Allerdings sind die Silberlinden mWn auch Neophyten... Und da ist das Problem zu suchen.
Grundsätzlich können Neophyten ein Problem sein.
In diesem Fall ist das Problem aber die immer weitere Industrialisierung der Landwirtschaft, die auf Grasanbauflächen (früher "Wiesen" genannt) keine Blütenpflanzen mehr zulässt.
Die Grenze zwischen insektenfreundlich oder nicht läuft nicht entlang der Grenze einheimisch oder nicht, auch wenn das auch von Naturschutzverbänden manchmal behauptet wird.
Gerade für Gärten sind Blütenpflanzen der östlichen und nordamerikanischen Steppen oft die bessere Wahl, weil sie 1. besser an den aktuellen Klimawandel angepasst sind und sie 2. bis zum Herbst blühen, während sich die klassischen einheimischen Wiesenblumen an eine Mahd im Sommer angepasst haben, und zu diesem Zeitpunkt bereits reife Samen haben müssen.
Und einige der "Neuen" (nicht alle) sind absolute Insektenmagneten, wie der Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum), das Brandkraut (Phlomis). Zierlauch (Allium), oder Rasselblume (Catananche).
Im übrigen wandern ja gerade auch Insekten von Süden ein, was bei einer Verschiebung der Klimazonen ganz normal ist. Warum sollte das bei Pflanzen anders sein?
Wolfgang
