Beiträge von Wolfgang P.

    Allerdings sind die Silberlinden mWn auch Neophyten... Und da ist das Problem zu suchen.

    Grundsätzlich können Neophyten ein Problem sein.


    In diesem Fall ist das Problem aber die immer weitere Industrialisierung der Landwirtschaft, die auf Grasanbauflächen (früher "Wiesen" genannt) keine Blütenpflanzen mehr zulässt.


    Die Grenze zwischen insektenfreundlich oder nicht läuft nicht entlang der Grenze einheimisch oder nicht, auch wenn das auch von Naturschutzverbänden manchmal behauptet wird.


    Gerade für Gärten sind Blütenpflanzen der östlichen und nordamerikanischen Steppen oft die bessere Wahl, weil sie 1. besser an den aktuellen Klimawandel angepasst sind und sie 2. bis zum Herbst blühen, während sich die klassischen einheimischen Wiesenblumen an eine Mahd im Sommer angepasst haben, und zu diesem Zeitpunkt bereits reife Samen haben müssen.


    Und einige der "Neuen" (nicht alle) sind absolute Insektenmagneten, wie der Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum), das Brandkraut (Phlomis). Zierlauch (Allium), oder Rasselblume (Catananche).


    Im übrigen wandern ja gerade auch Insekten von Süden ein, was bei einer Verschiebung der Klimazonen ganz normal ist. Warum sollte das bei Pflanzen anders sein?


    Wolfgang

    der kleine Champi links unten hat einen so eckigen Hut, dass ich auf Karbolchampignon wetten würde.


    Mit "Champi+Wiese = Wiesenchampignon" ist die nächste Phenolvergiftung fast garantiert.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo,

    das kann leider alles Mögliche sein, ich würde z.B. auch Flämmlinge nicht ausschließen (auch wenn die schon ziemlich durchwässert sein müssen, bevor sie so durchscheinende Riefung zeigen).

    Ohne es gut begründen zu können, würde ich Tubaria für unwahrscheinlich halten.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo an alle,


    ich würde leichte Bedenken anmelden.


    Auf meinem Bildschirm hat der Hut doch eine recht deutliche Rot-Komponente, was ich von oreadiformis so nicht kenne. Auch den so franseligen Hutrand habe ich bei meinen Funden nicht, soweit ich mich erinnere.


    Könnte es nicht auch einer von den rötlichen Cystodermas sein (terrei, granulosum, oder was es da noch gibt)?

    Auch wenn das Stielvelum zugegeben nicht so gegürtelt ist, wie für Cystoderma typisch wäre.

    Vom Standort Sand-Kiefern-Heide würde das noch besser passen als L. oreadiformis.


    Ein Mikro könnte natürlich in 1 min Klarheit bringen.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hi Lockpicker,

    ein seltsames Teil hast Du da gefunden.

    Mittelgroße weiße Pilze gibt es in zahlreichen Gattungen, aber irgendwie will für mich nix so ganz passen:


    Riesenrötling (Entoloma)? Müsste stärker gefärbte Lamellen haben.

    Krempentrichterling (Leucopaxillus)? Sollte einen eingerollten Rand haben.

    Mehlräsling (Clitopilus)? Müsste herablaufende Lamellen haben.

    Ritterling (Tricholoma)? Im Frühjahr nicht zu erwarten.


    Veilchenritterling (Lepista)?

    Ich glaube, unter den Raslingen (Lyophyllum) könnte es auch noch was geben.

    Ganz würde ich den Maipilz (Calocybe) auch nicht ausschließen.


    Grüße,


    Wolfgang

    Pilz Nr. 3 könnte aufgrund der sehr speziellen, gedrungenen Struktur und des knopfförmigen Hutes der Stadtchampignon sein

    Ja, dafür würde auch der doppelte Ring sprechen, der im Querschnitt schon deutlich angelegt ist.

    Den Habitus finde ich persönlich bei einem so jungen Champi als Merkmal weniger geeignet.


    Am Ende kann man so ein Baby aber meist einfach nicht bestimmen - nicht einmal mit Mikroskop, weil die Sporen noch nicht reif sind.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Huenchen,

    beim Pilzesammeln ist Dein größter ökologischer Fußabdruck, wenn Du mit dem Auto von der Wohnung zum Wald fährst. Auf Platz 2 kommt die Trittbelastung, wenn Du abseits der Wege durch den Wald läufst.

    Wenn Du einen abgeschnittenen wurmigen Pilz im Wald lässt, so dass er noch aussporen kann, kann er seine ökologische Funktion noch fast komplett erbringen, und der Fußabdruck Deiner Aktion ist m.E. nahe 0.


    Grüße,


    Wolfgang

    Erstaunlich, dass diese Frage seitdem mehr als 4 Jahre lang im Fragenkatalog verblieben ist.

    Hallo an alle,

    hat denn irgendjemand diese Punkte als Verbesserungsvorschläge formal bei der Sprecherin des FA PSV eingereicht?

    Oder vielleicht sogar dem FA Unterstützung bei der Überarbeitung angeboten?


