Beiträge von Karl W

    Hallo Konrad


    Nr. 1 erinnert sehr an Russula cessans.
    Nr. 2 sehe ich wie Michael. R. betularum
    Nr. 3 im Mischwald gibt es mir zu viele Möglichkeiten
    Nr. 4 Sollte ein Schüppling sein
    Nr. 5 Rötling. Ohne Mikro nicht drin. Solche Masesenvorkommen sind bei E. rhodopolium nicht selten


    Nr. 7 ist der Knüller und in meinenr Wunschliste unter den TOP 10.


    LG Karl

    @ Ralf:
    Wenn Du einen hauchdünnen Faden von der Stielrinde abziehst, findest Du im Quetschpräparat mit Kongorot sicherlich zwischen den Haaren auch vereinzelte Zystiden. Bei C. sienophylla überwiegen aber die Haare deutlich und Kaulos sind nur schwer zu finden. In ZfM 60 (1) schreibt Enderle:[font="Arial"]Caulozystiden[/font][font="Arial"] bei geringer Vergrößerung haarförmig erscheinend, bei 1000facher Ver ­[/font][font="Arial"]größerung jedoch fädig mit bauchiger Basis oder auch kurz, bauchig mit fingerartigem [/font][font="Arial"]Auswuchs, ca. 40-100 µm lang, Basis ca. 8-10 µm breit.[/font]
    [font="Arial"] [/font]
    nobi_†:
    In Fungi Europaei Band 11 (2009) beschreibt Hausknecht: Hut 5-20 mm, Sporen 7-11 x 5-6,5 µm, Mittel 7,5-9,4 x 4,4-5,9.


    Im ersten brauchbaren Conocybe-Schlüssel ( Meusers ÖZP 1996), der in weiten Teilen im Horak später wörtlich übernommen wurde steht:
    Sporen 8-11(12) x 5-6,7 µ, mäßig dickwandig; Hut frisch deutlich gerieft;
    Frk meist eher zart, selten kräftiger (und dann Sporen unter 10 µ lang);
    Hut ca. 0,5-1,2 (4,5) cm, + ocker(braun), Mitte teilw. dunkler, Rand anfangs gerieft;
    Stiel 3-8 x 0,5-1(2), apikal blaß, basal mit rostf.Tönen (ungenügend geklärte Sammelart)
    C. siennophylla (Berkeley& Broome.)Singer ss. lato


    Hinter dem Autorenzitat im Horak steht (ss. auct. ). In der Arbeit von Enderle ZfM 60 (1) sind 3 unterschiedliche Formen mit unterschiedlichen Merkmalen beschrieben. Da sind wohl früher mehrere Arten vermischt worden, bevor Hausknecht zu einer Klärung kam.


    LG Karl


    PS. Gerade erst gesehen, das Andreas schon im gleichen Sinn geantwortet hat

    Hallo Ralf


    100 %ig die richtige Gattung. Du schreibst zwar, das Du keine Kaulos gefunden hast aber ich neheme an Du meinst kopfige, wie die Cheilos. Die Gattung wird in allen mir bekannten Schlüsseln in 3 Gruppen aufgetrennt. Kaulos überwiegend kopfig, Kaulos überwiegend ohne Köpfe und Kaulos gemischt.
    In der Gruppe ohne kopfige Kaulos steht auch C. sienophylla. Die Stielbekleidung besteht aus Haaren und dazwischen zylindrischen oder spindeligen Elementen. Sporen und Cheilos passen passen auch. Wenn frische Fruchtkörper freudig gefärbt waren spricht nicht gegen Deine Bestimmung.


    LG Karl

    Hallo Björn


    Was für ein Zufall! Gestern hatte ich was ähnliches an Juniperus sabinae. Leider waren die größten Frk. (bis 1 mm) Bild1 etwas angetrocknet under Rest Bild 2 noch nicht reif. Habe noch nicht mikroskopiert, aber eventuell hast Du oder jemand Anders eine Idee.


