Beiträge von Goldröhrling

    Hallo Toad1890

    da hast Du irgendeinen "Pilz" im Keller, dass ist sehr wahrscheinlich einer aus der Ecke der Filzröhrlinge/Rotfußröhrlinge. Um den genauer zu bestimmen, fehlt ein Längsschnittbild.


    Vor dem großen Pilz brauchst Du keine Angst haben, der tut dir nix!! ;) Viel bedenklicher sind die kleinen, unsichtbaren Schimmelpilze. Dein großer Pilz wächst bei Dir im Keller, weil es feucht ist. Und wo Feuchtigkeit ist, sind auch Schimmelpilze. Erhöhte Konzentrationen von Schimmelpilzsporen in der Luft sind auf Dauer nicht gut für Deine Gesundheit. Das sollte sich ein Fachmann mal anschauen!!


    Viele Grüße

    Kerstin

    Hallo Pilzfraß,

    warum sammelst Du so viele Pilze?? Vor allem ganz junge, die den Hut noch geschlossen haben!! Die man im Zweifel gar nicht sicher bestimmen kann.


    Wenn man sich nicht sicher ist, nimmt man einen zum Bestimmen mit, und nicht gleich so viele. Pilze gehören nicht uns, sondern dem Wald!!


    Liebe Grüße

    Kerstin

    Hallo Mary,


    diese Pilze schaden Dir nicht. Aber sie zeigen Dir, dass es in Deinem Keller feucht ist. Vielleicht auch zu feucht. Und da besteht die Gefahr, dass da auch Schimmelpilze in erhöhten Konzentrationen vorkommen können. Diese erhöhten Konzentrationen der Schimmelpilzsporen sind auf Dauer natürlich nicht gut für Deine Gesundheit. Und es gibt da auch einige Arten, die sogar richtig gefährlich sein können. Und die 2 großen Fruchtkörper sind ja auch schon angeschimmelt....


    Aber ihr trocknet und saniert ja schon. Und zu einer fachgerechten Sanierung gehört es ja dazu, dass man eine Gefährdungsanalyse macht....


    Liebe Grüße

    Kerstin

    Hallo,

    auf keinen Fall sind das Violette Rötelritterlinge.


    Bei den Stockschwämmchen sage ich ein ganz vorsichtiges "ja" bei denen, wo der Stiel zu sehen ist (2. Foto). Auf dem ersten Foto sehe ich Pilzhüte, unter denen noch andere Sachen wie Stockschwämmchen in Erscheinung treten könnten....


    Liebe Grüße

    Kerstin

    Hallo Matthias,


    ja, die Linie sehe ich auch. Aber ich sehe kein Netz auf dem Stiel sondern Flocken. Auf dem letzten Bild, direkt unter dem Hut, der Teil des Stieles, der nicht angefressen ist....


    Liebe Grüße

    Kerstin

    Hallo Matthias,


    warum nicht der Flockenstielige Hexenröhrling?? Ich meine auf dem letzten Bild eher Flocken als Netz am Stiel (ganz oben) zu sehen und der Buchenwald würde auch passen. Freilich sind die Flocken nur ganz oben gut zu sehen, der restliche Stiel ist ja schon sehr angeknabbert....


    Liebe Grüße

    Kerstin

    Liebe Pilzfreunde,

    ich glaube, ich hab´s raus...zumindest bin ich auf einem Weg, der sich gut anfühlt .... ==Lehrer

    Ich denke, dass es eine Art aus der Gattung Peziza ist!


    Leider sehe ich keine Schläuche, nur die Sporen, die schlauchförmig angeordnet sind und auch keine Paraphysen. Kann das sein, das Schläuche und Paraphysen im trockenen Zustand nicht mehr sichtbar sind, zerfallen o.ä.? Wenn ich das Präparat etwas quetsche habe ich dann nur wieder die Einzelsporen im Bild.



    Kann mir jemand die Peziza bestätigen? Komme ich noch irgendwie an die Art ran?


    Liebe Grüße

    Kerstin

    Liebe Pilzfreunde,


    dieser kleine vertrocknete Fruchtkörper sucht einen Namen, ich komme hier irgendwie nicht weiter und hoffe, ihr könnt mir helfen. Leider fehlen mir die Fundort-Infos, da er mir so vorgelegt wurde.