    Einfach nur in einem freien Forum vor sich hin kritisieren ist halt zuwenig. Ändern wird sich nur was, wenn jeder Einzelne aktiv wird.

    Dss ist im übrigen keine Besonderheit der DGfM/PSV- Themen, sondern gilt allgemein.


    Grüße,


    Wolfgang

    Also bei Rau und Hautköpfen einfach nur aussortieren?

    Bei Hautköpfen kann man das sicherlich tun.


    Bei Rauköpfen wäre ich persönlich auch eher im "Team Sicherheit", nur aus dem Bauch raus und aufgrund meines PSV-Background, und wegen der Erziehungsmaßnahme für den Sammler.

    Aber rein toxikologisch liegt die LD-50 (tödliche Dosis für die Hälfte der Labormäuse) bei Orellanin hundertfach höher als bei Amanitin.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo an alle,

    rein toxikologisch betrachtet, muss nur bei Amanitinhaltigen Pilzen das ganze Sammelgut verworfen werden, weil bereits kleinste (!) Mengen eine Organschädigung bewirken.


    Das liegt am enterohepatischen Kreislauf: ein Giftmolekül hat eine Leberzelle zerstört, wird über den Gallenkanal in den Darm abgegeben und dort erneut aufgenommen und in die Leber transportiert, wo es weitere Zellen tötet.


    Bei anderen giftigen Pilzen wäre es eher eine Erziehungs- oder Vorsichtsmaßnahme, aber die Kontamination wird kaum einen Schaden auslösen.


    In einer Prüfung sollte man sich natürlich nach dem richten, was die Prüfer sehen wollen. In einer Führerscheinprüfung sollte man auch nicht 5 kmh zu schnell fahren, auch wenn dabei im Verkehr mitschwimmen würde.


    Wolfgang

    mir wurde schon oft erklärt, auch von einem PSV-Prüfer, nimm es mit den Fragen nicht zu genau und mache dir nicht zu viele Gedanken...

    Ja, ich kenne die Problematik, war schon Beisitzer und weiß auch, wie unglaublich schwer es ist, Fragen für alle Personen unmissverständlich zu stellen. Daher können und müssen die Prüfer (die ja selbst nicht wissen was der Fragen-Autor im Sinn hatte) kulant sein.


    Umgekehrt könnte man aber auch dem FA PSV spiegeln, dass man das Wort "speziell" in dieser Frage durch "gerne" ersetzen könnte. Dann wären auch Erlen-Begleiter als Antwort richtig.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo an alle,


    die Hochgerippte Becherlorchel wäre mir jetzt gar nicht in den Sinn gekommen, vermutlich weil meine eigenen Fundorte auf Sand-Trockenrasen liegen.


    Kelchbecherlinge hätte ich wohl gelten lassen, auch wenn ich selbst sie eher in Schluchtwäldern habe, aber zumindest bei hoher Boden- und Luftfeuchtigkeit.


    In den Rheinauen hier gibt es fast nur Holzzersetzer von Weide, Pappel etc. Daher wäre mein persönlicher Auwaldpilz Nr 1 der Adernseitling Rhodotus palmatus, aber von einem PSV würde ich nicht erwarten, dass er von der Existenz dieser Art weiß.


    Am Boden finden sich oft kleine Schirmlingsartige, wie der Blutblättrige Zwergschirmling Melanophyllum haematospermum oder Mehlschirmlinge Cystolepiota, aber die nehmen nicht nur Überflutungsgebiete (=Auen), sondern auch andere feuchte+nährstoffreiche Böden, wie Wegränder in Parks.


    In den Hartholzauen kommt dann oft der Anemonenbecherling dazu. Aber "speziell" in Auwäldern? Eher nicht.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Rainer,

    eine Becherlorchel (Helvella) sehe ich da eher nicht, eher einen Morchelbecherling (Discotis), oder einen "normalen" Becherling (Peziza).

    Für den Morchelbecherling spricht der Geruch und der Standort.


    Bei dem angedeuteten Stiel ist es aber nicht leicht zu entscheiden.


    Grüße,


    Wolfgang

    Bei der Gattung gehe ich mit Suku mit: das sollte ein Weichritterling Melanoleuca sein.

    Die Art zu benennen, wäre etwas zu vermessen, gerade in einer Gattung in der es noch kein einheitlich akzeptiertes Artkonzept gibt.

    Hallo,

    hmmm, galericulata sehe ich da nicht (Hut zu durchscheinend gerieft, Stiel zu glasig), aber ein Helmling ist es schon und kein Rötling.


    Mein Tipp wäre, dass die rosa Spuren an den Lamellen der Beginn der Rostfleckigkeit des Rostfleckenden Helmlings Mycena zephirus sein könnten.

    Aber ich bin bei Harald: ohne Mikros bleibt das geraten.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Anton,

    für eine seriöse Antwort- egal ob von App oder Mensch- gibst Du einfach zu wenig Information.

    Du zeigst einen Spross - aber aus einem Horst oder einzeln? Welcher Standort genau? Gibt es vorjährige Stängel?


    Grüße,

    Wolfgang