Hallo Werner,
bei Junghuhnia nitida sollte es mikroskopisch inkrustierte Zystiden geben, die bei meinem Fund nicht vorhanden sind.
Björn
Hallo Werner,
bei Junghuhnia nitida sollte es mikroskopisch inkrustierte Zystiden geben, die bei meinem Fund nicht vorhanden sind.
Björn
Hallo Beli,
so auf den ersten Blick sehen unsere Funde schon ähnlich, wobei mein Fund aber an Laubholz wuchs. Mal schauen, was Pablo dazu sagt.
Bei Nr. 6 bin ich mir sicher, daß es D. montana ist. Der vermeintliche Trichter, den du auf dem Bild zu sehen glaubst, ist einfach eine kleine Delle im Hut (die Fruchtkörper waren alle nicht mehr ganz frisch), die durch das Licht dann trichterförmig aussieht. Ansonsten hatten die die typische Hutform. Außerdem paßt das Habitat auch sehr gut: Eine offene Sandfläche stellenweise mit Moosen bewachsen, zwischen denen dann die Fruchtkörper standen.
Björn
Als kurzer Nachtrag noch die Sporen von Nr. 4 mit einer Größe von (8.1+-0.6) µm x (4.0+-0.2) µm, Q=2.0+-0.1. Das scheint also die Gruppe von B. robustius, B. candicans, B. aureum und B. ellisposporum zu sein, die nur über die Anamorphe zu trennen wären.
Interessanterweise waren da auch noch eine größere Anzahl dieser runden Fremdsporen
Björn
Hallo Ulla,
aah, da hab ich die beiden Trichias wohl zu schnell hintereinander verarbeitet und hatte im Kopf noch die kurz ausgezogenen Elateren von T. varia im Kopf. Wenn ich mit lang gestielten Elateren schlüssel, lande ich dann korrekterweise bei T. decipiens.
Björn
Hallo Werner,
vielen Dank für deine Einschätzung. Ich hab mich bis jetzt noch nie intensiver mit Kohlenbeeren und Co beschäftigt, kannte aber die von dir erwähnte substratbasierte Einteilung. Und da kam Birke halt nicht vor (bzw. hat die dann ja mit Jackrogersella multiforme ihre eigene Kohlenbeere, die aber zum Glück ja schon makroskopisch anders aussieht als die beiden Hypoxylonse), deshalb meine Unsicherheit/Nachfrage. Was H. howeanum auf Buche angeht, kann ich mal die Augen offen halten - Buchen haben wir hier im Stadtwald mehr als genug.
Björn
Hallo Carina,
die sind eigentlich schon fertig, da muß sich nichts mehr entwickeln. Wie schnell die jetzt wieder verschwinden, hängt von Witterung und Freßfeinden ab - mit etwas Glück und ohne Starkregen sind die sicher morgen noch da.
Den Test macht man am besten, wenn man mit einer spitzen Pinzette vorsichtig oben an der Fruktifikation zupft. Entweder zupft man dann oben alles in einem Rutsch ab, oder aber nur kleine Teile.
Björn
Hallo zusammen,
erstmal ein froohes neues Jahr in die Runde hier!
Die Nummer 6 habe ich jetzt noch mal genauer angeschaut, u.a. auch in Baumwollblau, wo sich cyanophile Sporen und Basidien zeigten. Das war zwar alles sehr wenig fotogen, deshalb keine Bilder an dieser Stelle, aber ich denke, daß der Fund damit als C. eichleri eingetütet werden kann.
Björn
Hallo zusammen,
erstmal vielen Dank an Euch alle für Eure Rückmeldungen und Bestimmungen und ein frohes neues Jahr!
Die Bisporella sollte bei +9 Grad draußen eigentlich nicht gefroren gewesen sein...dann war es wohl Holz. Aber gut, dann werde ich da beim nächsten Fund noch mal mein Glück versuchen.
Björn
Hallo zusammen,
hier also der zweite Teil aus dem Duisburger Stadtwald, in dem es um Ascomyceten und Schleimpilze geht.
