Beiträge von mollisia

    Hallo,


    Robinie und Eichen halten dem Schwefelporling viel länger stand als Obstbäume oder gar die weichholzige Weide.

    Am besten wendest Du Dich an die Stadt, die hat angestellte Baumkontrolleure, denen sowas eigentlich längst aufgefallen sein müsste. Ich glaube die sind beim Gartenbauamt untergebracht. Aber wenn Du bei der Stadtverwaltung nach den zuständigen Personen für Baumsicherung fragst, dann werden die Dich entsprechend verbinden.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    also nee, ich wollte weder sagen dass das eine nachgewiesenermaßen falsch noch das andere nachgewiesenermaßen richtig wäre an Hypothesen ob der Aufnahme von giftigen Inhaltsstoffen. Ich habe auch noch gelernt und auch so in meinen Kursen weitergegeben, dass Schwefelporlinge von Eibe giftig sein können. Es scheint dafür aber nicht nur keine Beweise zu geben, sondern eben auch die Meinung eines seit Jahrzehnten an Inhaltsstoffen in Pilzen forschenden Mykologen, dass dies eigentlich aufgrund des Stoffwechsels nicht sein kann. Ganz klare eindeutige Untersuchungen dazu kenne ich aber nicht. Daher mein Nachfragen nach der Quelle, was halt der leisen Hoffnung geschuldet ist, dass es vielleicht doch eine wissenschaftlich haltbare Untersuchung dazu gäbe.


    In der Pilzberatung bin ich lieber vorsichtig und würde den Leuten erklären, dass die Forschung sich da nicht einig ist, ob Schwefelporlinge von Eibe nicht vielleicht doch giftig sein könnten. Und das wir über jeden gut dokumentierten Fall dankbar sind und sie mögen doch bitte genau mitschreiben wie es Ihnen so geht wenn sie den Pilz trotzdem verspeisen möchten. Komischerweise sind die Leute in ähnlich gelagerten Fällen plötzlich gar nicht mehr sooooo wissbegierig und verzichten lieber auf Selbstversuche *ggg*.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ja, das finde ich ist ein heißer Tipp.

    Woher stammen die Bilder denn? Aus Südeuropa? Dort ist die Art nicht so selten, in Deutschland dagegen sehr.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Otmar,


    nein, die Weide ist nicht mehr zu retten. Sollte sie so stehen, dass sie Schaden anrichten kann durch Umfallen oder abfallende Äste, dann solltest Du sie vorsorglich entfernen. Wenn keine Gefahr von Schäden besteht wäre es schön, wenn sie so lange als möglich stehen bleiben dürfte, da solche halbtoten und ganz toten große alte Bäume ungelaubliche Artenvielfalt beherbergen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    mikroskopisch unterscheiden sich die Arten kaum. Sordida hat ein wenig kleinere Sporen, was aber erst bei statistischer Auswertung von genügend Sporen aussagekräftig sein kann. In diesem Fall sind die makroskopischen Merkmale aussagekräftiger. Oder man sequenziert, aber wer weiß wieviel kryptische Arten sich da noch in dieser Artengruppe verbergen ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Sigi,


    ja, das steht da in Wikipedia, aber bezeichnenderweise ist es nicht mit einer Quelle hinterlegt.

    Prof. Stadler von der Uni Braunschweig hält es für ausgeschlossen, dass der Pilz Taxin oder Toxalbumine aus EIbe bzw. Robinie aufnehmen kann.

    Meines Wissens gibt es auch keinen nachgewiesenen Fall einer solchen Vergiftung.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    der Pilz ist deutlich hygrophan. Daher ist es Lepista sordida, wie fast immer im Frühsommer. Auch die Farbe hat einen Graustich, der typisch für sordida ist, während nuda etwas mehr Rot im Violett hat. Die gleichen Farbnuancen die Cortinarius largus gegenüber variicolor zeigt.

    Im übrigen sind die allerallermeisten nuda-Meldungen aus dem Frühjahr/Frühsommer falsch.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich würde die als sogar typische Lungen-Seitlinge ansehen. Trichteriger Habitus, deutlicher Stiel, Gilben an der Hutkante, helle Färbung, eher dünnfleischig - alles passt perfekt.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Lukas,

    Der Schwefelporling kann Giftstoffe aus dem Substrat aufnehmen. Du hattest vermutlich doppelt Glück damit, die prinzipiell ungiftige Art zu sammeln und dann noch von ungiftigen Hölzern.

    hast Du mir für diese Aussage eine Quellenangabe, wo dies nachgewiesen wurde und auch untersucht wurde, welche?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Nobi,


    warum crinita und nicht scutellata? Wie trennst Du diese beiden? Wegen der Ornamenthöhe 0,5 µm gegenüber bis 1 µm (nach Huijser)?


    Tuppie: Das kannst Du aber nur dann sicher sagen, wenn Du die mikroskopischen Merkmale verglichen hast. Zumal der Wuchs auf Blumentopferde für scutellata/crinita eher ungewöhnlich ist.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Bernd,


    sehr schöne Blümchen gibt's da bei Euch noch!

    Kalkflachmoore sind in Deutschland in den letzten 200 Jahren mindestens 95% verschwunden durch Entwässerung und Überdüngung. Im Saaletal zwischen Saalfeld und Jena gabs vor 200 Jahren über 300 einzelne Kalkflachmoore - heute noch ein einziges das seinen Schutzstatus längst nicht mehr verdient hat, weil es inmitten eines Dorfes zwischen zwei Häusern in einer Baulücke liegt und komplett mit Großseggen und Schilf zugewachsen ist.


