Beiträge von Austernseitling

    Liebe alle


    Ich stelle mir die Frage auch immer wieder und bin bei jungen Fruchtkörpern einfach nie ganz sicher.


    Könntet ihr mal zusammenfassen, wie ihr die in jungem Alter klar unterscheidet?


    Ich habe gemeint, der Geruch sei absolut zentral (Schuppiger Porling Cerioporus squamosus soll stark nach Mehl/Gurke oder Honig riechen; der Sklerotienporling P. tuberaster einfach angenehm pilzig). Dieses Unterscheidungsmerkmal hat jetzt hier niemand eingebracht.

    Ich selbst wundere mich jedoch, dass alle jungen Fruchtkörper, die ich finde, einfach ganz angenehm riechen, jedoch nie wie ein Mehlräsling (Mehl, Gurke) oder ein Grüner Knolli (Honig). Erwarte ich etwas Falsches?


    Danke für die Aufklärung, das würde sicher auch Sabine helfen.


    LG Andreas

    Danke für eure Feedbacks!


    Schupfnudel

    CH-Andy

    Zu den Stummelfüsschen/Ohrförmigen Seitlingen: Ich habe von zwei Exemplaren versucht Sporenpulverabdrucke zu machen. Es kam sehr wenig... aber was kam, war weisslich. Gallertartig und gummiartig dehnbar sind die Exemplare auch nicht. Das spräche für Ohrförmige Seitlinge.

    Ich versuche gelegentlich, noch einen besseren Sporenpulverabdruck hinzubekommen.

    Das sind die zwei Hauptkriterien fürs Auseinanderhalten, oder? Falls man das aufgrund der Lamellen tun könnte: Oben stehen ja mittlerweile Detailfotos.


    Merci für alle weiteren Hinweise!


    LG Andreas

    Hallo

    wegen "nettem Pilz" aus Bild nr. 10 , 11. , 12. u 13

    Ich glaube, es handelt sich um den Pilz *Bjerkandera fumosa*; leider ist das Foto nicht optimal, sodass man nicht erkennen kann, wie viele Poren pro Zentimeter vorhanden sind.

    Danke, Beli für diese Idee. Ich glaube eher nicht, dass es dieser Pilz ist, bin aber überhaupt nicht sicher. Das ist für mich sehr schwierig. Ich werde weder im Dörfelt/Ruske fündig noch im Internet.


    Zur Klarheit allerseits: Der Porling wächst auf einem kleinen Aststück von 3-4 cm Dicke, das heisst die relativ weichen Fruchtkörper sind zwischen 2,5 und 4 cm breit, treppenförmig angeordnet, haben scharfe Kanten. Charakteristisch für mich ist diese flächendeckende Wucherung über den Ast. Die Poren sind von Auge unsichtbar klein. Mit einer 10fach Lupe kann ich die Poren erkennen. Sie sind eckig, ca. vier- bis sechseckig würd ich sagen. Poren pro Millimeter finde ich mega schwierig zu sehen; etwa 10 würde ich schätzen.


    Danke allen für weitere Hinweise.

    LG Andreas

    Liebe Sabine

    - Bei Nummer 1 gehe ich mit dir mit. Typisch für den Riesenporling, dass er schwärzt. Und er scheint schimmlig zu sein.

    - Bei Nummer 2 könnte ich mir einen Spindeligen Rübling vorstellen, er ist zwar recht stämmig dein Pilz, aber das liegt glaub im Bereich des Möglichen.

    - Zu Nummer 3 kann ich nichts Handfestes sagen. Gehts allenfalls in Richtung Scheibchentintling oder Helmling?


    LG Andreas

    Dein erster Pilz wird ein Mürbling sein. Vergleich mal mit dem seltenen Psathyrella populina, neuerdings auch als Cystoagaricus lepidotoides bezeichnet.

    Grüße Axel

    Lieber Axel


    Herzlichen Dank für deine Antwort. Die Art Psathyrella populina / Cystoagaricus lepidotoides / Cystoagaricus silvestris / Psathyrella silvestris sollte passen. Diesen Mürbling konnte ich mir aufgrund der Beschreibung ohne Foto im Winkler/Keller nicht vorstellen.

    Das Sporenpulver ist braun-schwarz. Auf welchem Holz der Pilz wächst, kann ich unmöglich sagen, da es offensichtlich in der Erde vergraben ist.


