Beiträge von EmilS

    Hallo liebe Pilzfreunde!


    In diesem zweiten Teil möchte ich euch weitere Funde der letzten Zeit zeigen. Sie stammen aus einem Laub-Mischwald (hauptsächlich Buchen) an einem Berghang und sind von letztem Samstag.


    Der Erste ist nicht selten, aber einer der schönsten Pilze, wie ich finde. Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut und lange versucht, ihn halbwegs scharf aufs Bild zu kriegen. ;)



    Buchen-Schleimrübling, Oudemansiella mucida. Perlweiß, schleimig, beringt und unverwechselbar.


    Weiter geht es mit der (zumindest bei uns) häufigsten Wulstlingsart, die dieses Jahr extrem häufig ist, sowohl die gelbe als auch die weiße Form.

    Gelber Knollenblätterpilz, Amanita citrina. Erkennbar an den weißgelblichen Farben, der gerandeten Knolle (aber fehlende Volva), den Velumresten auf dem Hut und dem muffig kartoffelartigen Geruch.
    Den tödlichen Verwandten, den Grünen Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) soll es in diesem Jahr allerdings auch häufiger geben, ein altes Exemplar habe ich auch gefunden.


    Der (nach dem Grünblättrigen Schwefelkopf) häufigste Pilz der Wälder:

    Schwarzschuppiger Hallimasch, Armillaria ostoyae. Von anderen Hallimasch-Arten unterscheidet er sich durch bräunliche Farben und schwärzliche Schuppen auf dem Hut und am Ring. Außerdem kommt er vor allem auf Nadelholz vor.


    Auch auf Nadelholz (kann, wie hoffentlich jedem bekannt, ebenso auf Laubholz wachsen) gab es diesen jungen Giftzwerg:

    Gift-Häubling, Galerina marginata. Vom essbaren Stockschwämmchen ist die tödlich giftige Art durch die silbrig faserige Stielbekleidung (Stockschwämmchen ist schuppig am Stiel) zu unterscheiden, die oft auch weniger gut zu sehen ist als hier.


    In diesem jungen Stadium noch saftig und essbar:

    Riesen-Porling, Meripilus giganteus. Von möglicherweise entfernt ähnlichen Arten durch bräunendes Fleisch unterschieden.


    Ebenfalls recht jung und so am schönsten:

    Gallertfleischiger Fältling, Merulius tremellosus. Eigentlich nicht verwechselbar.


    Neben dem häufigen Ocker-Täubling (Russula ochroleuca) gab es auch diese ähnliche Art:

    Gallen-Täubling, Russula fellea. Geschmack schärflich und Hut ebenso wie Lamellen und Stiel gelblich gefärbt.


    Ebenfalls in Massen, oft schon schwarz und alt:

    Dickblättriger Schwärz-Täubling, Russula nigricans. Erkennbar an den sehr entferntstehenden Lamellen und dem rötenden, später schwärzenden Fleisch.


    Ein ebenfalls häufigerer Pilz, haben bestimmt viele schon gesehen:

    Butter-Rübling, Rhodocollybia butyracea. In den Wäldern nur die horngraue Form (f. asema) und sehr blass gefärbt.


    Dieser Rübling ist aber schon etwas Besonderes und schön außerdem:

    Gelbknolliger Sklerotienrübling, Collybia cookei, Zweitfund. Kleine, weißliche Pilze, die rasig am Boden wachsen und einem gelben, bohnenförmigen Sklerotium entspringen.


    Einer der wenigen leicht zu bestimmenden Cortinarien:

    Dunkelvioletter Schleierling, Cortinarius violaceus. An der Farbe und der filzig-schuppigen Hutoberfläche gut erkennbar. Riecht wie die Krause Glucke, bloß würziger und aromatischer (wird in der Literatur mit "Zedernholzgeruch" beschrieben).
    Der Dunkelviolette Nadelwald-Schleierling (Cortinarius hercynicus) unterscheidet sich makroskopisch hauptsächlich durch das Vorkommen im Nadelwald und wird wohl nicht immer auf Artebene unterschieden.


