Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    ich hatte auch schon einen Uromyces an Ficaria verna, wo die Sporen im Mittel 21.7 µm groß waren, der aber abfallende Plättchen hatte und auch schon makroskopisch die charakteristischen Verdickungen von U. rumicis hatte. Ist offenbar alles nicht so einfach.


    Björn

    Hallo zusammen,


    hier mal ein paar Phytoparasiten, die ich am Karsamstag in Schloß Wittringen aufspüren konnte.


    1. Peronospora aparines ex Galium aparine


    2. Puccinia lapsanae ex Lapsana communis


    3. Uromyces anemones ex Anemone nemorosa


    4. Puccinia sessilis ex Arum maculatum


    5. Leptotrochila verucosa ex Galium aparine


    6. Puccinia urticata s.l. ex Urtica dioica

    Auf der anderen Wegseite wuchsen diese Seggen. Vielleicht die Wechselwirte der obigen Puccinia?


    7. Albugo candida s.l. ex Sisymbrium officinalis. Mit Dank an Jule für die Wirtsbestimmung


    Björn

    Hallo Bastian,


    wenn du sagst, daß der Pilz regelmäßig bei dir wächst, kriegen wir den schon mikroskopiert. Sobald das mit Corona wieder halbwegs im Griff ist, kann ich gerne mal einen Fruchtkörper unters Mikroskop werfe. Wuppertal ist ja nicht so weit weg und ich bin bei den MAB-Exkursionen ja sowieso immer mal in der Gegend.


    Björn

    Hallo zusammen,


    auf den Pferdeäpfeln aus dem Wittener Muttental hat sich über Ostern einiges getan. Als ich gestern mal wieder in die Dosen geschaut habe, begrüßten mich einige große Basidiomyceten. Also ab unters Mikroskop damit! Sporengröße (15.0+-0.7) µm x (9.7+-0.8) µm, Q=1.5+-0.1, Basidien 4-sporig, Cheilozystiden vorhanden, Kaulozystiden auch, auf dem Hut rundliche Zellen. Da lande ich dann bei Panaeolus papilionaceus (bzw. mit dem Doveri bei P. sphinctrinus, der bei Pilze-Deutschland aber mit P. papilionaceus synonym ist).


    Sporen

    Lamellen

    Huthaut

    Kaulozystiden

    Muttental-0269.jpg


    Björn

    Hallo Beli,


    die von dir verlinkte Art auf Acer kommt aber nicht auf Urtica vor. Da gibt es Erysiphe urticae und Golovinomyces orontii, die beide ein deutlich dünneres Myzel haben. Außerdem sind das beides Arten, die typischerweise erst im Herbst auftreten. Wenn sie jetzt schon zu finden wären, wären sie sicher nicht so ausgeprägt wie auf dem Foto von Radelfungus.


    Björn

    Hallo zusammen,


    das sieht mir nicht nach einem Mehltau aus. Da wäre das Myzel in der Regel schon dünner. Außerdem ist es jetzt auch noch relativ früh für die meisten Mehltaue. Was es dann aber alternativ ist, weiß ich nicht. Vielleicht älterer Vogelmist?


    Björn

    Also eigentlich müßtest du gar nicht quetschen, wenn du da wirklich nur Sporenmasse rausgepult hast. Hast du schon mal Maisbeulenbrand mikroskopiert? Da reicht es ja auch mit der angefeuchteten Nadel in die geöffnete Galle zu stochern und man hat mehr als genug Sporen.


    Anbei auch zwei Fotos von meinem Fund, quasi ein Sneak-Preview :D



    Björn

    Hmm schwierig zu sagen. Ich hatte den noch nie selber unterm Mikroskop (das wird sich aber morgen ändern, hab ihn nämlich gestern gefunden). Vielleicht hast du auch zu feste gequetscht?


    Björn

    Hallo Sandra,


    bist du sicher, daß du da Sporen erwischt hast? Normalerweise sollte sich in den Gallen ein schwarzes Pulver befinden, das du dann mikroskopierst.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Samstag war ich an der Ruhr im Städtedreieck Duisburg/Oberhausen/Mülheim unterwegs. Dort gibt es auch einige Stellen, die mit Rindern beweidet werden. Auf einem der Kuhfladen vor Ort fiel mir neben etlichen Fliegen auch etwas Pilziges auf. Auf den ersten Blick erinnerte es an einen jungen Pilobolus, aber im reifen Zustand war es dann doch etwas anders: An langen, dünnen Fäden werden die "Fruchtkörper" gebildet. Diese sind anfangs gelb und werden bei Reife schwarz. Sporen sind (10.1+-0.7) µm x (7.0+-0.5) µm groß. Außerdem fiel noch auf, daß die Fäden klebrig sind, wenn man da mit einer Nadel etwas präpariert und an einen Faden kommt, bleibt der an der Nadel hängen.