    Interessant finde ich, dass meine Recherchen dazu ziemlich unterschiedliche Bilder hervorbringen:

    • Aufgrund von Pilzverein Region Baden hätte ich gesagt, dass es wohl nicht diese, sondern eine ziemlich ähnliche Art ist. Es fehlt vollständig das bei meinen Fruchtkörpern auffällige Gelb.
    • Ebenso aufgrund von Interhias. Da gefallen mir auch die schmächtigen Stiele nicht, die nicht hohl sind.
    • Diverse andern Internetquellen sind dann wieder etwas näher an meinen Pilzen: Nahuby, Pharmanatur.
    • Sehr gut passen die Bilder und Beschreibungen von Pilze Sibiriens (Eine sehr tolle Homepage mit dem Internetkürzel der Sowjetunion! Was es nicht alles gibt…)

    Überall wird erwähnt, dass die Art selten sei. Ich frage mich jedoch, ob wirklich alle Homepages die gleiche Art zeigen unter diesem offenbar stark in Veränderung begriffenen Pilznamen. In der Schweiz ist die Art immerhin bereits 92mal kartiert (und im Verbreitungsatlas sieht das Bild meinem Pilz sehr ähnlich).


    Alle als ähnlich beschriebenen Arten würde ich ausschliessen. Ich glaube, der Fall ist klar. Möchte ihn jemand mikroskopieren oder müsste er genetisch abgesichert werden?



    Liebe Grüsse


    Andreas


    PS: Interessant sind auch die deutschen Namen des Pilzes:

    - Schwarzgestreifter Faserling oder Mürbling (passt überhaupt nicht zu meinen Pilzen)

    - Sternschuppiger Mürbling

    - Pappel-Faserling

    Hallo Austernseitling,


    ich denke bei denem ersten Pilz kann man recht gut erkennen, dass es ein Lila/Schwarzsporer ist. Ich würde mal bei Träuschlings-Verwandten mit gelblichem Stiel und etwas schuppig gezeichnetem Hut suchen, so etwas wie dem Ring-Schüppchenträuschling (Leratiomyces squamosus). Habe aber auch nichts gefunden das perfekt passt, kommt mir schon wie eine eher ungewöhnliche/seltene Art vor.


    LG Hugo

    Lieber Hugo


    Herzlichen Dank für deine Recherche und Antwort. Bei den Träuschlingen war ich auch mal. Aber die hätten wohl einen Ring. Mein Pilz hier hat keinerlei Anzeichen von Ring. Drum ist es wohl schon ein Mürbling, wie es Axel vorschlägt. Aber halt einer, der im Winkler/Keller nur sehr knapp beschrieben und nicht abgebildet ist.


    LG Andreas

    Liebe Pilzexpert:in


    Ich habe ja soeben von meiner heutigen hoffnungsvollen Tour berichtet: Es tut sich was im Auenwald - aber nur dort

    Neben den gezeigten Klassikern gabs auch einige Problemfälle für mich. Ich habe mir mehr oder weniger Mühe gegeben damit;-) Vieḷleicht kannst du mir ja auf die Sprünge helfen. Danke herzlich im Voraus!


    Zuerst der: Ich hab mich echt bemüht. Mürbling, Saumpilz, Ritterling; nichts passt, ich komme nirgends hin. Standort Mischwald in einem sehr feuchten Bachtal, 500 m.ü.M.

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    Und auch sehr verwirrend für mich: Einen der ausgewachsenen habe ich nach Hause genommen und dort sah er dann so aus:

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    Dann der zweite, ein Trichterling:

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    Mit demWinkler/Keller blieb ich stecken. Infundibulicybe gibba oder Citocybe costata? Passt beides nicht wirklich. Hutmitte hat einen Buckel. Hutdurchmesser 3 cm vom grösseren Fruchtkörper. Standort bei Buche, Fichte, Weisstanne, eher feucht, 520 m.ü.M.


    Dann gibts noch diesen netten Pilz auf einem ca. 3 cm dicken Laubtotholz, welches im sehr feuchten Auenwald auf dem Boden lag. Hast du einen Tipp, wo ich suchen soll?

