Beiträge von Wolfgang P.

    Hallo Pilzkörble,

    ob die Champignon-Regeln von 123 genügen, hängt auch davon ab, wie Du es selbst mit extrem Cadmium-sammelnden Arten und mit extrem Agaritin-haltigen Arten halten willst.

    Die würden bei 123 noch durchgehen, sind aber umstritten. Wenn Du auch diese Risiken meiden willst, kaufst Du die Champignons am besten im Supermarkt.


    Grüße,


    Wolfgang

    Neben der von dir genannten Art hatte ich auch C. cinnamomeus im Visier (Winkler/Keller Seite 660). Allerdings soll diese Art mit Kalilauge am Stielfleisch orange bis rot verfärben, was nicht geschehen ist.

    Wie konzentriert war Deine KOH?

    Für Schleierlinge nimmt man ja sonst oft 20%, aber die Pigmente der Hautköpfe färben schon mit schwachen Laugen wie NH3 oder 3% KOH um. Gut möglich, dass mit starkem KOH alle Dermocyben schwarz werden.

    C. cinnamomeus hat normal leuchtend orange Lamellen, das sehe ich bei Deinem Fund nicht. Eher rein gelb, und durch ausfallende Sporen leicht rötlich. Für solche Fotos ist eine Tageslichtlampe mit hohem CRI nützlich.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hi Frank,

    eine Dermocybe ist das sicherlich.

    Zur Artbestimmung ist die Farbe der Lamellen sehr wichtig - und die ist auf Deinen Fotos von Bild zu Bild sehr unterschiedlich.


    Das Foto, das mir am wenigsten verfälscht aussieht, könnte zu Cortinarius cinnamomeoluteus passen. In dem Umfeld ist die Artbestimmung aber schwer.


    Grüße,


    Wolfgang

    Ich fange mal mit Psilocybe cyanescens als Tipp an und freue mich auf Mitratende.

    ...das ist mir auch durch den Kopf gegangen, aber so ganz ohne blau?

    Jetzt sehe ich aber, dass auf dem Übersichtsfoto ganz viele Fruchtkörper blaustielig aussehen, nur das Exemplar des Detailfotos nicht.


    Hier muss bohlinni nachlegen und mehr Fruchtkörper nach blaugrünen Tönen absuchen und hier dokumentieren.


    Die Menge reicht dann jedenfalls für einige Tripps ;)


    Wolfgang

    Hallo Andreas,

    Du zeigst korrekt eine Kammkoralle und einen Geflecktblättrigen Flämmling.


    Die Kammkoralle wächst auf Boden (Mykorrhiza), ein Stachelbart kommt immer aus Holz. Leider finde ich zu selten Stachenbärte, als dass ich das Verzweigungsmuster im Kopf hätte.


    123 solltest Du als Quelle mit Vorsicht verwenden - zu viele Fehler.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Wanderer,

    was du so schreibst, werden Dir die Odenwälder vermutlich auch nicht so viel helfen können.

    Da musst Du schon Spezialkurse besuchen, oder dich mit einzelnen Experten privat treffen. Oder mal in der Uni Frankfurt bei Frau Piepenbring fragen, ob Du bei Studentenexkursionen mitgehen darfst.

    In ihrer Gruppe sind z.Z. mehrere excellente Pilzkenner*innen.

    Wenn Du den Radius erweiterst, kommt als Verein zuerst Sulzbach/Taunus dazu, da sind auch Leute von denen man viel lernen kann.

    Dann kommen Bingen und Mannheim. Da wir in Bingen nach der Exkursion die Funde mikroskopieren, lohnt sich vielleicht mal die lange Anfahrt für den ganzen Tag...


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Wolfgang, ein tolles Tool. Weißt du ob es das auch für andere Bundesländer gibt?

    Die FFH-Gebiete sind EU-weit so dokumentiert, aber ich glaube nicht überall sind alle Daten online verfügbar.


    RLP hat auch ein gutes Tool, Thüringen ist am besten, in Niedersachsen und Hessen fand ich es umständlicher, andere Bundesländer hab ich nicht probiert.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Wanderer,

    Die DGfM hat eine Seite mit Pilzvereinen.