    LG Karl


    @ Stefan


    Zur Bestimmung wurde ja schon einiges geschrieben.
    Hier habe ich neulich Mikros reingestellt http://www.pilzforum.eu/board/thema-sarcoscypha-spec
    und hier findest Du neben dem Schlüssel, den Ingo verlinkt hat noch zahlreiche Informationen http://www.gbif-mycology.de/Ho…tes/Baral/Sarcoscypha.htm
    Hier wurde S. jurana mal vorgestellt http://forum.fungiworld.com/index.php?topic=5388.0
    Hier sind die 3 bei uns zu erwartenden Arten vorgestellt https://www.sites.google.com/s…pezizales/sarcoscyphaceae


    Mario Das Rote Meer gefällt mir :) . Hatte ich zunächst als Betreff vorgesehen, bis mir der Rosenmontag in den Sinn kam.


    @ Pablo


    Mit Linden und Totholz allein ist es wohl nicht getan. Alle Standorte von Sarcoyphya die ich kenne liegen in Schluchten, Bachtälern oder Auwäldern, mit fließendem oder in einem Fall mit stehendem Wasser. Es handelt sich immer um Bereiche mit hoher Luftfeuhtigkeit. Bäume und Sträucher tragen üppige Moospolster z. T. bis in mehrere Meter Höhe und Boden sowie Totholz sind ebenefalls meist von dicken Moosschichten bedeckt.


    LG Karl

    Wer braucht schon Rosen, wenn es rote Becher gibt :) . Ich habe mich lieber zu einem Pilzstandort führen lassen, den ich bisher nicht kannte.


    Diesmal nicht die "Österreicher" http://www.pilzforum.eu/board/…flug-zu-den-roten-bechern sondern der Jura-Kelchbecherling (Sarcoscypha jurana).
    Hier eine Auswahl von gefühlten 100 Fotos.


    Auf dem Weg zum Hauptstandort wurde ich schon vom fotografieren abgehalten. "Da kommen noch schönere"



    Was ich dann zu sehen bekam verschlug mir die Sprache. Sicherlich weit über 1000 Exemplare in allen Größen.



    LG Karl

    Hallo Juliane


    Mit Hasenstäubling liegst Du richtig. In dem Gebiet müssen später im Jahr noch weitere interessante Pilz kommen.
    Der kleine Blätterpilz könnte ein ausgeblasster Trompetenschnitzling sein.
    Winter-Stielporling dürfte bei der Porenweite auch klar sein, auch wenn er selten an Nadelholz vorkommt.


    LG Karl

    @ Nobi: Danke Dir sehr herzlich. Ich mache halt zu selten Ascos und sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die DVD von Zotto habe ich auf der Festplatte gespeichert. Inzwischen hab ich auch auf Ingos Seite nachgesehen, der die Paraphysen ebenfalls beschreibt und abbildet. Die Info mit dem Wachstum an gut erhaltenen Kätzchen war auch neu für mich, genau wie die Art. C. caucus hatte ich damals an Fragmenten von Weidenkätzchen.


    @ Juliane: Danke für da Kompliment

    Liebe Ascofreunde
     
    Ich beschäftige mich zwar nicht regelmäßig mit Schlauchpilzen aber bei dem reichlichen Vorkommen und Fehlanzeige bei Blätterpilzen, habe ich mir den folgenden Fund näher angesehen. Ich bin wegen der großen Sporen 15,2 x 7,4 im Durchschnitt und dem Vorkommen an Haselkätzchen unschwer zu Ciboria coryli gekommen. Irritiert hat mich, dass neben schlanken Paraphysen mit ca.2,5 µm dicken Enden auch Paraphysen mit Enden von 4-5,5 µm auftreten, die irgendeinen Inhalt haben. Ist die Bestimmung trotzdem richtig und gibt es das bei anderen Ciboria-Arten auch? Bei C. caucus, den ich vor 3 Jahren mal untersucht habe, ist mir das nicht aufgefallen.
     
    LG Karl


    @ Pablo und Markus: Am gezeigten Standort waren erste Fruchtkörper wohl schon vor 5 Wochen erkennbar, wie mir mitgeteilt wurde. Zwischenzeitlicher Frost und Schneeauflage haben wie man sieht eher genützt als geschadet. Meine älteren Bilder am gleichen Standort sind erst Mitte März entstanden.
     
