Beiträge von Wutzi

    Entoloma (Rötling) hat rötliches Sporenpulver, Helmlinge dagegen helles (weißes). Daher hatte ich angeregt, dass du einen Hut aussporen lassen solltest. Dann hättest du zumindest Klarheit über die Gattung.

    Hallo Tuppie, Moos liebe ich auch. Da steckt eine unglaubliche Vitalität drin. Letzten Sommer war alles braun und nach ein paar Tagen Regen war alles wieder wie neu. Jetzt wo alles vor Nässe trieft, ist es besonders schön.


    Mein Verhältnis zu Neophyten norde ich gerade neu ein.

    Vor wenigen Jahren hielt ich die Douglasie für großes Ungemach. Mittlerweile sehe ich das anderes. Immerhin hält sie der Dürre besser stand als andere Nadelbäume hier. Ich glaube, dass uns der Klimawandel zu differenzierteren Betrachtungen zwingen wird. Wenn sich Schmetterlingsflieder so ausbreiten würden wie Japanischer Knöterich oder wenn sie regional die einzigen Blütenpflanzen darstellen würden, wäre das sicher ein Anlass zur Neubewertung. Aber bislang kann ich hier keine Verdrängung von anderen Arten durch den Schmetterlingsflieder erkennen, nicht hier und nicht in Berlin, wo ich früher gelebt habe. Der Schmetterlingsflieder war überall ein reines Ziergehölz in Gärten oder Parks.

    Hallo,


    Sommerflieder hätte ich gerne im Garten. Nur hat der hier keine Überlebenschance, es ist viel zu kalt. Nichts zu machen.

    Ich glaube das auch nicht Steffen. Die frieren zwar zurück, aber das stört die Blütenpracht im Sommer kein bisschen.

    Ich Schussel hab den Link vergessen. Scroll mal hier runter:

    Stunden nicht, aber ne ganz große Weile, Uwe. Da ist irgendwas schief gelaufen. Es sind teilweise nur Ikons oder ein Fliegenpilz und Zeugs zu sehen. Frühlingsweichritterlinge aber auch🥴.

    Hallo Uwe, die Bilder brauchen ein Weilchen, bis sie geladen sind. Manchmal ist ja weniger auch mehr🥴. Aber die Idee Frühlingsweichritterling find ich gut.

    Unsäglich? Jetzt muss ich aber das Hohelied auf den Sommerflieder anstimmen! Ich liebe ihn, und nicht nur ich!







    Ich sehe das übrigens ganz entspannt. Bei mir bekommen auch solche Pflanzen Platz, die den Insekten nicht so viel zu bieten haben, an denen ich einfach wegen der Farben und Blüten Freude habe. Die Rosenkäfer zum Beispiel haben die Rhododendronblüten im übrigen zum Fressen gern.




    An Wegränder krümele ich gern ein paar Samenkörnchen, um Farbakzente setzen und den Insekten etwas anzubieten. Das hier war eigentlich verboten, wie ich gelernt habe.😬


    Wasserdost gehört übrigens auch unbedingt in den Garten, schon wegen der Flattermänner.

    Danke Frank, den Rosafarbenen Saftporling habe ich schon zwei Mal gefunden. Auf den wäre ich nicht gekommen, denn der hatte einen völlig anderen Habitus, auch das Rosa war klarer, nicht so ins Ocker gehend. Aber was heißt das schon. Pilze machen bekanntlich, was sie wollen auch wenn wir das nicht erwarten.

    Ich denke, dass ich demnächst noch einmal einen Spaziergang zu dem Porling machen werde. Ich tu mich mit den Präparaten von Porlingen sehr schwer. Aber dieser Pilz ist ja ein guter Anlass zum Üben ==Gnolm7.

    Wahrscheinlich mache ich mich bei den Nachbarn nicht sehr beliebt und gelte als Spinner... ==Gnolm5


    Und jetzt muss ich mich noch entschuldigen, dass ich den Thread hier damit vollschreibe, denn hier geht es um Naturfotos.

    Aber ich hoffe, auf diese Weise der Natur ein paar Quadratmeter zurückgegeben zu haben, und so vielleicht eine kleine Naturabbildung im Garten, der ehedem aus Thuja und Rasen bestand, erzeugt zu haben.


