Beiträge von Felli

    Servus,

    ich hab da ein kleines Problemchen mit einem Becherling,

    Gewachsen ist diese kleine Gruppe unter einer Solitärfichte über Kalk in der Nadelstreu.

    Auf den ersten Blick dachte ich an eine Peziza aus der P.-varia Gruppe.


    Die Mikroskopie - IKI-negative Asci, Sporen 14-16 x7-8µ, mit 2 Tropfen und fast netzigem Ornament, Medula aus Textura intricata, Excipulum aus rundlichen Zellen mit haarförmigen Enden

    brachten mich dann zu Sowerbyella.

    Allerings sollte die makroskopisch mehr gelb-orange Farben haben

    Schnitt

    Hymenium mit gebogenen Paraphysen

    Sporenornament in Baumwollblau



    und die IKI( Lugol)-Reaktion


    Alles in Allem würde ich den Fund als Sowerbyella radiculata aff. bezeichnen, auch wenn die Fruchtkörperfärbung etwas abweicht.

    Oder wie seht Ihr das?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    gelbe Flüssigkeit hatte ich in Feld auch schon geschaut aber nichts gesehe

    P.michelii hat eine farblose Flüssigkeit und davon nicht allzu viel ;) Das Fleisch ansich sollte etwas gelblich sein.


    ist das Excipulum, sollte doch eigentlich aus runde Zellen bestehen, ich habe hier vorwiegend eine Hyphenstrucktur mit zwischendurch große rundliche Zellen.

    Was hast du da fotografiert? :/


    Kannst du einen kompletten Querschnitt durch den Fruchtkörper machen ?

    So wie du es hier abgelichtet hast ergibt das für mich überhaupt keinen Sinn.

    Auch P. limnae hätte im Übrigen eine anderes Excipulum/ Medula( Fleischstruktur).


    Leider fehlt mir ein Vernünftiges Schlüssel für Peziza.

    Der Hohmeyer-Schlüssel ist immer noch sehr gut für Einsteiger.


    https://www.zobodat.at/pdf/Z-Mykologie_52_1986_0161-0188.pdf


    Was das Sporenornament angeht kommt das durchaus noch hin.


    Das heißt aber nicht, dass es P. michelii ist ! Diese Entscheidung kann ich nur dir überlassen.

    Grüße

    Felli

    Servus Mario,

    Die Sporenform passt nicht zu P.limnaea. Was wares denn für ein Fundort? so wie es aussieht ein Kiefernwald +/- trocken ?

    Ich denke die Sporengröße, Sporenform und die Sporenornamentation deuten auf Peziza michelii.

    Ist aber nur eine Idee! Kannst ja mal vergleichen

    Grüße

    Felli

    Hello Tori,

    thank you for all the additional information and pictures as well as the link.

    Unfortunately, I forgot to post Björn's result here (he came to the same result as you). Greetings

    Felli

    Servus Bläuling

    sehr schön, wo seid ihr unterwegs gewesen ?

    Falls die Keule auch schon Frost bekommen hat ist es möglich, dass sie die Farbe etwas verändert hat. Sollte man im Hinterkopf behalten wenns zur Bestimmungsarbeit geht.

    Grüße

    Felli

    Servus,

    Nachdem ja die Keulchen Hochsaison haben hab ich hier noch eine fleischrosa Kollektion.

    Früher hätte ich gesagt , ach ja, dass ist Cl. incarnata


    Hier erstmal die Sporen

    Basidien 4-sporig


    Aber jetzt gibs ja auch noch Clavaria messapica, die Zystiden in der Fruchtschicht haben soll.


    Und da ich so etwas gefunden habe kommen mal wieder Zweifel auf






    Was haltet ihr davon ?

    Grüße

    Felli

    Sevus Bernd

    Nur von einer hatte ich Foto und suboptimale Mikros gepostet (hier die Nr. 3 Magerwiese am Waldrand mit den Mikrofotos in späteren Posts).