    Einige der von Dir gezeigten Arten kenne ich aus dem Alpenraum, z.B. D. ochroleuca und D. cruenta (Seiser Alm). D. traunsteineri ist auch am Feldberg im Südschwarzwald zu Hause, in kalkfreien Rieselfluren auf Granit mit Swertia perennis zusammen.

    Das Karlszepter steht dagegen noch in den TopTen meiner Pflanzenwunschliste ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    das ist der Schwefelporling (Laetiporus sulphureus). Ein schon etwas älteres Exemplar wie man an den vorherrschenden Orangetönen und dem flach ausgebreiteten Fruchtkörper sieht.

    Oder war er zufällig an Nadelholz in höheren Lagen gewachsen? Dann käme noch Laetiporus montanus in Frage.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Heide,


    das würde ich auch mit dem Arbeitnamen Hydnotria bedenken. Im sauren Nadelwald sind die Hypogäen ja relativ überschaubar. Allerdings würde ich erst mal an Hydnotria bailii denken, aber das müsste man mikroskopisch abklären, wie Du ja auch schon selbst gelesen hast.. Es gibt neben michaelis und bailii auch noch weitere Arten mit cuboiden Sporen, also es lohnt sich immer da mal einen schnellen Blick durchs scharfe Glas zu werfen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Lukas,


    prinzipiell richtig so wie Du es darstellst.


    Allerdings sind nicht an jedem Fruchtkörper immer alle Merkmale gleichzeitig zu sehen, schon gar nicht auf Fotos. Da kommt dann eben die Erfahrung ins Spiel, ob ich das Fehlen einzelner Merkmale als Ausschlusskriterium für eine Bestimmung beurteile, oder als Variationsbreite, oder als Darstellungsproblem des Fotos.


    Die vergängliche Volva, die als graue Flocken am Stielgrund bleibt sowie die zylindrische Stielbasis und auch die freien Lamellen sind Merkmale, die ich an diesen Bildern nicht sehen kann. Die starke Hutriefung, das Vorhandensein eines Velum universale und der Gesamteindruck genügen mir aber, um das Teil als Scheidenstreifling anzusprechen. Ich kann in diesem Fall auf die anderen wichtigen Merkmale verzichten. Aber das ginge natürlich nicht wenn es um eine Pilzberatung gehen würde. Abgesehen davon, dass der Fruchtkörper eh zu alt wäre, würden mir da die genannten Merkmale fehlen, um SO sicher zu sein, dass ich jemanden den Pilz essen lassen würde. Bilderraten im Forum ist eben doch etwas anderes als eine Essensfreigabe - aber das nur am Rande, denn darum ging's ja auch gar nicht.


    Für die Bestimmung als Riesen-Scheidenstreifling genügen mir dann die flockigen grauen Hüllreste auf dem Hut, das hat in dieser Form sonst keiner, höchstens noch Amanita friabilis (Erlen-Scheidenstreifling), der aber extrem selten ist und nur in naturnahen Erlenbruchwäldern vorkommt, kleiner ist und etwas andere Färbung hat.


    Ach ja - Disclaimer -

    ob es tatsächlich nur einen Riesen-Scheidenstreifling gibt, oder ob Amanita ceciliae, Amanita strangulata und eventuell noch unbeschriebene Taxa hier eine Artengruppe bilden, die sich zwar molekular aber (noch) nicht morphologisch trennen lässt, das weiß der Dachs.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    and the winner is ......... *trommelwirbel* ............ Rudi :thumbup::thumbup:


    ganz eindeutig Amanita ceciliae, Riesen-Scheidenstreifling.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Christoph,

    Was aber anhand der Bilder klar ist: auch kleine Exemplare von Paxillus obscurisporus sind recht kräftig

    das finde ich nun gerade nicht, denn an den umgedrehten Exemplaren sieht man eigentlich, dass die Goslarer Bankett-Kremplinge sich in Größe und Statur nicht von normalen involutus aus dem Nadelwald unterscheiden. Letzterer kann noch dünnstieliger daherkommen, muss aber nicht und tuts auch oft nicht.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    Kopfzerbrechen verursacht mir diese Kollektion, die sich molekular ebenfalls als P. oscurisporus herausstellte.


    Sehr großer Fruchtkörper, Begleitbaum Hybrid-Pappeln, Straßenrand.

    Das Sporenpulver war für mich eher weinbraun, aber die KOH-Reaktion war grünlich. Also dachte ich an P. validus bzw. ammoniavirescens. Allerdings musste ich dann feststellen, dass nur auf einem Segment des Hutes, etwa ein Viertel, die Reaktion so blaugrünlich war (eine kurze Zeit zumindest, so eine Minute lang etwa), auf dem restlichen Hut war sie von vorn herein violettlich.


    Dass dieser Pilz dasselbe sein soll wie unsere kleinen aus Goslar unter Linde, das fällt schwer zu glauben. Molekular ist aber beides mit 99,5% und mehr P. obscurisporus.

    Und die Ammoniakreaktion, die auf einem Teil des Hutes grün und auf einem anderen violett ist, also die lässt mich am Wert dieser Reaktion doch stark Zweifeln. So wie sie ja bei Xerocomus auch "außer Mode gekommen" ist ....


    beste Grüße,

    Andreas