Beiträge von Cortinarius

    Hallo nochmal,

    Eine mikroskopisch interessante Podospora hab ich noch auf altem Galloway-Dung gefunden.
    Die Perithecien sind eher schlank- konisch geformt und haben vereinzelte, dünnere Haare

    Die Sporenköpfe sind ca. 53 x 28 groß, die Pedicelle ungefähr gleich lang und deutlich keulenförmig
    Die Caudae beidseitig und sehr lang - siehe Bild

    Bei allem was ich so in der Literatur gefunden habe, passt irgendwas nicht richtig.
    Ich hoffe also auf wegweisende Tipps






    Hallo zusammen,

    die folgende Sporomiella würde ich gerne S.longisporopsis nennen oder kommt da nich etwas anderes in Frage ?

    Die Perithecien sind ca 0.5mm gross und rundlich bis leicht birnenförmig

    Die Sporen messen 84-91 x 12-14 um, die Keimspalten sind parallel , teilweise aber auch leicht schräg
    Die Sporenteile lösen sich leicht voneinander und sind recht stark eingeschnitten

    Die in Nobi und Peters Artikel in der MykBav beschriebene Rot-Verfärbung des Substrats konnte ich auch beobachten.
    Was mich etwas stört sind die etwas zu schmalen Sporen

    Hier ein paar Bilder


    beste Grüße

    Uwe

    Hallo zusammen,

    auf meinem Rehdung haben sich diese haarigen Teile gezeigt

    Die Qualität der Bilder ist leider suboptimal

    FK: weisslich, Form etwas becher- bis schüsselförmig, Durchmesser ca. 0,2 mm
    mit langen, prominenten Haaren , orange-gelb, dickwandig, septiert ( ca. 10-15 um dick , Wandstärke 2,5um)
    ASCUS/i keine erkennbar
    Sporen zig Tausende, oval.ellipsoid, sehr klein , hyalin leicht gelblich, 4,5-5,3 x 2,5 -3,0 um

    Jede Idee ist willkommen
    beste Grüße

    Uwe

    FK:


    Hallo Bernd,

    erstmal vielen Dank für deine tolle Arbeit.

    Wie schon besprochen fände ich toll, wenn das ganze Projekt noch weiter leben würde.

    Konkret heisst das, dass die Listen mit weiteren Arten ( auch solche die du noch nicht gefunden hast) ergänzt wird.
    Da ist hier sicher der eine oder andere bereit mitzuhelfen.

    Mein Vorschlag wäre diesen Thread oben "anzupinnen", dass es nicht imForen-Nirwana verschwindet.
    Vielleicht kann Climbingfreak oder ein anderer Admin das übernehmen

    beste Grüße

    Uwe

    Hallo zusammen,

    hier noch ein Beifang vom Reh.
    Ich hatte Thelebolus microsporus im Mik, und dann war da noch dieser Mini-Fruchtkörper als Beifang mit dabei

    Kugelförmig max. 0,1mm Durchmesser.
    Asci clavat kurzstielig, 8-sporig , 25 x 10 um, Sporen 6x4 dunkel


    Hat jemand eine Gattungsidee ?
    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen,

    diese Mini-Saccoboluse sind auf meinen Reh-Dung Kulturen aufgetaucht.
    Die weislichen Apothecien waren ca. 0,4mm gross
    Mit diesen Sporen-Cluster-Form hatte ich noch keine.
    Es kommen da ja nur S.globuliferrus und S.dilutellus in Frage
    Ich lande bei S.dilutellus.
    Seit ihr einverstanden, oder muss ich noch etwas überprüfen ?

    beste Grüße

    Uwe

    Liebe Dung-Pilz Freunde,

    jetzt ist der Dung-Pilz Kurs in Hornberg schon wieder eine gute Woche her.

    Mittlerweile sind alle Funddaten ausgewertet und es ist Zeit für einen kleinen Bericht.

    Wieder fanden sich 12 Gleichgesinnte in der Pilzlehrschau Hornberg zusammmen, um unter der Leitung von Björn Wergen,

    neues zu lernen und über dieses spezielle Thema zu fachsimpeln.

    Schon die Sichtung der mitgebrachten Kulturen war spannnend. Wir haben nicht gezählt, es kamen aber sicher über hundert Döschchen und Schüsselchen mit verschiedenstem Pflanzenfresser Dung zusammen.

