Beiträge von Wutzi

    Hallo zusammen,

    eigentlich hatte ich keine großen Erwartungen an die heutige Waldrunde. Aber am Ende meines heutigen fünfstündigen Waldspaziergangs war ich nicht nur um einige schöne Eindrücke, sondern auch um ein ganz neues Pilzerlebnis reicher.


    Zu Beginn der Wanderung auf 450 m war es noch schattig. In einer Höhe von 450 m ü.NN war es frostig aber völlig schneefrei.


    Den Moosgnubbel fand ich zeigenswert. Warum wächst der eigentlich so komisch, wenn er so viel Platz hat.


    Aber jetzt mal raus aus dem finsteren Tal in die Sonne. Mitten auf dem Weg gab es gleich ein sonniges Samtfußrüblingsgrüppchen mit Aussicht.



    Spektakuläre Großpilzfunde gab es heute nicht, aber ein paar Pilze gibts ja immer, wie z.B. diese seltsamen zipfeligen Kohlenbeeren.


    In einer Höhe von 850 m im Naturschutzgebiet um den Wurzelberg gab es immerhin eine Ahnung von Winter.





    Sonne satt, einfach zu schön, schon wieder umzukehren. Also ging es weiter zum Altfrauteich.



    Auf den verschneiten Hochflächen gab es deutliche Hinweise darauf, wie stark sich der Wald in den nächsten Monaten und Jahren verändern wird. Der Holzeinschlag war so umfangreich, dass der Wald ein völlig anderes Aussehen hatte, als in früheren Jahren.

    Unter dem Schnee und liegengebliebenen Zweigen waren die alten Waldwege nicht mehr zu finden. So mussten wir uns querfeldein durchschlagen.


    Neben dem flächendeckenden Borkenkäferbefall der Fichten sind mittlerweile schätzungsweise auch 60- 80% der schönen alten Buchen sichtbar geschädigt.


    Auch wenn ich Zunderschwämme sehr mag, sollten besser nicht so viele Bäume von dem Pilz befallen sein.





    Die zerborstene Buche beeindruckte nicht nur wegen ihres labilen Gleichgewichtszustandes. Hier habe ich vor allem mein Wissen um die Ambrosiakäfer und Ambrosiapilze erweitern dürfen. Die kleinen Fraßgänge an der rechten Seite des Stammes stammen von diesem Ambrosiakäfer, dieser ist ein Suffkopp und bevorzugt als Substrat altes Holz mit entsprechendem Promillegehalt, in denen er den Ambrosiapilz kultivieren kann. Wat et so allet jibt!


    Die Waldwege, die nicht von herumliegenden Ästen und Bäumen versperrt sind, erobert das Wasser zurück.



    Irgendwann gelangten wir auf Umwegen doch noch zum kristallklaren Altfrauteich.



    Und weil wir sowieso gerade in der Nähe unterwegs waren, nahmen wir den Reichenbachteich auf dem Rückweg auch gleich noch mit.



    Einen kleinen letzten Pilz gab es noch vor dem Abstieg ins Tal. Nichts besonderes, aber weil es gerade nicht so viele Pilze mit Hut und Stiel gibt, zeige ich Euch die tapferen Grauen Schwefelköpfchen, die den frostigen Temperaturen trotzen.


    Mensch Andreas, Du musst doch nicht alles lesen und dann auch noch verraten, dass ich den stahlblauen Pilz dazugeschummelt habe.

    Hallo zusammen,

    die Auffassung, dass ein Golfplatz in Oberhof maßgeblich die Lage der Nation oder auch nur die Wirtschaftskraft der Region verbessern würde, teilen wohl nur die, die sich davon irgendwelche Aufträge erhoffen.

    Wenn man sich die Antwort auf die Parlamentarische Anfrage aufmerksam durchliest - danke Stefan fürs heraussuchen - stellt man fest, dass das eine klare Sowohl-als auch-Antwort ist. Das tun Landesregierungen gern, um nicht anzuecken, denn letztlich ist es eine regionale Entscheidung und da hängen sich Landesregierungen eben ungern aus dem Fenster. Aber dagegen, dass die Sympathie für naturschutzfachlichen Aspekte unter dem gerade gewählten neuen Thüringer Ministerpräsidenten gegenüber der letzten Landesregierung steigen werden, wette ich 10 Euro gegen eine Erdnuss, von mir auch 10 Chips gegen einen. (Mir ist heute übrigens schon von drei Menschen aus Berlin zu dieser Wahl kondoliert worden - Kletter-Stefan, da ich keine Parteien nenne, muss diese Anmerkung, die den Tatsachen entspricht, erlaubt sein).


