Beiträge von Felli

    Servus,

    Bei meiner letzten Tour nahm ich mir Proben von Himbeere(abgestorbene Stängel) und vermutlich eines Ampfers mit.

    Als erstes der Himbeerstängel, hier hat sich allerhand entwickelt, darunter auch diese beiden Hyphomyceten/ NFF.

    Nr.1

    Hier vermute ich eine Helminthosporium -Art

    Die Sporen sind 60-65 x 10-12µ mit bis zu 10 (Pseudo)Septen. Sie werden an der Spitze und seitlich an der Konidiophore gebildet. Apikal sind sie hyalin , ansonsten grau-braun.




    Nr.2

    Das Zweite auf Himbeere hat starke makroskopische Ähnlichkeit mit Brunnipila clandestina

    - nur dass keine Asci sondern Konidien zu finden waren.

    Die Haare entsprechen denen von Brunnipila!


    Konidien: hyalin, ca 25 x 2µ, meist mit 2 Septen, und einem seitich abstehenden " Apikulus" am basalem Ende

    s.Pfeile

    Kennt das jemand von euch oder habt ihr das auch schon mal gesehen?

    Grüße

    Felli

    Servus,

    Nun hab ich ein wenig Zeit gehabt und mir den Enziastängel nochmals angeschaut.

    Und diese hübsche Nebenfruchtform ( vom Eingangsbeitrag) ist ein Heteropatella-Stadium und gehört wahrscheinlich zu Heterosphaeria patella.


    Schnitt


    Randpartie


    Einzel-Ascus, unreif, in IKI rot reagierend

    4 Heterosphaeria cf patella +IKI.jpg

    Leider muß ich ein cf. dahinter stehen lassen, da die Hauptfruchtform ja nicht reif ist, und es auch noch H. alpina ( Enzianstängel??)........und andere gibt.


    Grüße

    Felli

    Servus Claus,

    Find ich klasse wie du das alles dargestellt hast==Pilz25

    So kann man das wunderbar nach vollziehen


    Grüße

    Felli

    Servus,

    auf einem vorjährigen Enzianstängel fand ich 3 Pilzchen:

    Hier alle auf einmal

    -ich denke das Langgestreckte ist ein Sclerotium- aber von was ?

    aufgeschnitten


    Auf diesen Sclerotien ( der ganze Stängel war voll damit) vermutlich

    Botrytis cf. cinerea

    Konidiophore x 400:

    800-1000 x 10-12µ, braun, verzweigt, septiert. Spitze hyalin, Sporen in Trauben

    Sporen: 11-13 x 4,5-5µ


    Und dann dieser hier, der an Leptosphaeria / Leptospora erinnert. Evtl eine NFF von genannten Arten ?

    Oder aber möglicher Weise eine Ceriospora


    Fruchtkörper gewässert, aufplatzend und teils kronenartig aufreißend

    Fruchtkörper mit Sporenausstoß

    Excipulum

    Konidiophoren in Kongorot


    Sporen 15-28 x 2-3µ, mit bis zu 35µ langen zugespitzten Anhängsel ( basal?),

    auch mit kurzem 10-20µ langem (apikal?) Anhängsel


    Irgendwelche Ideen?



    Grüße

    Felli

    Servus,

    dank euch Beiden für die Komentare,

    da war ich ja auf dem richtigen Weg wie mir scheint.

    Mit welchem Schlüssel hast du denn gearbeitet?

    Ich hab ´s mit Gröger und Ludwig versucht


    Wenn man sich die von Andreas zitierten Abbildungen ansieht, ist das Aussehen nicht so daneben

    der Rest an Bildern der im Internet kursiert sieht aber schon etwas anders aus.

    Möglicher Weise ist die graziele Art bei meinem Fund der Feuchtekammer und dem Substrat geschuldet.

    Das man aber keine weißen Flocken am Hut oder Stielbasis sieht -

    naja, das kann wohl dann auch vorkommen.:/


    Kann aber gut sein, dass das eine mögliche ähnliche Art ist, die vielleicht noch nicht beschrieben wurde

    An eine neue Art ==3 glaub ich jetzt erstmal nicht.


    Grüße

    Felli

    Servus Miteinander,

    auf vorjährigen Kraut -Stängel ( evtl einer Ampfer-Art) wuchs in der Feuchtekammer ein Tintling heran,

    den ich nicht ganz zuordnen kann.

    Die mikroskopischen Merkmale sprechen m.M.n. für Coprinellus flocculosus.

    Das makroskopische Aussehen und Statur eher nicht.


