Beiträge von Cortinarius

    Hi Matthias,

    das hatte ich nicht mitbekommen , ob wohl ich seit 2004 regelmässiger "PilzePilze" - Forianer war

    H.Impolitum und Depilatum sind so nah beieinander, dass das hier sicher auch denkbar wäre.
    Mir wäre 5 Minuten braten bei Röhrlingen, je nachdem wie dick die Scheiben geschnitten sind , auch zu kurz
    Bei der Pilzkontrolle in der Schweiz geben wir z.B. für Hexenröhrlinge 20 min Braten vor, das ist dann auf der ganz sicheren Seite 8o

    Gruss

    Uwe

    Hallo Schupfi,

    Die Sporen nimmst du vom Stiel in dem du die Cortina Reste abzupfst und in KOH 3% mikroskopierst

    Die Sporen verändern sich da nicht, das Ornament wird aber besser sichtbar

    Das Ornament muß dann beurteilt werden grob/feinwarzig , stark/schwach ,

    Gleichmäßig verteilt oder an eine Seite stärker

    Größe und Form

    Gruß

    Uwe

    Hallo Norbert

    Ich hätte da eine ockergelbe Velumzone am Stiel erwartet

    Leider sieht man den Stiel nicht von der Seite

    Mit der Annahme daß die Lamellen jung einen Blauton hatten, wäre das mal wieder

    Cortinarius delibutus

    Der Stiel kann, muss aber nicht klebrig sein

    Delibutus ist eigentlich kein richtiger Schleimfuss sondern ist genetisch recht nahe mit C.anomalus verwandt

    Mit dieser Sektion teilt er sich auch die subglobosen Sporen.

    Gruß

    Uwe

    Hallo Claudia,

    ich sehe da immer nur T.sciodes
    Sciodes hat im Gegensatz zu Bresadolanum einen +/-glatten Stiel

    Bresadolanum heist bei Ludwig "Gebändertstieliger Ritterling" , sein Merkmal ist der gebändert schuppig ornamentierter Stiel
    T.virgatum wächst im Nadelwald und ist brennend scharf, T.sciodes im Buchenwald und ist bitter und verzögert schärflich
    Gruss

    Uwe

    Hallo Wutzi,

    eigentlich wollte ich nicht antworten, weil mir die Bilder einfach nicht aussagekräftig genug sind
    Etwas näher dran, schärfer und mehr Ansichten, dann wäre es besser machbar
    Bei den Hautköpfen geht ohne die Lamellen Grundfarbe generell nichts.
    Du brauchts immer ein junges Exemplar, dieses solltes du auch von unten fotografieren


    1,2 und 4 kann gut alles C.semisanguineus sein

    3 könnte C.cinnamomeus sein , ist aber sehr unsicher

    5 das ockergelbe Velum deutet auf C.anomalus hin. aber die Stielbasis fehlt und die Oberseite ist zu wenig sichtbar
    6 vergleiche mal mit jungen C.laniger

    7 schwierig , solche gibt es viele

    8 das ist kein C.infractus , das ist ein Schleimfuss , wenn er richtig bitter war dann gehört er in die Ecke C.vibratilis


    Gruss

    Uwe

    Hallo,

    das verwechselt ihr was.
    Ich denke das ist Russula viscida, der Lederstieltäubling
    Testen kann man das einfach mit KOH , einfach ein wenig auf die braune Stielbasis geben, dann sollte es deutlich rot-braun werden
    Die Art ist extrem farbvariabel von rot über braun-grün bis rein-gelb, mit allen Mischformen

    Der Wieseltäubling, R.mustelina ist dagegen sehr farbtreu , immer ein mittleres wieselbraun und sieht aus wie ein Steinpilz

    Gruss

    Uwe

    Hallo Raphael, hallo Alle,

    das war eine grosse Überraschung und Freude, dich Raphael auf der Tagung der wissenschaftlichen Kommision der Schweizer Pilzvereine persönlich kennen zu lernen

    Jetzt noch ein paar Eindrücke von meiner Seite. Ich war zuvor noch nie hochalpin in den Pilzen unterwegs gewesen, das ist schon eine ganz andere Welt. Ich hatte gefühlt jeden Tag 3-5 Perser.

    Gleich am ersten Tag ging es in einen Grünerlen Hang auf ca. 2200m unterhalb vom Furkapass

    Das Pilze suchen in diesen Büschen an extrem steilen Hängen war ein echter Kraftakt.

    Russula alnicola war dort in allen Farbvarianten allgegenwärtig


    Deutlich seltener ist Pluteus alniphilus, ein Art die wohl ausschlieslich hochalpin in diesen Biotopen vorkommt.
    Bei Pilze Deutschland gibts es diese Art noch gar nicht, selbst für die Schweiz ist er nur 8-mal kartiert.

    Die Art zeichnet sich durch ihre extrem eingewachsen-fasrige, striate Huthaut aus.


