Beiträge von Bibliothekar

    Hallo Claudia,


    die Forschung nach Inhaltsstoffen in Pilzen ist zu einem Hauptzweig der Mykologen weltweit geworden. Besonders im asiatischen Raum werden damit gigantische Summen verdient. Nur steht am Ende oft ein wirksames Medikament und nicht der Name des Pilzes. Ziel ist in der Regel, die Wirkstoffe aus dem Pilz zu synthetisieren oder nutzbringend zu modifizieren. Dann läuft das Geschäft. Geschäft braucht Masse, Maschinen und Käufer.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo,


    es ist trügerisch aus dem Fund eines bestimmten Wirkstoffes in einem Pilz die Wirkung des natürlichen Pilzes abzuleiten, indem man ihn auf irgendeine Art und Weise zu sich nimmt.

    Sehr oft werden mit den, meist isolierten, Inhaltsstoffen zum Beispiel antibiotische Effekte im Tierexperiment festgestellt aus denen man dann Schlüsse zieht. Häufig sind es aber auch erst synthetische Veränderungen des Grundwirkstoffes, die dann einen gewünschten Effekt bewirken. Mensch plus Pilz können aber diese Laborexperimente so nicht nachbilden. Der Konjunktiv fühlt sich bei den Vitalpilzen sehr gut, aber eben auch in vielen der Studien, wenn es um die Frage der Wirkung für den Menschen geht. Das Risiko beim Verzehr aufgebrühter Pilze mit vielen positiven und auch negativen Wirkstoffen muss jeder für sich selbst abschätzen. Kritisches Hinterfragen ist dabei eine gute Versicherung.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo,


    man sollte einfach akzeptieren, dass die Mykologie eine relativ junge Wissenschaft ist, die noch viele Überraschungen bieten wird. Das hindert aber nicht daran, sich mit ihr zu beschäftigen. Wie bei jeder Wissenschaft eben, soweit man selbst dabei in die Tiefe gehen kann und auch will. Der Bandbreite dessen, was man als Begeisterung für die Pilzwelt entgegen bringen kann tut es sicher keinen Abbruch. Wissen liegt immer auch irgendwo im Ungefähren. Die Wege zur "Wahrheit" sind ein riesiger Irrgarten, aber eben oft nicht nur mit einem Ausgang. Der tiefere Blick brachte ja oft auch in der Vergangenheit schon Aufruhr. Ich denke da an Teleskop, Mikroskop und Quantentheorie. Mitunter erschütterte der Forscherdrang dann auch ganze Weltbilder. Wir sollten versuchen uns so gut es geht in der volatilen Welt der Mykologie einzurichten. Nicht Frust, sondern Begeisterung sollte uns leiten.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo rumpel,


    da die Anzahl der tödlichen Pilzvergiftungen insgesamt nicht spektakulär ist, halte ich nicht sehr viel von dieser Aussage. Für Sachsen-Anhalt gibt für den Zeitraum von 1971 bis 2012 gerade 118 Todesfälle. Die meisten durch den grünen Knollenblätterpilz.


    Es geht wohl um Pilzvergiftungen allgemein durch Gammelpilze. Da dürfte diese Aussage durchaus stimmen.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Liebe Pilzfreunde,


    ich erhielt heute von Jochen Girwert die traurige Nachricht, dass Frank Putzmann von den Thüringer Pilzfreunden unerwartet verstorben ist.

    Wer ihn kannte, das werden wohl nicht wenige sein, wird meine große Trauer teilen.


    Traurige Grüße

    Stefan F.

    Hallo,


    Es ist doch aber nicht das Tier das Wichtigste, sondern Das, was es wo gefressen hat, oder?

    Der Elefant aus der Serengeti wir wohl anderes liefern, als der Elefant aus Südafrika.

    Werden die Pilze im Darm nur gefördert oder besiedeln sie dann erst das Substrat oder gibt es beides?

    Wenn das meine Frau wüßte, ich hier bei den Koprophilen ...


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Hagen,


    entscheidend wird sein, dass es sich hier vermutlich um behandeltetes Material handeln wird. Der Versand von Frischmaterial über Grenzen, mit allen möglichen Kontaminationen, würde niemals öffentlich beworben werden.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo,


    ich glaube wir kommen dann auch an einen Punkt, wo wir differenzieren müssten. Die Wachstumsbedingungen und -erfordernisse für Mykorrhizapilze, unterschiedlicher Formen, unterscheiden sich doch sicher erheblich von denen der Saprophyten und der Parasiten. Der Mykorrhizapilz müsste ja von Symbiosepartner zu Symbiosepartner weiterwandern, um Zugang bitten, sich eindrängeln oder feststellen, der Partner hat schon andere Partner und läßt mich nicht ran. Er könnte aber auch, ohne großes Wachstum, den Zustand, mit einem vitalen Partner, festigen und ausbauen. Der Saprophyt wird dem Substrat mit dem besten Angebot folgen wollen und könnte dabei an Grenzen oder widrige Einflüsse stoßen. Der Parasit sucht sich einfach ein neues Opfer und wird nur durch sein Aggressionsvermögen oder den Mangel an Opfern begrenzt. Bei den Klein- und Mikropilzen sieht es sicher auch wieder anders aus. Da sind vielleicht kurzlebige Strategien vorteilhafter.


    Interessant auch, was bewegt den Pilz, der womöglich gar keine vorgegebene Lebensdauerbegrenzung hat, sich durch Sporen- oder Konidienbildung mögliche Konkurrenzmycelien zu schaffen? Wann ist ein Mycelium ohne Fruchtkörper ein toter Pilz? Welche Strategie ist vorteilhafter?


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Michael,


    es besteht ja durchaus die Möglichkeit, dass sich aus den Sporen ein neues, frisches Mycelium bilden könnte. Dies könnte dann später, weil ja vor Ort die Bedingungen (Baum, Boden) stimmen, auch Fruchtkörper bilden. Dem schon vorhandenen Mycelium dürfte es vermutlich egal sein.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo,


    die echten Stäublingsgenießer berichteten mir, dass sie die Pilze regelrecht schälen vor der Zubereitung. Ich hatte mal bei meiner Frau gekostet und fand es nicht besonders genußvoll. Ungeschält, im Mischpilzgericht, fand ich sie sogar unangenehm und störend.


    Beste Grüße

    Stefan F.