Das eine ist ein pädagogisches Wissen, mit welchen Methoden man ein Thema interessant macht.
Hallo Wolfgang,
also dann ist man als Pilzcoach voll ausgebildeter Pädagoge?
Viele Grüsse
Matthias
Hallo Matthias,
ich glaub, du legst die Pro-Pilzcoach-Argumente zu sehr auf die Goldwaage. Natürlich ist ein Pilzcoach kein voll ausgebildeter Pädagoge. Ich denke, dass Pilzcoachs einfach Lust daran haben, Wissen zu vermitteln und dass sie daher von Natur aus ein paar gute pädagogische Voraussetzungen mitbringen. Und übrigens: Voll ausgebildete Pädagogen scheitern reihenweise in der rauen Praxis an den Schulen. Um voll ausgebildete Pädagogen geht es doch gar nicht. Es geht darum, Menschen zu begeistern, ihnen die Pilze und die Natur nahe zu bringen. Denn nur was der Mensch kennt und gern hat, wird er auch schützen wollen.
In der Ausbildung zum Pilzcoach bekommen Pilzinteressierte das Rüstzeug, Pilze und das Drumherum für andere Menschen interessant zu machen: Geschichten über und um Pilze, mit Pilzen färben, einige wichtige Arten kennenlernen, Zusammenhänge der Lebensräume erklären. Eben Dinge die Pilze spannend und interessant machen, denn das ist ja die Voraussetzung dafür, dass sich junge Menschen überhaupt für das Thema begeistern lassen.
Ich bin zwar kein Pilzcoach, aber ich finde es dennoch nicht verkehrt, dass es Weiterbildungen auf diesem Gebiet gibt. Na klar könnte man sich dieses Wissen auch selbst aneignen, genauso wie die Voraussetzung zur PSV-Prüfung. Allerdings ist es für manche Menschen eben einfacher, einen Lehrgang zu besuchen.
Das ist ja eine freiwillige Veranstaltung. Die Ausbildung zum Pilzcoach könnte eigentlich jeder und jede anbieten und nicht nur die DGfM. Also mit Kurs- und Prüfungsgebühr. Ich denke allerdings, dass der Interessentenkreis überschaubar ist und die Zahl derjenigen, die so einen Kurs geben wollen, noch überschaubarer.