Beiträge von boccaccio

    Hallo Thorben,


    ich weiß, daß es ein Aggregat ist, aber da die Arten offenbar noch nicht beschrieben wurden und ich entsprechend auch nicht weiß, wie ich sie trennen kann, habe ich mir die Pilze nicht weiter angeschaut.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Tag ging es bei unserem Pilzwochenende dann bei einer kleinen Runde ums Stift Keppel, in dem wir jedes Mal untergebracht sind.


    1. Stropharia caerulea


    2. Leratiomyces ceres


    3. Macrocystidia cucumis


    4. Clavulinopsis trigonospora


    5. Lycoperdon perlatum


    6. Phragmidium rubi-idaei III ex Rubus idaeus


    7. Lactarius fluens


    8.Lentinellus cochleatus


    9. Urocystis ranunculi ex Ranunculus repens


    10. Phyllactinia betulae ex Betula pubescens


    11. Mucronella calva


    12. Russula queletii.... oder wie die Pilze langsam zu einer Kollektion wachsen :D Leider war die Huthaut sehr zäh und es sind mir keine guten Mikropräparate gelungen. Es bleibt also bei einem Sporenbild.


    13. Helvella crispa.... oder Halloween steht vor der Tür


    14. Lactarius glyciosmus unter Birke mit angenehmen Kokosgeruch


    15. Ein schlechtes Bild, aber Pycnoporellus fulgens erkennt man ja trotzdem


    16. Ein Callistosporium, das Jan-Arne zur Bestimmung mitgenommen hat.


    17. Phaeolus schweinitzii


    18. Amanita muscaria mit Glücksklee


    19. Tricholoma terreum


    20. Entoloma pleopodium


    21. Artomyces pyxidatus


    Björn

    Hallo zusammen,


    am dritten Tag des Hilchenbach-Wochenendes ging es dann in Siegen in den sogenannten Tiergarten. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen Zoo, sondern um ein Waldstück, das in der Vergangenheit als Jagdgebiet für den Adel genutzt wurde.


    1. Phanerochaete velutina


    2. Mycena pura


    3. Ascocoryne sarcoides mit 2 großen Öltropfen in den Sporen


    4. Datronia mollis


    5. Phlebia radiata


    6. Phlebia uda


    7. Thelephora punicea


    8. Pluteus umbrosus


    9. Coleroa robertiani ex Geranium robertianum


    10. Lepista martiorum


    11. Ischnoderma resinosum


    12. Lycogala epidendrum agg.


    13. Postia caesia s. str. mit Sporen von 4,5±0,3 µm × 1,5±0,2 µm, Q=3±0,3; 4-5,3 µm × 1,2-1,8 µm, Q=2,4-3,5


    14. Neobulgaria pura in riesig


    15. Erysiphe sambucina ex Sambucus ebulus


    16. Ein Bilderbuchexemplar von Pholiota adiposa an einer gefällten Buche


    17. Gloeophyllum odoratum


    18. Clitocybe geotropa


    19. Serpula hiemantioides. Einmal an Picea abies und einmal an Quercus sp.


    20. Pseudohydnum gelatinosum


    21. Chrysomphalina grossula


    22. Ripartites tricholoma


    23. Phlebia tremellosa


    24. Noch mal Phlebia radiata


    25. Ascocoryne sarcoides - die Anamorphe


    26. Laxitextum bicolor


    27. Dann ein absolutes Highlight: Phlebia nothofagi. Überzeugt nicht nur durch ihr attraktives Äußeres, aber auch durch einen angenehmen Geruch nach Birnenschnaps


    28. Daedaleopsis tricholor an Fagus sylvatica


    29. Direkt daneben Daedaleopsis confragosa an Sorbus aucuparia


    30. Und auch hier gab es noch mal Hypsizygus tessulatus, diesmal deutlich üppiger und besser zu fotografieren als in der Trupbacher Heide. Sporen messen 5±0,2 µm × 4,5±0,2 µm, Q=1,1±0; 4,5-5,5 µm × 4,2-4,9 µm, Q=1-1,2.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am zweiten Tag des APR-Wochenendes ging es in die Trupbacher Heide. Hierbei handelt es sich um einen ehemaligen Truppenübungsplatz, der große Magerflächen mit entsprechenden Wiesenpilze zu bieten hat. Das warme und regnerische Herbstwetter ließ diese Flächen dann stellenweise richtig explodieren.