    Neben den Standard-Proben war auch diesmal wieder etliches Exotisches am Start.

    Dung von 4 Kontinenten war zu bestaunen wie z.B. Wallaby aus Australien, Elch aus Usa (Alaska) , Kudu aus Afrika und noch vieles mehr.

    4 Tage wurde fleissig und konzentriert gearbeitet und so weisst die aktuelle Fundliste ganze 109 Arten auf, dass sind über 40 Arten mehr wie im letzten Jahr.

    Einige spezielle Arten wollen wir kurz vorstellen. Die folgenden Funde wurden im wesentlichen von Björn bearbeitet


    Starten wir mit einem Saccobolus auf Wallaby aus Australien

    Saccobolus gauthieri Faurel & Schotter, Literatur: Cahiers de La Maboké 3: 131 (1965)

    Ein Saccobolus mit einer speziellen Sporenornamentation, mit diesem Muster sind wohl nur 4 Arten bekannt nämlich Saccobolus beckii, tuberculatus, verrucisporus und gauthieri

    Über die Sporen- und Clustergrösse, Asci und Paraphysen kommt man zu S.gautheri. Diese Art wurde von Faurel & Schotter 1965 an Hadd eines Fundes aus Gabun beschrieben und ist wohl seither nicht mehr aufgetaucht.

    FK: 190 - 240µm diam., anfangs hyalin, dann blass gelblich.

    Sporen: (16.1) 17.1 - 18.9 (19.4) × (9.2) 9.3 - 10.8 (11.1) µm; Q = (1.6) 1.7 - 1.9 (2) ; N = 8. Me = 17.9 × 10 µm ; Qe = 1.8

    Cluster: 43.1 - 47.29 (47.3) × 18 - 18.5 µm; Q = 2.4 - 2.57 (2.6) ; N = 4. Me = 45 × 18.3 µm ; Qe = 2.5

    Asci 90-110(120)x30-35µm



    Auf Schweizer Schaf gab es Leucothecium emdenii Arx & Samson 1973. Literatur: Persoonia 7(3): 378 (1973)

    Die kleinen Fruchtkörper, Asci und Sporen im Lichtmikroskop sichtbar zu machen ist eine Herausforderung

    Nachdem klar war, dass die Sporen einen äquatorialen Rand haben, stellte sich die Frage, wie dieser genau aussieht, da wir uns nicht sicher waren, ob es nur einen Rand

    oder zwei sehr nahe beieinander liegende gibt.

    Die Sporen sind wahnsinnig klein, so dass viele Arten von Eurotium, Eupenicillium und Neosartorya ausgeschlossen sind. Worum handelt es sich also?

    Die leuchtend gelblichen Fruchtkörper wiesen wieder auf Eurotium hin, und auf eine weitere Gattung, Leucothecium, mit den beiden beschriebenen Arten L. coprophilum (ohne Rand) und L. emdenii (mit Rand).

    Wenn man alles mit L. emdenii vergleicht, passt das überraschenderweise ganz gut.

    FK: 100-170µm

    Sporen:(2.3) 2.35 - 2.6 (2.7) × 2.2 - 2.38 (2.4) µm x 1.7 - 2.0 µm; Q = 1 - 1.16 (1.2) ; N = 14. Me = 2.4 × 2.3 µm ; Qe = 1.1., rim 0.25 - 0.4 µm high.

    Asci: 6 - 7 x 4.6 - 5.0µm, 8sp.



    Das Schwarzwälder Lama direkt aus Hornberg brachte gleich zwei spezielle Arten

    Pseudoscopulariopsis schumacheri (E.C. Hansen) Sand.-Den., Gené & Guarro (syn.: Pithoascus schumacheri)

    Sporen: (9.1) 9.5 - 10.6 (10.8 ) × (2.8 ) 3 - 3.7 (3.8 ) µm; Q = (2.5) 2.7 - 3.2 (3.3) ; N = 12. Me = 9.9 × 3.3 µm ; Qe = 3. strongly dextrinoid.

    Asci: 16,3-18,57x10,8-13,06(13,1)µm, 8sp.


    Und ebenfalls vom Lama

    Westerdykella nigra (Syn: Preussia nigra).

    Auf "Pilz Deutschlands" ist die Art nicht gelistet.

    Es wäre interessant, ob schon mal jemand die Art gefunden hat ?

