Hallo zusammen,
mir fällt eigentlich nur noch C. alboviolaceus dazu ein.
LG Karl
Beiträge von Karl W
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Hallo Harald,
unbedingt ein Fall für das NRW-Herbar in Münster. Ich kann mir zwar vorstellen, dass die Art nicht gar so selten ist und sich gelegentlich Exemplare unter makroskopisch bestimmten H. sacchariolens befinden, aber es ist der erste dokumentierte Fund von H. ischnostylum in NRW. Auf Verbreitung Hebeloma ischnostylum (Cooke) Sacc. 1887 gibt es überhaupt nur einen Datensatz.
LG Karl -
Hallo Eike,
wovon könnten die Schneiden denn weiß bewimpert sein, wenn nicht von Zystiden? Ich weiß ja, dass Du den nicht selber untersucht hast, aber eine andere Idee zu dem Pilz habe ich nicht. War eigentlich als Wink mit dem Zaunpfahl gedacht
LG Karl -
Hmm. Ich finde keine Gatung mit mehr oder weniger mandelförmigen, warzigen Sporen und hyphiger Huthaut ohne Zystiden die passt.
Cortinarius sollte wenigstens Reste eines Schleiers haben.
Hebeloma hat auffallende Zystiden, Naucoria auch und andere HDS
Für Gymnopilus passt die Farbe nicht uns fehlen ebenfalls die Zystiden
Da man von dem Stiel nicht viel sieht, hab ich selbst Phaeocollybia nicht ausgeschlossen aber die haben aber auch Zystiden, wenn auch manchmal spärlich.
Irgendwie sehen die Schneiden ja weiß bewimpert aus ???
LG Karl -
Den hatte ich bisher tatsächlich noch nicht im Visier, da es auch keine neue Literatur zu der Art zu geben scheint.
Oder hat den schon jemand zu Coprinopsis gestellt, wo er zwischen stercorea und foetidella stehen sollte?
In der Tat hatte ich gelegentlich "zu großsporige" stercorea-Funde, die in der Tat velox hätten sein können.
Hallo Nobi
C. velox ss. Locquin hat doch Pileozystiden. Die Ähnlichkeit mit C. stercorea hat C. velox ss. Lange.
LG Karl -
Hallo Eike,
wie ist denn Die Hutdeckschicht aufgebaut?
LG Karl -
Nur finde ich auffällig, daß ich bisher keine Übergänge zwischen den weißhütigen Wollstieligen und den braunhütigen Wollstieligen gesehen habe. Entweder sind die mir so begegnet wie die bei dir links im Bild, oder so wie die rechts im Bild. So Zwischendinger, mit weißbraun fleckigem, oder blass bräunlichem Hut: Fehlanzeige. Ist aber nur eine ganz persönliche, und darum höggschd unvollständige Betrachtung.Hallo Pablo
Die Gattung Leccinum ist ja in dem neuen Band Flora Agaricina Neerlandica Vol. 7 enthalten und bearbeitet von Noordeloos & Den Backer. Ich bin noch nicht durch mit der Gattung, aber einige Änderungen sind mir schon aufgefallen. So gibt es jetzt von L. versipelle eine var. percandidum und die graubraunen Wollstieligen sind jetzt L, cyaneobasileucum var. brunneogriseolum
LG Karl -
Hallo Karl,
danke für die Darstellung. Also muss man sich hier entscheiden, welchem Werk man mehr Aussagekraft beimisst und seine Bestimmung daran orientieren? Oder FNE eine fehlende Darstellung von H. ischnostylum als eigene Art bei gleichzeitiger Vermischung mit H. fusisporum vorwerfen und sich nach dem Werk richten, dass beide Arten miteinbezieht?
LG, Jan-Arne
Hallo Jan-Arne,
FE 14 setzt ja auf FNE auf. Die komplette Arbeit von Vesterholt wurde übernommen und nach seinem Tod fortgesetzt. Inzwischen liegen eben noch weitere Erkenntnisse vor, die zumindest teilweise auch aus dem Nachlass von Vesterholt stammen. Ich habe bei FE 14 den Eindruck, dass es sich um eine sehr gründliche Arbeit handelt und werde mich danach richten.
LG Karl -
Lieber Markus
Danke für den interessanten Hinweis mit den Sporenmassen. Beim Versuch einen jungen Frk. über den Sporenquotienten S. mendax zuzuordnen hatte ich das Problem auch schon.