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    Diesen spannenden, resupinaten Porling hab ich noch gar nicht untersucht. Hast du eine Idee, in welcher Ecke ich suchen soll? Er war nicht gelb wie auf einigen Fotos, sonder abricot bis orange.


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    Und was wird wohl aus diesem Geschwür?

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    Herzlichen Dank für deine Hilfe!!


    LG Andreas

    Lieber Schupfi

    Merci für deine Reaktion! Hm, mit den Stummelfüsschen verunsicherst du mich jetzt. So genau hab ich mir ehrlich gesagt nicht alle angeschaut. Am Strunk könntest du recht haben. Die waren wirklich klein. Aber die anderen? Ich hab hier noch ein paar Fotos. Was meinst du dazu?

    LG Andreas

    Liebe Pilzmenschen


    Nach wirklich langer Dürre hats hier im Schweizer Mittelland wohl mindestens 70 mm geregnet in den letzten 14 Tagen. Zeit mal nachzusehen im Wald! Letztes Wochenende war noch die grosse Leere. Heute hatte unser Pilzverein eine Exkursion angekündigt. Wir waren etwas nervös...


    Und es gab dann in dem Mischwald mit viel Fichten auch nicht wirklich was:

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    Egal, erzählen konnte unser Pilzkontrolleur auch dazu so einiges... nur Speisepilze waren kaum darunter: einige Wiesenchampignons und ja tatsächlich, ein paar Fichtenzapfenrüblinge. Alles Saprobionten mit Ausnahme des Mehltaus. Kein einziger Mykorrhizapilz!


    Ich wollte es nach diesem nicht so erspriesslichen Resultat jedoch wissen und fuhr mit dem Velo ins feuchteste Gebiet in der Nähe. Ein kleines Bachtal mit einigen sumpfigen Bereichen. Und tatsächlich: Schon am Wegrand leuchtete mich etwas an:

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    Meine Freude war grösser als die meiner Handykamera. Einige Amethystschuppige Pfifferlinge Cantharellus amethysteus lugten ziemlich verdreckt aus der Erde. Das sind die die absoluten Standardpfifferlinge hier. Aber das sind die ersten, die ich diese Saison zu Gesicht bekommen habe!


    Weiter gings da und dort mit Mehlräslingen Clitopilus prunulus:

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    Der wohl unfotogenste Grosspilz: häufig spiegeln sie und dieses grelle Weiss ist zu viel für mein Handy.


    Eine Freude fürs Auge sind immer wieder diese versteckten Eier hinter den Bäumen:

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    Oder auch die ausgebreitete Version davon:

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    Wurzelnde Bitterröhrlinge Caloboletus radicans gabs da und dort. Das ist der einzige Röhrling, den ich in den letzten Wochen ab und zu an einem Wegrand in unmittelbarer Gewässernähe gesehen hab. Die wachsen halt oft nicht unbedingt dort, wo man nach Pilzen sucht.


    Vereinzelt gabs frische Lungenseitlinge Pleurotus pulmonarius (an recht frischem Totholz):

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    Aber der Pilz des Tages, der immer wieder an einem komplett vermoderten Baumstamm auftauchte, war der Ohrförmige Seitling Phyllotus porrigens:

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    Den hatte ich zuvor noch ganz selten gesehen, aber jetzt hat er definitiv Saison!


    Oh, was schaut denn da für eine Kleiner aus dem schlammigen Boden?

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    Das wird bald ein prächtiger Netzstieliger Hexenröhrling Suillellus luridus (denn die stehen sonst oft an dem Platz). Es begegnete mir kurz darauf noch ein zweiter, der bereits eindeutiger aussah.


    Nun betrat ich den deutlich feuchtesten meiner Steinpilzplätze. Es wird ja jetzt wohl keine...

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    Oh, doch! Es gibt sie noch!! Wer hätte das gedacht? Ich glaubte, die seien in diesem Sommer nur oberhalb 1500 m zu finden.

    Leider war die Freude schnell vorbei:

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    Ein zweiter in ähnlich prächtiger Grösse und Festigkeit war zu zwei Dritteln von den Schnecken aufgefressen und sein Innenleben war mit dem ersten identisch.


    Oh, was für ein stattlicher Mehlräsling da drüben...

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    Nein, welch eine Freude: Ein Fransiger Wulstling Amanita strobiliformis direkt an einem Bächlein! Das ist erst mein Zweitfund.