1. Eine Kohlenbeere, die erstmal wie Hypoxylon fragiforme aussieht und auch die richtige Farbreaktion mit KOH zeigt. Die Sporen sind mit (11-15.5) µm x (6-7) µm auch passend. Einzig das Substrat irritiert mich ein wenig: Betula. Kann H. fragiforme das auch?
2. Auf Ahorn gab es dann diesen Pyrenomyceten. Liege ich da mit Eutypa maura richtig?
3. Noch ein Pyrenomycet, wo ich das Substrat für Alnus halte
4. Polydesmia pruinosa
5. An Laubholz dann noch ein Pyrenomycet.
6. Chaetosphaerella phaeostroma
7. Dictydiaethalium plumbeum, der in rauen Mengen an den Ästen eines umgefallenen Baumes wuchs.
Ist er das hier auch in unreif?
8. Trichia varia, da nur zwei Spiralleisten sichtbar sind
9. Elateren mit mehr als 2 Spiralleisten, die kurz zugespitzt sind und gestielte Sporocarpien und Sporen ohne Netz, womit bei Trichia nur T. erecta und T. subfusca in Frage kommen würden, die aber offenbar beide selten sind. Bin ich irgendwo falsch abgebogen?
Björn
Hallo zusammen,
gestern ging es zur ersten Pilztour des Jahres wieder mal in den Duisburger Stadtwald. Dies mal aber auf die Mülheimer Seite, die ich bis jetzt noch fast gar nicht erkundet habe. Auch hier gibt es natürlich Pilze, die ich im Folgenden vorstellen möchte. Im Teil 1 starten wir mal in erster Linie mit den Basidiomyceten, Teil 2 folgt dann mit Ascomyceten und Schleimpilzen.
1. Ein gelb-orangener Porling auf Buche. Das Hyphensystem würde ich als dimitisch einschätzen, wobei die Skeletthyphen sehr dickwandig sind und die generativen Hyphen Schnallen haben. Hyphenenden sind teilweise mit kleinen Kristallen besetzt, die sich nicht in KOH lösen. Außerdem gibt es vereinzelt kopfige Zystiden. Der Fruchtkörper verfärbt weder mit KOH noch mit Melzer. Sporengröße (3.6+-0.2) µm x (2.8+-0.2) µm, Q=1.3+-0.1
2. Ein weißer Porling an Buche. Das Hyphensystem scheint monomitisch zu sein. Schnallen sind vorhanden. Der Fruchtkörper zeigt keine Verfärbung mit Melzer oder KOH.
3. Die Speisepilzsaison fängt dieses Jahr sehr früh an ![]()
4. Eine Anamorphe, die mich im Mikroskop an Illosporiopsis christiansenii erinnert hat. Um was es sich hier handelt, weiß ich leider nicht, aber vielleicht kennen unsere Anamorphen-Spezialisten den Kerl ja.
5. Kurz vor Ende der Exkursion dann noch mal ein Tomentella-Alarm! Mikroskopisch tendiere ich dann aber zu Thelephora terrestris f. resupinata, auch wenn die Sporen mit (6.8+-0.4) µm etwas klein dafür sind. Tomentella, was meinst du?
6. Deconica montana
7. Botryobasidium aureum
Björn
Hallo zusammen,
auf jeden Fall ein Schleimpilz. Ich wäre aber eher bei der Gattung Arcyria gelandet. Da kann man jetzt im nächsten Schritt prüfen, ob sich das Capillitium leicht vom Becher trennen läßt oder nicht. Danach muß man dann das Mikroskop bemühen.
Björn
Hallo Claudia,
das war auch der erste Stieglitz, den ich hier jemals gesehen habe.
Björn
Hallo zusammen,
Claudia, ich hab vor dem Rindengedöns noch nicht kapituliert, ich warte nur auf Pablos Inspiration ![]()
Witten ist ja in der Tat nicht allzuweit weg, da komme ich gerne mal vorbei. Vor allem, weil das ganze Konidiengedöns in Witten ja schon Namen hat
Der APR ist übrigens am 8.3.2020 im Muttental unterwegs.