Die Cylindrocysten suche ich übrigens auch schon mal vergeblich oder finde sie erst im zweiten oder dritten Präparat. Nach meiner Beobachtung sind die jedoch nicht immer an den Septen eingeschnürt und im Quetschpräparat brechen Die Hyphen an den Septen häufiger auseinander. Das hilft vielleicht nur etwas weiter, wenn man schon unzählige Frk. mikroskopiert hat
.
Die Kaulobasidien sind mir schon vor längerer Zeit aufgefallen und ich habe damals nachgeforscht. Im Abschnitt GENERIC DELIMITATION werden sie in der Arbeit von Den Bakker & Noordeloos auf S. 72 erwähnt und auf Sutara (1989) verwiesen.
Ergänzung: In der FAN Vol.7 sind auf S. 36 Zeichnungen von Sutara aus Cesca Mykologie 41/2. 1987 übernommen
LG Karl -
Hallo zusammen
A. strobiliformis steht nicht in der aktuellen Roten Liste Deutschlands. Eine seriösere Quelle als Wiki ist da sicherlich Pilze-Deutschland
Verbreitung Amanita strobiliformis (Paulet ex Vittad.) Bertill. 1866
Ein eventueller RL-Status würde unter dem Namen angezeigt wie z. B. hier
Verbreitung Amanita beckeri Huijsman 1962
LG Karl -
Hallo Jan-Arne
H. hetieri in FNE ist H. odoratissima in FE 14
H. fusipes und H. gigasperma in FNE sind H. nauseosum in FE 14
H. sachariolens ist raus über Sporen. bleibt wie Du auch feststellst H. fusisporum. H. ischnostylum ist in FNE nicht drin
Übrigens wird das Bild von H. fusisporum S. 129 in FNE in FE 14 als H. ischnostylum reproduziert.
LG Karl -
Hallo Harald
Du hast Dir sehr viel Arbeit gemacht, Beschreibung und sehr gute Mikrofotos erstellt, sowie fast alle relvanten Maße ermittelt. Dann schmeißt Du alles über den Haufen, ermittelst die Gattung nach Standort und Sporen und die Art nach dem Geruch. Eigentlich schade für die wirklich gute Vorarbeit die Du geleistet hast und mit der Du es weit bringen kannst.
Ein Tipp noch zur Gattungsbestimmung. Ermittelung der Sporenpulverfarbe und ein Blick auf die Hutdeckschicht (hyphig oder zellig) kann enorm weiterhelfen.
Welche Literatur (Gattungsschlüssel) besitzt Du denn?
Bezüglich der Bestimmung bin ich der gleichen Ansicht wie Jan-Arne. Es handelt sich sicher um eine Hebeloma aus der Sektion Sacchariolentia.
LG Karl
Ergänzung: Ich habe mal in die bereits zitierte aktuelle Fälblingsmonographie gesehen. Es gibt immerhin 5 Arten mit süßlichem Geruch.
Sporen im Mittel breiter als 7 haben H. odoratissima und H. nauseosum.
Von den verbleibenden ist H. sacchariolens raus wegen Q < 1,8
H. fusisporum Sporen mindestens 6,4 breit oder länger als 12 wäre auch raus.
Es bleibt laut Schlüssel H. ischnostylum Sporen schmaler als 6,4 und höchstens 12 lang.Beschreibung passt auch und eine deutliche Dunkelfärbung im Exsikkat soll nicht erfolgenkorrigiert -
Hallo Björn,
die Phytos und Ihre Mikros hast Du wieder sehr schön dargestellt.
LG Karl -
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Und jetzt versuche ich zu verstehen woran man erkennen kann, dass es sich um Armillaria gallica handelt. Könnte mir da bitte jemand auf die Sprünge helfen?
Hallo Maria
Das wichtigste Merkmal sind die Gelbtöne am Velum. Beim Honiggelben Hallimasch sind diese zwar ebenfalls vorhanden aber der hat dünnere Stiele und einen ausdauernden Ring.
LG Karl
PS. Die meisten Bilder vom Zwiebelfüßigen Hallimasch sind Fehlbestimmungen von A. gallica. -
Liebe Pilzfreunde,
Danke für Euer Lob!Dankenswerterwesie hat auch der schöne blaustielige Rötling einen Namen bekommen hat.
Hallo Stefan,
War ich froh, den noch live sehen zu können
. Rainer hatte zwar Belegmaterial zur Untersuchung für mich, aber nichts geht über einen Frischfund.Dieses punktuelle Pilzwachstum im Moment, konzentriert auf einzelne Stellen (und dazwischen meilenweit nichts) ist hier auch zu beobachten, aber auch an den "Stellen" finden sich meistens eher vereinzelte Exemplare.
