Beiträge von Karl W

    Hallo Dieter


    Die leptonoiden Körnchen sind bei zahlreichen Leptonien (aber nicht bei allen) vorhanden und können in Lamellentramahyphen und auch in der Hutdeckschicht in unterschiedlicher Menge auftreten. Optisch nimmt man sie, wie Du richtig schreibst, eher als Bläschen war.
    Die Körnchen werden erst durch Verlezung von Zellen freigesetzt und ohne zu Quetschen sieht man sie oft nicht, weil noch zu viele Hyphen übereinander liegen. Je mehr man das Präparat quetscht, um so mehr sieht es so aus als schwirren Bläschen im Mikroskopiermedium herum. Manchmal können die so reichlich sein, dass die Beobachtung der Strukturen erschwert wird.


    LG Karl

    Momentan krieg ich keine Bilder vernünftig in den Beitrag eingefügt. Bild 1 zeigt Entoloma serrulatum in Wasser, Bild 2 E. serrulatum in Kongorot

    Hallo Ralf

    Das ins ja tolle Eindrücke, die ich leider perpasst habe.. Einiges kenne ich ja zum Glück schon aus den Vorjahren und bei der nächsten Tour bin ich sicherlich wider dabei.

    LG Karl

    Ich habe das Material heute bekommen und untersucht und bin eindeutig bei Exidia thuretiana gelandet.

    LG Karl

    Hallo Tuppie

    Auf dem Avatar sehe ich zwar extrem gierig aus aber in der Größe geht es gerade noch ==11

    Die Links habe ich erstzt.

    LG Karl

    Hallo zusammen


    Nach dem Ersten Eifelvergnügen zog es mich heute mit Rainer in die Südeifel, wo uns ein Pilzfreund zu einigen interessanten Stellen führte. Da ich nicht so recht weiß womit ich anfangen soll, fange ich mal mit Weiß an. Mein bisher einziger Fund dieser Art und ein mittelprächtiges Dia, stammen vom 11.10.1998. Ein Auftakt wie im Bilderbuch.


    Judasohr (Auricularia auricula-judae var. lactea)


    Am gleichen Standort gab es unglaubliche Mengen von blauem Holz :) . Blauer Rindenpilz (Terana caerulea)
    Terana caerulea 14.03.18 Lu 2.jpgTerana caerulea 14.03.18 Lu 3.jpg


    Nach kurzer Suche fand sich noch ein Prachtexemplar mit frischer Zuwachskannte



    Wenig später bekamen wir eine Art zu sehen, von der ich bisher nicht mal gehört hatte.
    Schwarzmündiger Flechtbecherling (Plectania melastoma)
    Plectania melastoma 14.03.17 LU2.jpg



    Man kann ja nicht immer in die Vollen gehen und so verlief auf der Rückfahrt die Suche nach dem Märzschneckling (Hygrophorus marzuolus) ergebnislos, aber der Tag war noch längst nicht zu Ende und es zeigten sich schön entwickelte Exemplare vom
    Glänzenden Schwarzborstling (Pseudoplectania nigrella)



    Bisher haben wir meist junge Exemplare der nächsten Art gefunden und auch hier schon gezeigt. Bei den folgenden Aufnahmen sieht man warum der Pilz seinen Namen (Becherling) zu Recht trägt.
    Kleiiger Haselbecherling (Encoelia furfuracea)



    An einem Bachlauf zeigten sich die ersten jungen Exemplare von Bärlauch und nährten die Hoffnung auf ein weiteres Pilzvorkommen.



    Nein Mausmann hier wird nichts unterschlagen :D Zwar kaum höher als 2cm, aber die ersten, frischne Spitztmorchen sind erschienen.
    Spitztmorchel (Morchella elata)



    LG Karl


    Salut, Karl!


    Dann werden wir es ja erfahren. :thumbup:
    Den Gedanken an Exidia thuretiana hatte ich eingangs rasch fallen gelassen, wegen Kernigkeit.
    Stehe aber Tremella encephala nach wie vor skeptisch gegenüber. Selbst junge Fruchtkörper hatte ich noch nie mit solchen flachen, scharfen Rändern gesehen. Kann aber auch sein, daß mein Bild der Art unvollständig ist.