    Jung:



    Ausgewachsen :

    4cm hoch, Stiel weiß, glatt, Basis zylindrisch, keine Kaulozystiden gesehen


    Hut mit bräunlichen Velumschuppen, Rand leicht gerieft, blasser als die Hutmitte


    Lamellen mit deutlich erkennbaren Cheilo- und Pleurozystiden

    Basidien 4-sporig


    Velum-ausschnitt

    x 400


    Cheilozystiden blasig -ballonförmig

    x 400


    Pleurozystiden auch langgestreckt

    x 400


    Sporen: 14-16 x 8µ, dezentraler, 1,5µ breiter Keimporus

    x 1000

    KOH 3%


    Ist das jetzt Coprinellus flocculosus?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Gerade wollt ich auf Beli´s Antwort eingehen

    Physarum vernum , passt auch makroskopisch

    Bei P. vernum müßten Kalkknoten im inneren sein, da hab ich keine gesehen

    hier noch ein aufgeschnittener Frkp.


    dann kommt noch eine Art ins Spiel:/

    Diderma niveum raus, da sich die Sporocarpien bei deiner Kollektion nicht gegenseitig durch sehr engen Wuchs verformen, sondern sie durchgehend eher rundlich sind.

    Also Jan-Arne, da fehlt mir die Erfahrung!

    Hier nochmal ein Bildchen der Kollektion


    Ob jetzt die Bewarzung der Sporen dicht- oder weitstehend ist ??

    Die Bilder von der Ornamentation bekomme ich leider nicht besser hin, so dass man das wohl nicht eindeutig klären könnte - sorry

    aber danke euch Beiden - da werd ich nochmal ein wenig lesen müssen


    Grüße

    Felli

    Servus Malone,

    Deine Raupen solltest du evtl. auch mit Schlehenblätter füttern,

    die sehen mir irgendwie wie die Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge aus.

    Grüße

    Felli

    Servus Claudia,

    Naja, immerhin hat sich der Verdacht auf Peziza dadurch bestätigt;)

    und wenn du einfach mal von glatten Sporen ausgehst ?

    Kannst ja mal ein wenig schlüsseln, ich denke da wird`s Richtung P. granularis gehen, aber so richtig passt das wahrscheinlich nicht,.

    Wie gesagt eine unreife Peziza - wird wohl unbestimmbar sein.

    Grüße

    Felli

    Servus Claudia,

    Jetzt fehlt nur noch der letzte, der Plattpilz mit den großen Sporen und dem auffälligen Innenleben.

    Der wird wahrscheinlich auch unbestimmt bleiben.

    Ich halte ihn zumindest für eine , leider unreife, Peziza.

    Es gibt da ein paar die an krautigen Substraten wachsen können/ -nicht müssen!-

    Teste doch mal mit Lugol o. Melzers.

    Waren da überhaupt keine farbigen Guttulen in den Paraphysen ?


    Grüße

    Felli

    Servus Ihr Beiden,

    Schöne Sachen habt ihr da wieder mal.==Pilz25

    Und auch als Inspiration erstklassig dargestellt.

    Wenn ich das nächste mal ans Wasser geh werd ich mir die Rohrkolben auch mal genauer anschauen.


    Grüße

    Felli

    So, nach dem ich mir jetzt alles Mögliche angeschaut und durchgelesen hab bleibt es für mich endlich mal ein reifer S. citrinus mit korrekt ausgebildeten Ornament.

    Und das cf werf ich in die Tonne.


    Eins würd ich gern noch wissen, wer setzt eigentlich die "Erledigt-Häkchen" hinter den Thread?


    Grüße

    Felli

    Servus Wilfried,

    Ich denke doch, dass da eindeutig Tröpfchen zu erkennen sind. Hat L. virgineum die nicht

    so kleinere Guttulen in den Sporen kann L. virgineum schon auch haben ( zumindest sah ich das schon bei meinen Aufsammlungen so)

    Wie groß sind die Sporen denn ?

    Wie sahen die Paraphysen aus? Waren die auch guttulat ( größere Tropfen)?

    falls das alles sonst passt -

    Die Haarspitzen sprechen schon für L.subvirgineum.


    Grüße

    Felli

    Diese Cercophora lässt mir auch keine Ruhe,

    Ich hab mir jetzt nochmal den Hals angeschaut und kleine Schuppen gefunden.

    reicht das denn aus um den Pilz C. anisura zu nennen?


    Hier in Kongorot - unterhalb der Messscala sieht es so aus als wären die Schuppen pallisadenartig angeordnet

    Und hier noch einmal im Quetsch-zustand

    Scala 1:1


    Grüße

    Felli

    Servus Nobi,

    die EINS würde ich gern mit Paratrichophaea, Trichophaea oder Trichophaeopsis vergleichen.

    Ich wüßte jetzt nicht welcher Pilz aus den genannten Gattungen solche Haarbasen aufweißt. Trichophaea hat außerdem guttulierte Sporen, und Paratrichophaea hat zusätzlich noch größere Sporen.

    Hier noch mal 2 Bilder der Haarbasen


    z4 Cheilymenia 1 blass.jpg


    Und bei Cheilymenia spec. bitte die reifen Sporen unbedingt in Baumwollblau untersuchen!

    Die feine Oberflächenstruktur kann man sonst höchstens erahnen.

    Hab ich doch gemacht ( sogar erhitzt!), nur sieht man auf den Bildern halt so gut wie nichts;)



    Wie vorher schon erwähnt, sind hier die Sporen teilw. ganz ganz ganz fein warzig-runzelig rau.


    Inzwischen denke ich dass beides das Selbe ist und sich die Schleimhülle und die Paraphyseninhalte je nach Alter/Entwicklungsverhältnisse auflösen.


