Beiträge von Maria

    Hallo, ich noch einmal


    Nachdem mich Lateinamerika sehr interessiert habe ich noch ein wenig mehr gelesen und dabei bin ich auf ein YouTube-Video des Costaricanischen Landwirtschaftsministeriums gestoßen. Ich habe keine Ahnung von Pilzzucht fragte mich aber, wie dies bei den dortigen Temperaturen gemacht wird. Ich finde, in diesem Video wird am Beispiel eines der Landwirte der Pilze anbaut alles insgesamt sehr schön erklärt. Das Du kein Plastik möchtest habe ich natürlich schon registriert, inwieweit dies bei diesen Bedingungen funktioniert, welche Alternativen es gibt, dazu kann Dir sicher die Universidad oder das Ministerio de agricultura oder einer der Pilz-Landwirte Auskunft geben..

    Liebe Grüße


    Maria



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    Hola L.,


    ich gehe jetzt einfach einmal davon aus, dass Du spanisch sprichst wenn Du in Costa Rica lebst oder in Kürze dorthin gehst.


    Wenn Du einfach nur nach "Hongos comestibles Costa Rica" googelst, dann findest Du auf Anhieb viele Infos speziell zur Pilzzucht in Costa Rica, so z. B. von der Universidad de Costa Rica. Die scheinen seit vielen, vielen Jahren mit der geeigneten Pilzzucht, den Substraten usw. in Costa Rica zu forschen und wollen, bzw. sind dabei, dies eben auch in Costa Rica noch mehr zu verbreiten als es bereits ist. Hier ein sehr allgemeiner Bericht aus 2016 aus dem Du aber auch die Kontaktdaten entnehmen kannst, denn am Ende des Berichtes heißt es: Las personas interesadas en aprender sobre este cultivo pueden comunicarse con la docente e investigadora M.Sc. Guiselle Alvarado del Centro de Investigaciones Agronómicas al teléfono al 2511-2070 o al correo info.cia@ucr.ac.cr .


    Viel Glück und Erfolg und Costa Rica ist ein tolles Land - ein klein wenig beneide ich dich :)


    Maria

    Hallo Ihr lieben Forumianer und Forumianerinnen


    In den letzten Tagen habe ich mir, durch verschiedene Beiträge angeregt, wieder einmal Gedanken über unser Pilzforum gemacht. Und vielleicht kann so jemand wie ich seine Gedanken dazu ja einmal, ganz im Allgemeinen, äußern.

    Als ich vor ca. 3 Jahren in dieses Forum kam kannte ich eine Hand voll Speisepilze und vielleicht gerade noch den Fliegenpilz. Am Anfang wurde ich fast erschlagen vor lauter hochwissenschaftlichen Fachbegriffen und den diversen Feinheiten die es da bei den Pilzen so gibt. Was also tun? Ich sah mich durchaus anderweitig um, hier im Forum hatte ich jedoch das Gefühl (heute weiß ich das dies so ist, damals noch nicht) von Menschen umgeben zu sein, die genau wissen wovon sie schreiben, die mit einer sehr hohen Verantwortungshaltung bei der Sache sind. Ich blieb also. Und mit der Zeit lernte ich dazu.


    Natürlich bin auch ich im Laufe der Zeit gelegentlich auf die verschiedenst formulierten Textzeilen und den dahinter stehenden Menschen gestoßen und gelegentlich war ich auch irritiert und manchmal fühlte ich mich auch ein wenig angegriffen. Aber dies ist einfach so wenn man nur schreibt, dies ist einfach so wenn viele verschiedene Menschen zusammen sind. Und es kommt ja auch immer darauf an wie man selbst an diesem Tag drauf ist, was man vielleicht auch in die Zeilen hinein interpretiert. Und einmal davon abgesehen, man selbst schreibt oder macht ja auch manchmal Dinge über die man im Nachhinein nur den Kopf schüttelt - wenn ich da nur an den Troll vor ein paar Jahren denke ;) . Was ich hier aber immer wieder erleben durfte, und dies ist das wirklich Wichtige für mich, ist, dass man entweder öffentlich, per PN oder Telefonisch die kleinen Ausrutscher sofort und ohne Probleme behoben hat. Und dies ist wirklich, wirklich erwähnenswert und leider woanders selten geworden!

