cyathiformis


    8. Phragmidium violaceum und Kuehneola uredinis ex Rubus fruticosus agg.


    9. Volvariella surrecta ex Clitocybe nebularis

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    10. Amanita muscaria


    11. Hier lande ich bei Pluteus salicinus


    12. Gerade von Dirk Wieschollek bei FB mit dem Namen Leucoscypha semi-immersa versehen worden.

    Sporengröße (23.3+-0.9) µm x (10.5+-0.5) µm


    13. Manchmal macht Täublingsbestimmung auch Spaß ;) Russula recondita


    14. Ein Wiesenkeulchen

    Sporengröße (8.0+-0.6) µm x (5.4+-0.4) µm, Q=1.5+-0.1


    15. Podosphaera ferruginea ex Sanguisorba officinalis


    16. Noch ein Wiesenkeulchen

    Sporengröße (5.1+-0.4) µm x (3.2+-0.4) µm, Q=1.6+-0.2


    17. Mycena leucogala


    18. Hygrocybe conica


    19. Helvella lacunosa


    20. Amanita pantherina in rauen Mengen

    Sporen in Wasser

    Huthautflocken

    Basidien

    Ring


    21. Lepista flaccida


    22. Macrotyphula contorta


    23. Mycena acicula


    24. Clitopilus geminus


    Björn

    Hallo Pablo,


    vielen Dank für die Erläuterungen. Hast du zufällig Fotos von entsprechenden Schnittbildern für X. ferrugineus und X. subtomentosus? Was die leichte Braunfärbung angeht, hatte die mein Pilz im frischen Zustand eigentlich nur im Stielbereich. Der Hut hat sich dann erst im Laufe der Woche im Kühlschrank gefärbt.


    Björn

    Hallo zusammen,


    die Nummer 10 lang zum Glück noch mit einem frischen Exemplar bei mir im Kühlschrank. Geruchsmäßig geht das schon in die Kokosecke (wenn man denn weiß, daß es so riechen soll, sonst hätte ich das wahrscheinlich nicht zuordnen können), was ja auch zu R. fragilis paßt.

    Bei Nummer 12 war ich dann glaube ich zu voreilig. Ich hatte das wegen der Fundstelle unter Birke und dem gräulichen Stiel direkt als R. claroflava abgehakt. Jetzt hatte ich aber wegen Karls Hinweis auf R. ochroleuca bei Marxmüller gesehen, daß der im alten Stadium durchaus auch einen gräulichen Stiel haben kann. Mitgenommen hatte ich da leider auch nichts, also bleibt es wohl unbestimmt.


    Der Filzröhrling lag zum Glück auch immer noch im Kühlschrank und präsentierte sich im Schnitt so:

    Der Schnitt wurde zwar schon vor einer Woche gemacht, als der Pilz noch etwas frischer war, es hat sich aber eigentlich nicht viel verändert. Es gab zu keiner Zeit eine Blauverfärbung und wenn überhaupt war nur eine leichte hellbraune Verfärbung im Fleisch erkennbar.


    Björn

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für Eure zahlreichen Rückmeldungen!

    Was den Täubling angeht, gab es als Baumpartner neben der Buche auch noch Eiche (aus irgendeinem Grund hatte ich die Partner oben vergessen). Was hättest Du bei der Huthaut in einem weniger gequetschen Präparat gerne gesehen, Claus?

    Was das Sporenpulver angeht, hatte ich da schon genug auf einem Objektträger und habe das dann auch ganz vorschriftsmäßig zusammengekratzt und mit einem weiteren Objektträger bedeckt. Dabei muß ich aber gestehen, daß ich mich mit den Farben sehr oft schwer tue. Daß ich da wirklich eine exakte Übereinstimmung mit der Marxmüllerschen Farbtabelle habe, kommt eher selten vor. Von daher denke ich, daß alle meine Farbangaben maximal auf +- eine Stufe genau sind.


    @ RudiS

    Ah, jetzt wo du es sagst, meine ich auch leichte Rottöne am Fruchtkörper erkennen zu können. Also wahrscheinlich A. rubescens.


    Björn

    Hallo zusammen,


    hier also noch wie bereits angekündigt der zweite Teil aus der Westruper Heide.


    1. Amanita fulva

    Sporen

    Basidie

    Huthaut

    Nochmal Basidien

    Volva


    2. Russula aus der Subsect. Foetentinae unter Birke und Kiefer. Leider habe ich versäumt eine Geschmacksprobe zu machen. Sporengröße (7.4+-0.5 µm) x (5.7+-0.5) µm. Sporenpulverfarbe IIIa, Mit KOH gelb-orange Stielbasis, Stiel mit Guayak nach 5 Sekunden deutlich blau, nach 30 Sekunden tiefblau, mit FeSO4 leicht rosa. Kann ich den als Russula recondita ablegen?


    3. Das würde ich für Gymnopilus penetrans halten


    4. ein Filzröhrling mit auffallend gelben Röhren und sehr hellem Hut. Sporengröße (10.7+-0.6) µm x (4.0+-0.3) µm

    Huthaut

    Röhren

    Sporen


    5. Neoboletus erythropus


    6. Phytoparasiten gab es auch. Hier ein Rost auf einer mir unbekannten, gelben Blume

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    7. Calocera cornea


    8. Ein Pilz für Pablo auf Eiche.

    Sporen (5.0+-0.3) µm x (2.5+-0.2) µm

    Keine Zystiden erkennbar. Schnallen vorhanden

    Basidien auffallend lang und schmal, 4-sporig, mit Basalschnalle


    9. Ein Gymnosporangium auf Sorbus sp. Leider haben die ihre beste Zeit schon hinter sich, so daß ich da nicht mehr zu einer Bestimmung komme.


    10. Noch ein Täubling unter Buche, Eiche und Birke. Geschmack sofort scharf. Sporengröße (7.6+-0.5) µm x (6.3+-0.5) µm, Sporenpulver Ib, evtl. auch IIa. FeSO4 rosa, Guayak nach 20 Sekunden langsam leicht bläulich.


    11. Cetraria aculeata


    12. Russula claroflava


    13. Auriscalpium vulgare


    14. Imleria badia


    Björn

    Hallo zusammen,


    der Täubling war mittlerweile auch unter dem Mikroskop. Leider hatte ich es versäumt, Huthaut von Rand und Mitte zu präparieren bevor der ganze Fruchtkörper während des Aussporens den Geist aufgegeben hat. Das ist in dem Schlüssel auf russula-micro.com bei dem Xerampelinae-Schlüssel dann aber wichtig. Aber vielleicht können die Experten trotzdem etwas sagen? R. graveolens würde ich wegen der fehlenden Querverbindungen der Stacheln ausschließen.


    Sporengröße (8.2+-0.8) µm x (6.7+-0.6) µm


    Björn

    Hallo zusammen,


    als kleiner Nachtrag auch noch ein paar Paxillus-Sporen von einem Exemplar, das unter einer alleinstehenden Birke am Straßenrand wuchs. Meiner Meinung nach ist das Sporenpulver deutlich rot-braun, außerdem haben die Sporen auch einen kleinen Knick. Das würde dann ja insgesamt für P. cuprinus sprechen. Was meint ihr?




    Björn