    Leider weiß ich bei den Zygomyceten so gar nicht, wo ich loslegen soll bzw. ob es sich überhaupt lohnt da loszulegen oder ob man am Ende sowieso zu keinem Ergebnis kommen wird. Deshalb bin ich über jeden Input dankbar.



    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Samstag bin ich zu einer längeren Runde an die Ruhr am Städtedreieck Duisburg/Oberhausen/Mülheim aufgebrochen. Unterwegs konnte ich auch den einen oder anderen Pilz einsammeln, insbesondere die Phytoparasiten waren gut vertreten.


    1. Uromyces ficariae ex Ficaria verna


    2. Albugo candida s.l. ex Cardamine hirsuta


    3. Peronspora ficariae ex Ficaria verna


    4. Ich vermute hier eine Veronica, aber sich bin ich mir nicht. Entsprechend bleibt der falsche Mehltau darauf auch vorerst ohne Namen. EDIT: Dank Jule hat der Pilz einen Namen. Es ist Peronospora grisea ex Veronica serpyllifolia.


    5. Peronospora arvensis ex Veronica hederifolia agg.


    6. Peronospora tomentosa ex Cerastium glomeratum


    7. Schimmelpilze auf Kuhfladen. Sporen habe ich noch nicht ausgemessen, aber der Fund kommt nachher auch noch mal separat ins Kopro-Forum


    8. Uromyces sp. ex Ficaria verna


    9. Septoria stellariae ex Stellaria media


    10. Uromyces sp. ex Ficaria verna. Sowohl bei diesem als auch bei dem vorhergenden orangenen Uromyces würde ich vorsichtig zu U. poae tendieren.


    11. Manchmal helfen Pilze auch bei der Pflanzenbestimmung. Hier wußte ich erst nicht so recht, welche Pflanze es sein kann. Aber es gibt eine Entyloma daran, also einfach mal mit den verschiedenen Entylomas auf Jules Homepage verglichen und dann paßte nur noch Myosotis. Das hat Jule mittlerweile auch bestätigt. Also Entyloma fergussonii ex Myosotis sp.


    12. Puccinia lapsanae ex Lapsana communis


    13. Uromyces hyacinthi ex Hyacinthoides sp.


    14. Hyaloperonospora niessliana ex Alliaria petiolata


    15. Peronospora aparines ex Galium aparine


    16. Entyloma eryngii ex Eryngium campestre


    17. Coleosporium senecionis ex Senecio inaequidens


    Björn

    Hallo zusammen,


    heute Vormittag habe ich das angenehme Wetter zu einem Spaziergang im Stadtwald zwischen Duisburg und Mülheim genutzt. Dabei sind mir auch wieder etliche Pilze über den Weg gelaufen, darunter auch ein paar Erstfunde für mich. Insgesamt wird es hier wieder deutlich trockener, so daß die Phytoparasiten langsam aber sicher wieder die Oberhand übernehmen.


    1. Protomyces macrosporus ex Aegopodium podagraria


    2. Lophodermium pini-excelsae ex Pinus strobus


    3. Lophium mytilinum auf Zapfen von Pinus sylvestris


    4. Entyloma ficariae ex Ficaria verna


    5. Hyaloperonospora niessliana ex Alliaria petiolata


    6. Eine Spaltlippe auf Picea abies. Hätte ich bis vor kurzem ungesehen als Lophodermium piceae abgehakt. Aber dann gibt es ja diesen Schlüssel, laut dem auf Picea abies eher Lophodermium abietis zu finden sei. EDIT: Peter Püwert schrieb mir, daß der Schlüssel die beiden Arten vertauscht hat. An Picea abies kommt demnach L. piceae vor, so wie man es auch naiv vermuten würde.


    7.Ramularia cylindroides ex Pulmonaria officinalis


    8. Peronospora ficariae ex Ficaria verna


    9. Tranzschelia fusca ex Anermone nemorosa


    10. Synchytrium anemones ex Anemone nemorosa


    11. Thekopsora areolata ex Picea abies


    Björn

    Hallo zusammen,


    da gehe ich beim Fichtenzapfenrost mit! Und zwar haben wir hier die Aecien auf der Fichte. Später im Jahr bildet er dann Uredien und Telien auf Prunus aus.