    FK: 60-80 µm Durchmesser, halb im Substrat eingesenkt

    Spore: (Teilsporen): (4.2) 4.3 - 4.9 (5.2) × (2.2) 2.5 - 2.89 (2.9) µm; Q = (1.6) 1.62 - 2 (2.1) ; N = 13. Me = 4.6 × 2.6 µm ; Qe = 1.8.

    Asci: (26.5) 26.51 - 34.65 (34.7) × (9.6) 9.62 - 10.6 µm; Q = 2.6 - 3.6 ; N = 5. Me = 31 × 10.1 µm ; Qe = 3.1.


    Auf New Yorker Weisswedelhirsch gab es Spumatoria longicollis, Lit: Welt & Heine 2006.

    Ein sehr seltene Art, die auf Dung von verschiedenen Tieren vorkommt

    Sporen: (19.3) 21 - 24 (24.8 ) × (4.1) 4.3 - 5.8 (6.3) µm; Q = (3.6) 3.8 - 4.9 (5.2) ; N = 6. Me = 22 × 5.1 µm ; Qe = 4.4.


    So das waren ein paar Spezialitäten, die wir alle noch nie vorher gesehen hatten.


    Jetzt einfach noch ein paar schöne Bilder von trivialeren Arten

    Pilobolus cristallinus und Ascobolus beckii von SandraB


    Von mir Ascobolus brassicae, erstaunlicherweise auf Reh


    Wie schon letztes Jahr waren es wieder intensive aber auch sehr lehrreiche Tage und ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei sein
    beste Grüße vom Bodensee


    Uwe


    PS: wer an der Fundliste interessiert ist, schreibt mir bitte eine Privat-Mitteilung

    Hallo Reinhard,

    bei mir steht das Buch auch im Schrank, wie bei Stefan nutze ich es als Bilderbuch.
    Die Bilder sind grösstenteils gut und ich konnte noch keinen offensichtlichen Fehler finden.

    Es hat wirklich viele selten abgebildete Arten drin. Im Notfall kann man sich den text auch noch mit "Google" übersetzten lassen.
    Im Gegensatz dazu 123 Pilze ( egal welche Version) , hier stosse ich immer wieder auf Bilder die einfach andere Pilze zeigen. Gerade in der Gattung Cortinarius, wo ich mich ein wenig auskenne , kannst du sicher 20-30% der Bilder aussortieren, da sie einfach falsch bestimmt sind. Das verwirrt gerade Leute, die nicht so in der Materie stecken, sehr.
    Masse ist da halt nicht immer Klasse.

    Gruss

    Uwe

    Hallo Reinhard,

    das war ja nie ein richtiges Buch sondern schon im ein Printout mit Spiralheftung
    Die aktuelle Version gibt es glaube ich gar nicht mehr als Printout.
    Ich habs mir in einem Copyshop ausdrucken und Spiral-Binden lassen.

    Den Link zum PDF hast du ja sicher schon ?
    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen,

    wieder mal so ein Fall, wo eine Sequenzierung Sinn machen würde.

    Dann wüsste man vielleicht ob F.fennae eine farbvariable Art oder F.velutipes mikroskopisch variabler ist wie beschrieben.

    Oder wir haben einen Artenkomplex mit beliebigen Übergängen 😜

    Ich hab da keine bessere Idee

    Gruß

    Uwe

    Hallo Bernd,

    ein paar Anmerkungen habe ich.
    Das ist ja jetzt ( noch) kein Schlüssel , sondern eine tabellarische Auflistung von Merkmalen
    Sehr praktisch um einen Überblick über in Frage kommende Arten zu bekommen.

    Wie du jetzt einen Schlüssel dazu/daraus machst ist mir noch nicht ganz klar


    Die Tabelle hast du ja in mild und scharf unterteilt , das finde ich gut.
    Ich würde das noch deutlicher abgrenzen, um dann die beiden Bereiche noch nach Sporen-Pulver Farbe zu sortieren

    Im Bereich "mild" käme dann z.B. folgende Reihenfolge Zustande lepida, melliolens,palludosa,faginea,xerampelina,curtipes,alutacea,olivacea,integra, romellii

    Ich denke das wäre nicht viel Arbeit, das von vornherein zu berücksichtigen. Mit dieser Art der Sortierung arbeitet der Schlüssel von Ruedi Winkler, der sich gerade bei Einsteigern und (noch) nicht "Russulogen" sehr bewährt hat.