Cystolepiota seminuda mit so eingezipfelten Huträndern hatte ich noch nie gesehen, auch ein famoser Anblick.Hallo Pablo,
das verrückteste ist, das wir die Standorte mit Ausnahme des Letzten meistens unbeachtet lassen. Gewöhnlich kommen in der Nachbarschaft Phlegmacien, Edelröhrlinge, zahlose Täublinge und vieles mehr. Ich frage mich, was wir da schon alles verpasst haben. 5 für mich neue Arten an einem Tag finde ich in der Eifel nicht so schnell.
Die Cystolepiota stand absolut frei. Gesehen hab ich sie schon mehrfach so, aber wenn man einige Blätter oder Grashalme entfernen muss, fallen die Flocken selbst bei aller Vorsicht teilweise ab und einen Vorteil muss die Trockenheit ja wenigsten haben. Bei Regen sind die Flöckchen sofort verschwunden.Am besten bringst Du ein wenig Eifel mit in die Lausitz.

Hallo Nobi,
das geht nicht, dann wird mir mein bester Pilzkumpel Rainer böse
Ich freu mich, Dich bald mal wieder zu sehen.
LG Karl -
Hallo Björn,
wieder mal ein schöner Beitrag von Dir. Leider kann ich zu den unklaren Funden auch nicht mehr sagen.
LG Karl -
Hallo Edwin,
Schön, das es bei Dir jetzt auch losgeht. T. columbetta ist ein toler Fund. Bei dem Täubling denke ich eher an R. vesca statt an R. heterophylla.
LG Karl -
Liebe Pilzfreunde
Nach dem Ein toller Eifeltrip vom 04.09.18 ging es gestern erneut mit Rainer in die Eifel. Gründliches Studium von Niederschlagskarten und die Suche nach lokal höheren Regenmengen bildete diesmal die Grundlage. Außerdem wollten wir uns noch einige „neue“ Buchenwälder auf Kalkboden ansehen, was jedoch nur zu einem einzigen Fund führte. Wenn jemals ein Männlein allein im Wald stand, war es dieses
.Spechttinling (Coprinopsis picacea)
Schnell stand der Entschluss fest die bewährten Gebiete der Vorwoche erneut zu besuchen und die Entscheidung erwies sich als richtig. In einem Bachtal zeigte sich besonders an Totholz eine erfreuliche Zunahme der Fruchtkörper und der Artenzahl.
Gelborangemilchender Helmling (Mycena crocata)
Großer Blut-Helmling (Mycena haematopus)
Rehbrauner Dachpilz (Pluteus cervinus)
Netzaderiger Dachpilz (Pluteus phlebophorus)
Schwarzsamtiger Dachpilz (Pluteus umbrosus)
Löwengelber Dachpilz (Pluteus leoninus)
Selbst Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) gaben sich die Ehre
Beim nächsten Fund war wegen der noch weißen Lamellen zunächst nicht mal die Gattung sicher, aber ein Blick ins Mikroskop, oder besser mehrere J, brachten ein eindeutiges Ergebnis.
Abgeflachtes Stummelfüßchen (Crepidotus applanatus)
Dann Freude über einen Erstfund für mich. Schwarzfaseriger Faserling (Psathyrella maculata)
Am Boden zeigte sich der Braunfleckige Milchling (Lactarius fluens)
Krönender Abschluss mit einer für mich neuen Art und dann noch aus einer meiner Lieblingsgruppen

Schönstieliger Zärtling (Entoloma lampropus) © Rainer Wald
Weiter ging zum bekannten Bruchwald. Einige Arten waren vergangen, einige habe ich im letzten Bericht gezeigt, aber es gab auch Neues. Nichts kann schlimmer sein, als bei Sonne weiße Pilze auf dunklem Boden zu fotografieren, aber das Ergebnis von zahlreichen Versuchen, sehe ich noch als recht gelungen an.
Behangener Mehlschirmling (Cystolepiota seminuda)
Der nächste Fund war eine Art meiner Top 10 Wunschliste, nach der ich schon lange vergeblich Ausschau gehalten habe.
Schorfiger Filz-Rötling (Entoloma scabiosum)
Kurzer Stopp bei einer Birke am Grabenrand Diesmal gab es statt eines Einzelexemplars eine komplette Kollektion
Weicher Dotter-Täubling (Russula intermedia)
Und gleich daneben eine Weitere. Birken Speitäubling (Russula betularum)
Weiter ging es zum moorigen Fichtenwald mit einzelne Erlen, wo sich ebenfalls eine positive Tendenz zeigte. Zunächst was für´s Auge.