    Der Umgangston hier lässt trotzdem häufig zu wünschen übrig, zumindest meiner Meinung nach. Ein kleines Bitte und Danke fehlt halt allzu oft. Und so kann ich oft auch verstehen, dass dann auch die Antworten entsprechend knapp ausfallen. Eigentlich warte ich auf den Tag in dem einmal eine Anfrage nur mit einem Wort gestellt wird: ID? ;)

    Was mir in diesem Jahr allerdings auch aufgefallen ist, vielleicht weil es so wenige Pilze gab?, war aber, dass ja eigentlich schon ein paar Mal zu einer Bestimmungsanfrage alles gesagt worden war aber dann kam manchmal immer noch einmal eine/r daher und hat dann noch einmal einen draufgesetzt. Ich denke, dies muss dann auch wieder nicht sein.


    Und dann stellte sich erst jüngst wieder einmal die Frage, wie man mit den Anfragen "Ist der essbar?" umgeht. Bei diesen Diskussionen, die gab es ja schon öfter, vermisse ich persönlich einen Ansatz, eine Überlegung. Warum kommen neue Mitglieder ins Forum? Bei den "essbar-Diskussionen" kommen immer wieder soziale Netzwerke und Co. ins Spiel, aber kann es nicht vielleicht auch sein, dass neue Mitglieder da auch so ihre Bedenken haben? Kann es nicht sein, dass sie einfach, und wenn es auch nur ganz wenige Speisepilze sind, auf der sicheren Seite sein wollen? Und dann kommen sie, vielleicht noch im Schwung von fb und Co. hierher und verhalten sich genau so wie dort oft üblich. Und dann werden sie "belehrt"! ?
    Ich denke, man sollte die Menschen immer dort abholen wo sie stehen. Dies hat nichts mit Fachausdrücken zu tun, dies hat mit einer Haltung zu tun. Eigentlich wollte ich keine Namen nennen, aber ich tue es jetzt trotzdem. Wenn z. B. Christoph und Stefan miteinander fachsimpeln verstehe ich persönlich nicht ein Wort. Wenn jeder der beiden aber versucht mir etwas zu erklären, dann begeben sie sich weitestgehend ;) auf meine Ebene und dies ohne auf mich herabzusehen, mich zu belehren, nein, sie wollen es mir einfach für mich verständlich erklären. Und genau diese Haltung stelle ich hier in der Regel bei der Beantwortung der Bestimmungsanfragen fest und dies nicht nur bei den beiden genannten! Sehr schön ist dies.
    Wenn sich dann gelegentlich aus einer Bestimmungsanfrage heraus eine fachliche Diskussion ergibt, dann war dies und ist dies für mich oft bereichernd mit einem Aha-Effekt. Sicher wird mit großem Abstand nicht jeder der nach einem Pilz angefragt hat diese Diskussionen verfolgen aber einige dann eben doch. Und denen geht es dann wahrscheinlich wie mir - man ist fasziniert! Was will ein Forum mehr?


    Natürlich schüttelt es mich auch oft über die alten Flatschen die man sieht, natürlich sitze ich auch ungläubig vor meinem PC wenn ich lese, dass um die Bestimmung eines Pilzes gebeten wird und noch bevor dieser bestimmt worden war wurde er bereits verspeist (also da bin ich auch oft versucht entsprechende Kommentare zu verfassen). Aber auch da denke ich, man sollte genau hinschauen wer dies ist und dann erst den Kommentar verfassen. Und wenn vor mir bereits zwei andere User einen entsprechenden und korrekten Kommentar abgegeben haben, dann lasse ich es sein.
    Das Pilze generell nicht zum Verzehr frei gegeben werden ist mit Sicherheit kein Problem - dies wird überall so gehandhabt und nicht nur bei den Pilzen. Und wenn jemand Bedenken hat einen Speisepilz deswegen konkret zu bestimmen, der kann ja auch schreiben "Vergleiche einmal mit" oder so ähnlich.


    Und dann gibt es ja auch immer wieder die Diskussion mit den wissenschaftlichen Namen. Klar, auch für mich wäre es toll und oft viel leichter wenn ich mit den deutschen Namen arbeiten könnte. ABER, ich komme ja eigentlich mehr aus der Ecke der Pflanzen, ohne die wissenschaftlichen Namen ginge es gar nicht - die müssen unbedingt und zwingend sein. Und manchmal klappt es ja auch, dass hier zusätzlich noch der deutsche Name oder aber auch zusätzlich der wissenschaftliche Name ;) angegeben wird.