    Ich bewerte die Chancen gar nicht so schlecht an, dass die Naturschutzbehörden ihr Veto einlegen. Sollte das in der Abwägung bei einem B-Plan weggewogen werden, sehe ich immer noch die Möglichkeit, dass klageberechtigte Verbände aktiv werden. Aber so weit muss man es in der Tat nicht unbedingt kommen lassen, wenn es die Möglichkeit dazu gibt. Deshalb finde ich, dass Kauz schon genau das Richtige tut. Argumente sammeln, die das Golfplatz-Vorhaben ad absurdum führen.

    Davon hab ich auch noch ein paar:







    Ich denke, dass alle Akteure ihr Material zusammentrage sollten. Die Pilze sind über die gesamte Wiese verteilt, dieser Champignon sei bislang in Thüringen erst drei Mal kartiert, meinte Andreas.

    ..., denn so Namensungetüme zu basteln ist auch wenig hilfreich. Auf Teufelkommraus irgendwas zu erfinden gipfelt dann bisweilen in deutschen Namen, die den Pilz gar nicht charakterisieren (sie Dittes Beispiel über Inocybt tjallingiorum).

    Hallo Andreas,

    aber beim Hakentragenden Eschenblattstielstengelbecherchen machst Du doch sicher eine Ausnahme==Gnolm7.

    Lieber Habichtspeter,

    das wird wohl in diesem Leben nichts mehr. Wie immer gilt bei diesen handgebastelten Sachen: Selber benutzen oder verschenken. Mit dem Verkauf kommst Du nicht mal auf einen Stundenlohn von 30 Cent. Da geh ich lieber Flaschen sammeln:grofl:.

    Aber der ist ja wunderschön geworden! Respekt, daß du's durchgezogen hast! ==Gnolm8


    Ich finde auch der sieht geradezu unanständig professionell aus. Mein Kompliment!

    Hihi, offenbar mache ich Fortschritte beim Fotografieren, das Ding ist schief, es sind Ruten geknickt und unregelmäßig geflochten ist er auch, besonders oben der Kranz. Aber das Foto hat die wohl die perfekte Perspektive die Mängel fast unsichtbar zu machen==Gnolm7. Bei den Kleinanzeigen gibts übrigens ganz schöne Korb-Beispiele und für Menschen, die keine Lust zum selbst flechten haben, günstige Pilzkorb-Angebote.

    So. Hier ist nun der grobe 20-Liter-Holzkorb für den Schuppen. Ich habe ihn nicht weitergeflochten, weil ich frische Ruten verwendet habe und die ungeeignet sind. Lehrgeld. Im Sommer geht es mit dem richtigen Material weiter zum Pilzkörbchen.



    Gelernt habe ich aus meiner ersten Flechtrunde:


    1. Zwischen November und Februar nur die langen Ruten schneiden, die direkt aus dem alten Weidenholz herauswachsen. Die anderen sind oft brüchig. Ggf. Biegetest machen, die Ruten dürfen nicht brechen!


    2. Darauf achten, dass jeweils die Bodenstrahlen und die Aufstecker gleich dick sind, damit ein gleichmäßiges Flechtbild entsteht. Diese Ruten dürfen nicht geknickt sein.


    3. Man kann zwar mit frischen Ruten flechten, aber es ist nicht zu empfehlen, weil das Flechtwerk beim Trocknen schrumpft und der Korb locker bzw. wackelig werden kann. Sinnvoller ist es, die Ruten zunächst zu trocknen und später dann vor dem Flechten einzuweichen.


