Beiträge von Climbingfreak

    Ich schrieb cf, d.h. dass das keinesfalls eine sichere Bestimmung ist. Ohne Mikro und genaue Ansicht des Rings ist das nur eine Vermutung. Das kann genau so gut, der giftige Chl. brunneum sein.


    Übrigens ist 123-Pilze alles andere als eine valide Quelle. Da steht auch viel Mist drin.


    l.g.

    Stefan

    Naja, das ist nur meine Meinung.

    Hi,


    sehe ich prinzipiell auch so. Andererseits nervt es tierisch, wenn täglich 1-2 Kindergärten wegen solche Vorfällen anrufen, dann kommen noch die Krankenhäuser und die "normalen" Ratsuchenden dazu. An einigen Tagen komme ich zu nix anderem mehr. Gerade bei den Kindern gab es schon Untersuchungen/Statistiken. Die wurden zum Giftpilzseminar 2015 in München vorgestellt. Die Chance, dass eine schlimme Vergiftung eintritt liegt im Promillebereich. Allerdings, wenn denn eine Vergiftung eintritt, wirds heftig.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ja im Zweifel alle absammeln; sehe ich auch so. Ansonsten noch eine Sache, wenn in der Umgebung keine mykorrhizafähigen Gehölze stehen, können auch keine Inocyben wachsen. Juglans gehört ja bekanntlich nicht dazu.


    l.g.

    Stefan

    Also ohne Mikroskop ist das fast unmöglich Täublinge zu bestimmen?

    Hi,


    nein, das ist mitnichten so. Über die Hälfte der Bestimmungsarbeit erfolgt makroskopisch.


    1. Sporenpulverfarbe; von Weiß bis Ockergelb gibt es unterschiedliche Farbnuancen, die du in einer Farbtabelle abgleichen kannst/musst

    2. Geschmack (mild, pikant, scharf, bitter)

    3. Ökologie (Einschätzung des Fundortes); hier ist das erst Mal ausreichend, sofern im Fundort wirklich nur Fichten standen. So bald nohc weitere Baumarten dazu kommen, müssen diese ebenfalls in Betracht gezogen werden. Eine einzelne kleine Birke im Fichtenwald wird gerne mal übersehen z.B.

    4. Geruch

    5. Makrochemie; manchmal lösen bestimmte Substanzen markante Farbreaktionen aus, die helfen können den Täubling in eine bestimmte Sektion einzuordnen etc.


    Wenn das erledigt ist, hast du schon die Halbe Miete für die Täublingsbestimmung und in vielen Fällen reicht das schon für eine Artbestimmung. Erst, wenn du dann nicht weiter kommst, ist das Mikro hilfreich.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    Hier der Versuch eines Fotos des Sporenabwurfs. Ich würde ihn als fleischrosa bezeichnen. Sporen ca. 6 x 4-5 µm, deutlich grobwarzig inamyloid; Geschmack deutlich bitter und mehlig. Nach der Kostprobe ist Lepista martiorum raus; dann wird nur eine Rodocybe übrig bleiben. Aber welche? So richtig passt keine im Gröger und der FN.



    Am ehesten scheint wirklich R. popinalis zu passen. Was meint ihr?


    rhodocybe_popinalis.pdf

    l.g.

    Stefan

    Hi,


    meinen Segen zu deiner Bestimmung hast du, was nicht viel heißt, denn ich bin ja kein Röhrlingsexperte. ==Gnolm7 Herzlichen Glückwunsch zum tollen Fund. Noch 1-2 Dinge zu P. schweinitzii; ich hatte die Art schon an Kiefer, Fichte. Lärche und Birke. Der kann an fast jedem Nadelholz vorkommen und auch selten an Laubholz. Deswegen bitte nicht wegen des Lärchenstumpfes wundern

    Das passt schon so.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    mach mal ein Schnittbild; komplett der Länge nach in der Mitte durch. Wenn in der Stielbasis karottenrote Pünktchen zu sehen sind, dann ist er es. Wenn nicht, dann kann das auch noch was anderes sein.


    So sieht das erst Mal makroskopisch gut aus.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    nur 2 Anmerkungen.


    1. Cortinarien nur in 3-5%iger KOH mikroskopieren


    2. Schlüssel der Wahl ist die FN oder der Soop.


    l.g.

    Stefan


    P.S. Zum Pilz selber kann ich gerade nix sagen.

    Hi,


    ich würde jetzt mit dem Para Band 2 (Fungi Eropaei Band 1A) kontern und sagen, dass dort die Minores mit Ihrer ITS-Sequenz ausgeschlüsselt werden. ==Gnolm19==Gnolm7==Gnolm4==Gnolm10 Klingt und ist saublöd, stimmt aber leider. Selbst wenn du dem Gröger folgst, brauchst du ein Mikro um weiter zu kommen.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    auf meiner Vorexkursion in der Nähe von Kleindittmannsdorf habe ich heute einen dubiosen Hellsporer gefunden. Er stand in einem Wegrandsaum zwischen einem asphaltierten Feldweg und einem Feld mit Zwischensaaten direkt neben Vascellum pratense und Marasmius oreades. Die nächten Bäume sind auf der anderen Straßenseite (Malus und Juglans regia). Geruch stark mehlig Auffällig sind die grauen Lamellen. Fotografierort ist nicht der Fundort!


    Unterm Mikro hatte ich ihn noch nicht. Was meint ihr dazu? Irgendwelche Ideen?






    l.g.

    Stefan