    Danke Pablo, schöne Ergänzung zum bisher dazu gesagten.


    LG Karl


    Hallo Christoph und Andreas


    Der Pilz ist mitgenommen worden und soll einen Kern haben. Ich bekomme den Beleg bei der nächsten Gelegenheit zum mikroskopieren.


    LG Karl


    Na, ihr seid ja "trollig".
    Man sollte das Glückwünschen für Waldfreunde wie euch rechtschreiblich umarrangieren in "Weidmann ´s Heil". :D


    Gar nichts morcheliges daß ihr uns noch verschweigt?


    Hallo Mausmann


    Weidmannsheil ist gut :thumbup: und verschwiegen haben wir fast nichts. Es gab tatsächlich zwei überständige Spitzmorcheln, die wohl schon vor der Frostphase erschienen sind. Der Nachschub lässt noch auf sich warten.



    Die Form eurer Tremella encephala allerdings wundert mich sehr.


    Hallo Pablo


    Das Bild täuscht etwas, da ich direkt von oben draufgehalten habe. M. nucleatum kenne ich eher klumpenförmig, stärker durchscheinend und bisher nur an Laubholz. Beim nächsten Fund schau ich sicherheitshalber mal durchs scharfe Glas.




    Hallo Grüni


    Geniale Zeichnungen :thumbup: Die rundlichen Knöllchen gehören sicherlich zu den Trollhänden und es sieht so aus, als ob sich daraus noch weitere Finger (Zehen :) ) entwickeln könnten.




    Was mich interessieren würde: An was wächst denn Hypomyces rosellus?


    Hallo Andreas


    H. rosellus wuchs auf einem nicht identifizierbaren dunklen Belag in einem hohlen Baumstamm. Ich habe die Art auch schon auf Corticiaceen gesehen.



    LG Karl


    C. colemannianus kommt natürlich auf meine Wunschliste, den kriege ich bestimmt dieses Jahr.


    Hallo Verena


    C. colemannianus kommt nach meiner Beobachtung kommt nur aus basischen Böden vor. Vielleicht hilft das bei der Suche.


    LG Karl

    Hallo zusammen,


    Mit Rada, Rainer und zwei weiteren Pilzfreunden(innen) ging es bei angenehmer Außentemperaturen und leichtem Sonnenschein in die Eifel. Wir waren mit der Fotoausbeute sehr zufrieden, aber seht selbst.


    Kleiige Haselbecherlinge (Encoelia furfuracea) in verschiedenen Alterstufen.


    In der Nähe machte der Leuchtende Weichporling (Pycnoporelus fulgens) seinem Namen alle Ehre.


    Zwar keine Seltenheit aber dafür taufrisch. Spaltblättling (Schizophyllum commune)


    Ein weiteres Prachtstück war der Rosafarbener Schmarotzerpustelpilz (Hypomyces rosellus)


    In recht großer Zahl zeigte sich der Glänzender Schwarzborstling (Pseudoplectania nigrella)


    Die Sonne hatte sich längst verzogen aber über meinen ersten Fund an einem Wildstandort habe ich mich sehr gefreut.
    Frühlingsknotenblume oder Märzenbecher (Leucojum vernum)


    An einem liegenden Laubholzast zeigte sich der Weißkernige Zitterling (Tremella encephala)
    Edit: Danke an die aufmerksamen Leser. Die Nachuntersuchung ergab eindeutig Weißlicher Drüsling (Exidia thuretiana)


    Es würde kälter und Regen bahnte sich an. Heimfahrt oder noch einige Weidengebüsche absuchen? Zum Glück haben wir uns für Variante zwei entschieden und erlebten noch einen genialen Abschluss der Tour.
    Trollhand oder auch Weiden-Scheinflechtenpilz (Hypocreopsis lichenoides) in mehreren Exemplaren



    LG Karl

    Hallo Verena


    C. ochraceopallidus kann ich dir sicher bestätigen. C. colemannianus hat keine herablaufenden Lamellen und c. radiata ist grau.