    1. Cuphophyllus virgineus


    2. Cuphophyllus pratensis


    3. Gliophorus psittacinus


    4. Eine Cyanula mit Sporen von 8,7±0,4 µm × 7,1±0,3 µm, Q=1,2±0,1; 8,1-9,5 µm × 6,6-7,6 µm, Q=1,1-1,4. Der Hut ist offenbar auch im jungen Zustand braun, der Stiel scheint keine deutlichen Blautöne zu haben, sondern allenfalls ins Stahlgraue zu gehen. An der Lamellenschneide gibt es z.T. Zystiden, die aber wenig auffällig sind. Paßt das zu Entoloma majusculum?


    5. Clathrus archeri


    6. Eine Dermoloma mit folgenden Merkmalen: Hut 1,8-2,8 cm Durchmesser, Stiel 3,8 cm lang und 0,5 cm dick, Sporen inamyloid, 5±0,3 µm × 3,9±0,1 µm, Q=1,3±0,1; 4,6-5,7 µm × 3,6-4,1 µm, Q=1,2-1,4, Basidienbreite 6,6±0,6 µm, 4,9-7,5 µm. Damit lande ich dann bei Dermoloma cuneifolium s. str.


    7. Entoloma jubatum war stellenweise ein absoluter Massenpilz. Sporenmaße 8,9±0,3 µm × 6,4±0,3 µm, Q=1,4±0,1; 8,1-9,4 µm × 5,9-7,2 µm, Q=1,3-1,5


    8. Clavaria falcata fragilis


    9. Hypsizygus tessulatus


    10. Hygrocybe calciphila


    11. Lactarius torminosus


    12. Diese Pilze wollte mir Jan-Arne erst als Cyanulas verkaufen, aber der Blick auf die Lamellen ließ und diese Idee dann schnell verwerfen. Ein Blick auf die Huthaut hat dann auch Hodophilus als Alternative schnell aussortiert. Schlüsseln mit der Funga Nordica lieferte keine brauchbare Gattung. Bei Facebook hatte Nicolas Schwab dann einen guten Hinweis: Lamelloclavaria petersenii. Die Sporen messen 5,5±0,5 µm × 2,7±0,2 µm, Q=2±0,1; 4,6-6,6 µm × 2,4-3,2 µm, Q=1,9-2,4.


    13. Leccinum aurantiacum


    14. Dibaeis baeomyces


    15. Clavaria argillacea


    16. Hygrocybe acutoconica


    17. Trichoglossum hirsutum


    18. Nochmal Cuphophyllus virgineus


    19. Geoglossum cookeanum


    20. Craterellus tubaeformis


    21. Entoloma nitidum


    22. Leptotrochila ranunculi ex Ranunculus repens


    23. Bei diesem Rötling hatte ich im Feld auf Entoloma conferendum spekuliert, aber der Blick auf die Sporen hat das leider nicht bestätigt. Die Lamellenschneide ist fertil, Basidien sind 4-sporig mit Basalschnalle, Sporen messen 8,6±0,5 µm × 7,1±0,5 µm, Q=1,2±0,1; 7,9-9,7 µm × 6,4-7,9 µm, Q=1,1-1,4. Das Pigment der Huthaut scheint intrazellulär zu sein. Damit lande ich aber im Nolanea-Schlüssel nirgendwo. Ideen sind also willkommen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    alle Jahre wieder macht sich der Arbeitskreis Pilzkunde Ruhr auf ins Siegerland um dort ein pilzkundliches Wochenende zu verbringen. So auch dieses Jahr wieder und wie immer ging es am ersten Tag auf das Geländer der ehemaligen Grube Littfeld. Das Pilzaufkommen war diesmal famos und wir hatten bei jeder Exkursion mindestens 150 Arten auf der Fundliste.