    So, und jetzt habe ich ewig viel geschrieben und wollte doch eigentlich nur sagen, so wie es hier läuft, auf einem, zumindest nach meinem Dafürhalten, sehr hohem Niveau bei dem aber trotzdem auf die Belange, Bedürfnisse und den Kenntnisstand aller User sehr verantwortungsbewusst eingegangen wird, auch wenn es sehr selten bei jedem und auf allen Seiten einmal menschelt, ja da fühle ich mich total wohl. Einfach nur ein: Weiter so!


    Liebe Grüße


    Maria

    Danke Wolfgang,


    dann könnten dies also vielleicht doch Kammerdsterne sein, dies war ja unsere erste Vermutung. Ich bin einmal neugierig was Stefan sagen wird.


    Liebe Grüße


    Maria


    P.S.: Würde mich einfach nur einmal so interessieren - kommt dies eigentlich öfter vor, dass verschiedene Erdsterne zusammen am selben Fleck wachsen?

    Hallo Stefan,


    hätte ich mir ja eigentlich denken können, dass da ein paar Exemplare in Deinem Korb gelandet sind :)

    Ich habe bei meiner Recherche Fotos von Erdsternen mit einem solchen Peristom gefunden, aber ohne weiteren Text dazu (nur der wissenschaftliche Name) und wenn ich dann weiter suchte fand ich nicht wirklich etwas was auch ich Laie und der englischen Sprache nicht perfekt mächtigen verstanden hätte. Ich bin total gespannt :)


    Liebe Grüße


    Maria

    Danke Beli


    Die beiden von dir genannten habe ich mir auch durchgelesen aber irgendwie, ich weiß nicht ... für mich Laien passt da zu vieles nicht wirklich. Sandig ist der Boden dort übrigens überhaupt nicht. Es ist eine zwar dünne aber doch recht fette Humusschicht auf dem Kalkstein. Mmmh - wobei mir gerade kommt, dass neben der Fundstelle auch der Quendel, Dost usw. wächst mmmh, vielleicht ist die dünne Erdschicht dort doch nicht so fett ...


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Lieben,


    am Mittwoch haben Stefan und ich Erdsterne gefunden die irgendwie anders waren (ab hier kann man mehr dazu lesen). Ich glaube, bin mir aber nicht sicher, Stefan hat von diesen Erdsternen keine Exemplare fürs scharfe Glas mitgenommen oder vielleicht doch? Naja, ich bin einfach total neugierig welche Erdsterne dies sein könnten und komme in der mir zur Verfügung stehenden Literatur oder im Internet nicht wirklich weiter.


    Fundort war in einem Mischwald mit überwiegend Fichten und etwas Rotbuchen auf sehr kalkhaltigem Boden. Unmittelbar dort wachsen auch die Gewimperten Erdsterne und die Kleinen Nesterdsterne und, so glaube ich zumindest, die Kamm-Erdsterne. Was aber sind dies für Erdsterne? Aufgefallen ist mir, dass die Lappen irgendwie "fransig" waren.












    Vielen Dank für Eure Hilfe


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Pablo,


    es gab dort an zwei Stellen Erdsterne die anders waren als die Gewimperten oder die Kleinen. Ich hänge jetzt einfach noch einmal zwei Fotos an.

    Dieses hier ist einer der Pilze der ersten Stelle. Ich weiß nicht, aber dies könnte doch der Kammerdstern sein - oder?




    Nee - von der zweiten Fundstelle habe ich doch kein Foto bei dem das Peristom anders aussieht wie bei dem weiter oben gezeigten Foto - man kann vielleicht Furchen erahnen aber richtig klar sind die nicht - die sind alle mit einer Art "fusseligem Pulver" bedeckt. Was könnte das denn evtl. noch sein? Wäre ja ein Ding - 4 verschiedene Erdsterne an einem winzigen Fleck.


    a



    Liebe Grüße


    Maria

    Dann darf also gehofft werden, daß noch Bilder vom inzwischen größeren Bart kommen?