    So sieht er aus:

    Oberseite:


    Unterseite:


    Die Oberfläche des Fruchtkörpers ist krustenartig, ich sehe da weder Poren noch Röhren oder Lamellen - ähnliche Strukturen. Innen ist er hohl.


    Bei der Mikroskopie finde ich ovale, hyaline Zellen, die ich als Sporen vermute (15x9µm)


    ...die aber auch in Komplexen auftreten:


    Weiter habe ich von der Oberfläche des Fruchtkörpers mit Pinzette etwas abgemacht und finde auf dem Zellmaterial wieder diese "Sporen"...in Reih und Glied!! Sind das wirklich Sporen?



    Hat irgendjemand eine Idee, die mir weiter hilft, den zu benamsen?


    Danke und viele Grüße

    Kerstin

    Danke Andreas!! :Kuschel:


    Ich habe noch einmal gefärbt und es hat tatsächlich geklappt: blaue Sporen!!! :ghurra:


    Aber da stellt sich mir eine ganz neue Frage: Warum sind nicht alle Sporen gefärbt?? Ca. die Hälfte ist nicht gefärbt!!


    Danke und liebe Grüße

    Kerstin

    Liebe Pilzfreunde!!


    Mir wurde ein Fruchtkörper eines resupinaten holzzerstörenden Pilzes vorgelegt und ich bin mit meiner Bestimmung bei dem Braunen Kellerschwamm (Coniophora puteana) herausgekommen. Könnt ihr das bestätigen? Bei mir sind da nämlich so ein paar kleine Unsicherheiten ?(


    Beschreibung:

    • Fruchtkörper zu großen Teilen weiß (Zuwachsrand) und zu einem kleinen Teil braun (Sporenbildung). Unterseite schwarz
    • Konsistent des Fruchtkörpers ledrig, filzig
    • Geruch des Fruchtkörpers pilzlich bis leicht muffig
    • Auf der Oberfläche des Fruchtkörpers mehrerer braune, ca. 1 mm dicke Warzen
    • Gelbbraune Sporen mit Öltropfen im Inneren, elliptisch, Größe: 12x6µm

    und so sieht das gute Stück aus:


    Ich erkenne in dem sporenbildenenden Bereich Warzen, die ja typisch für den Kellerschwamm sind. Da ich vorher noch nie einen Kellerschwamm gesehen habe und auf Bildern in der Literatur die Warzen über den gesamten Fruchtkörper verteilt sind, bin ich mir nun gar nicht sicher, ob das wirklich Warzen sind oder vielleicht eine Wachstumsanomalie? Jedenfalls finde ich keinen anderen holzzerstörenden Pilz, der Warzen ausbildet. Meine Frage nun, sind das wirklich Warzen?


    Hier noch ein Bild der Sporen (ca. 12x6µm)


    In der Literatur habe ich weiterhin gelesen, dass die Sporen des Braunen Kellerschwammes cyanophil sind. D.h., sie lassen sich mit Baumwollblau anfärben. Aber wie sieht das aus, wenn sich hellbraune Sporen mit Baumwollblau anfärben lassen? Werden die knalle-blau? Ich habe mal mit Baumwollblau gefärbt und dieses Ergebnis erhalten (so einen leichte Blaufärbung kann man erkennen, finde ich!!):


    Über Eure Hilfe zur Bestimmung des Pilzes wäre ich sehr dankbar!


    Viele Grüße

    Kerstin

    Liebe Pilzfreunde!!


    Bei uns in Sachsen starten die Sommerferien und mich haben viele Horteinrichtungen mit meiner Pilzberatung für Kinder zu sich eingeladen! :)


    Mich begleitet auf jeden Fall immer das Kasperle, er ist da ganz eifrig und wenn es heißt, es geht los, sitzt er ganz schnell im Auto und will losfahren:


    aber vorsichtig....denn auch das Hexlein bekommt mit, wenn wir starten und verpasst das auch nicht:


    Jedenfalls ging es heute nach Bautzen, mit den Kindern in den Wald. Die gefundenen Pilze werden bestimmt und drüber gesprochen, ob diese essbar oder giftig sind, wie hier der Klebrige Hörnling:


    Anhand einer Geschichte der "Familie Wulstling" mit Papa Fliegenpilz, Mama Perlpilz und den drei Kindern Grüner Knollenblätterpilz, Grauer Wulstling und Pantherpilz werden die Merkmale der Pilze genau beschrieben. Ich habe mir diese Geschichte über die Pilze ausgedacht, weil es hier giftige und essbare Pilze gibt, die sich so ähnlich sehen:


    Um die Merkmale ganz genau anzuschauen verwende ich Pilzmodelle vom Pilzkundekabinett Reinhardtsgrimma, zum Beispiel der Grüne Knollenblätterpilz und der Steinpilz:


    Zum Schluss gibt es noch ein Kasperletheater im Wald. Heute hat sich der Kasper über Pfifferlinge (er hält einen in der Hand!!) gefreut, normalerweise kaufe ich immer Champignons, damit ich Pilze für den Kasper habe, die Champignons hätte ich aber gar nicht gebraucht, es gibt ja gerade Pilze :)


    Die Hexe hat auch ihr Unwesen getrieben, sie möchte nämlich den Kasper mit Fliegenpilzen vergiften, aber da hat sie nicht mit den Kindern gerechnet. Die helfen nämlich dem Kasperle und retten ihn so vor einer Pilzvergiftung und fangen schließlich die Hexe noch ein ins Hexengefängnis ;):


    Nach meiner Pilzberatung im Hort hat der Kasper seinen wohlverdienten Feierabend bekommen und ich bin noch einmal in einen Wald nördlich von Bautzen gefahren. Ich liebe diesen Wald, denn dort hat es immer Pilze gegeben. Deshalb hat er von mir auch den Namen "Traum-Zauber-Wald" bekommen. Heute bin ich aber total erschrocken, dass es feucht dort ist, das hatte ich gehofft, dass aber große Teile des Waldes unter Wasser stehen, damit habe ich nicht gerechnet. An einer anderen Stelle war das Wasser bereits versickert.


    Dennoch hat der Wald heute wieder gezeigt, dass ich ihn auf den richtigen Namen getauft habe: Pfifferlinge, Cantherellus cibarius, ohne Ende. Auf allen Vieren bin ich durchs Gestrüpp gekrochen....


    weiter gab es noch ganz frische Rotkappen: die Laubwaldrotkappe Leccinum aurantiacum und die Weißstielige Rotkappe Leccinum leucopodium:


    weiterhin habe ich noch gefunden:


    Perlpilz, Amanita rubescens


    Grauer Wulstling, Amanita excelsa:


    Grauer Scheidenstreifling, Amanita vaginata:


    Steinpilze, Boletus edulis, die waren schon weit mehr als überständig;(:


    Speisetäublinge, Russula vesca:


    und viele und vor allem große Heidelbeeren:


    Und nun muss ich mich mal outen :S: Immer wenn hier von Sommersteinpilzen berichtet wird, freue ich mich mit dem Finder, bin aber immer ein klein wenig traurig, denn ich habe bislang noch nie selber welche finden dürfen. Aber jeder hat sein berühmtes "erstes Mal" und heute war es bei mir so weit, eigentlich bin ich noch im Herbsttrompeten-Glück, und nun kommt schon ein weiterer persönlicher Erstfund dazu :ghurra:: Eichen-Steinpilze, Boletus reticulatus


    Die standen auf dem Hortgelände rum, unter Eichen. Und das gleich so viele, das hat die Kinder gefreut und natürlich auch das Kasperle:


    Ein gelungener Tag, es folgen noch viele weitere Pilzberatungen in Horteinrichtungen, wenn uns da auch so viele Pilze erwarten, da freue ich mich riesig drauf :)


    Und die lassen wir uns morgen zum Mittag schmecken:


    Liebe Grüße

    Kerstin

    Liebe Pilzfreunde!