    Die folgende Art ist nicht selten, aber klein und vielleicht öfter übersehen.

    Orangeroter Heftelnabeling, Rickenella fibula. Durch das Wachstum im Moos, die geringe Größe, die orangeroten Farben und die herablaufenden Lamellen unverwechselbar.


    Den Röhrling gab es massenhaft, der seltene Partner war ein Einzelexemplar:

    Kuh-Röhrling, Suillus bovinus und Rosenroter Schmierling, Gomphideus roseus. Beide Arten sind sehr leicht erkennbar. Ihre wundersame Symbiose ist immer wieder faszinierend.


    Ich hoffe, es hat euch gefallen. Rückmeldungen sind natürlich wie immer willkommen und Korrekturen auch (obwohl ich eigentlich alles richtig bestimmt haben müsste). :)


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo und willkommen im Forum!


    Beide Bestimmungen sehen gut aus, obwohl es bei dem Habichtspilz mindestens zwei mögliche Arten gibt: Kiefern-Habichtspilz (Sarcodon squamosus) und Fichten-Habichtspilz (Sarcodon imbricatus).


    Pilzbestimmungen übers Internet sind immer mit Risiko verbunden, deshalb gibt grundsätzlich keiner Freigaben zum Essen, ohne den Pilz selbst in der Hand gehabt zu haben. Wie sicher er sich mit der Bestimmung ist und ob er den Pilz essen will, das ist allein die Verantwortung des Finders.
    Wer Essfreigaben erhalten will, muss sich an einen >Pilzsachverständigen< wenden.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Stefan!


    A. mellea habe ich noch nie gefunden.
    Ich habe mich mal ein bisschen eingelesen und meine, jetzt zumindest A. gallica und A. ostoyae erkennen zu können:


    A. gallica hat typischerweise ein gelbes Velum, ist fleischrosa gefärbt und eher schwach geschuppt.
    A. ostoyae ist eher bräunlich, wächst auch Nadelholz und hat dunkle (schwarze) Schuppen auf dem Hut, idealerweisa auch an der Ringzone.


    Hier denke ich, sollte es sich um A. ostoyae handeln. Die ist dieses Jahr bisher mMn mit Abstand am häufigsten zu finden.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Leute,
    danke für eure Antworten! :)


    juliane: Ja, der Springpilz ist besonders dann häufig, wenn es weniger andere Pilze gibt (wenigstens hat man dann immer irgendwelche Pilze ;)).


    Stefan: R. amoenolens sollte ich auch schon mal gefunden haben, aber wohl nie so wirklich bewusst wahrgenommen oder beachtet (?).
    Außer den Vieren vor I. appendiculata habe ich keine der aufgezählten Arten schon gehabt, von Inocybe mixtillis höre ich sogar das erste Mal.
    Irgendwann muss ich euch doch mal besuchen kommen. :thumbup:


    Stephan: Ich hoffe doch, dass M. excoriata wieder da ist, wenn ich das nächste Mal dort hinkomme. Dann werde ich mir die Art wohl mal genauer ansehen. Bis dahin bleibt es erstmal bei dem Namen. :evil:


    Uli: Das freut mich sehr, natürlich besonders, weil es von dir kommt. :)

    @Pablo
    : Danke für die Hinweise! :thumbup:
    Mit X. chrysenteron hast du wahrscheinlich Recht.
    Im Schlüssel von Harald Andreas Schmidt steht bei X. porosporus:


    "[...], was den Pilz mit angeblich vorkommenden, untypischen Exemplaren von 1.12 X. chrysenteron, die keine Rottöne aufweisen, äusserlich
    verwechselbar macht. Sonst ist das Fehlen einer rosa Zone unter der Huthaut ein gutes Unterscheidungsmerkmal zu X. chrysenteron. Sehr typisch für X. porosporus ist die dunkelbraune bis schwarze Befaserung am Stiel, [...]"