    LG Karl


    Nun gibts die Säufernase auch in allen möglichen anderen Farben. Wo soll frau da anfangen 8|


    Hallo Claudia


    Zu dem Thema Täublingsbestimmung gibt es ja inzwischen erfreulich ausführliche Antworten, die Deine Bedenken hoffentlich zerstreuen. Natürlich geht Täublingsbestimmung nicht von Heute auf Morgen und ich stoße immer wieder auf nicht eindeutig bestimmbare Funde. Du musst ja nicht gleich mit Einzelfruchtkörpern anfangen, die oft nicht alle beschriebenen Merkmale zeigen, aber zahlreiche Arten sind makroskopisch eindeutig bestimmbar. In jedem Fall solltest Du immer versuchen einen Sporenabdruck zu erhalten und zur weiteren Untstützung gibt es ija noch das Forum ;)


    LG Karl

    Liebe Täublingsfreunde

    Neeeiiiiiiin, ich will keineswegs in Konkurrenz zu den tollen Vorstellungen von Claus treten, der ja in letzter Zeit sehr gut dokumentierte Funde mit Makro- und Mikromerkmalen vorgestellt hat. Ich möchte anhand zahlreicher Funde aus dem letzten Jahr mal auf die Arten eingehen, die ein sehr breites Farbenspektrum besitzen und bei der Bestimmung zusätzliche Schwierigkeiten bereiten können.
    Ein Beispiel hierzu ist Russula sardonia (Zitronenblättriger Täubling), eine Art die in kaum einem sandigen, sauren Kiefernwald fehlen dürfte. Neben dem Standort sind blass gelbe Lamellen bei jungen Fruchtkörpern, sehr scharfer Geschmack und fast immer mehr oder weniger rotviolette Töne am Stiel gute Erkennungsmerkmale.

    Zunächst drei Aufnahmen vom 10.10.17


    Bei dieser Kollektion konnte man von oben betrachtet schon ins Grübeln kommen, da Russula sanguinaria (Blutroter Täubling) im Alter ähnlich aussieht und am gleichen Standort vorkommt. Wenn keine jungen Fruchtkörper dabei sind, hilft nur noch eine genaue Untersuchung.


    Auf dieser Aufnahme von 2013 sieht man beim rechten Exemplar tränende Lamellen, die auch in der Literatur erwähnt werden, jedoch nicht konstant auftreten. Weiterhin sieht man, dass auch reine Grüntöne möglich sind.


    Grüne Fruchtkörper wurden von Singer als fa. viridis beschrieben, aber auf der nächsten Aufnahme von 2015 sieht man, dass auch Übergänge vorkommen.


    Zurück zum letzten Jahr. An dieser Kollektion konnte ich am 14.10.17 trotz bereits zahlloser Aufnahmen nicht vorbei gehen.


    Richtig interessant wurde es dann am 22.10.2017 bei drei Kollektionen auf ca. 10 m ². Die Fruchtkörper standen jeweils wie nach Farben sortiert und es handelt sich nicht um zusammengesuchte Exemplare gleicher Farbe.
    Schon lange hatte ich mir gewünscht mal die –žfa. viride–œ in größerer Zahl zu finden.


    Zwei Meter entfernt zahlreiche Exemplare mit besonders kräftig gefärbten Stielen


    Die Krönung waren jedoch weitere drei Meter entfernt die gelben Exemplare


    Mikroskopisch waren die drei Kollektionen absolut identisch und zeigten übereinstimmend die charakteristische Rotfärbung der Lamellen mit Ammoniak.


    Natürlich soll dieser Betrag keinesfalls von der Beschäftigung mit Täublingen abschrecken, sondern lediglich etwas zu Vorsicht mahnen. Abschließend noch ein in meinen Augen wichtiger Hinweis, der sicher nicht nur bei Täublingen seine Berechtigung hat. Das Lesen von Beschreibungen ist meistens zielführender als das Durchblättern von Bildersammlungen.


    LG Karl