Kirschroter Speitäubling (Russula emetica agg.)
Violetter Lacktrichterling (Laccaria amethystina)
Dann kamen einige Arten, die mikroskopisch abgesichert werden mussten.
Wolliger Risspilz (Inocybe lanuginosa)
Honiggelber Erlenschnitzling (Naucoria escharoides)
Kahler Erlenschnitzling (Naucoria scolecina)
Das ging ja noch aber bei der nächsten Art musste ich mich schon durchringen sie zu sammeln. Seit Erscheinen der Gattugsmonogaphie in Fungi Europaei Band 14, fängt man bei Fälblingen am Besten wieder bei Null an, auch wenn man sehr viel messen und nachlesen muss. Zumindest kam ich zu einem sicheren Ergebnis. Die Art wird in FUNGI Of NORTHERN EUROPE Vol. 3 noch mit H. velutipes gleichgesetzt.
Weißfleischiger Fälbling (Hebeloma leucosarx)
Den Fund zu fotografieren und zu sammeln hat sich doppelt gelohnt. In der Zwischenzeit fand Rainer einen Täubling, der für mich neu war

Gilbender Erlentäubling (Russula pumila)
30 Russula pumila 14.09.18 Eifel Mkr.jpg
Inzwischen ging es zwar auf 16:00 zu also noch Zeit für die Endstation der letzten Eifeltour. Den Erlen-, Birken-, Eichen-Buchwald, wollten wir nicht auslassen. Der erste Eindruck war enttäuschend da der Dreckswind der letzten Tage für oberflächliche Trockenheit, raschelndes Laub und blassgrüne Torfmoospolster gesorgt hatte. Mit den Pilzen verhielt es sich geradezu umgekehrt, da offenbar im Untergrund noch genügend Feuchtigkeit vorhanden war.
Frische Gelbe Graustiel Täublinge (Russula claroflava)
Unglaubliche Mengen Geschmückter Gürtelfuß (Cortinarius armillatus)
Nordischer Milchling (Lactarus trivialis)
Zahlreiche Wollstielige Raufuß-Röhrlinge (Leccinum cyaneobasileucum)
Zum guten Schluss noch ein weitere Raufuß, den wir vor einer Woche noch nicht hatten
Vielverfärbender Birkenpilz (Leccinum variicolor)
LG Karl
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Hallo Adrian
Wenn Du mit Scharfer Zinnobertäbling Russula rubra meinst, den würde ich ausschließen. Lamellen zu dunkel, Hut glänzend statt matt und violtte Farbanteile sind gleich 3 Merkmale, die ich bei R. rubra nicht kenne. Für eine echte Alternative müsste ich meine Literatur durchsehen, aber da sowohl Buchenblätter als auch Nadeln zu sehen sind, wird es immer unsicher bleiben.
Nr.2b evt. Tränender Saumpilz
Nr. 3 evt. sehr junger Herbstrotfuß
Nr. 4 eher Rosablättriger Helmling
Nr. 5 wie Nr. 2
Nr. 6 älterer Goldmistpilz oder eine Varietät davon
Nr. 7 einer der Büschelraslinge
LG Karl -
Hallo,
büschelig mit Ring kannst du mal mit pleucotephra.php vergleichen
LG Karl -
Hallo Stefan,
danke für diese tollen Eindrücke und Deinen Bericht
LG Karl -
Hallo Mausmann,
da hast Du aber schon ordentlich was zusammen bekommen
Kannst du was über den Lamellenansatz bei 7 + 8 sagen, sonst hab ich leider keine Idee.
LG Karl -
Hallo Beli,
tolle Pilze, toller Bericht, tolle neue Pilznamen
LG Karl -
Hallo Rudi,
was spricht deiner Meinung nach gegen einen Safranschirmling? Auf den Fotos kommt das vielleicht nicht so rüber, aber im Schnittbild zeigte sich im Hutbereich ein leichtes Röten.
Björn
Ich bin zwar nicht Rudi, habe mich aber mit der Gattung schon intensiv beschäftigt. Schon der genatterte Stiel schließt den Safranschirmling und wohl die ganze Gattung Chlorophyllum aus. Eine rotbraune Verfärbung in der Stielrinde (nicht im gesamten Fleisch) findest Du bei einigen Macrolepioten. Macrolepiota rhodosperma = Sternschuppiger Riesenschirmling
Dazu die Arbeit von Gernot Friebes als Anhang und Du hast Alles was du brauchst. Macrolepiota-1.pdf
LG Karl