    Die ist zwar leider nicht immer aktuell, aber im Rhein-Main-Gebiet sollte das m.E. passen.


    Ich denke auch, dass Du in den Vereinen am leichtesten Personen findest, von denen Du was lernen kannst.


    Bingen ist vom Odenwald weit entfernt, aber wer mykologisch dazulernen will, kann das bei uns, deswegen haben wir einen Einzugsbereich bis Bonn.


    Grüße,


    Wolfgang

    ... hmmm, müsste man nicht bei dem Standort auch über den Weißseitling Pleurocybella porrigens nachdenken?

    Mehr kann ich nicht dazu beitragen, weil ich hier keine Bergnadelwälder habe... nur so ne Idee.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hi Timm,

    Augsburg hat solche Wiesen - frag mal Andreas Kunze, der dort lange gewohnt hat.

    Hier im Forum ist er meines Wissens nicht aktiv, aber im DGfM-Forum kannst Du ihm eine PN schicken (Username Andreas Kunze), oder bei Facebook, da kenn'ich mich aber wieder nicht aus.


    Oder Du suchst in den Natura-2000-Daten nach den Lebensraumtypen wie 6210 (Kalkmagerrasen), 5130 (Wacholderheiden), 6520 (Berg-Mähwiesen), 6510 (Magere Flachland-Mähwiesen).


    Dort findest Du z.B. unter

    NATURA 2000 in Bayern - Managementpläne - LfU Bayern

    detaillierte Karten zu den Lebensraumtypen in den Lechauen zwischen Königsbrunn und Augsburg.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Frank,


    anhand der Sporen und/oder Zystiden kann man den olivbraunen, den gewöhnlichen und den giftigen problemlos unterscheiden. Kennst Du einen Mikroskopiker?


    Der giftige, C. brunneum, hat meistens eine deutlich gerandete Knolle, während die von C. rhacodes eher zwiebelförmig ist wie bei Dir.


    Gruß,


    Wolfgang

    Habe gerade im neuen Kosmos Handbuch Pilze nachgeschaut, von den dort aufgeführten Arten kommt Macrolepiota wegen dem völlig glatten Stiel ohne Natterung eigentlich nicht in Betracht. Bei Chloropyllum kommt der Olivbraune wegen der Hutfarbe eigentlich nicht in Betracht, da bleibt nur noch C. brunneum, wenn man einmal von dem ominösen C. venenatum absieht (C. molybdites kann es wegen der weißen Sporenfarbe nicht sein).

    ist Chlorophyllum rhacodes nicht drin in dem Buch? Das wäre nämlich mein Tipp.


    Gruß,


    Wolfgang

    Aus meiner Sicht kommen aufgrund der fehlenden Abzweigungen des FK wohl eher nun die gelben Wiesenkeulen in frage.

    Diese wären C. hevola (goldgelbe Wiesenkeule), C. laeticolor (schöne Wiesenkeule) oder C fusiforms (Spindelförmige Wiesenkeul).

    Hallo magicman,

    Von der verzweigten (C. corniculata) gibt es auch eine forma simplex . Die riecht nach Mehl.

    Auch hast Du luteoalba nicht betrachtet die bei mir aber immer aprikosenfarben daherkommt.

    C. fusiformis ist gewöhnlich größer.


    Die wahrscheinlichste ist helvola, eine weit verbreitete Art.


    Gruß,

    Wolfgang

    kommt ja nur Rebhuhn- oder Perlhuhn- in Frage.


    Wie beide sich genau abgrenzen, hab ich vergessen, und auch gerade keine Literatur zur Hand. Jedenfalls komplizierter als 123 glauben lässt.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hi Lukas,

    Bovista furfuracea kann so aussehen, aber ohne reife Sporen kann man ja nicht mal die Mikros prüfen.


    So wird der leider unbestimmt bleiben. Wenn Du mal wieder dort hinkommst, guck' nach reifen Fruchtkörpern.


    Grüße,


    Wolfgang