    Hallo Peter,


    von diesem hier wahrscheinlich nicht, außer die wachsen auch im gefrorenen Zustand weiter. Aber die Dornigen Stachelbärte wachsen hier in der Gegend anscheinend häufiger, zumindest habe ich in diesem Jahr über 10 gefunden, darunter auch wesentlich größere. Nächstes Jahr, sofern ich wieder welche finde, poste ich gerne auch einmal hier im Forum Fotos.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Murph,


    bei uns hier hat es ja auch nicht geregnet aber wenn ich Bilder wie Deine sehe, dann denke ich, dass wir hier, in Altmühlfranken, noch sehr glimpflich davon gekommen sind.

    Sehr nachdenklich


    Maria

    Mittwoch - Heumöderntal


    Und plötzlich war er da, der letzte Tag von Stefans Besuch - viel zu schnell war die Zeit vergangen. Wir blieben dieses Mal in Treuchtlingen und besuchten ein ganz kleines Stück des Heumöderntales. Auch hier gab es kaum noch Pilze aber ein paar schöne Sachen fanden wir da schon - finde ich zumindest.


    Los ging es gleich neben dem Parkplatz mit "meinem" Rotbuchenholzstammstapel ;) (solche Wortkombinationen gibt es auch nur in der deutschen Sprache). Dort findet man eine unglaubliche Vielzahl verschiedenster Pilze so unter anderen die nächsten zwei Pilze.



    Gestreifte Teuerlinge (Cyathus striatus) - leider ist keines der Fotos so richtig scharf geworden




    Dorniger Stachelbart (Hericium cirrhatum)
    (Hier habe ich ein wenig geschummelt da ich am Mittwoch diesen Pilz nicht noch einmal fotografiert hatte. Das Foto habe ich zwei Wochen vorher gemacht)




    In der Überschrift schrieb ich ja, dass Klettern nicht angesagt war aber das es durchaus sportlich war. Auf dieser missglückten Pilzfotografie sieht man was ich meinte - die Hänge sind hier zum Teil, naja oft, schon eine kleine Herausforderung, da bleibt man gerne auf den quer verlaufenden schmalen Pfaden oder gleich auf den Wegen.




    Wir fanden wunderschöne Buchenschleimrüblinge




    Natürlich die verschiedensten "Rinden-Pilze" Bei dem hier habe ich alles vergessen was der Stefan evtl. dazu gesagt hat, aber irgendwie war der einfach toll.




    Und die hier gefallen mir persönlich jedes Mal - ich denke der Großsporige Gallertbecher (Ascocoryne cylichnium) Fleischrote Gallertbecher (Ascocoryne sarcoides)

    Natürlich gab es noch viel mehr der diversen Pilze an Holz, ich erinnere mich z. B. an Judasohren, Kreiseldrüslinge und so etwas, aber ich denke dies genügt, denn, es kommen ja noch mehr Pilze.




    Ganz begeistert waren wir beide wieder einmal von den Spechttintlingen.




    Und dann kamen wir in meine absolute Lieblingsecke dieses Waldstückes. Hier fanden wir, zum Teil nebeneinander, drei verschiedene Erdsterne - so schön :)
    Allerdings muss ich hier etwas schummeln, denn die Fotos der ersten beiden Erdsterne sind vor zwei Wochen entstanden - ich habe einfach keine Fotos gemacht da ich da schon so viele habe - blöd aber auch.


    Gewimperter Erdstern (Geastrum fimbriatum)




    Kleiner Nesterdstern (Geastrum quadrifidum)




    Und dann fand Stefan genau dort noch eine ganze Reihe eines weiteren Erdsternes, was mich unheimlich gefreut hat, und dies war dann der

    Kamm-Erdstern (Geastrum pectinatum)




    Und jetzt muss ich etwas ausholen, denn der nächste Fund war so unglaublich schön für mich, dass ich immer noch grinse.

