Beiträge von Wutzi

    Richtig, da gibt es keine Regelungen. Aber ob jeder, der es tut, es auch kann, sei mal dahingestellt. Pilzberater darf sich auch jeder nennen. Er berät dann aber auf eigenes Risiko, ohne die Versicherung, die ihm die DGfM-Prüfung und Mitgliedschaft gewährt.

    Die Pilze sind ja Gott sei Dank schon geputzt. Ich habe übrigens das Rätsel gelöst, warum immer Männer mit völlig verdreckten Pilzen zur Beratung kommen: zu Hause putzt die Frau. Der Klassiker schlechthin.😬 Aber für die Pilzpfanne bin ich trotz der sauber geputzten Pilze zu müde.

    Hast Recht, Habichtspeter. Jetzt sind die Pilze da und also ist Zeit fürs Forum und den Stammtisch. Ich hätt gern nen kühlen Weißwein.

    Hallo Steini, der rechte Tintling schwärzt schon, ist also am Vergammeln. Wirf ihn weg. Gammelpilze machen Magen-Darmprobleme.

    Safranschirmlinge schmecken mir gar nicht, aber Geschmäcker sind ja verschieden.

    Hm. Vielleicht habe ich auch nur "Geschmacksknorpel", und überdies den Wiesenchampignon noch nicht separat verkostet (ich finde den hier in ziemlich eindeutiger Ausprägung, aber nicht an einladenden Orten), aber allein vom in Geruch her, der ja hauptsächlich den Geschmack ausmacht, hätte ich jetzt keine deutliche Überlegenheit zu Zuchtchampignons erwartet. Habe ich etwas verpasst?

    Moin Cratie,

    Welten trennen sie zwar nicht, aber die liebevoll von Pferden und Schafen gedüngten Wiesenchampignons auf meinen Wiesen schmecken schon etwas aromatischer als Kulturware.

    Stimmt schon Anton,


    aber vermutlich wollen die Verfasser des Beitrags verhindern, dass Unbedarfte sich an Karbolis und Schlimmerem vergiften.

    Schau mal Phil, im letzen Beitrag dieses Threads habe ich ein Foto mit mehreren Champignonarten hochgeladen.


    3 der Arten waren auch durch die 7 anwesenden Pilzsachverständigen nicht zu bestimmen. Heikle Gattung. Lass die Finger davon als Anfänger.

    Hallo zusammen,

    da die Champignons in diesem Jahr einen wirklich guten Lauf haben und viele Leute um Rat bitten, möchte ich hier noch ein paar Fotos einstellen.


    Ich habe zwei Wiesenchampignons über 24 Stunden auf dem Fensterbrett liegen lassen und die Veränderungen fotografiert.


    Während frisch geerntete Fruchtkörper blass rosafarbene Lamellen besitzen, sind diese bei gerade ausgewachsenen Fruchtkörpern freudig rosa bis hellrot. Dann verändern sie sich farblich und sind schon nach einem Tag braun, später dann schokoladenbraun. Pablo hat das ganz wunderbar beschrieben aber wie rasch die Farbveränderung der Lamellen erfolgt ist schon erstaunlich. (Die Heizung ist kalt.)


    Die Farbe der Lamellen entspricht anfangs in etwa der Farbe der Karte.


    Auf der Wiese sahen sie so aus:


    24 Stunden späte sind beide Fruchtkörper braun, das Teilvelum löst sich auf. Am Ende bleibt nur die Spur von einem Ring.



    Wir hatten übrigens bei unserer Pilzausstellung am vergangenen Sonnabend diverse Champignonarten: Wiesenchampignon, Anischampignon, Schiefkolligen Anischampignon, Kleiner Waldchampignon, Großer Waldchampignon, Stadtchampignon, Salzwiesenchampignon und Karbolegerling.


    Außerdem hatten wir 3 Arten, die wir makroskopisch nicht einmal ansatzweise bestimmen konnten.


    Wiesenchampignons sind definitiv keine Anfängerpilze.

    Danke für Euer Interesse an den Röhrlinge. Stefan( Herr der Holzpilze) hat noch aussagekräftigere Fotos gemacht.

    Hier vom Silberröhrling:




    Außerdem hat der Glückspilz einige Dutzend Fahler Röhrlinge gefunden. Da erkennt man den Unterschied besser.




    Aber sie sind sich auf den ersten Blick wirklich sehr

    ähnlich.

    Hallo Claudia,


    Danke fürs Mitnehmen :) Wenn ich es eher gewusst hätte, wäre ich gerne mal persönlich vorbei gekommen. Aber in zwei Wochen gäbe es eine weitere Möglichkeit, sich einmal persönlich zu treffen: dann findet unsere Pilzausstellung in Jena statt ;) Werbung folgt hier im Forum.


    Lg, Thomas.

    Hallo Thoma, fast wäre mir dein Beitrag durchgerutscht. Wann genau ist eure Pilzausstellung?

    Der Oktober ist schon ziemlich verplant. Wir machen beim Obi in Schwarza am15.10 eine Ausstellung.

    Fallst du nichts Besseres vorhast, kannst du ja mal vorbei schauen.

    Hallo Andreas,

    die sehen so aus, wie dein Fund, aber der Honigschleimfuß eben auch.

    Ich habe C. collinitus und C. stillatitia tatsächlich nur am Geruch auseinander halten können. Beide Arten wachsen hier in der Region im montanen Fichtenwald.

    Danke Jungs, da hätte ich ja noch tagelang suchen können in der falschen Gattung.

    Agrocybe erebia passt. Als ich die Pilze bekam, konnte ich keine blaugrünlichen Flecken erkennen. Aber da hatten schon etliche Leute den Pilz in den Händen. Wieder ein Rätsel gelöst. Schön, dass es dieses Forum mit euch echten Pilzprofis gibt.

    Hallo zusammen,


    da ich mit meinem Latein am Ende bin, muss ich euch mit dem kleinen braunen UMO quälen, der mir gestern bei der Pilzausstellung mit der Bitte um Bestimmung gegeben wurde.

    Ich vermute, dass er zu den Telamonien gehört, aber ich finde nichts Vergleichbares mit Rhizomorphen und einer so auffälligen Stielriefung.



    Fundort: Montaner Mischwald

    Hutdurchmesser von ca. 3,5 cm, braun, hygrophan

    Stiel ca 7 cm lang, 0,6 cm breit, faserig mit Resten eines Teilvelums, oberhalb davon an der Stielspitze auffällig stark gerieft, dicke Rhizomorphen an der Stielbasis

    Geschmack und Geruch nicht wahrnehmbar


    Sporenpulver hat er nicht abgegeben, unterm Mikroskop waren braune Sporen erkennbar. 5,5 breit - 10-11lang


    Hat jemand eine Idee, vielleicht Cortinarius?









    Danke schon einmal für's Nachdenken.