Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    ich habe zwar auch keine Idee, was das sein könnte - zumal Roste an Weiden ja sowieso zu meiden sind - aber im Klenke steht drin, daß die Weidenroste seltener auch Jungtriebe und Kätzchen befallen.


    Björn

    Hallo zuammen,


    auf dem Kaninchen aus den Borkenbergen gibt es Schizotheciums, die ich da bis jetzt noch nicht drauf hatte.


    Fund Nummer 1 habe ich schon vor zwei Tage gemacht. Leider habe ich die Sporen da nicht mit Tinte angefärbt, entsprechend ist da zum Gezumpel an den Sporen wenig zu sagen. Sporengröße (20-22) µm x (13-14) µm.


    Fund Nummer 2 von heute, war der Versuch Nummer 1 wiederzufinden. Sporengröße (20-22) µm x (13-14) µm und auch sonst sieht das alles recht ähnlich aus wie bei Nr. 1. Was die Sporengröße angeht, wäre das beides etwas zu groß für S. vesticola. Aber sind die Haare hier zusammengeklebt? Wenn sie das nicht sind, lande ich dann schließlich bei S. miniglutinans.


    Und Nummer 3, ebenfalls von heute. (23-26) µm x (12-14) µm, also schon größer als bei den beiden anderen Funden. Außerdem waren die Asci teilweise auch biseriat. Eventuell S. conicum?


    Björn

    Hallo Sandra,


    ich glaube Dryopteris wächst mehr oder weniger überall in Deutschland. Ansonsten sieht er halt wie ganz normaler, recht frischer Farn aus. Adlerfarn und Königsfarn sind ja momentan nur in getrocknet zu finden. Ansonsten gibt es aber auch an anderen Farnen Milesinas, die mikroskopisch sehr ähnlich sind. Auf Asplenium gibt es gleich eine ganz Reihe von Arten, quasi für jeden Farn ein extra Pilz. Und zumindest Asplenium scolopendrium ist ja recht charakteristisch.


    Björn

    Hallo Nobi,


    das ist in der Tat ein sehr gelungenes Portrait von Matthias bzw. von der Coniochaeta :D Und interessant, daß der da offenbar auch in einer WG mit einer Hypocopra lebte.

    Was die Gattung angeht, war ich ja erst bei der Hypocopra und hatte wegen der eierigen Sporen schon an eine Fehlbildung gedacht. Aber dann sind mir die Haare aufgefallen und dann bin ich mal Ralfs kleine Bilderübersicht hier im Forum durchgegangen. Da paßte Coniochaeta dann erstmal am besten. Im Doveri war im Schlüssel an entsprechender Stelle dann noch der Hinweis, daß das wohl die einzige Art mit Sporen, die in alle drei Raumrichtungen unterschiedlich groß sind, ist und damit war die Gattung dann schon relativ sicher klar.


    Björn

    Hallo zusammen,


    auf der Ziege aus der Gruga gibt es seit einiger Zeit eine Anamorphe. Diese ist orange-pink, hält sich sehr lange und hartnäckig ohne daß dort etwas anderes oder gar eine zugehörige Teleomorphe zeigen würde. Die Konidien sind winzig uns messen gerade mal ca. 1 µm. Hat da jemand eine Idee zu?



    Björn

    Hallo zusammen,


    ich hatte es ja gerade in einem anderen Beitrag schon angekündigt: Beim Versuch auf dem Kaninchen aus den Borkenbergen noch mal die Hypocopra unters Mikro zu bekommen, ist am Ende ein ganz anderer Pilz auf dem Objektträger gelandet. Hier fehlt die positive Reaktion mit Lugol. Die Keimspalte scheint über die ganze Sporenlänge vorhanden zu sein. Sporenlänge 11-14 µm, Sporenbreite 8-10 µm, Sporenhöhe 6 µm. Haare gab es an den Perithecien auch. Diese sind dunkel, unseptiert und grob geschätzt 20-30 µm lang. Wenn ich gattungstechnisch mit Coniochaeta richtig liege, dann paßt leider keine der drei Arten im Doveri so richtig. Am ehesten noch C. leucoplaca, wobei die Sporen dafür schon zu groß sind.



    Björn

    Hallo Nobi,


    ich muß gestehen, daß ich keine Ahnung habe, wie die Hypocopra makroskopisch aussieht. Ich habe da mehr oder weniger auf gut Glück schwarzes Zeug aus dem Köttel gepfriemelt. Entsprechend hatte ich beim Versuch, gerade noch mal die Hypocopra zu präparieren auch wieder etwas anderes unterm Mikroskop - das stelle ich gleich mal separat ein. Ansonsten hänge ich einfach mal zwei Bilder an, vielleicht sieht du da mehr als ich.



    Björn

    Hallo zusammen,


    ich habe ja immer noch die Kaninchenkötttel aus den Borkenbergen bei mir zu Hause und so wie es ausschaut, wächst die Hypocopra da auch weiter nach. Die Sporengröße ist (24-26) µm x (12-13) µm, Keimspalte (14-16) µm. Unreife Sporen habe ich leider keine gefunden. Deshalb die Frage zur Zweizelligkeit: Ist das dieser kleine Nupsie an den Sporen, den man bei einigen Arten in den Skizzen an einem Sporenende sieht? Falls ja, habe ich davon bei meinem Fund nichts ausfindig machen können. Dafür hatten die Sporen aber teilweise eine Gelhülle.

    Von den Arten im Doveri scheint am ehesten H. brefeldii zu passen, auch wenn die Sporen da teiweise einen Ticken zu breit sind. Was meinen die Experten?



    Björn

    Hallo zusammen,


    dann gibt es also auch bei den Dungpilzen Problemkinder. Na gut, da kann man nichts machen. Ich danke Euch beiden auf jeden Fall für das Feedback zu meinem Fund.