    Vor einem Jahr fand ich genau in dieser Waldecke den Orangefarbener Wurzelbecherling der dann mikroskopisch von Thorben als Sowerbyella imperalis bestätigt wurde. Doch dann kam der Harvester und die Trasse führte genau über die Fundstelle. Dies erzählte ich Stefan, auf der Trasse/damaligen Fundstelle stehend, vor Ort und wie traurig ich darüber wäre, dass ich ihn in diesem Jahr nicht wieder gefunden hätte. Stefans Blick schweifte an unseren Füssen vorbei und dann kam ein: "Na da ist er doch!"
    Tatsächlich, neben der Harvester-Trasse standen drei Fruchtkörper - er hat überlebt! Ich kann Euch gar nicht sagen wie glücklich ich darüber bin :)


    Prächtiger oder auch Orangefarbener Wurzelbecherling (Sowerbyella imperalis)





    Am Schönsten an diesen ganzen Tagen waren für mich aber nicht die Pilze, am Schönsten war es einen unglaublich netten Stefan persönlich kennen lernen zu können und mit zwei wirklich tollen Freunden zusammen zu sein. Auch zu erleben, dass auch andere, genau wie ich, einfach nur noch entzückt sind und auch den 25. Spechttintling noch fotografieren müssen - Stefan, unsere Spechttintlings-Fotos ähneln sich doch auffällig häufig :D . Es war einfach nur toll!!!

    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Maria,

    Mal Pilze beiseite , auf dem Radweg in Talmitte unter den 12 Aposteln bin ich auch schon mal durchgerollt.

    Weckt Erinnerungen...

    Gruß

    Norbert

    Vielleicht kennst Du ja dann auch den 13. Apostel Norbert - echt empfehlenswert :)

    Liebe Grüße


    Maria

    P. S.: Der 13. Apostel ist eine "berühmte" Lokalität am Fuße der 12 Apostel, eine Felsformation im Altmühltal.

    Oh ja Pablo, die Gegend hier ist wirklich unfassbar vielfältig und schön.

    Naja, am Dienstag haben wir schon ein wenig mehr unternommen aber das Wetter war wirklich besch ... eiden. Und genau deswegen habe ich persönlich auch kaum Fotos gemacht - die habe ich ja bei strahlendem Sonnenschein im Laufe des Jahres schon reichlich geschossen und auch gepostet. Ein paar Pilze haben wir natürlich auch gefunden - die für mich fotogensten/schönsten Sparrigen Schüblinge zum Beispiel ...

    Einige dieser Gestielten Boviste hat Stefan ja mitgenommen - mal sehen was er heraus bekommt :).

    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Gerd,


    einen Urlaub hier kann ich nur wärmstens empfehlen! Und es sind ja nicht nur die Pilze - so unglaublich viele eher seltene Pflanzen (wenn ich da nur an die ganzen Orchideen denke), oder die Tiere, Gämsen, Goldschakale, die ganzen Vögel, vor allem aber die Insekten. Ich weiß gar nicht wie oft ich über meine fb-Seite schon geschrieben habe "Ich bin hier nur noch am ausflippen!" Und dann der Abschluss einer Exkursion in einem der vielen Bademöglichkeiten (am Hahnenkamm gibt es ja auch Seen) mit einem anschließenden Bier - herrlich :)

    Unheimlich schön fände ich es, wenn ich vorher kontaktiert werden würde. Ich habe diese paar Tage wieder einmal festgestellt wie schön es doch ist mit Gleichgesinnten durch die Natur zu streifen :)

    Liebe Grüße


    Maria

    Montag - Brombachsee mit Überleiter und Fränkischer Sandachse


    Seit ich hier in Treuchtlingen lebe bin ich von der Vielfalt der Habitate in einem Umkreis von 20 - 30 Kilometern nur noch begeistert. Treuchtlingen liegt in einer breiten Schleife der Altmühl direkt am Hahnenkamm. Der Hahnenkamm ist ein Ausläufer der Südlichen Frankenalb mit mehreren Bergen. In der ganzen Gegend ist der Boden kalkhaltig bis sehr kalkhaltig, es gibt Trockenrasen, Halbtrockenrasen, Moore, Auenähnliche Gebiete und Mischwald der allerdings überwiegend aus Rotbuchen besteht, aber eben nicht nur. Man findet genauso Eichenwälder, manchmal vermischt mit Hainbuchen oder reine Fichtenwälder, oder ....

    Geht man nördlich stößt man auf das Fränkische Seenland. In den ca. 20 Kilometer bis dahin nimmt der Kalkgehalt ab und der Boden wird zunehmend oberflächenversauert. Auf der anderen Seite des Brombachsees beginnen dann zunehmend die eher sauren Nadelwälder. Und es gibt direkt am See z. B. die Fränkische Sandachse, aber es gibt auch Moore und noch vieles mehr.

