Hallo Thorben,
Beleg geht an Klaus Siepe fürs Museum in Münster.
Björn
Hallo Thorben,
Beleg geht an Klaus Siepe fürs Museum in Münster.
Björn
Hallo Thorben,
als Ralf bei FB seine Mikrofotos gezeigt hatte, habe ich aus gutem Grund sofort hier geschrien. So ein Sirobasidium macht schon was her und ich glaube, daß ich selber nie die Geduld hätte, um so etwas alleine zu finden.
Björn
Hallo Ulla,
ich hatte eine Probe mitgenommen, bei der mittlerweile auch einige wenige Fruchtkörper reif geworden sind. Mikroskopisch sieht das ganze dann folgendermaßen aus:
Damit ist Physarum wohl raus und das Capillitium erinnert mich eher an Trichia. Aber Jan-Arne hatte auch was mitgenommen und wird uns sicherlich noch erhellen.
Björn
Hallo zusammen,
vor ein paar Tagen hatte Ralf G. auf Facebook kleine, weiße Glibberpunkte auf einem Holzstückchen präsentiert, die er in Viersen auf der Süchtelner Höhe gefunden hatte und bei denen er im Mikroskop nur Sporen über Sporen gesehen hat. Ich hatte ihm angeboten, daß er mir das gute Stück gerne mal übergeben kann, was er dann auch bei der gemeinsamen Exkursion in Mönchengladbach am Sonntag tat. Mit dem Mikroskop zeigte sich dann schnell, daß er hier (mal wieder) einen absoluten Glücksgriff getätigt hat, denn es handelt sich um Sirobasidium albidum, einen Heterobasidiomyceten, bei dem die runden Basidien in Ketten gebildet werden, was unterm Mikro sehr hübsch aussieht. Dazu kommt noch, daß der Pilz bis jetzt in Deutschland erst dreimal nachgewiesen wurde. Das ist aber nicht verwunderlich, weil so kleine Pilze, die bei Trockenheit bis zu Unkenntlichkeit zusammenschrumpeln natürlich schnell übersehen sind.
Jetzt aber genug der Worte und ein paar Fotos des tollen Fundes:
Björn
Hallo Thorben,
vergleich doch mal mit Erythricium laetum.
Björn
Hallo zusammen,
das Hysterographium war da gestern eigentlich an fast jedem dünnen Eschenzweig, der auf dem Boden lag, zu finden. Von daher frage ich mich gerade, ob das wirklich so selten ist oder einfach nur übersehen wird. Wobei im Volksgarten ein netter, älterer Herr ja offenbar schon sehr gründlich nach den Pilzen dort guckt ![]()
Zur Scleroencoelia steht im Artikel von Pärtel et al., wo die Art beschrieben wurde, als Diagnose, daß S. fraxinicola im Gegensatz zu den anderen Arten der Gattung auf Fraxinus und nicht auf Populus wächst. Ansonsten scheint abgesehen vom Substrat auch die dunkle, fast schwarze Farbe der Apothecien charakteristisch für den Eschenbewohner zu sein.
Björn
Hallo zusammen,
hier der zweite Teil aus dem Gladbacher Volksgarten, wo die Basidomyceten und sonstiger Rest folgt.
1. Scytinostroma hemidichophyticum
2. Sollte das etwa die lange gesuchte und ominöse Phlebia rufa sein? An Laubholz. Schnallen vorhanden, Zystiden ebenfalls. Sporengröße (5.2+-0.4) µm x (2.3+-0.2) µm, Q=2.2+-0.2
3. Crepidotus mollis. Sporengröße (7.7+-0.2) µm x (4.8+-0.2) µm
4. An Buche. Sporengröße (12.7+-1.4) x (4.6+-0.7) µm, Sporen erscheinen meist unseptiert, wenn Septen erkennbar sind, sind diese dünnwandig und die Sporen haben drei Septen. Schnallen sind nicht vorhanden. Die Basidien sind V-Förmig. Mit dem Dacrymyces-Schlüssel des Phragmoprojekts lande ich dann bei Dacrymyces minor.