    Statt faserig ist die untere Stielhälfte eher pustelig, chrysenteron-typisch. Und die roten Farben sollte es bei X. porosporus auch nicht geben. Erstaunlich, wie variabel X. chrysenteron sein kann...


    Den Champignon habe ich nach einem Vergleich mit mehreren Büchern und dem Portrait als A. bresadolanus benannt.
    Nach einer genaueren Schlüsselei in GroPiBaWü, Gröger und PdS (danke nochmal, Stefan) kommt eigentlich als Alternative nur noch A. litoralis (Gedrungender Champignon) in Frage.


    Für A. litoralis stimmt alles bei meinem Fund: Form der Stielbasis, Fleischverfärung, Geruch, Ökologie, überhängender Hutrand (bei GroPiBaWü als gutes Merkmal angegeben), Farbe des Hutes (nicht braun geschuppt).
    Das Einzige sind die massigen Fruchtkörper, die bei A. litoralis extrem dickfleischig sein sollen (Hutfleisch bis 4,5 cm).
    Ob man das einfach so ignorieren kann? :/


    Hier noch mal ein Bild von jungen Pilzen, auf dem man den Hut halbwegs sieht. Der Hut war nicht geschuppt, sondern weißlich und felderig aufplatzend.


    Viele Grüße,
    Emil

    Liebe Pilzfreunde!


    Ich habe in der letzten Zeit auch so Einiges gefunden und möchte euch gerne das Ein- oder Andere zeigen.
    Wie immer sind Korrekturen und Bestätigungen sehr erwünscht, auch sonst freue ich mich über jeden Kommentar. :)


    In diesem ersten Teil soll es besonders um den Raum Brandenburg (Schorfheide) gehen.


    Der erste Fund war noch in Berlin. Ich habe mich sehr über den schönen Erstfund gefreut. Seltsamerweise habe ich ihn einige Tage später an einer völlig anderen Stelle wiedergefunden.

    Wolliger Scheidling, Volvariella bombycina. Durch die Hutoberfläche und das Vorkommen auf Holz ist die Art unverwechselbar.


    Der Nächste wuchs auf einer grasigen Fläche am Rand einer Dorfstraße.
    Kein schönes Exemplar, aber noch nie bewusst gesehen, deshalb doch schön.

    Camembert-Täubling, Russula amoenolens. Erkennbar an den braunen Farben, dem gerieften Hutrand (Kamm-Täublings-Gruppe), dem unangenehmen Geruch (der mit etwas Fantasie an sehr alten Camembert erinnert) und dem deutlich scharfen Geschmack.


    Der folgende Rotfußröhrling ist schon äußerlich gut an den graubraunen Farbtönen zu erkennen, nach dem Durchschneiden sieht man das kaum blauende, im Stiel rötliche Fleisch.



    Falscher Rotfußröhrling, Xerocomellus porosporus.


    Ein Pilz, der dieses Jahr besonders häufig ist, aber wohl nicht zu den gängigen Speisepilzen zählen sollte :evil::

    Ahorn-Runzelschorf, Rhytisma acerinum. Die schwarze, gelb umrandete Konidienform (auch als Teerflecken-Krankheit bekannt) kommt häufiger mal auf Ahorn-Blättern vor. Die Hauptfruchtform habe ich noch nicht gefunden.


    Folgender Stäubling kommt gern auf Wiesen vor:

    Wiesen-Stäubling, Lycoperdon pratense. Äußerlich erkennbar durch die leicht abgeflachte, rundliche Form. Beim Durchschneiden macht ihn die vom Stielfleisch getrennte Fruchtschicht unverwechselbar.


