Also ohne Mikroskop ist das fast unmöglich Täublinge zu bestimmen?
Hi,
nein, das ist mitnichten so. Über die Hälfte der Bestimmungsarbeit erfolgt makroskopisch.
1. Sporenpulverfarbe; von Weiß bis Ockergelb gibt es unterschiedliche Farbnuancen, die du in einer Farbtabelle abgleichen kannst/musst
2. Geschmack (mild, pikant, scharf, bitter)
3. Ökologie (Einschätzung des Fundortes); hier ist das erst Mal ausreichend, sofern im Fundort wirklich nur Fichten standen. So bald nohc weitere Baumarten dazu kommen, müssen diese ebenfalls in Betracht gezogen werden. Eine einzelne kleine Birke im Fichtenwald wird gerne mal übersehen z.B.
4. Geruch
5. Makrochemie; manchmal lösen bestimmte Substanzen markante Farbreaktionen aus, die helfen können den Täubling in eine bestimmte Sektion einzuordnen etc.
Wenn das erledigt ist, hast du schon die Halbe Miete für die Täublingsbestimmung und in vielen Fällen reicht das schon für eine Artbestimmung. Erst, wenn du dann nicht weiter kommst, ist das Mikro hilfreich.
l.g.
Stefan