Christoph sagt "Epichloe im Verdacht" - gut, kann man verdächtigen. Sonst gab es keine weiteren Verdachtsmomente?
Stefan geht noch weiter mit "nachgewiesene Todesfälle von Weidevieh" - die Akte vom Leichenbeschauer möchte ich sehen. Läuft wahrscheinlich auch darauf hinaus "Verdacht und es gab keine anderen Ideen für sonstige Verdachtsmomente" - "wir wissen es nicht" kling ja zu unseriös ... Ihr seid ja beide Naturwissenschaftler - seid Ihr Euch sicher, dass "Nachweis" nicht allzu leichtfertig verwendet wurde?
Hallo,
also, wenn ich sage, dass es nachgewiesene Todesfälle gab, dann hat das Hand und Fuß. Eine einfache Google-Suche bestätigt dies.
Ich bin schon vor einigen Jahren auf einen GEO-Artikel oder PM-Artikel gestoßen, der von mysteriösen Todesfällen von Weidetieren berichtet. Die Tiere waren in der Autopsie von den häufigen Todesursachen und sonstigen Krankheiten negativ. Bis dann herausgefunden wurde, dass die Alkaloide von Epichloe-Arten dahintersteckten.
normalerweise sind diese Pilze ja an den dicken Stängeln, die vom Vieh gar nicht gefressen werden. Gerade Pferdchen sind da sehr wählerisch - meine jedenfalls. Weder auf der Weise noch im Heu.
Einerseits richtig, aber gerade Epichloe typhina s.st. auf Poa-Arten oder E. clarkii auf Holcus bilden ihre Kragen eben nicht auf den alten Halmen; nicht Stängel! sondern auf jüngeren. Zudem scheinst du überlesen zu haben, dass Epichloe-Arten endophytisch leben, d.h. der Pilz ist in den Gräsern und bildet eben nur unter bestimmten Bedingungen die typischen Kragen. Das war alles in dem Artikel, den ich damals gelesen habe, sehr schön beschrieben.
l.g.
Stefan