    1. Der erste Fund im Herbst ist immer dieser kleine Pilz, der in der Vergangenheit als Arrhenia rustica auf der Liste gelandet ist. Als ich mir dann letztes Jahr die Sporen angeschaut habe, war schnell klar, daß es eine Lichenomphalia sein muß. Also habe ich den Pilz dieses Jahr einmal komplett mikroskopiert. Die Sporen messen 6,8±0,5 µm × 3,9±0,4 µm, Q=1,7±0,2; 6,1-7,6 µm × 3,1-4,5 µm, Q=1,5-2,1, Schnallen sind nicht vorhanden, Cheilozystiden fehlen ebenso, die Basidien sind 1- bis 4-sporig. Leider habe ich jetzt immer noch keine gute Idee, um welche Art es sich hier genau handelt; es scheint auch wenig gute Literatur zu dieser Gattung zu geben.

    Sporen

    Algen

    Huthaut

    Lamellentrama

    Basidien

    Stielbekleidung


    2. Der nächste mysteriöse Pilz. Eine Keule, die von den Sporen her zu C. falcata passen würde, aber die sollte ja nicht so einen Gelbstich haben. Sporenmaße 8,1±0,5 µm × 6,9±0,5 µm, Q=1,2±0,1; 6,9-9 µm × 5,6-7,7 µm, Q=1,1-1,3


    3. Entoloma sericellum


    4. Amanita muscaria


    5. Gymnopus perforans


    6. Gloeophyllum sepiarium


    7. Amphinema byssoides


    8. Pholiota squarrosa


    9. Clavulina coralloides


    10. Amanita rubescens


    11. Lactarius deterrimus


    12. Chalciporus piperatus


    13. Cortinarius camphoratus


    14. Gloeophyllum odoratum


    15. Hygrophorus unicolor


    16. Das sollte Octaviania lutea sein

    Sporen

    Goldschimmel-Konidien

    Peridie


    17. Hygrophorus eburneus


    18. Pholiota gummosa


    19. Ramularia coleosporii ex Coleosporium tussilagini II ex Tussilago farfara


    20. Inoyces petiginosa


    21. Boletus edulis


    22. Rhodocollybia butyracea var. asema


    23. Sarea resinae


    24. Aleuria aurantia


    25. Kuehneromyces mutabilis


    26. Entoloma infula


    Björn

    Hallo zusammen,


    bei der gemeinsamen Exkursion des APR mit den BoBos habe ich einen hübschen, gelben Rindenpilz gefunden. Mikroskopisch hat er sich dann relativ schnell als Lindtneria entpuppt. Die Sporenmaße sind 4,1±0,3 µm × 3,1±0,3 µm, Q=1,3±0,1 bzw. 3,7-4,7 µm × 2,6-3,6 µm, Q=1,2-1,5. Damit landet man beim Schlüssel in FE 12 sehr schnell bei Lindtneria brevispora. Die Sporenmaße in der Beschreibung werden dort aber deutlich größer, nämlich mit 5-5,5 x 3-3,5 µm angegeben. Paßt mein Fund trotzdem noch zu dieser Art? Andere Lindtneria-Arten mit derart kleinen Sporen scheint es ja nicht zu geben.



    Björn

    Hallo Nils,


    Entolomabestimmung ohne Mikroskop geht in den wenigsten Fällen. Neben dem Mikroskop braucht es dann noch den Fungi Europaei Band 5B (und in Zukunft dann auch 5C).


    Zu deinem Fund: E. sericeum und E. vindobonense haben beide einen sehr starken Mehlgeruch, den man durchaus auch als in die spermatische Richtung gehend wahrnehmen kann. Mit der Einschränkung, daß man ohne Mikroskop eigentlich nur wenig belastbares sagen kann, würde ich hier aber mit Mehlgeruch, dunklem Hut und später Erscheinungszeit zu E. vindobonense tendieren.