    Am Montag verbanden wir nun ein ganz klein wenig Sightseeing mit den Pilzen wobei ich gleich sagen muss, Pilze fanden wir dort in der ganzen Gegend nicht wirklich viele.


    Zunächst fuhren wir zum Überleiter:


    Herbstlorchel (Helvella crispa)





    Ohrlöffelstacheling (Auriscalpium vulgare)





    Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen wie viele Hüte dran glauben mussten nachdem mir Stefan gezeigt hatte woher der Name "Dehnbarer" kommt - einfach nur faszinierend ;)




    Röhrige Keule (Macrotyphula fistulosa)





    Und schließlich fanden wir auch noch wunderbare Trompetenpfifferlinge die wir getrocknet geschwisterlich teilten :)




    Es ist auch im Herbst wunderschön hier - ein Teil des Großen Brombachsees




    Stefan fand dann noch ein paar für ihn interessante Pilze von denen ich keine Fotos habe.

    Auf einem kleinen Stück der Fränkischen Sandachse standen dann aber auf einmal eine ganze Ansammlung von Gestielten Bovisten die mich total faszinierten.

    Da würde mich sehr interessieren welche dies sind.





    Dienstag - Nebel, Regen, Kälte .... Wie gut dass es ein Mikroskop gibt ;)


    Ganz ehrlich? Das Wetter war so ungemütlich, dass wir nach ein paar kleinen Sehenswürdigkeiten lieber in die warme Stube zurückkehrten. Ein wenig kann man es vielleicht auf diesem Foto (entstanden auf den Zwölf Aposteln - Michel war ja nicht dabei ;) ) erahnen.




    Am letzten Tag, dem Mittwoch, wurde es dann wieder interessanter - für mich auf jeden Fall. Aber das poste ich morgen.


    Liebe Grüße


    Maria

    Danke Claudia, Peter und Joe


    Drei Tage in wieder anderen Habitaten kommen ja noch und wenn das Chorwochenende vorüber ist, ist dann da ja auch noch der Stefan und vielleicht kann auch der Michl, obwohl er ganz neu im Forum ist, noch etwas beisteuern - die zwei haben den Sonntag bestritten, ich konnte da nur noch, beinahe nichts verstehend, hinterherhecheln ob der ganzen mykologischen Diskussionen und wissenschaftlichen Fachbegriffen zwischen den beiden ;)
    Es war echt toll und wir drei haben uns unheimlich gut verstanden und vor allem ich unglaublich viel gelernt.


    Liebe Grüße


    Maria

    Ich mache dann einfach einmal weiter ...


    Allerdings habe ich gestern einen Pilz vergessen der mir persönlich unheimlich gut gefallen hat und den ich am Samstag das erste Mal gesehen habe - die Hasenpfote (Coprinopsis lagopus).






    Sonntag - Bieswanger Wald


    Michel "entführte" uns dieses Mal in die östliche Richtung (am Samstag waren wir westlich von Treuchtlingen) in den Bieswanger Wald. Dort fanden wir dann doch noch eine erstaunliche Anzahl unterschiedlichster Pilze. Leider habe ich die meisten dieser Pilze nicht fotografiert - ich hatte schlicht beschlossen, dass mich die ganzen Risspilze, Ritterlinge, Cortinarien und was auch immer, an diesem Tage leicht überfordern (die Nacht war kurz ;) ) und ich mich lieber auf einige wenige Pilze konzentriere.



    Mönchskopf (Infundibulicybe geotropa)




    Runzelige Koralle (Clavulina rugosa)




    Tja - ich erinnere mich an Ramaria ;)




    Stinkender Erdwarzenpilz (Thelephora palmata)




    Zitterzahn (Pseudohydnum gelatinosum)




    Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica)




    Einen Ritterling habe ich dann doch fotografiert: Bärtiger Ritterling (Tricholoma vaccinum)




    Fichtenzapfenrübling und Mäuseschwanz-Rübling im Vergleich




    Was mich am Meisten faszinierte waren diese Erdsterne die bereits vor vier Wochen, als ich sie das erste Mal fand, so aussahen - vielleicht die Rotbraunen?




    So, dies waren jetzt erst einmal meine Fotos vom Sonntag - nun fehlen "nur" noch der Montag, Dienstag und Mittwoch :)


    Liebe Grüße


    Maria