Björn
Hallo zusammen,
@ Claudia
Ja,ich kartiere meine Funde. Habe die Tage gerade meine Liste von 2019 mit circa 1000 Fundmeldungen an Karl geschickt. Wie viele verschiedene Arten ich im Stadtwald bisher gefunden habe, kann ich aber nicht sagen, da ich keine separate Liste nur mit den Arten habe und mir nicht klar ist, wie ich die Artenzahl aus meiner Fundtabelle ermitteln kann, wo dann ja zigmal Phragmidium violaceum etc. auftaucht.
@ Pablo
Das sieht in der Tat sehr gut aus! Da werde ich noch mal genauer reinschauen ![]()
Björn
Hallo zusammen,
zum Abschluß des alten Jahres ging es am Montag bei strahlendem Sonnenschein in die Hildener Heide. Insgeheim hatte ich ja auch Brandstellenpilze gehofft, da es dort zu Ostern einen größeren Waldbrand gab, aber leider fand sich da nichts entsprechendes. Aber dafür gab es andere tolle Pilze:
1. Im Winter muß man sich auch mal um Pyrenomyceten kümmern. Liege ich hier mit Eutypella quaternata richtig? Sporenmaße (18.6+-1.2) µm x (3.4+-0.2) µm
2. Ein Rindenpilz auf verkohltem Holz. Könnte das Richtung Athelia gehen?
3. Hier hatte ich wegen der septierten Zystiden auf Hyphodontia getippt, aber Mario hat mich dann bei FB auf Amphinema byssoides gestoßen, was hervorragend paßt - inklusive der kleinen Krater im Fruchtkörper.
4. Ein Botryobasidium. Leider hatte ich beim ersten Sporenabwurf den Pilz verkehrt auf den Objektträger gelegt... ein zweiter Sporenabwurf ist aber in Arbeit.
5. Arachnopeziza aurata
6. Exidia pithya
7. Das sieht nach einer Badhamia aus...leider ohne lange Fäden. Die Sporen bilden kleine Ballen (deutlich weniger als 60 Sporen), die sich aber nicht gescheit fotografieren ließen.
8. Kleine weiße Becherchen zusammen mit knallig gelbem anamorphen Gedöns. Leider waren die Becher noch unreif.
Zunächst die Becherchen im Mikro: Paraphysen mit zahlreichen runden Tröpfchen, die sich in Lugol orange färben. Asci mit blauer Reaktion.
Und hier das Konidiengedöns
9. Biscogniauxia nummularia
10. Bisporella subpallida. Endlich hab ich den auch mal gefunden! Mikrobilder gibt es keine, da ich mir da ein Deckgläschen zerlegt habe und kein gescheites Präparat möglich war, so hart wie die Dinger sind.
11. Hier würde ich zu Trichia contorta tendieren
12. Lycogala epidendrum agg.
13. Calloria neglecta
Björn
Hallo Karl,
wenn es sich wie Arbeit anfühlen würde, wäre das Pensum sicher viel niedriger ![]()
Björn
Hallo zusammen,
gestern war ich im Bottroper Stadtwald unterwegs um Ausschau nach dem Blauen Rindenpilz zu halten, den Björn dort vor 2 Jahren gefunden hat. Leider scheint der das zeitliche gesegnet zu haben, aber auch so gab es einige interessante Pilzfunde:
1. Bulbillomyces farinosus
2. Hier komme ich nicht zum Ziel, obwohl ich glaube, so etwas schon mal im letzten Winter gefunden zu haben.
3. Xylaria polymorpha
4. Hypocrea sp. Leider waren die Asci noch nicht reif und es gab nur Konidien der Nebenfruchtform in Hülle und Fülle.
5. Eine Phlebiella?
6. Bjerkandera adusta
7. Mollisia lividofusca. Die vermeintliche Rosselinia war leider nicht reif.
8. Polydesmia pruinosa
9. Tulasnella violea
10. Eine Cosmospora auf einem Pyrenomyceten (Diatrype decorticata?)
Hier noch Sporen des Pyrenomyceten. Asci waren leider nicht auffindbar
11. Marchandiomyces aurantiacus
12. Octospora affinis ex Orthotrichum affine
13. An gleicher Stelle wie im letzten Winter: Hypochnicium vellereum. Diesmal leider ohne Filobasidiella lutea.
Björn
Hallo zusammen,
heute morgen ging es in aller Herrgottsfrühe Riichtung Düsseldorf-Benrath um dort den Sonnenaufgang zu genießen. Der ließ sich zwar nicht direkt blicken, aber Schloß Benrath von Auroras zarten Fingern ummspielt sieht auch nicht schlecht aus
Beim anschließenden Spaziergang durch die Urdenbacher Kämpe gab es dann einiges an Getier zu bestaunen:
Myocastor coypus
Cyanistes caeruleus
Carduelis carduelis
Aber auch Pilze fanden sich, u.a. dieser Rost aus der Kategorie "Wer hat den längsten": Puccinia phragmitis ex Phragmites australis
Zurück in Duisburg brachte ein kleiner Spaziergang durch den alten Friedhof dann noch Illosporiopss christianensii ans Licht
Björn
Hallo zusammen,
heute war ich auf einer kleinen Runde durch den Duisburger Stadtwald unterwegs. Dabei gab es u.a. folgende Funde:
1. Botryobasidium aureum in anamorph. Endlich! Bis jetzt hatte ich immer nur B. vagum, und wenn auf Exkursionen mit APR oder MAB B. aureum gefunden wurde, hatte ich dies nie mitbekommen.
2. Eriopezia caesia
Mit KOH
3. Cudoniella acicularis
4. Dasyscyphella nivea
5. Peniophora incarnata
6. Am gleichen Ast
7. Phlebiopsis gigantea
8. Calycellina alniella
9. Trichia botrytis
10. Steccherinum ochraceum
11. Ein unbekannter Schleimpilz - scheinbar ohne Capillitium. Sporengröße (11.0+-0.4) µm
Björn
Hallo Claudia,
ein schöner Bericht! Vor allem die beiden Flechten am Anfang gefallen mir sehr gut. Der erste deiner Nerdpilze ist Phlebia radiata, momentan ziemlich häufig auf Totholz zu finden.
Björn
Hallo Ulla,
danke und dir auch noch ein frohes Restweihnachten! Jetzt habe ja auch ich mal 2 Wochen Urlaub, da ist dann mehr Zeit da. Und ansonsten hilft nur eiserne Disziplin: Vormittags in den Wald und dann bis abends ans Mikroskop ![]()
Björn
Hallo zusammen,
weiter geht es mit dem zweiten Teil meiner Düsseldorfer Runde:
1. Weil es so schön ist, ein weitere Fund von Octospora musci-muralis auf Grimmia pulvinata
2. Marchandiomyces aurantiacus ex Physcia sp.
3. Octospora affinis ex Orthotrichum affine
4. Ein Kugelspringer
5. Polydesmia pruinosa
6. Kleine, weiße Becherchen an Laubholz, die ich vorsichtig als Hyaloscypha minuta bezeichnen würde
7. Pseudoclitocybe cyathiformis
8. Trichia mit mehr als 2 Spiralleisten, langen Elateren und Stielen. Eine Netzzeichnugn auf der Peridie kann ich nicht erkennen, womit ich bei T. decipiens lande.
9. Phlebia tremellosa
10. Antrodia xantha
11. Encoelia furfuracea
12. Xylaria longipes
Björn
Hallo zusammen,
gestern war ich auf einer längeren Runde in Düsseldorf unterwegs, vom Schloß Kalkum durch die Überanger Mark nach Angermund. Dabei ab es auch wieder viele Pilze entlang des Weges:
1. Eine Flavoparmelia caperata mit Befall. Sieht mir nach einer Athelia aus. Da stellt sich dann die Frage, ob Flechten wirklich nur von Athelia arachnoidea befallen werden oder ob da auch andere Arten in Frage kommen, die dann wegen fehlender Sporen und Basidien nicht bestimmbar sind.
2. Mycena pseudocorticola
3. Octosporopsis nicolai ex Lunularia cruciata. Scheint nach dem Botanischen Garten in Bochum erst der zweite bekannte Standort in Deutschland zu sein.
4. Ramularia geranii ex Geranium sp.
5. Protoparmeliopsis muralis
6. Octospora musci-muralis ex Grimmia pulvinata
7. Phaeotremella frondosa. Oder kommt mit dem hellen Farbton auch Phaeotremella roseotincta in Frage?
Björn