    Ich hab mir deinen Post durchgelesen, und es ist durchaus möglich, daß das dieselbe Art sein könnte.

    zu der Clavaria, da habe ich den Eindruck, dass "krieglsteineri" immer so als Joker eingebracht wird

    Cl. krieglsteineri ist anscheinend die einzige breitkeulig apikal +/- abgerundete Clavaria, wenn C. tenuipes tatsächlich Synonym ist und auf Brandstellen vorkommt - naja


    Es ist wirklich schade, daß man heutzutage kaum mehr einen Pilz mit herkömmlichen Methoden bestimmen kann. :cursing:

    Grüße

    Felli

    Servus Sabine,

    Ist er in deinen Augen nicht spindelfüßig/wurzelnd/büschelig?

    Natürlich ist er

    - büschelig: -ok,

    - spindelfüßig: stell ich mir ja schon anders vor aber evtl. ganz leicht,

    - wurzelnd: eigentlich nicht.

    Soweit ich das weiß ( hab ihn im Original noch nie gesehen!) ist A. bohusii ein recht großer Pilz mit deutlichem spindelig- tiefwurzelndem Stiel und deutlichem dicken Ring.

    Was bei meinem Fund nicht der Fall ist.

    Hier ist der Ring dünn, fast fädig und sehr vergänglich wie man es bei den älteren Exemplaren sieht.


    Aber klar, ganz ausschließen kann ich überhaupt nichts. Da bin ich nicht tief genug in der Materie.

    Vielleich hat Ulla lamproderma ja ein passendes Bild zum veranschaulichen


    Grüße

    Felli

    Servus Uwe,

    Du kannst ja mal A.lanipes vergleichen.

    A.lanipes hatte ich auf Grund der nicht keulig-knolligen Stielbasis, den abstehenden Hutschuppen und dem unspezifischen Geruch ( lanipes soll doch nach Anis/Mandeln/Marzipan riechen) eigentlich ausgeschlossen;

    Aber wer weiß ich werd nochmal ein wenig nachlesen


    A.bohusii ist stark wurzelnd und wächst immer büschelig (20 Fruchtkörper und mehr im Büschel sind keine Seltenheit.).

    Servus Ulla

    Ja, so hab ich mir den auch vorgestellt, und ihn deshalb auch hier ausgeschlossen.

    Danke für deinen Erklärung :daumen:


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Ich schau mir normaler Weise keine Egerlinge i.w.S an.

    Dieser hier schien mir mit diesen Merkmalen aber doch lösbar.

    Doch nun weiß ich wieder warum ich diese Gattung mehr oder weniger ignorieren sollte.


    Das Büschel kam grade mal so aus der mit Schafsmist gut gedüngten Erde, es sah irgendwie nach

    Spitzschuppigen Schirmlingen(L.aspera) aus.


    aber auf der Unterseite natürlich nicht

    insgeheim hab jetzt ich auf Allopsalliota gehofft,

    Älter Fruchtkörper sahen so aus


    Im Stielschnitt schwach orange-rot. Zur Basis hin eher ganz schwach gelborange.

    KOH hat keine Reaktion hervorgerufen

    Basidien 4-sporig

    Geruch nicht unangenehm aber auch nicht spezifisch .

    Der Ring ist hängend aber sehr flüchtig


    Stiel unterhalb des Rings braun/ rotbraun-schuppig

    Stielfleisch-Verfärbung


    Leider waren die Cheilozystiden keulig - sonst wäre es ja einfach gewesen -

    Die Sporen sehen so aus.



    Für A. bohusii passen die Sporen nicht.


    Die Literatur die zur Bestimmung der Pilze nötig wäre besitze ich leider nicht.

    Vielleicht hat ja einer von Euch so einen schon bestimmt?

    Die ähnlichen Anfragen hier im Forum hab ich mir natürlich durchgelesen, daher mach ich mir eigentlich keine großen Hoffnungen auf eine Lösung.