    Das ist für mich sehr nachvollziehbar, Martin. Nachdem wir hier Fuß gefasst hatten, mussten wir die Uralt-Thujas, die die Vor-besitzer gepflanzt hatten absägen, um dem steilen Hang ein bisschen was gartenartiges abzutrotzen. Thuja und Scheinzypressen können sich zu echten Problemen auswachsen.



    4 Jahre später -aufgestapelt als Zaun, Insektenhotel und zum Schutz vor Wildschweinen und Rotwild sind sie wesentlich nützlicher.

    Ein bisschen Garten habe ich uns auch erkämpft.

    GriasDi Claudia,

    ich bin zwar nicht der Frank, könnt mir aber ein Ceriporiopsis vorstellen. C. gilvescens z.B. Muss halt mikroskopiert werden.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Danke Werner. Das sieht nach einer heißen Spur aus, der ist sehr ähnlich und ich hab noch nie von der Art gehört. Vielleicht wage ich dich noch eine Versuch am Mikroskop. Immerhin habe ich jetzt eine wahrscheinliche Option und eine Möglichkeit zum Abgleich.

    Hallo zusammen, da der Beitrag inzwischen 222 mal aufgerufen wurde und niemand eine richtig gute Idee zum „schönen Porling“ eingangs hatte, auch nicht gestern beim Onlinetreffen, versuch ich’s mal bei einem Experten für Krusten- und Rindenpilze. Tomentella, kannst du bitte mal einen Blick auf den ersten Pilz im Eingangsbeitrag werfen. Ergänzen kann ich noch, dass er bitter schmeckt und eine gummiähnliche Konsistenz besitzt. Außer zerbrochenen Deckgläsern ist aus meinen Mikroskopierversuchen nichts herausgekommen.

    Glückwunsch zum Haarbecherchen, Björn. Ein wirklich schöner Fund! Und die Fotos sind auch wieder sehr gelungen - die von den kleinen Bechern sowieso, aber mir gefällt auch das Häufchen auf Kaninchen. Sehr speziell. Den hättest du zum Fotowettbewerb einreichen können.

    Hallo Claudia,


    zu dem schwarzen Knubbel habe ich leider keine Idee. Das sieht mir aber auch eher nach Konidien als nach Ascosporen aus....da schmeißt man das eh lieber schnell weg ;) Gab es auf dem illegalen Grillplatz denn auch Brandstellenpilze?


    Björn

    Danke für deine Einschätzung, Björn. Die anderen schwarzen Knubbel hab ich tatsächlich entsorgt. Aber diese namenlosen Wollmützensporen sind ja ganz schick. Die trösten mich ein bisschen, auch wenn die Mühe vergebens war. Immerhin hab ich gerade gelernt, dass Konidiensporen nicht immer langweilig aussehen müssen. Die Holzkohle hatte ich tatsächlich untersucht. Leider kein Pilzbefund.

    Hallo zusammen,

    letzten Donnerstag haben wernburger und ich eine Exkursion entlang der hiesigen Gewässer unternommen. Überraschenderweise bewegten wir uns auf einer Strecke von mehr als einem km Länge entlang der Schwarza auf einer illegalen Müllkippe aus alten Zeiten, die aber immer noch gern genutzt wird ==Gnolm4 .

    Die gute Nachricht: den Pilzen ist der Müll wurscht. Die schlechte: selbst wenn die Menschheit sofort auf die Produktion von Plastik verzichten würde, hätten die Bäche und Flüsse noch Jahrtausende lang Gelegenheit, ihre Mikroplastikfracht in die Ozeane zu spülen. Aber auch das dürfte den Pilzen wohl egal sein.


    Immerhin 35 Arten konnten wir einen Namen geben.

    Neben guten Bekannten gab es auch für uns nicht zuzuordnende Pilze. Da bitte ich die Experten schon einmal vorab um einen kritischen Blick:


    Beginnen will ich mit der Bestimmungsanfrage. Im Anschluss folgt der Exkursionsbericht.


    An Weide wuchs diese Tramete über mehrere Meter hinauf bis in die Spitze des Baumes. Sie hatte einen Habitus zwischen Blasser Borstentramete, Rosa Saftporling und Reihiger Tramete. Ockerfarben mit einem Rosastich. Der Geruch war nicht unangenehm.

    A.


    B. Foto von unten in den Himmel


    C.