    Ich hatte heute eine kuriose Pilzberatung: Mich rief ein Pilzsucher an, er hätte Herbsttrompeten gefunden, ist sich aber nicht sicher, da er diese noch nie gesehen hat, ob er damit mal vorbeikommen kann. NATÜRLICH kann er das, so etwas lässt man sich doch nicht entgehen!! :gbravo: (Im Hinterkopf: Wer weiß, was der jetzt anbringt :gomg:) Darauf meinte er "Gut, ich geh in den Wald und hole sie und komme dann zu Ihnen!!" Er hatte sie nämlich stehen gelassen, weil er sie nicht kannte. Sehr vorbildlich!! Und das habe ich gleich genutzt und gefragt, ob wir zusammen an diese Stelle gehen können, denn am Fundort lassen sich die Pilze am besten bestimmen, stimmt´s? g:D

    Gesagt....getan....


    Und dann das:


    Herbsttrompeten in ihrer vollen Schönheit:


    und daneben stand mal eben die Krause Kraterelle:


    auf dem Rückweg dann fanden wir noch das Europäische Goldblatt:


    Mein Pilzsammler hat sich dann so einiges mitgenommen, die Grüngefelderten Täublinge waren da eher noch ein kleineres Beiwerk und heute wenig bedeutsam:


    Und ich heute im absoluten Pilzglück mit drei Erstfunden in einer Stunde!! Na gut, gefunden habe ich die Pilze ja nicht sondern ich wurde dahin ge(ver)führt...:love:


    Liebe Grüße

    Kerstin

    Liebe Pilzfreunde,


    ich habe heute unter Hainbuchen 2 Pilze gefunden, die mich ganz verunsichert haben g:( leider fehlen die Standortfotos, da ich die Knippse zu Hause hatte :gomg:


    Pilz 1

    • gefunden am Straßenrand auf Wiese unter jungen Hainbuchen
    • Hut samtig dunkelbraun (so kenne ich die Farbe eigentlich nur bei Flockenhexen)
    • Röhren kräftiges dunkelrot
    • gelber Stiel mit kräftigem, deutlich rotem Stielnetz
    • leichtes blauen bei Verletzung

    Bei dem Pilz bin ich mir eigentlich sicher, dass es sich um den Netzstieligen Hexenröhrling handelt!!



    Pilz 2

    • am gleichen Fundort gefunden, aber schon ein paar Meter entfernt von dem kleineren Pilz, aber immer noch unter den jungen Hainbuchen
    • Hut ebenfalls dunkelbraun, schon fast ein bisschen grünlich schimmernd
    • Röhren kräftiges orange
    • So, und jetzt kommt es: der Stiel war ganz glatt gelb, da könnte man ein Netz wirklich nur erahnen. Durch die Berührung beim Abmachen des Pilzes aber auf einmal ein extremes blauen, und auf einmal war ein blaues Stielnetz (rund um der Berührungsstelle) zu sehen.

    Ist das auch ein Netzstieliger Hexenröhrling?



    Vielen lieben Dank für Eure Hilfe bei der Bestimmung!


    Liebe Grüße

    Kerstin

    Hallo Matthias,


    ob das pilzliche Strukturen sind oder nicht, das kannst Du ganz einfach selber feststellen: Mach bitte einen Wassertropfen auf einen Teller oder in eine Schüssel (am besten eignen sich dunkle oder durchsichtige mit schwarzer Unterlage, da siehst Du es am besten), und gib einfach mit einer Pinzette (oder auch Löffel) von den Strukturen etwas in den Wassertropfen - löst es sich aus, sind es Salze, schwimmt es in dem Wassertropfen, ist es sehr wahrscheinlich etwas pilzliches.


    Ich stimme Pablo zu. Ich sehe hier auch eher auskristallisierte Salze, d.h., die müssten sich in Deinem Wassertropfen auflösen. Ich stimme Pablo weiter zu, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass da bei Dir im Keller trotzdem die Schimmelpilze irgendwo verdeckt vor sich her wachsen .... X/


    Viele Grüße

    Kerstin

    Liebe Ulla,

    auch ich möchte Dir noch einmal ganz herzlich für den tollen Vortrag danken!! Ich werde in Zukunft auf jeden Fall die Augen für Schleimpilze offener halten :)


    Liebe Ulla, könntest Du bitte noch einmal deine Empfehlungen für Bestimmungsliteratur geben!! Das war eine Folie ganz am Anfang, da bin ich nicht mit Abschreiben hinterher gekommen...?(


    Liebe Grüße

    Kerstin