    Getrocknet habe ich einige Fruchtkörper falls jemand einen Blick darauf werfen möchte.

    Die Makroskopie ist/war schon ein wenig außergewöhnlich.


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Auf einer Ausgleichsfläche - über saurem Grund wurde vermutlich ein Isarkies / Sand gemisch ausgebracht -so dass sich eine Magerrasengesellschaft aufbauen konnte. Hier fand ich 2 "Keulchen" die mich einige Zeit gekostet haben.

    Nr.1

    Dieser stand am Rande des Magerrasens in relativ großer Anzahl aber alle einzeln.

    Fruchtkörper bis 5 cm hoch und mit 2-6 mm relativ dick. Dazu kommt ein winziger Stiel der nur 0,5-1mm breit und deutlich vom, weißlich-graugelblichen Kopfteil unterschieden ist.

    Vom makroskopischen Aussehen



    Ein Sporenabwurf gelang eigentlich nicht, viele Sporen waren schon tot

    Die wenigen lebenden Sporenen maßen 7-9 x (5)5,5-6,5(7)µ


    Basidien 4-sporig

    Nach sehr langem Suchen fand ich dann doch noch Bogenschnallen an den Basidienbasen



    Alles in allem denke ich dass es sich hier um Clavaria tenuipes/ krieglsteineri handelt.

    Auf jeden Fall hatte ich so eine Keule noch nie.


    Nr 2:

    Endlich wieder ein schwarzes Ascomyceten-Keulchen

    Ein kleines Grüppchen kleiner schwarzer Keulen.

    Die Größten waren nur 2 cm hoch, die Stiele etwas heller und stark schuppig.

    Mein erster Eindruck und Arbeitsname war G.fallax.


    Nach der ersten Mikroskopie mit Sporen von 55-68 x5-6µ Größe und einem stark geschupptem Stiel

    glaubte ich an G. elongatum.





    Der Sporenabwurf passt allerdings nicht zu G. elongatum

    ( Auch das Habitat stell ich mir für diesen Pilz anders vor)

    Also neu schlüsseln





    Und als Ergebnis denke ich, dass das eine sehr außergewöhnliche

    Geoglossum umbratile sein könnte.


    Aber vielleicht kann mir ja jemand noch einen erhellenden Vorschlag geben


    Grüße

    Felli

    Servus Frank,

    Leider kenn ich mich mit braunen Ritterlingen nicht sonderlich gut aus. T.batschi war von mir mal ins Blaue geraten, deshalb auch die beiden Fragezeichen nach dem Namen.

    Mit braunen Ritterlingen tut sich wohl jeder schwer der nicht in einem Ritterlingsgebiet über Jahre nicht nur Ritterlinge sondern auch Erfahrung gesammelt hat.

    Tricholoma stans, mit glatter Huthaut, wäre vielleicht eine Möglichkeit.

    Grüße

    Felli

    Servus Christine,

    Die kleinen Pezizen auf Pferdemist stellen sich sehr oft als Peziza fimetii heraus.

    Aber ohne Mikro´s ist das halt nur Raterei, und selbst mit Mikromerkmale bekommst du meist kein 100% Ergebnis.

    Grüße

    Felli

    Servus Birgit,

    schön mal wieder was von dir zu lesen

    An meinem Standort ist sie im Augenblick auch seit Jahren wieder aufgetaucht.

    Ist das der Standort in den Lechauen/Kaufering ?

    toller Fund :daumen:


    Aber zu dem Fund hier:

    Die Spitzen von der Lentaria sind +/. einfach und sehr dünn, während die von der angegeben Koralle von oben doch verzweigt sind. Ausserdem ist doch die Lentaria fast einfarbig höchstens apikal leicht heller - oder irre ich mich?-

    Ein Blick durch´s Mikroskop würde auf jeden Fall helfen.


    Grüße

    Felli