    Ein Cortinarius darf auch nicht fehlen

    Natürlich gibt es an einem solchen Extremstandort nur kleinere Arten , aber immerhin eine echtes Phlegmacium mit Cortinarius moseri ( alnobetula)


    Ein Klassiker in solchen Habitaten ist Lactarius alpinus , Orange-gelber Gebirgsmilchling
    Diese Art hatte ich schon einmal im Schwarzwald gefunden, in Deutschland ist sie aber generell sehr selten


    Aus einem anderen Gebiet , aber auch auf Grünerle, stammt

    Crepidotus subverricisporus, mit dem schönen deutschen Namen "Engblättriges Rauhspor Stummelfüßchen"


    Am Alpweg stand Entoloma occultipigmentatum , Verborgenpigmentierter Glöckling
    Ludwig schreibt: In Deutschland vom Aussterben bedroht RL1


    Dann noch ein schönes Phlegmacium

    Cortinarius fulvoochrascens aus der Sektion "Riederi"


    So das wars schon.
    Es gab wenig Pilze, aber die, die es hatte waren dafür sehr spannend.

    beste Grüße

    Uwe

    Hallo

    beim zweiten sollte die ockergelbe Velumzone am Stiel etwas klebrig sein.

    Eventuell must du sie leicht anfeuchten.
    Dann wäre das ein Schleimfuss und zwar Cortinarius delibutus, Blaublättriger Schleimfuss

    C.varius hätte einen rein weissen Stiel.

    Gruss

    Uwe

    Hallo Frank

    Mit leichtem Mehlgeschmack wäre T.umbonatum denkbar

    Wir haben hier bei der Tagung in der Schweiz auch so eine Kollektion von fast weisshütigen .

    Normalerweise ist die Art grau-grünlich gefärbt und meist deutlich gebuckelt

    Meine Funde waren immer tief im Buchenlaub gesteckt und hatten lange Stiele

    Gruß

    Uwe

    Hallo Frank,

    bei der Nr.1 solltest du schauen ob sich an der Stielbasis blaue Flecken finden lassen.
    Das passiert sehr gerne.


    Nr.2 würde ich mit Tricholoma bresadolanum vergleichen. Eine Geschmacksprobe sollte bitter und scharf ausfallen


    Nr.3 kann gut ein geschuppter Seifenritterling sein. Das Röten wäre typisch dafür


    Gruss

    Uwe

    Hallo Karl,

    Danke für die detailierte Antwort. Den Artikel kenne ich,ich war ja auf der JEC-Tagung in Urbino mit dabei, allerdings habe ich die dort gefundene Kollektion leider nicht gesehen.

    Ich denke die Bestimmung klingt schlüssig, dann werde ich mal darauf achten, falls ich wieder mal Funde aus der Glaucopus Verwandschaft im Laubwald habe.
    beste Grüße

    Uwe

    Hallo Karl,

    schöne Funde und wieder ganz andere wie wir gerade beim Täublings/Milchlings Kurs in Hornberg hatten.

    Eine Frage zur Bestimmung des Phlegmaciums: Wie seit ihr auf C.scaurocaninus gekommen ?
    Ich sehe da hauptsächlich Buchenblätter und hätte den erstmal für C.magicus, Elfenring Klumpfuß gehalten.
    Mikroskopisch sind die beiden Arten ja nicht zu trennen. C.scaurocaninus soll ja vorwiegend bei Eichen vorkommen.
    Der deutlich häufigere C.magicus ist eine reiner Buchenbegleiter, der bei mir immer mal wieder auftaucht

    Waren da Eichen oder nur Buchen

    Eure Fruchtkörper zeigen deutliche Velumsreste auf dem Hut, das ist wohl ein Merkmal von C.scaurocaninus , kommt aber bei Magicus auch mal vor
    Ein Beispiel habe ich angehängt


    beste Grüße

    Uwe


    EIn magicus mit etwas Velum

    Hallo,

    ist das nicht einfach wieder Inosperma maculatum ?

    Wenn ich den gefunden hätte, wäre das meine erste Idee
    Derzeit häufig , speziell an Wegrändern ist er mir dauern aufgefallen

    Gruss

    Uwe

    Hallo,

    ich denke das was ihr hier zeigt, kommt den Funden vom Hias doch recht nah.
    Ich tue mich mit euren Bildern immer recht schwer, da ihr die Fraben so extrem verstärkt.
    Ich verstehe ja , dass das mehr hermacht wie Bilder von weitestgehen grau-braunen Pilzen, für die Bestimmung ist das aber kritisch

    Vielleicht sollte ihr überlegen, euren Workflow ( Photoshop) dahingehen etwas anzupassen speziell wenn es um Bestimmungen geht.
    Ansonsten sind eure Bildserien perfekt , weil jedes Detail zu sehen ist, aber eine realistische Farbbeurteilung ist einfach nicht mehr möglich:
    Mich würde schon noch interessieren wie die unbearbeiteten Bilder aussehen , falls ihr die noch habt.
    Falls ihr ein Exsikkat des Fundes habt mikroskopiere ich den gerne für euch, dann kommen wir vielleicht wirklich zu einer tragfähigen Bestimmung

    beste Grüße

    Uwe