    4. Korbformen, Flechtarten und Musterbeispiele gibt es im Internet zuhauf.

    Hui, wieder einmal der böse Wolf. Und die Diskussion wird wie immer hoch emotional geführt. Auf der einen Seite Natur- und Tierschützer, auf der anderen Tierhalter und besorgte Eltern. Wobei die besorgten Eltern wohl eher keinen Grund zur Sorge haben müssen. Für Tierhalter ist der Wolf zwar ein Ärgernis vor allem, weil er nicht nur ein Schäfchen reißt. Natürlich führen Die Schäfer alle denkbaren Argumente an, um den Wolf wieder auszurotten. Desgleichen die Jäger, weil sie fürchten, weniger Wild zu schießen.


    Ich finde, es grenzt an ein Wunder, dass es der Wolf schafft, sich trotz der Siedlungs- und Verkehrsdichte alte Lebensräume zurückzuerobern. Denn es gab ihn hier ja seit Urzeiten, bis Menschen ihn verdrängt haben. Und de rWolf hatte eine wichtige Aufgabe in der Natur. Wer Forstleute kennt, weiß, dass sie vor dem Borkenkäfer regelmäßig die Wildverbisse durch Rehwild beklagt haben. Hier könnten Wölfe schon dazu beitragen, ein Gleichgewicht wiederherzustellen, ebenso bei den Frischlingen.


    Ich denke, dass man das Ganze mit mehr Gelassenheit beobachten und wir wieder lernen sollten mit diesem scheuen Raubtier zu leben - damit das funktioniert, müssen die Tierhalter natürlich Schutzmaßnahmen ergreifen. Die sind teuer und nicht rentabel, aber es gibt inzwischen staatliche Hilfen. Sollten sich die Wölfe irgendwann wie das Schwarzwild vermehren, müsste das Thema anders diskutiert werden. Aber da Wölfe verhältnismäßig große Reviere benötigen, glaube ich nicht an eine künftige Wolfsplage.

    Hallo Ulla,

    dass war genau meine Idee, als ich den Beitrag las. Thorben, Du solltest Deine Festplatte besser trocken lagern.

    Wobei ich dann andere Fotos erwartet hätte. Die finde ich ganz interessant, denn außer dass ich diesen Pilz nun überhaupt nicht mag, kenne ich den nur als schwärzlich-grauen Belag irgendwo an schlecht gelüfteten feuchten Kellern oder sonstigen kühlen feuchten Ecken. Also danke fürs Aufklären über die inneren Werte, Thorben.

    Beeindruckend. Da liegt Deine Frau möglicherweise gar nicht so daneben, obwohl ich nicht weiß, wie lange ein Pilz von der Spore bis zum Fruchtkörper braucht. Auf alle Fälle ist da irgendwelches Holz vergraben. Das hätte ich auch gerne==Gnolm13.

    Ach Du Donnerwetter. Dass ich das erleben darf! Da haben die Juroren wohl Spaß am Pilz gehabt. Gratulation an alle Treppchenbesteiger. Darauf, dass das brillante Helmlingsfoto von Doris und Helmut ist, hätte ich wetten mögen.

    Hallo Alis,

    Januarbecherchen, wie schön! Erstaunlich, dass die jetzt sprießend du bei den doch eher ungemütlichen Temperaturen langsam genug gelaufen bist, sie zu entdecken. Danke fürs Zeigen und die Anregung, unter den Erlen mal nach diesen Winzlingen Ausschau zu halten.

    Hallo Norbert, Nebel ist immerhin Feuchtigkeit. Wir bei mir scheint schon wieder die Sonne. Erbarmungslos. Frost tags -2 nachts - 7 und Sonne. Theoretisch gute-Laune Wetter, aber ganz ohne Niederschlag ist das fast genauso Mist wie im Sommer.

    Das mit dem Trocknen und Einweichen hatte Tuppie ziemlich am Anfang mal geschrieben (aus mündlicher Überlieferung, Auskunft eines Korbflechters). Im Netz ist es auch zu finden, hier z.B.: Können frisch geschnittene Weidenruten sofort verflochten werden? – Korbmacherei – Kreative Finger

    Danke. Wenn ich das rechtzeitig verinnerlicht hätte, würde ich ein kleines Körbchen geflochten haben. Egal. Dann beende ich das Flechtwerk jetzt mit einem Abschlusskranz und lasse die Henkel weg. Es wird dann nur für die kleinen Holzspäne im Holzschuppen genutzt. Die heutigen Weiden werden sortiert und getrocknet. Ein paar hole ich noch, dann ist mein Reservoir aufgebraucht.