    Eine imposante Stäublingserscheinung:


    Hasen-Stäubling, Lycoperdon utriforme. Die Art kann dem Beutel-Stäubling (Lycoperdon excipuliforme), die auch im Gebiet vorkommt, sehr ähnlich sehen. Der Hase ist aber mehr grobschollig felderig, eher runder und nicht so lang gezogen.


    Sehr schön und massenhaft auf den Äckern vorkommend:

    Acker-Schirmpilz, Macrolepiota excoriata. Eigentlich nicht verwechselbar (außer mit kaum geschuppten Egerlingsschirmpilzen, Leucoagaricus). Weitere Bilder >hier<.


    Ein paar Meter weiter vom Standort letztes Jahr kommen wieder junge Exemplare:

    Großer Krempling, Paxillus validus. Zu Vorkommen und Verwechslungen siehe >Portrait<. ;)


    Im Wald dann:

    Gebänderter Dauerporling, Coltricia perennis. Der gestielte, konzentrisch gezonte, auf dem Boden wachsende Porling ist wohl ziemlich unverwechselbar. Eine ähnliche Art (C. cinnamomea) kommt in Deutschland wohl höchstens im Harz vor.


    Ziemlich häufig zu finden:


    Harter Zinnober-Täubling (Russula rosea). Jung ist diese Art relativ leicht erkennbar an den ockerrötlichen, felderig aufspringenden Hüten und der sehr harten Fleisch. Älter könnte man sie dann eher verwechseln, außer man beachtet die rosa überhauchten Stiele und die jungen Exemplare in der Nähe. ;)


    Auch immer wieder schön und ein Schutz für die Weberknechte:

    Zimtfarbener Weichporling, Hapalopilus nidulans. Der einzige bekannte giftige Porling ist an dem weichen Fleisch und der rotbraunen Farbe erkennbar. Mit Laugen verfärbt das Fleisch intensiv violett.


    Essbares gab es natürlich auch:

    Fichten-Steinpilz, Boletus edulis, müsste jeder kennen.
    Bilder von den Pfifferlingen, Maronen und Sommer-Steinpilzen erspare ich euch jetzt mal. :evil:


    Zum Schluss noch etwas ziemlich Seltenes, auf dem selben Acker wie Acker-Schirmpilz und Hasen-Stäubling:



    Wurzelnder Champignon, Agaricus bresadolanus.
    Auffällig war hier die Fleischverfärbung, die Wurzel an der Stielbasis und der würzig erdige, leicht anisartige Geruch.


    Einiges war doch zu finden, auch wenn der Wald an vielen Stellen so aus sah:

    Also das Gras wuchs in den Wald rein. An solchen Stellen waren die eher unbeliebten Spring-Pilze (Pseudofungus folioides) besonders häufig.
    Kennt bestimmt jeder. Von weitem sieht man einen Pilzhut, wenn man näher ran geht, springt der Pilz weg und lässt nur ein pilzförmiges Blatt zurück. ;)
    Trotzdem war es ein schönes Pilzgebiet.



    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo und willkommen im Forum! :)


    Für zukünftige Anfragen wäre es gut, wenn du ein paar mehr Infos zu den Funden mitliefern würdest.


    Ich versuche es mal mit der Benennung:


    Der Erste ist ein Schleierling (Cortinarius). Vertreter dieser artenreichen und schwierigen Gattung sind oft schwer (mit Mikroskop und Chemikalien) zu bestimmen. Außerdem gibt es kaum Speisepilze in der Gattung.


    Der zweite ist ein Milchling (Lactarius) aus der Verwandtschaft vom Wolligen Milchling (Lactarius vellereus). Zur genauen Bestimmung siehe >hier<.


    Das Dritte sind Nebelkappen (Clitocybe nebularis). Sehr häufige Herbstpilze, die sich außer an der grauen Hutfarbe auch durch leicht vom Hutfleisch lösbare/verschiebbare Lamellen und den würzig parfümierten Geruch auszeichnen.