    Also wenn es hier Röhrlinge und Amaniten gibt, dann müssten unter den Erlen da eigentlich auch diese da wieder zu finden sein:

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    In der Tat. Eher rar, an dem Platz sehr zuverlässig: Gyrodon lividus, der Erlengrübling!


    Und upps, da drüben wartet doch tatsächlich noch der Sensemann in Grün:

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    In bescheidener Grösse zwar, aber doch ein vollwertiger Grüner Knollenblätterpilz Amanita phalloides (meine Handykamera glaubt nicht, dass er grün war, doch er wars, ich kanns bezeugen:-)


    Hmmmm, plötzlich doch ganz viele Mykorrhizapilze... dann schau ich doch noch kurz, ob die Espenrotkappen Leccinum leucopodium aufgewacht sind.

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    Tatsächlich, sie gucken schon raus! Ich lass ihnen noch zwei Tage:-) (am liebsten hätt ich Schneckenkörner gestreut...)


    Tja, Hoffnung keimt auf! Es brauchte zwar wirklich sehr bachnahe, meist sumpfige Waldbereiche für alle Pilze ausser die Eierschwämme und die Mehlräslinge, aber immerhin dort spriessen so einige Klassiker endlich aus dem Boden. Es ist eine wahre Freude!


    Aber wo sind die ganzen Täublinge, die sonst den Waldboden zuverlässig bedecken? Warum traf ich an den bekannten Stellen in dem Gebiet keine Hainbuchen-Raufüsse? Die Sommersteinpilz- und die Satansröhrlingsstellen waren alle noch leer. Ich bin gespannt, was in den nächsten Wochen passiert; einerseits am Himmel - aber noch vielmehr unter dem Boden.


    Solltet ihr Fehler finden, so korrigiert mich bitte. Ein paar Fragen hab ich auch noch, die stelle ich noch separat. Ich hoffe, meine Zeitreise in die frühere Normalität hat euch gefallen!


    Liebi Grüess und viel Geduld euch allen

    Andreas

    Liebe Schleimpilzmenschen


    Heute hab ich auf einem vermoderten, moosbewachsenen Baumstamm seltsame vertrocknete Schleimpilze gefunden, wie ich glaube. Für eine Gelbe Lohblüte sind mir die Überreste irgendwie zu gross. Ich sehe auch nicht die übliche Schleimspur auf der Seite, aus der sie angekrochen kam. Das grösste Gebilde misst fast 50 cm in der Länge und 15-20 cm in der Breite:

    Und es scheint, als hätte es über den Porling links unter herfallen wollen:

    Leider ist es dabei wohl vertrocknet. Könnte es sich über eine vertrocknete, erfolglose Badhamia utricularis handeln? Die scheinen ja Porlinge zu mögen. Das gelbe Zeug ist nicht mehr schaumig, sondern eingetrocknet, aber auch nicht ganz fest.


    Es gibt auf dem gleichen Baumstamm noch zwei weitere solche vertrocknete Gebilde:


    Es hat diverse alte Porlinge an dem Stamm. Deswegen vielleicht die Invasion der gelben Gebilde?


    Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen:-) Herzlichen Dank!


    LG aus dem weiterhin ziemlich pilzlosen Wald

    Andreas

    Hallo Andreas,

    die Seidenkiefer ist ein anderer Name für die Weymouthkiefer.Ob der Elfenbeinröhrling wirklich eingeschleppt ist lässt sich nicht sicher sagen da er auch unter der Zirbelkiefer zu finden ist. Da wird es immer verschiedene Meinungen zu geben,

    Viele Grüsse

    Matthias

    Das war mir nicht bewusst, dass es da verschiedene Meinungen gibt. In der Schweiz gilt er offiziell als Neomycet. Aber klar, unter Arve/Zirbe ist er auch zu finden. Wenn ich mir so die europäischen Fundmeldungen zum Elfenbeinröhrling ansehe, so ist der Alpenbogen - also das Verbreitungsgebiet der Arve - schon sehr stark vertreten. Die Mehrheit der Meldungen in der Schweiz kommen jedoch aus dem Mittelland, wo es oft vereinzelte Weymouthskiefern (und keine Arven) in den Wäldern hat. Möglicherweise gibt es tatsächlich einheimische Genstämme (ursprünglich bei Arven) und amerikanische Genstämme eher bei den Weymouthföhren. Wäre noch spannend zu untersuchen!