    Björn

    Salü zämme,


    ich kann zwar zur Bestimmung der Exidiopsis nicht viel beitragen, möchte an der Stelle aber auf die belgisch-niederländischen Schlüssel für Heterobasidiomyceten hinweisen. Die sind zwar auf niederländisch, aber irgendwie kann man sich da schon durchbeißen. Anscheinend ist bei der Bestimmung auch das Aussehen und die Beschaffenheit des Pilzes im trockenen Zustand wichtig.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Sonntag war ich ein wenig am Duisburger Rhein unterwegs und habe auch dort ein paar Pilze entlang des Weges aufgegabelt:


    1. Eine Flechte auf der Hochfelder Eisenbahnbrücke. Sieht stark nach Stereocaulon sp. aus.


    2. Leptotrochila verrucosa ex Galium aparine


    3. Entyloma ficariae ex Ficaria verna


    4. Peronospora arvensis ex Veronica hederifolia agg.


    5. Peronospora ficariae ex Ficaria verna


    6. Trochila craterium ex Hedera helix, sowohl Teleomorphe (dunkle Punkte) als auch Anamorphe (helle Punkte, früher auch als Cryptocline paradoxa bekannt)


    Björn

    Hallo zusammen,


    auf der Grugaziege hat sich gestern Abend ein Saccobolus gezeigt. Er ist extrem winzig und bestand im wesentlichen nur aus einer Ansammlung von Asci, mit ganz wenigen Paraphysen dazwischen und sonst eigentlich nichts. Die Sporencluster sind circa 40 µm x 15 µm groß, einzelne Sporen sind (14-15) µm x (6-8) µm groß und die Asci 70-100 µm lang. Die Sporen sind im 3-3-2-Schema in den Clustern angeordnet. Die Sporenoberfläche erscheint minimal angeraut zu sein. Liege ich mit Saccobolus depauperatus richtig?



    Björn

    Hallo Pablo,


    ja, die Hypocrea-Artikel kenne ich. Aber nachdem es dann nicht der erhoffte Aleurodiscus war, war ich so enttäuscht, daß ich den Pilz direkt entsorgt habe. Dabei wäre hier mit der Farbe und sogar schon reifen Asci vielleicht sogar was gegangen. Naja, dann eben beim nächsten Mal.


    Und was das Einzugsgebiet angeht, bin ich tatsächlich komplett auf meine Füße angewiesen - ein Fahrrad habe ich bis jetzt irgendwie nicht für nötig gehalten, weil ich alle kurzen Strecken eh laufe (so ein Velo aus dem Keller eines Altbaus hochzuwuchten würde wenig Spaß machen und ewig dauern) und für die längeren halt den Bus nehme. Aber egal, der Stadtwald wird schon genug Pilze liefern, so daß mir nicht langweilig wird.


    Björn

    Hallo zusammen,


    bis lang habe ich mir das Rhytisma auch nie genauer angeschaut - ist halt schon aus 10 Metern Entfernung sicher zu bestimmen :D Aber wenn es dann mal reif ist, lohnt sich der Blick mit dem Mikro auf jeden Fall.


    Björn

    Hallo zusammen,


    da ich in Coronazeiten nicht mehr mit dem ÖPNV durch die Gegend fahren möchte, wenn es sich irgendwie vermeiden läßt, haben sich meine Pilzgebiete etwas eingeschränkt. Aber zum Glück ist der Duisburger Stadtwald ja recht ergiebig und liegt direkt bei mir vor der Haustür. Und voller Pilze ist er meistens auch:


    1. Biscogniauxia nummularia mit Sporen (10-12) µm x 8 µm


    2. Dann schaute mitten im Wald auf einmal ein Polygonatum hervor. Daneben lag ein toter Stängel vom Vorjahr. Klarer Fall: Trichopezizella nidulus


    3. Milesina kriegeriana ex Dryopteris sp.


    4. Puccinia lapsanae ex Lapsana communis. Aecien und Telien.


    5. Kretzschmaria deusta


    6. Kurz vor Ende habe ich dann ein paar Tannen mitten im Wald entdeckt. Da Karl ja letztens den Aleurodiscus mit den hübschen Sporen präsentiert hat, bin ich also auf Suche gegangen und habe dann tatsächlich an einem abgestorbenen Ast eine kleine orangene Scheibe gefunden. Eingepackt und unters Miikroskop gelegt: Hypocrea sp.


    7. Entylom(ell)a ficariae ex Ficaria verna


    Björn

    Hallo zusammen,


    wenn man nicht mehr so viel nach draußen kommt, kann man sich auch mal etwas genauer mit den altbekannten Arten beschäftigen und ein Blatt von Acer pseudoplatanus mit Rhytisma acerinum in die feuchte Kammer legen, bis sich die Spalte öffnen. Dann kommt man auch gut ans saftige Innere und erhält hübsche mikroskopische Einsichten:



    Björn

    So, ich packe den nächsten Fund mal direkt hier mit rein. Auch das Pferd aus dem Wittener Muttental hat noch Neues zu bieten. Sporengröße (35-40) µm x (19-20) µm, Asci 8-sporig, also alles ganz ähnlich zur Ziege aus der Gruga. Der Perithecienhals sieht auch ähnlich aus, also wieder Sektion Rhyophila und dann lande ich erneut bei Podospora decipiens.



    Björn

    Ah, ich sehe gerade, daß ich mit den Sporenmaßen meiner beiden Funde durcheinandergekommen bin. Hier sind es (34-38) µm x (18-20) µm statt (35-40) µm x (19-20) µm. Aber das sollte immer noch für P. decipiens passen?!?.


    Björn