    Björn

    Hallo zusammen,


    mich erinnert das eher an eine eingetrocknete Phaeotremella. Mikroskopisch läßt sich das natürlich leicht von Auricularia trennen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Samstag ging es dann mit der gesamten Mannschaft in den Totengrund, der leider auch wieder relativ pilzarm war.


    1. Thelephora wakefieldiae s.l.


    2. Thelephora punicea


    3. Parasola conopila

    Cheilozystiden

    Basidien

    Pleurozystiden

    Sporen in KOH

    Huthaut mit Pileozystiden


    4. Hier hat thorben96 den entscheidenden Hinweis zur Bestimmung geliefert: Botryosporium pulchrum auf Urtica dioica


    5. Stereum ochraceoflavum


    6. Und noch ein Rindenpilz, bei dem ich mir noch nicht sicher bin, wie er heißen möchte


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Samstag hat sich das Teilnehmerfeld dann aufgeteilt. Während ein Teil im Apfelbaumgrund war, ging es für mich und einige andere zum Hohlen Stein.


    1. Gliophorus psittacinus


    2. Vascellum pratense


    3. Puccinia millefolii ex Achillea millefolium


    4. Uromyces viciae-fabae ex Vicia sepium


    5. Tubaria furfuracea

    Huthaut

    Sporen

    Hymenium mit Cheilozystiden


    6. Limacella guttata


    7. Neodasyscypha cerina


    8. Obvidator quercinae ex Peniophora quercina


    9. Hygrocybe chlorophana

    Hymenium mit sehr langen Hyphen in der Lamellentrama

    Huthaut mit Schleimschicht

    Sporen in Wasser


    10. Rhizomarasmius undatus auf Adlerfarnrhizomen

    Huthaut mit Pileozystiden

    Wellige Caulozystiden

    Hymenium mit spindelförmigen Cheilozystiden

    Sporen in Melzer

    Sporen in Wasser


    11. Parasola conopila


    12. Ramularia bistortae ex Bistorta officinalis


    Björn

    Hallo zusammen,


    letzte Woche fand von Donnerstag bis Sonntag wieder einmal die Alme-Tagung statt. Insgesamt 30 Pilzfreund:innen haben sich also im Sauerland getroffen und intensiv nach Pilzen geschaut. Auch wenn das Pilzaufkommen insgesamt überschaubar war, gab es trotzdem relativ lange Fundlisten und es wurden auf praktisch jeder Exkursion über 100 Arten notiert.


    Am Donnerstag vor Beginn der eigentlichen Tagung waren Tanja, Jan-Arne und ich dann zu einer ersten Exkursion am Weldaer Berg in Warburg. Hierbei handelt es sich um einen Kalkmagerrasen mit Wacholder, der im letzten Jahr um diese Zeit nur so mit Rötlingen übersät war.


    1. Ramaria gracilis


    2. Mycena olivaceomarginata


    3.Mycena galericulata


    4. Sphaerobolus stellatus


    5. Baeospora myosura


    6. Entoloma clandestinum

    Basidien mit Basalschnalle, keine Cheilozystiden beobachtet

    Huthautpigment inkrustierend

    Caulozystiden an der Stielspitze

    Sporen 10±0,6 µm × 7,4±0,4 µm, Q=1,4±0,1; 8,7-10,8 µm × 6,6-7,9 µm, Q=1,2-1,5


    7. Selinia pulchra auf Schafdung


    8. Ein Lophodermium auf Calamagrostis epigejos, das ich an Felli weitergereicht habe.


    9. Porostereum spadiceum


    10. Golovinomyces depressus ex Arctium sp.


    11. Stropharia coronilla


    12. Pucciniastrum agrimoniae ex Agrimonia procera


    13. Cyathus olla


    14. Podosphaera pauciseta auf Schafdung


    Björn

    Hallo zusammen,


    mit dem geselligen Wachstum, dem langen Stiel und dieser Hutform würde ich das auch für Parasola conopila halten. Die erkennt man mikroskopisch auch gut an den Haaren in der Huthaut (andere Parasola-Arten haben das zwar auch, sind aber makroskopisch ganz anders).


    Björn