    Alle Angaben ohne Gewähr, keine Essfreigabe.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Tom und willkommen in Forum! :)


    Erstmal ein Lob für die sehr gute Beschreibung der Pilze und den guten Fotos. Das ist nicht nur für mich sehr erfreulich und erleichtert auch die Benennung des Pilzes enorm. :thumbup:


    Bei deinen Pilzen handelt es sich um Goldgelbe Lärchen-Röhrlinge (Suillus grevillei).


    Die orangegelben Farben, der schleimige Hut und die Ringzone am Stiel sind typisch und machen die Art unverwechselbar. Und Lärchen, die der Pilz braucht, waren ja auch in der Nähe.


    Essfreigaben gibt es über ´s Internet nicht, aber irgendwie denke ich, dass du das selbst gut weißt und nicht einfach ahnungslos unbekannte Pilze isst. ;)


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Daniel!


    Deine Erstfunde kann ich dir beide bestätigen (keine Essfreigabe!), allerdings bin ich bei dem Trompeten-Pfifferling nicht der Meinung, dass man da eine gelbstielige Varietät unterscheiden muss.


    Guck mal bei Wikipedia, da steht:


    Zitat

    In der Vergangenheit führte das Epitheton lutescens zu Verwirrungen. Zum einen wurde es für eine Varietät des Trompetenpfifferlings mit gänzlich gelben Fruchtkörpern –“ teils auf Artrang –“ gebraucht und zum anderen bezeichnete es den Starkriechenden Trompetenpfifferling mit freudig orange-gelben Stielen, faltigem Hymenophor ohne Leisten und deutlich ausgeprägtem Aprikosengeruch (syn. Cantharellus aurora, C. xanthopus). Mittlerweile wurde der Name für die letztgenannte Art konserviert und kann deshalb nicht mehr für die Varietät des Trompetenpfifferlings verwendet werden.


    Die taxonomische Separation diverser Varietäten des Trompetenpfifferlings von der Typusvarietät erscheint heute obsolet. So hat sich bei den Kraterellen beispielsweise gezeigt, dass gelbe und rosa Totentrompeten nur aberrante Formen der eigentlichen Totentrompete darstellen.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo!
    Schöne Funde, macht gleich Lust, in den Wald zu gehen. :)


    Zitat von Fenrir

    Tipp zu Nr.1- schau mal bei den Häublingen (Galerina) nach


    Denke ich auch.


    Zitat von Fenrir

    Nr.7 müsste bei Verletzung röten


    Da hätte ich jetzt zuerst an den Angebrannten Rauchporling (Bjerkandera adusta) gedacht, aber ich kenne mich da auch nicht so aus.


    Zitat von kaetzchen

    #10 Violette Lacktrichterlinge und Schmetterlingstramete?


    Ja, stimmt.


    Zitat von kaetzchen

    #11 ist das auch ein violetter Lacktrichterling?


    Ja (kein Rettich-Helmling).


    Zitat von kaetzchen

    #16 [...]und daneben weiter hinten, könnte es sich da um lilafarbene Rötelritterlinge (Lepista sordida var. lilacea) handeln? Sie sind deutlich zarter gewachsen und die Farbe ist blasser.


    Das sind jetzt Rosa Rettich-Helmlinge (Mycena rosea). Vielleicht hat sich Pilzheimer mit der Nummer vertan?


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Dany!


    Dass die Art süßlich riechen soll, hat mich grad überrascht, aber stimmt: Jung soll er lt. Literatur süßlich riechen.
    Bei Wikipedia steht "wie der Starkriechende Körnchenschirmling (Cystoderma carcharias)". Den Geruch dieser Art empfinde ich aber auch nicht als süßlich, schon gar nicht fliederartig.