    Hallo Wutzi,


    das sieht doch schon richtig gut aus! Du hast wirklich gut recherchiert und trotz einiger Fehler scheint es ja was zu werden! Ich weiß nicht, ob ich die Geduld hätte, das immer wieder zu unterbrechen und erst weiterzumachen, wenn neue Ruten da sind! Danke fürs genaue Berichten, auch über die Fehler, denn die kann man dann ja bei einem eigenen Versuch schon mal vermeiden. ==Gnolm8

    Hallo Kagi, frau übt sich und hat Spaß==Gnolm13. Aber eine Quelle, warum man die Ruten erst trocknen und dann wieder einweichen soll, habe ich nicht gefunden. eigentlich gut das mit den frischen Ruten ganz gut, außer dass manchmal die Rinde verletzt wird und das natürlich nicht so schön aussieht.

    Wow, Claudia, sieht sehr gut aus! Und macht viel Spaß, stimmt's?


    Ich sollte vielleicht auch mal losziehen und Nachschub besorgen. Meine Lieblingsstelle war im letzten Jahr ein umgefallener, aber nicht ganz toter alter Stamm, aus dem über die ganze Länge viele und leicht zugängliche Ruten austreiben.


    Und es gibt noch eine andere Weidenart mit viel dünneren Trieben, die ich gern ausprobieren würde. Aber das ist auf einer städtischen Grünfläche. Da muss ich wohl warten, bis meine Stecklinge davon irgendwann groß genug sind.

    Moni Cratie, klar, macht richtig Spaß, aber braucht halt auch seine Zeit. Im Sommer draußen wäre es für das Format auch besser, weil ich dauernd an der Kellerdecke oder den Schränken anecke.


    Du solltest Dir unbedingt jetzt einen Vorrat anlegen, die beste Zeit zum Schneiden soll November bis Februar sein. Die Sommertriebe sollen gut sein zum Schälen, um damit farbliche Kontraste zu flechten. Bei mir gibts auch mehrere Weidenarten, aber leider nur eine, die sich zum Flechten eignet.

    Witzig ist, dass ich bei der Flechter erfahren habe, dass der Großvater meines Mannes Korbflechter war - vor dem 2. Weltkrieg. Schade, dass er sein Wissen nicht an die nächste Generation weitergegeben hat.

    Z.B. verstehe ich inzwischen, warum es sinnvoll ist, den Boden und die Seiten getrennt, also mit neuen Ruten zu arbeiten, oder warum mit zweien gleichzeitig gewoben wird :gomg:

    Warum Cratie? vielleicht flechte ich auch mal irgendwann und ich mache immer das Naheliegende. Warum wäre das falsch?

    Hallo zusammen, der Thread muss endlich mal weitergeführt werden. Viel ist ja im Wald nicht los mit Pilzen, aber zum Weidenrute schneiden. Ich habe auch erst einmal die falschen verwendet. Die sind gebrochen. Am besten funktionieren die einjährigen gleichmäßig dünnen Triebe, die direkt aus dem alten Holz ausgetrieben sind. Dort wo Weiden zuvor zurückgeschnitten worden sind, wachsen sie am besten.

    Weil mir so ein kleines Körbchen zu friggelig für den Anfang war, bastle ich erst mal einen großen Korb für Holz. Wenn der fertig ist, mache ich mir ein Pilzkörbchen. Wahrscheinlich nach dem Vorbild von Grünis und Tuppie Großvaterkorb. Der ist schön breit und flach.

    Aber jetzt zu meinem Beispielkorb, an dem gut zu erkennen ist, welche Fehler tunlichst vermieden werden sollten.


    Einigermaßen gut funktioniert hat die Herstellung des Bodens. Das wurde ja schon vorgestellt. Dann habe ich rechts und links der Bodenstrahlen je einen angespitzten Stab in das Geflecht geschoben und nach oben abgeknickt. die Ruten die neben dem Korb liegen, habe ich am Tag danach entsorgt. Zu kurz und brüchig.



    Ein Stück weiter habe ich dann versucht irgendwie mit den kurzen Ruten weiterzuflechten. Den Pfusch habe ich am Tag danach wieder aufgetrennt. Dann musste ich erst einmal schauen, wo geeignete Ruten wachsen.