EDIT: 13. Das hier ist nicht Lachnella sondern ein waschechter Ascomycet: Proliferodiscus pulveraceus
5. Lachnella sp.
6. Craterocolla cerasi
7. Fomitopsis pinicola
8. Daedaleopsis tricolor
9. Ein Schleimpilz mit Sporengröße (13.1+-0.8) µm
10. Noch ein Schleimpilz. Sporengröße (11.4+-0.4) µm
11. Hier muß ich erst noch die Pflanze bestimmen.
12. Uromyces ficariae ex Ficaria verna
Björn
Hallo zusammen,
gestern war ich zusammen mit Ralf G. im Mönchengladbacher Volksgarten auf Tour. Unterwegs wurden wir beim Begutachten eines Holzstapels auch von einer Frau angesprochen und gefragt, ob wir Flechten suchen würden. Als wir erklärten, daß wir auf Pilzsuche sind, erzählte sie uns, daß sie im Volksgarten vor einiger Zeit schon mal einen großen, schlanken, sehr freundlichen älteren Herren getroffen habe, der dort querfeldein unterwegs war und ihr erklärte, daß er eine für den Wald neue Flechte gefunden habe und wie sie sich von anderen Arten unterscheidet. Wer mag das wohl gewesen sein? ![]()
Ansonsten gab es natürlich auch jede Menge Pilze, die ich hier nach und nach vorstellen möchte. Den Anfang machen in Teil 1 die Ascomyceten:
1. Würde ich für Dasyscyphella nivea halten
2. Calycellina alniella
3. Hypoxylon petriniae an Esche
4. An Birke
5. Das halte ich für Hypoxylon fuscum auf Corylus avellanus
6. Hysterographium fraxini
7. Sclerencoelia fraxinicola
8. Ramularia rubella ex Rubus sp.
9. Pyrenomycet an Buche, eventuell Hypoxylon cohaerens?
10. Chaetosphaerella phaeostroma, Sporengrößen 32-34 µm
11. Polydesmia pruinosa
12. Daldinia concentrica
Björn
Hallo zusammen,
am Samstag ging es mal wieder zu einer Exkursion in die Gruga. Die gesuchten Ciborias an Erlenkätzchen haben wir zwar nicht gefunden, dafür aber einige andere interessante Funde gemacht:
1. An totem Rubus fruticosus agg. fanden sich hübsche weiße Becherchen. Leider kann ich gerade nicht alle Mikrobilder eindeutig meinen Funden zuordnen, deshalb zunächst mal nur die Bilder, die sicher zu diesem Becher gehören
2. Kleine Pyrenomyceten an Brombeere. Ebenfalls nur eingeschränktes Mikro-Bildmaterial
3. Es gab auch Schleimpilze soweit das Auge nur reicht:
4. Puccinia obscura ex Luzula sp.
5. Milesina scolopendrii ex Asplenium scolopendrium
Björn
Hallo Ingo,
ich hab gerade noch mal in die Winzlinge reingeschaut und kann bestätigen, daß es sich wirklich um A. peltigerina handelt. Die Basidien waren zwar noch nicht ganz fertig, aber Schnallen waren an allen Septen vorhanden und die Huthaut war auch wie bei den großen Brüdern.
Björn
Hallo Ingo,
die kleinen Pilze habe ich nicht mikroskopiert. Sie liegen aber noch im Kühlschrank. Die kleinen hatte ich zuerst gefunden und da auch erstmal an Becher gedacht. Wenn man aber genau hinschaut, erkennt man auf dem dritten Foto schon zarte Lamellenansätze unterm Hut. Ich kann die Tage aber gerne noch mal schauen, ob sie sich im Kühschrank weiterentwickelt haben und ggfs. mit dem Mikro reinluegen.
Björn
Hallo Nobi,
wenn ich Schumacher und Holst-Jensen über das Substrat folge, lande ich aber mit Corylus bei Ciboria caucus. Die Sporenmaße von Andreas Vesper scheinen in der Tat ein einigermaßen gutes Trennungskriterium zu liefern (der interessanterweise C. caucus nur an Weide und Pappel listet). Wenn ich mir dann aber die Maße bei Schumacher und Holst-Jensen anschaue, ist die Überschneidung so groß, daß ich da keine echte Trennungsmöglichkeit sehe.