    Björn

    Hallo zusammen,


    gut zu wissen, daß ich da ein Dendrohyphidien-Massaker angerichtet habe, aber anscheinend nicht der Einzige bin, der sich mit dem Präparieren dieser Peniophora schwer tut.


    Was die Diatrype angeht, scheint das ja alles andere als einfach zu sein...Ich fürchte, da werde ich nicht über ein Diatrype stigma agg. hinauskommen. Aber ich habe dadurch, daß ich mir das Ästchen noch mal genauer angeschaut habe auch noch eine Cosmospora auf der Diatrype gefunden. Wenn mich nicht alles täuscht, müßte das dann C. episphaeria sein.



    Außerdem hatte ich auf Anraten von Jule noch mal den Rost auf Ficaria verna genauer angeschaut und nach kahlen Stellen gesucht (also auf den Sporen, nicht auf meinem Kopf - die zählen laut Jule nicht :D). An einigen Sporen sah es etwas kahl aus und es gab auch eine Spore, wo einiges an Ornament gerade abfiel. Aber ob das reicht? Mal warten, was Jule dazu sagt. Ich werde berichten.



    Björn

    Hallo zusammen,


    die Ziege aus der Gruga hat mal wieder etwas Neues produziert. Diesmal handelt es sich um eine Sporormiella mit vierzelligen Sporen von 55 x 10 µm mit breiter, hyaliner Hülle und Asci von (160-180) µm x (25-30) µm. Die Asci sind biseriat, wirken auf mich zylindrisch und werden unten dann abrupt schmal. Damit lande ich dann schlußendlich bei Sporormiella intermedia. Geht ihr da mit?



    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern habe ich das schöne Wetter genutzt und bin früh zu einer 18 km langen Runde bis zum Entenfang und an der Sechs-Seenplatte vorbei aufgebrochen. Neben jeder Menge Sonnenschein gab es natürlich auch dein einen oder anderen Pilz:


    1. Biscogniauxia nummularia an Buche


    2. Leptotrochila verrucosa ex Galium aparine


    3. Der Endgegner unter den Rosten im Frühjahr: Aecien auf Ficaria verna. Von der makroskopischen Erscheinung her mit den zahlreichen Aecien und den Verdickungen am Stiel wäre ich bei Uromyces rumicis. Aber wenn ich mir die mikroskopischen Details anschaue, lande ich eher bei Uromyces poae: Sporengröße (21.7+-1.6) µm. Wanddicke der Pseudoperidienzellen (6-10) µm, Gestalt der Pseudoperidienzellen eher rechteckig als rhombisch (wobei das je nach Perspektive auch unterschiedlich sein kann).



    4. Peronospora ficariae ex Ficaria verna


    5. Ramularia variabilis ex Digitalis purpurea


    6. Porostereum spadiceum


    7. Peniophora lycii. Die Dendrohyphidien konnte ich zwar sehen, aber nicht fotografieren.


    8. Eine Diatrype an Ahorn. Wie unterscheiden sich D. stigma und D. decorticata genau? Sporengröße (6.9+-0.4) µm x (1.7+-0.2) µm


    9. Das sieht nach einem Hymenoscyphus aus. Leider ist der auf dem Weg nach Hause verloren gegangen und kann entsprechend nicht mikrokopiert werden.


    10. Peronospora lamii ex Lamium sp.


    11. Truncatella conorum-piceae an Zapfen von Pinus sylvestris


    Björn

    Hallo zusammen,


    da habe ich aber erst einen kleinen Schrecken bekommen, als Felli mich Richtung Arnium schicken wollte. Wo Nobi mich doch erst einen Tag vorher für mein Gattungsgespür gelobt hat ;) Ansonsten wieder mal einen herzlichen Dank an Euer Feedback, insbesondere natürlich an Nobi für die ausführlichen Erläuterungen. Das Internet ist schon eine tolle Erfindung - ohne wäre ich wohl nie zu den Dungpilzen gekommen.


    Björn


    PS

    Climbingfreak Ich sehe gerade, daß ich den Beitrag aus Versehen bei den Exkursionsberichten erstellt habe. Könntest Du den bitte in die coprophile Ecke verschieben?