    Manchmal gibt es ja bei einer Art ein ( oder mehrere) wichtiges Merkmal, das könnte man noch fett drucken, dass es aufällt
    Beispiel "xerampelina"

    R. xerampelina
    karminrot,
    purpur-, weinrot
    glatt, matt, klebrig,
    1/2 abziehbar
    mild,
    Heringslake
    brüchig,
    blassocker
    rot, weiß oder
    rot geflammt
    Fe grün

    mittelocker
    IIIc
    Frk neigt zum Bräunen,
    H-Mitte oft schwarz, Nadelbäume









    Da ich immer daran denke so etwas dann mal in eine Datenbank zu verwandeln, würde ich jeder Art noch eine eindeutige Nummer vergeben, dann kannst du einfacher Querverweise anbringen usw,


    Ich würde mich freuen, wenn du daran weiterarbeiten würdest, wie ich das ganze anwenden bzw. eventuell auch in meinen Kursen verwenden würde, muss ich mir noch überlegen.


    beste Grüße

    Uwe


    PS: bei R.intermedia Notiz: bei Birke

    Hallo Pedro,

    ich kenne F. fennae ganz anderst.
    Auch wenn die Mikros passen, wäre das für mich eher F.velutipes s.str.
    C. fennae finde ich typischerweise im Herbst , die gezeigten Funde stammt von September aus einem wärmebegünstigten Wald auf Kalk

    beste Grüße

    Uwe

    Hallo ,

    Nett angefragt verdient eine Antwort,

    das hilft wahrscheinlich nicht wirklich


    Das was du zeigst ist keiner der erdbewohnenden Stachelinge ( Phellodon,Bankera ..) , Das wären Mykorhizza Pilze , die nicht auf Holz wachsen.

    Deine Bilder zeigen einen Porling mit labyrinthisch, geschlitzten Poren , die stachelig wirken.
    Einen Artvorschlag habe ich leider nicht


    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen,

    das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen, der KOH Test ist wirklich variabel und öfters mal nicht eindeutig.
    Die Ökologie ( Fundort + Begleitbäume) sind meiner Erfahrung nach da entscheidender
    Aus der Hornberger Gegend ( auch nach Aussage von Björn Wergen) sind die Funde fast immer R.subfoetens, besonders wenn sie bei Nadelbäumen wachsen.

    Bei mir am Bodensee finde ich eigentlich nur R.foetens, dann aber unter Buche und Eiche und meist wärme-begünstigt.
    Aber generell kommt um die Sporen-Mikroskopie nicht herum, wenn man sicher sein will

    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen,

    liege ich hier mit Hemitrichia pardina hier richtig ?

    DIe Teile wachsen gerade auf einer älteren Dungkultur vom Schaf auf den gut vorverdauten Grashalmen.
    Durchmesser der Fruchtkörper-Kugeln ca 0,4 mm


    beste Grüße

    Uwe

    Hallo zusammen,
    ich bin da auch bei ganz jungen Netzhexen.

    Nur weil noch recht aktuell hier ein Fund von Rubroboletus lupinus ( aus Istrien vom November )
    Das Blauen auf dem Hut ist schwach und vergänglich, der Schwamm und das Fleisch blauen deutlich.
    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen,

    auf meinem Hinterlassenschaften vom Hochlandrind hat sich nach der Cheilymenia auch noch Ascobolus furfuracea und immersus entwickelt.
    Jetzt finde ich gelbliche Becher mit hyalinen Sporen, die ich bei Coprotus einordnen möchte
    Apothecien max 0,5mm Durchmesser, gelb-bräunlich mit stark granuliertem Rand, ohne Haare
    Asci: uniserikat, zylindrisch 140-160 x 12-14 ( siehe auch Bilder)
    Paraphysen: teilweise an der Spitze verdickt, auch mal hakenförmig mit wenig gelb-bräunlich Pigment

    Sporen: 14,5-16 x 7-8,5 , mit schwach sichtbarer DeBary Bubble ?


    Irgendwie finde ich in den Schlüsseln kein richtig passende Art - von den Asci und Sporen würde C.uncinatus passen, aber da müssten die Paraphysen ja viel deutlicher hakenförmig sein

    LG
    Uwe