Ich kann dir also eigentlich nur zustimmen: Ein heikles Thema!
Björn
Hallo zusammen,
hier der zweite Teil meiner Funde von der Schurenbachhalde. Nach den Ascomycten im ersten Teil jetzt also die Basidiomyceten
1. Myxarium nucleatum agg.
2. Pucciniastrum epilobii ex Epilobium sp.
3. Arrhenia peltigerina, Sporen (8.7+-0.7) µm x (4.8+-0.4) µm, Q=1.8+-0.1
Lamelle
Huthaut
Stiel
4. Clitocybe fragans
Björn
Hallo zusammen,
gestern war bei uns an der Uni frei, weil der Rosenmontag in Duisburg ein Brauchtumstag ist. Manchmal hat Karneval auch etwas Gutes. Den freien Tag habe ich genutzt um mir mal die Schurenbachhalden in Essen näher anzuschauen:
1. Eine Hyaloscypha auf Kiefer. Asci mit Haken und blauer Reaktion auf Lugol. Sporen unseptiert mit einem kleinen Öltropfen an jedem Ende (7.8-10.5) µm x (2.2-2.6) µm
2. Cyclaneusma niveum ex Pinus nigra
3. Octospora affinis ex Orthotrichum affine
4. Eine Ciboria auf Haselkätzchen. Sporen (8.7-11.1) µm x (4.9-6.1) µm. Ist das nun C. caucus oder C. amentacea?
5. Helvella leucomelaena, Sporen (21-25) µm x (12-14) µm
6. Calloria neglecta
7. Hyaloperonospora erophilae ex Draba verna agg. Konidien (16-21) µm x (14-17) µm
Björn
Hallo Dieter,
wieder mal sehr schöne Funde. Vor allem die Phytoparasiten gefallen mir natürlich besonders gut. Hatte der Rost an Senecio ovatus keine Spermogonien? Sonst käme ja auch Puccinia silvatica in Betracht, die auf S. ovatus verbreitet ist, wenn Carex briziodes im Areal wächst. Was den Hyperparasiten angeht, sollte das Cladosporium aecidiicola sein. Konidien wären bei der Art 1-2-zellig und 6-18 µm x 5-9 µm groß.
Björn
Hallo zusammen,
auf der Kaninchenlosung aus dem Duisburger Landschaftspark tut sicher weiterhin etwas.
1. Ein Saccobolus. Die Sporen sind im 3-3-2-Schema angeordnet. Sporengröße ca. 15x6 µm. Paraphysen ohne gelbe Pigmente, also Section Eriobolus. Bei der Beurteilung des Episporiums tue ich mich schwer, würde aber vorsichtig zu glatt bis warzig-granuliert tendieren. Mit dem sehr kleinen Fruchtkörper lande ich dann bei Saccobolus depauperatus. Andererseits sind die Asci 110 µm lang und 30-40 µm breit, was dann eher zu S. versicolor passen würde.
2. Ein Nachzügler von Lasiobolus cuniculi, Sporengröße (16-18) µm x (10-11) µm
3. Nochmal ein kleiner Saccobolus, der auch dem 3-3-2-Schema folgt. Sporengröße (15-16) µm x 7 µm, Asci (60-70) µm x (20-25) µm. Paraphysen auch wieder ohne gelbe Pigmente. Das Episporium hier sieht schon etwas warziger aus als bei Nr. 1
Mit Lugol erhält man ein farbenprächtiges Gemälde
Björn
Hallo zusammen,
@ Karl
Meine Luchsaugen übersehen die Taubnesseln ganz gerne, weil es da ja auch echte Mehltaue drauf gibt für deren Bestimmung man sich die Appressorien anschauen muß - das macht wenig Spaß.
@ Thomas
Schreib Jule einfach eine Email, dann kommst du in den Verteiler und kriegst in Zukunft auch die Rundbriefe.