    Die VIER schaut makroskopisch sehr nach Pseudombrophila theioleuca aus (Milchkaffeefarbe)

    Die vier ist die Nr. 3 ;)und die Farbe täuscht etwas durch das Kunstlicht des Binos Hymenium war grau-rosa.



    Grüße

    Felli

    Servus,

    nun hier die

    Nr. 4 auf Hirschköttel

    Leider war es nur ein Fruchtkörper und den hab ich ein paar Tage zu früh untersucht.

    Er war noch nicht ganz reif, deshalb das CF am Ende.


    Apothecium 1,5mm, orange, stark behaart.

    Entwicklung innerhalb 3 Tagen




    Asci: 180 x15µ, IKI- , Haken +

    Sporen: 16-19 x8-9(10)µ, glatt, zylindrisch-ellipsoid,

    Paraphysen: fädig x 5, mit orangem Graunulat innen.


    Randhaare - 600 x10-25µ

    Kreuzhaare unregelmäßig, mit 2- 7 Seitenarmen.

    Sehr ähnlich der Haare von Ch. parvispora

    Auf Grund der kleineren Sporen schliesse ich Ch. stercorea f. stercorea aus.

    Leider muß ich das auch mit meinem Favoriten C. parvispora tun.

    Denn der hätte noch viel kleiner Sporen.


    Schließlich bleibt nur

    Cheilymenia stercorea forma alpina cf

    übrig.


    Grüße

    Felli

    Servus Christoph,

    Servus Felli,


    nein, Lophiostoma macrostomoides ähnelt mehr Lophiostoma caulium agg. und hat siebenfach septierte Sporen.

    Da hast du mich wahrscheinlich falsch interpretiert,

    meine Aussage:

    Das könnte dann dieThyridaria/Lophiostoma macrostomoides sein.

    Bei diesen Namensänderungen............. ?(

    Bezog sich auf die Angaben von Daniela in diesem Zitat: "bekomme dort für L. macrostomum ein völlig andere Beschreibung (Braune, mehrfach septierte Sporen). Das einzige das passt sind die Sporenmaße. ==Gnolm22"

    das passt zu Thyridaria

    T. macrostomoides


    Zurück zu Lophiostoma.

    Im Buch von Björn wird für L.macrostomum als Substrat lignicol(Buche) und Sporen Größen von 33-40 x5,5-7µ angegeben, also wesentlich größer als die von mir gemessenen Sporen.

    Passen aber natürlich zum Fund von Daniela.


    Mal sehn was sie noch rausbekommt.

    Grüße

    Felli

    Servus,

    vor 5 Tagen schaute ich mir noch einmal die Schafsköttel an die ich von vor einem halben Jahr aufsammelte.

    Ich war überrascht was da noch so alles wächst.

    Z.B fand ich diese Saccoboli, die ich auch schon vor einem halben Jahr als S.citrinus CF. ablegte.



    Apothecien erst hell goldgelb, später weiß ohne Gelbtöne.

    0,2-1,5mm. Sporen (18)19-21 x (8)9-10µ, deutlich warzig- labyrinthisch-warzig,

    Enden manchmal abgestutzt - leicht abgeflacht - oder auch nicht, dann breit abgerundet.

    Cluster 50-52 x16µ,

    Sporen- Anordnung nach v. Brummelen Pattern1

    Ascus:110-130 x20µ


    Nach 5 Tagen ( also heut) sahen die Pilzchen so aus:

    Es fehlen sämtlich Gelbtöne!


    Und die Sporen haben ein schönes Ornament



    Und jetzt die Fragen:

    Ist das S. succineus (Apo-Größe sowie Ascuslänge würden dafür sprechen)

    oder

    hat S. citrinus so ein Ornament ( meine bisherigen Funde jedenfalls nicht!)

    oder

    ist es ganz was anderes

    ???


    Grüße

    Felli

    Servus Daniela,

    ch habe z.Z. nur Chester & Bell und bekomme dort für L. macrostomum ein völlig andere Beschreibung (Braune, mehrfach septierte Sporen). Das einzige das passt sind die Sporenmaße. ==Gnolm22

    Das könnte dann dieThyridaria/Lophiostoma macrostomoides sein.

    Bei diesen Namensänderungen.............?(


    Abgesehen davon hab ich verm. das selbe Pilzchen ebenfalls auf Hortensie gefunden und auch als L.semiliberum bestimmt

    Hier meine Beschreibung:

    Perithecien/ Pseudothecien schwarz, 0,5-0,8 mm, rundlich, in der Epidermis eingesenkt, später unverdeckt aufsitzend. Hälse länglich abgeplattet. Asci: 115 x 12-15, IKI- , bitunicat, Paraphysen: fädig, dünn verzweigt, Enden 2µ breit. Sporen 28-34 x 5-6, 1x mittig septiert, mit mehren großen Guttulen. Umgeben von einer 0,5-1µ dicken Schleimschicht ( schwer zu sehen).

    Mit kleiner papillenförmiger Verlängerung an den Polen


    @ Christoph:

    Das Herbar liegt im Pilzverein


    Grüße

    Felli