    In der Zwischenzeit fiel mir ein, dass sich der Deckel eines Korbes seit Jahren weiter auflöst und so habe ich ein paar restliche Ruten verwendet, um ihn zu reparieren. Im Prinzip ist es ganz einfach. Man muss sich nur anschauen, wie die Ruten geflochten waren. Mittels eines Schraubenziehers habe ich die Lücke neben den Strahlen in denen die abgebrochenen Ruten steckten erweitert, diese herausgezogen und dort neue Ruten eingesetzt und in den Deckel eingebunden, abgeschnitten, fertig.



    Am Tag danach hatte ich brauchbare Ruten entdeckt und geschnitten. So konnte es weitergehen mit dem Flechten. Jeweils neben die aufrecht stehenden Ruten habe ich weitere angespitzte Ruten in den Strahlenkranz gesteckt und dann verflochten. Gearbeitet wird gegen den Uhrzeigersinn. Ach so, die herausstehenden Strahlen werden abgeschnitten und in der ersten Runde wird anfangs im Einser-Zweierrhythmus gearbeitet, wird hier z.B. erklärt.


    Da ist die erste Runde fertig und es wird normal weitergeflochten. Weil ich immer wieder durcheinander gekommen bin, habe ich mich später an einem Bändchen orientiert. So ist besser erkennbar für Anfänger, wann eine Runde rum ist.



    Vorn sieht man die erste echte Panne. Ich hatte eine unbrauchbare Rute gewählt, die bei der Prozedur abgebrochen ist. Weil ich keine Lust zum Auftrennen hatte, hab ich einfach eine zweite Rute daneben gestellt. Irgendwann war sie fest eingebunden. Als die Zweige verflochten waren kamen zwei Runden mit je 4 Ruten im Rhythmus alle zwei 2 Stäbe. Zwischendurch wird das Geflecht immer wieder heruntergeschlagen oder gedrückt. Weil meine Gelenke nicht mehr so ganz taufrisch sind, habe ich die Ruten mit einem Brett zusammengeschlagen.


    Es ist nicht so ganz einfach, das Ding rund zu bekommen. Wenn man Boden und Seiten in einem Stück flechten würde, wäre das wohl kaum zu realisieren. Als das Ganze anfing zu eiern, habe ich die Gunst der Stunde genutzt und den Korb auf beiden Seiten gestaucht. Damit ist er flacher, zwar auch schief, aber trotzdem ganz zweckmäßig, weil der Holzkorb so weniger Platz benötigt.


    Nach der heutigen Flechtsitzung ist der Korb wieder ein Stück gewachsen. Ich habe im selben Rhythmus geflochten wie zu Anfang. Jetzt sind erst einmal wieder die brauchbaren Ruten verbraucht und ich muss sehen, wann und wie es weitergeht. Ein paar Fehler kann ich aber noch zeigen.


    Die überstehenden Flechtruten müssen noch abgeschnitten werden, das ist soweit in Ordnung, sieht nur ein bisschen komisch aus. Vorne links ist allerdings ein Bereich, in dem sich das Geflecht nicht herunterdrücken lässt. Der Grund ist, dass eine der stehenden Ruten zu weich im Vergleich zu den stärkeren Flechtruten ist. Die Rute wurde deshalb beim Flechten geknickt und an dieser Stelle lässt sich das Geflecht nicht mehr nach unten drücken oder schlagen.


    Andere Perspektive: Hier ist der Knick links hinten. Die Beschädigung der stehenden Rute ist gut zu erkennen.


    Hässlich ist auch, dass ich die Ruten nicht gekürzt, sondern bis zum letzten Millimeter verflochten habe. Eigentlich soll der Korb noch ein bisschen höher werden, vielleicht so 15 cm. Stabile Henkel müssen irgendwie angebaut werden, da habe ich mich noch nicht für eine Variante entschieden. Auf alle Fälle ist das eine schöne Übung für einen Pilzkorb, der am Ende folgen soll und für den ich mir besonders schöne Ruten suchen werde. Ich habe übrigens frisch geschnittene Ruten verwendet. Für den Pilzkorb werde ich sie erst trocknen lassen und dann ein paar Wochen einweichen.


    Fortsetzung folgt.