Björn
Hallo Werner,
die falschen Mehltaue habe ich auch erst seit kurzem so richtig auf dem Schirm. Jule hat bei ihrem Phytokurs gute Tips gegeben, wie man die findet (das hellere Grün ist charakteristisch) und seit dem klappt es auch ganz gut - vor allem, wenn man schon grob weiß, an welchen Pflanzen man welche finden kann.
Björn
Hallo zusammen,
die Woche über war ich auf einer Konferenz über Quantenthermodynamik in Mailand. Dabei gab es zum Glück auch etwas Zeit um sich die Stadt anzuschauen. Und wenn man dann in den kleinen Parks unterwegs ist, bleibt es nicht aus, daß man auch Phytoparasiten findet:
1. Ramularia parietariae ex Parietaria officinalis
2. Entyloma bellidis ex Bellis perennis
3. Peronospora ficariae ex Ficaria verna
4. Ein falscher Mehltau auf Stellaria. Leider bin ich mir bei der Pflanze nicht sicher, welche Art es genau ist.
5. Protomycopsis bellidis ex Bellis perennis
6. Ich denke, daß es sich hier um Phragmidium mexicanum ex Potentilla indica handelt.
7. Das dürfte wohl Neoërysiphe galeopsidis ex Lamium sp. sein. Ich hab aber keinen Beleg eingepackt, weil Appressorien keinen Spaß machen
8. Thedgonia ligustrina ex Ligustrum vulgare
Björn
Hallo zusammen,
heute ging es für mich mit einer kleinen Runde zur Duisburger Regattabahn, wo ich die folgenden Pilze gefunden habe:
1. Ein Schleimpilz, den ich vom Bauchgefühl her bei Arcyria verorten würde. So wie es aussieht hat sich das Capillitium schon von selber leicht vom Becher gelöst.
2. Biscogniauxia marginata. Sporengröße (14-16) µm x (10-12) µm
3. Dictydiaethalium plumbeum
4. Unbekannte dunkle Becher auf Eichenholz
5. Kohlenbeeren mit zugehöriger Nebenfruchtform
6. Weiße Becher auf Laubholz. Sporen unseptiert und ohne Inhalt, teilweise auf einer Seite verdickt, Sporengröße (6.3+-0.7) µm x (2.2+-0.1) µm, Haare inkrustiert, nicht septiert, Asci mit Haken und mit blauer Reaktion mit Lugol
7. Hyaloperonospora nasturtii-aquatici ex Cardamine hirsuta
8. Coleroa robertiani ex Geranium robertianum
Björn
Alles gut ![]()
Ich würde ja gerne mal sehen, wie man von einem Pilz, der schon beim bloßen Anblick umknickt, irgendetwas runterkratzen kann ![]()
Björn
Hi Stefan,
Zystiden habe ich keine gesehen... außer Sporen, Basidien und den rundlichen Zellen, die auf den Fotos zu sehen sind, gab es da sonst nichts. Wie würde sich bei so einem kleinen Pilz ein Velum bemerkbar machen?
Björn
Hallo zusammen,
auf dem Kaninchen aus dem Landschaftspark in Duisburg hat sich heute morgen ein winziger Tintling gezeigt. Ein makroskopisches Foto habe ich leider nicht gemacht, da er schneller umgeknickt war als ich gucken konnte. Er hatte 8 Lamellen, der Hut war nur wenige Millimeter groß und der Stiel auch entsprechend zierlich. Mikroskopisch sah das Ganze dann so aus:
Sporengröße (9.5-10.5) µm x (6.5-7.5) µm x (9-10) µm
Basidien 2-sporig
Liege ich mit Parasola misera richtig?
Björn
Hallo zusammen,
erstmal noch herzlichen Dank an Ulla für die Trichia botrytis! Das ist mir gestern Abend nach dem sehr üppigen Konferenzdinner durchgerutscht.
Was die mutmaßliche Hypoderma angeht, sind die Sporen 24-26 x 3-4 µm groß. Das scheint so weit zu H. rubi zu passen und hier im Forum hat Björn Wergen auch mal H. rubi auf Solidago vorgestellt. Paraphysen konnte ich leider keine ausfindig machen - das Material war echt nicht im besten Zustand.
Björn