    Hallo miteinander

    Ich glaube da eher an eine Weymouthkiefer. Das Myzel des Elfenbeinröhrlings wurde meines Wissens zusammen mit diesem Baum aus Nordamerika importiert. Die haben sehr charakteristische Zapfen!

    LG Andreas

    Lieber Bioluminus

    Herzlichen Dank für die schöne Geschichte.

    Darf ich fragen, was du als Feuchtkammer benützt und wie du sie Feucht hältst? Kontrollierst du die Feuchtigkeit genau? Danke schon im Voraus für ein paar erhellende Gedanken!

    LG Andreas

    Hallo miteinander, hallo Rainer

    Beim Rubroboletus wäre es sehr hilfreich, einen Längsquerschnitt mit der Verfärbung des Fleisches zu sehen. Beim R. rubrosanguineus ist die Blaufärbung im äusseren Stielfleisch und mittig im Hut:


    Beim R. rhodoxanthus überall im Hut und allenfalls im oberen Stiel. Zudem ist das Fleisch wesentlich gelber:


    Ich hab beide nur einmal gefunden bisher. Beide mögen Kalk, R. sanguineus ist oft bei Nadelbäumen, R. rhodoxanthus bei Eichen, Buchen.


    Rein äusserlich wäre ich mir bei deinem Fruchtkörper gar nicht sicher. Aber ich kenne mich in deiner Region nicht aus. Von daher würde ich meinen Vorrednern blind vertrauen!

    LG Andreas

    Bei uns hatte es die Nacht durch zu den gestrigen 40L auch noch Nachschub gegeben und wir haben Stellenweise nun in den letzten 72 Stunden bis zu 100L bekommen 🤩🤩

    Liebe Corinne

    Es freut mich, dass es bei dir so intensiv geregnet hat. Da müsste doch bald irgendwas wachsen!

    Bei uns gabs diese gesamte Woche immerhin 60 mm. Das entspricht jedoch einem Drittel des Regens der gesamten letzen drei Monate... Da will ich dann auch mal wieder nachschauen.


    LG Andreas

    Hey, das ist alles Jammern auf relativ hohem Niveau, was ihr da macht. Bei uns ins der Schweiz sterben die Wälder vor sich hin - ausser wirklich mitten in den Alpen, da gibts immer mal ein Gewitter oder ein letzter Eisrest nährt noch ein kleines Gebiet mit Wasser. Es erscheinen Analysen um Analysen mit dem Fazit, dass 2026 wohl eine Art Kippjahr sei. 2003, 2015, 2018, 2022 waren Tests (mit teils bereits fatalen Folgen für die viele Bäume), aber jetzt ists wohl sehr bald vielerorts grossflächig vorbei mit Buchen, Fichten, Eschen. Der Wandel ist krass beschleunigt worden. Ein Waldbesitzer aus dem hügeligen Emmental (Voralpen) hat mir soeben erzählt, dass selbst seine tiefwurzelnden Weisstannen massiv Schaden nähmen. Und tatsächlich gibt es bereits Pilzkontrolleur:innen, die den Beutel hinschmeissen und nur noch traurig sind. In den älteren Laubwäldern ist der Aufenthalt in Gruppen nicht empfohlen, weil alle möglichen unauffälligen Laubbäume ihre Kronen fallen lassen könnten (vor drei Wochen gabs einen Schwerverletzten in einem waldigen Zoo).


    Unter informierten Leuten machen sich teilweise Depressionen breit. Mir selbst geht es gut, da ich tatsächlich ein faszinierter Beobachter dieses Wandels bin. Mit Entsetzen stelle ich jedoch fest, dass weder Politik noch Bevölkerungsmehrheit in irgeneiner Form längerfristig zu handeln gedenken. Grotesk: So steuert das ganze Schauspiel schneller auf den Showdown zu. Fesselnd: Was wird sich Neues entwickeln? Die Pilze werden sicher überleben, aber die Menschen? On verra. Mich dünkts, es ist ein richtig schlechter Film aber packend allemal.


    Speisepilze, welche nicht auf Holz wachsen, in der Ebene? An so einen Luxus aus früheren Epochen denk ich gar nicht mehr.


    LG Andreas