    Ich kenne T. lascivum nur so, dass er widerlich säuerlich stechend ("gasartig") riecht. Das würde eher passen und ist auch an vielen Stellen beschrieben.


    Viele Grüße,
    Emil


    Ingo: Bei mir werden die Bilder direkt im Beitrag angezeigt. Probiers doch mal mit rechter Maustaste und dann "Grafik anzeigen".

    Hallo!


    Viele Steinpilz-Arten nehmen es ja mit dem Mykorrhyzapartner nicht ganz so genau.
    Zumindest der Fichten-Steinpilz (Boletus edulis) sollte auch bei Hainbuchen vorkommen (?).


    An deiner Stelle würde ich aber eher im Nadelwald suchen, da ist die Chance auf jeden Fall größer. ;)


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Ilovia!


    Schöner Fund! :)
    Also ein Wulstling (Amanita) ist das auf jeden Fall, ich denke aber eher, dass es ein junger Scheidenstreifling (Untergattung Amanitopsis) ist... >hier ein Bild< von einer Scheidenstreiflings-Art.


    Erfolgreiche Stunden im Wald zurück. ;)
    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo!


    Das sind auch Edel- (Kiefern-) Reizker (Lactarius deliciosus).
    Die wichtigsten Merkmale sind tatsächlich grubiger Stiel, Milch orange bleibend und Standort bei Kiefern.
    Und das Grünen ist kein Ausschlusskriterium, auch L. deliciosus verfärbt grün.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Max und willkommen im Forum! :thumbup:


    Dein Pilz sieht mir erst mal nach Fälbling (Hebeloma) aus. Dann wird es leider schon sehr schnell schwierig, denn bei dieser Gattung geht es selten ohne das Mikroskop.


    Ein Lob noch zu den Beschreibungen und guten Bildern (mit Schnittbildern)! Das ist selten so bei Anfragen und fängt schon gut an. :)


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Birki!
    Schöne Funde und gut dokumentiert! :thumbup:


    Beim Wulstling tippe ich auf A. strobiliformis. Toll, hatte ich noch nie.


    Dein unbekannter grauer Ritterling sollte der Seifen-Ritterling (Tricholoma saponaceum s. l.) sein. Hast du dran gerochen?


    Den Rötelritterling vergleiche mal mit Lepista sordida var. lilacea, Schmutziger Rötelritterling. Auch da der Geruch: Typisch parfümiert oder eher unauffällig?


    Die anderen Bestimmungen sehen mir ziemlich richtig aus. ;)


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Mausmann?


    Zitat von Mausmann

    Allerdings kann man den auch verwechseln mit zwei anderen Arten wovon einer fatale Folgen haben könnte. Das gleich zur Warnung mit auf den Weg, falls Essgelüste bestehen.


    Das interessiert mich: Was hat denn S. caerulea für giftige Verwechslungspartner?


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Stefan!
    Der Wiesen-Champignon ist nur eine der 250 Arten der Gattung Champignon (Agaricus). Deine Pilze zeigen keinen Wisen-C., sondern eine andere Art der Gattung, die größer ist, nach Marzipan riecht und sich gelb verfärbt. Davon gibt es aber mehrere, sodass die genaue Art nicht so einfach zu sagen ist (siehe Pablos Beitrag).
    Viele Grüße,
    Emil



    Zitat von Beorn

    Also Agaricus arvensis s.l. oder Agaricus urinascens s.l. oder Agaricus macrocarpus oder Agaricus osecanus.


    @Pablo: Ist A. macrocarpus nicht synonym zu A. urinascens?

    Hallo!


    4) Geastrum fimbriatum passt schon. Typisch ist die Form der Sporenöffnung (wenig ausgeprägt, gewimpert faserig), die marzipanweiße Exoperidie ("Lappen") und die etwas eingerollte, nicht ausgebreitete Form.


    Zu den Anderen wurde ja schon was gesagt. :thumbup:


    Viele Grüße,
    Emil