Beiträge von Climbingfreak


    Was die Schwermetall-Thematik bei Agaricus angeht, bin ich übrigens auch nicht supper-happy mit der pauschalen Verteufelung bei unklarer Faktenlage darüber, wie viel nun eigentlich davon verstoffwechselt wird. Aber das ist wieder ein anderes Thema.


    Hi,


    "verstoffwechselt" werden Schwermetalle nicht. "Verstoffwechselt" heißt, dass diese chem. verändert werden. Das passiert aber bei Cadmium nicht! Es bleibt im Körper und wird in das Nierengewebe eingelagert. Dadurch hat es eine extrem lange Halbwertszeit. Cadmium ist übrigens in Ende der 2000er-Jahre toxikologisch neu bewertet worden. Cadmium ist stark nierenkrebserregend und greift auch u.a. in die DNA-Reparaturprozesse der Körperzellen ein.


    Was du meinst, wieviel Cadmium aus Pilzgewebe im Darm resorbiert wird. Das ist der Knackpunkt. Dennoch gab es schon einen Fall in Wien, wo ein Mensch nach A. crocodilinus/urinascens-Verzehr eine akute! Cadmiumvergiftung bekam.


    l.g.

    Stefan

    N'abend Karl.

    Es gibt mit Sicherheit auch PSV die über hervorragende Kenntnisse verfügen welche weit über die reine Korbkontrolle hinausgehen. Ebenso gibt es PSV die sich aus Angst vor Fehlentscheidungen, mit der Bitte um Unterstützung, an Experten wenden und denen jegliche systematische Kenntnisse fehlen.
    Die Feldmykologie wurde ins Leben gerufen, weil die Kartierer immer weniger werden. Ob das von Erfolg gekrönt sein wird muss die Zukunft zeigen.

    Jaa, Binsenweisheiten, ich weiß, aaaber: Ich glaube, jede/r von uns hat so seine Stärken u. Präferenzen wie auch Defizite und/od. Abneigungen. Dies spielt hier sicherlich auch eine gewisse Rolle bei dem/der einen u. anderen, der nun vielleicht über ein Engagement in die eine od. andere Richtung nachdenkt. Und die Anforderungen/Ansprüche an eine/n Pilzberater/-in sind doch etwas andere als an eine/n Kartierer/-in.


    Es ist aber allgemein gut, dass es doch Interesse an solchen ehrenamtlichen Engagements gibt, und wer auch immer sich da in die eine und/od. andere Richtung einbringt, ist schon einmal ein Gewinn, und noch besser ist es, wenn man da immer bereit ist, dazulernen zu wollen und sich auszutauschen.

    Hi,


    gerade wir in Sachsen haben gute Kartierer, die nebenbei auch PSV sind; oder umgekehrt je nachdem. :) Gerade die Chemnitzer und Dresdner haben/hatten sehr versierte Leute, die auch PSV waren. Ich denke, dass Kartierung und PSV eine gute Ergänzung sind. Klar gibts auch "Vorlieben". Ich übersehe z.B. öfters mal geflissentlich Rötlinge z.B. ;)


    Auch wir in Dresden merken aktuell den PSV-Schwund. Einige haben sich altersbedingt zurückgezogen andere sind krankheitsbedingt verstorben. Zum Glück konnten wir dieses Jahr einen neuen PSV aus Dresden zur bestandenen PSV-Prüfung gratulieren.


    Was man bei der Diskussion auch noch bedenken muss, dass die PSV-Prüfer auch nicht jünger werden. Der älteste von uns ist Michael Kallmeyer mit über 70. Ich weiß nicht, wie lange er noch Prüfer sein kann.


    l.g.

    Stefan

    Kostproben hatte ich schon von allen 3 Arten. Tr. stans und pessundatum schmecken mild und mehlig; albobrunneum mehlig und mehr oder minder bitter.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    Uwe war schneller. Ich schließe mich da vollumfänglich an. Einer der beiden genannten ist es. Für Cortinarien ist das beste Bestimmungswerk immer noch die FN. Ansonsten ist noch das Kibby-Werk sehr gut und die neu erschienene Flora Agaricacina Neerlandica Band 8 sowieso. Ohne die Werke ist die Bestimmung der Cortinarien nur eingeschränkt möglich.


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr Lieben,


    ich werde jetzt am 13.11., also nächsten Mittwoch, meinen Fundvortrag "Besondere Pilzfunde und mehr 2024" beim Zoom-Meeting halten.


    Beginn: 20 Uhr.


    Ihr seid alle herzlich eingeladen dabei zu sein.


    Ich zeige, wie der Name schon sagt meine tollsten Pilzfunde/Pilzsichtungen auf Tagungen inkl. schöner Pflanzen und auch Phytos.


    l.g.

    Stefan

    Den Weißblauen sollte man schon am deutlichen Pfeffergeruch erkennen, außerdem hat der - wie der Grüne - weißliche Lamellenschneiden.

    Also wirds hier wohl auch eher caerulea sein, das ist sowieso der häufigste.


    Beste Grüße

    Harald

    Hi,


    ich finde Str. aeruginea deutlich häufiger als Str. caerulea. In Pilze-Deutschland haben wir Str. aeruginea bei etwas über 6000 Nachweisen und Str. caerula bei etwas über 4000. Im vorletzten Bild sieht man die weißen Lamellenschneiden sehr gut, so dass hier vielleicht beide Arten aufgesammelt wurden.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    das sind schon Birkenporlinge. Natürlich wachsen auch noch andere Arten an Birke, wie z.B. Zunder oder Rotrandigem Baumschwamm. Nicht alle Porlinge an Birkenholz sind Birkenporlinge.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    nein, nicht wirklich. Fichtenreizker sind bestimmt dabei; der Rest ist leider so nicht festzustellen. Da du die Stiele gekappt hast und auch keine Fotos mit Tageslicht eingestellt hast, bleibt es hier nur bei Reizker.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ja das war ein Grund, warum ich enttäuscht die Fungi Europaei Hebeloma-Monographie zur Seite gelegt habe. Wenn ich das nächste Mal mit Ursula Eberhardt sehe, werde ich sie darauf hin ansprechen.


    l.g.

    Stefan