    D. Der gescheiterte Versuch einer Mikroaufnahme. Sporen fand ich nicht.


    E. Hier ein winziger schwarzer Knubbel auf dem allgegenwärtigen Invasoren Japanischem Knöterich


    F. Der Knubbel beinhaltete markante warzige Sporen, wies aber keine anderen Strukturen auf.


    G. Die Sporen erscheinen fast schüsselförmig. boccaccio, hast du eine Idee dazu

    .




    So nun aber zu den schönen Dingen!

    1. Ein erster Blick ins Habitat. Unter dem Frühlingsgrün verstecken sich die anthropogenen Hinterlassenschaften des letzten Jahrhunderts. Stellvertretend posiert ein Überbleibsel aus der Zierkeramik.


    2. die Schwarza


    3. So jung kannte ich sie noch nicht: Weidenfeuerschwämme.


    4. Rötende Trameten


    5. Stillleben mit Nachtgeschirr


    6. So schön verrottet Holz nur selten.

    .


    7. Vorjahres-Birnenstäublinge


    8. Für mich erst der Zweitfund: Eine Ockertramete


    9. Auwaldkunst mit Scharbockskraut: Rate die Radart!


    10. Mitten im Müllhabitat eine verrottete Bank mit wernburger. Offenbar grillen hier gelegentlich Menschen im idyllischen Ambiente. Nun ja, Nur die Harten komm' in' Garten.


    11. Braunfilziger Schichtpilz, Erstfund für mich.



    12. Fizarü fehlten natürlich auch nicht. Hier zwei Exemplare mit Sonnenbrand.


    13. Das sind vermutlich Größte Scheiblinge, bzw. Scheibenlorcheln. Geruchlos.


    13. Leider waren noch keine Sporen zu finden.


    14. Dann wechselten wir in ein anderes Habitat. Müllfrei, aber mit seit zwei Jahren zunehmenden Kahlstellen an den ehemals bewaldeten Hängen. Trotzdem immer noch ganz schön. Das Tal der Weißen Schwarza. Hier fanden wir u.a. den Pilz dem die Anfrage am Anfang galt. Hier ein Feuerschwamm an Erle.


    15. Diese Becherlinge und andere, die zwischen Scharbockskraut standen mussten mit zur Bestimmung. Aber die Hoffnung, dass es sich um Scharbockskrautbecher handeln könnte, löste sich wieder einmal in Wohlgefallen auf.


    16 Reaktion mit Lugol


    17. Und hier in Tinte recht gut erkennbar 4 Zellkerne. Damit war der Scharbockkrautbecher wieder einmal raus. Aber eine Erkenntnis gab es immerhin, dass sich mit etwas Mühe die Zellkerne auch in Wasser oder Tinte erkennen lassen. Das ist zwar so ein bisschen wie Röntgenbilder lesen, aber funktioniert. In Kongorot hat es nicht geklappt.


    18. alter Baumbestand und Totholz am Bachrand bieten Raum für viele Arten.


    19. Nach 6 Stunden beendeten wir den Ausflug gut gelaunt mit leichtem Sonnenbrand. wernburger bastelte mir ein Trostpflaster, weil es wie immer keine Judasohren und Haselkleiebecher gab.

    Diesen Hasekleiebecherling s.l.. Schön, dass ihr bis hierher durchgehalten habt.

    Wenn ich abstimmen dürfte, wäre ich auch für Fenchel. Oder wetten: ich setze 10 € gegen ne Erdnuss, Steffen! ==Gnolm7

    Mir ging es auch schon einmal ganz genau so. Ich konnte im Winter gar keinen Geruch wahrnehmen. Das änderte ich, als ich ein Stückchen mit nach Hause nahm und auf den Heizkörper legte. Da war er plötzlich da, der Fenchelgeruch.

    Es ist unfassbar, vor ein paar Tagen war der Habichtspeter hier aktiv wie immer und nun gibt es ihr nicht mehr.

    Leider habe ich Peter nie persönlich kennengelernt. Aber seine Beiträge hier im Forum waren unverwechselbar. Mit seiner Fachkenntnis, seinem speziellen Humor, seiner besonderen Sprache, immer direkt, ohne sich zu verbiegen hat Habicht das Forum mit geprägt. Habicht, du fehlst!

    Hallo Lila, von Rötlingen versteh ich nichts, aber ein Frühlingsrötling ist das wohl nicht. Makroskopisch käme eher der Voreilende Rötling infrage. Hast du denn versucht, ihn aussporen zu lassen und mal an ihm gerochen?