    @ Stefan: Zumindest einen Mini-Export hab ich probiert :) . Ich habe mal einen Ast mitgenommen und an meinem Gartenteich deponiert. Jetzt heißt es abwarten, ob im nächsten Jahr Fruchtkörper erscheinen.
     
    @ Tuppie: Schön erkannt. Die Perlenkette habe ich leider erst zu Hause am Bildschirm gesehen, sonst hätte ich mal darauf scharf gestellt.
     
    @ Nobi: Deine Bilder von Januar http://www.pilzforum.eu/board/…intertour-mit-farbtupfern waren doch mindestens gleichwertig. Die Masse macht zwar Eindruck, aber das ist ja nicht Alles.
     
    @ Safran: Zur Häufigkeit kann ich natürlich nur für meine Gegend etwas sagen. S. austriaca galt früher in NRW als stark gefärdet RL 2, wird aber in der aktuellen Roten Liste NRW 2011 nur noch als gefährdet RL 3 geführt. Ich sah die Art erstmals 2010 bei Mettmann und im gleichen Jahr erstmals linksrheinisch, nördlich von Krefeld. Inzwischen sind mir weitere 6 Fundorte bekannt. Ralf hatte ja in diesem Jahr schon einen neuen Fundort http://www.pilzforum.eu/board/thema-sarcoscypha-spec Häufigster Standort ist Erlenholz mit Bodenkontakt. S. coccinea ist wohl wesentlich seltener (in NRW RL 2) und mir nur von einem Fundort im Ahrtal an Hasel bekannt. Von S. jurana (wohl nur an Linde) kenne ich keinen Standort in NRW und RLP.
     
    LG Karl

    Liebe Forumsleser


    Heute habe ich einen Standort aufgesucht, an dem ich 2010 meine ersten Prachbecherlinge gesehen habe (damals eine Dreiergruppe und einige Einzelexemplare). Die Teile haben sich unglaublich ausgebreitet und meine Begleiterin fand den treffenden Ausdruck Plantage :) für das erste Bild.


    Österreichischer Prachtbecherling (Sarcoscypha austriaca)



    LG Karl

    Hallo Ralf


    Melastitia chatieri kenne ich so, wie Du sie zeigst. In den weiteren Asci können auch unreife Sporen gewesen sein, deren Ornament noch nicht ausgebildet ist.


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Conocyben haben eine zellige Huthaut und sind dadurch von Galerina getrennt. Auch sind die Zystiden deines Pilzes nicht lecitiform sondern tibiiform.
    Lecitiforme Zystiden sind bauchig mit einem Kopf, der nur einen kurzen dünnen Hals hat. Vergleiche mal mit Galerina subclavata.


    LG Karl

    Hallo Matthias,


    dein Beitrag ist wieder absolut beeindruckend. Bisher habe ich mich bei Dungpilzen auf Blätterpilze beschränkt, aber sowas macht Lust auf mehr.


    LG Karl

    Hallo Ralf


    Gerd hat völlig recht mit seinem Tipp. Ich hatte zwar Haare der Außenseite geschrieben, aber als "Randhaare" falsch beschriftet. Dein letztes Bild sieht schon sehr nach S. austriaca aus.


    LG Karl

    Hallo Ralf


    Sie Dir mal die Haare der Außenseite an. Du brauchst nur mit einer dünnen Nadel etwas von dem "Filz" auf einen Objektträger zu bringen und in Kongorot zu betrachten. Solange noch keine reifen Sporen vorhanden sind ist das eine gute Möglichkeit S. austriaca von S. coccinea und S. jurana zu trennen, da bei S. austriaca die Haare korkenzieherartig gewunden sind. S. jurana wächst wohl nur an Linde und die Sporen haben im Gegensatz zu den beiden übrigen Arten (bei Reife) zwei große Tropfen.


    LG Karl


    Edit: Bildbeschriftung geändert