Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Nobi,


    ist erledigt. :)


    Nun auch noch mal was meinerseits zum Thema.

    So was ist nicht unbedingt in Stein gemeißelt. So ein Paper spiegelt auch "nur" mehr oder minder die Meinung/Ergebnisse einer Arbeitsgruppe wieder als eine Art Sachstand. Eine andere Arbeitsgruppe kann anderer Meinung sein und das widerlegen, was dann vielleicht Arbeitsgruppe 3 auf den Plan bringt um die Ergebnisse von Paper 1 und 2 zu verifizieren. Das ist Wissenschaft und diese gibt auch nur die aktuellen Erkenntnisse wieder. Soll heißen; nichts in der Wissenschaft ist so stet, wie die Veränderung und der Erkenntnisgewinn. ;)


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    wichtig wäre zu wissen, welche Flüssigkeiten in den Schläuchen mal geflossen sind und mit was gefärbt wurde. "Schimmel" ist vieles und "Schimmel" ist auch kein taxonomisch fester Begriff.


    Solche Biofilme sind ja meist Konglomerate von Bakterien und Pilzen, insbesondere auch Hefen. Ich meine auf dem 2. Bild die zerfallenen Hyphen von Geotrichum zu erkennen, was aber auch nix heißen muss. Hefen kannst du mikroskopisch sowieso nicht bestimmen und auch nur Mycel ohne Konidiophore geht auch nicht mikroskopisch zu bestimmen...


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ansonsten kommt noch ein Aspekt dazu, denn es gibt ja auch noch immer individuelle (Neben)Wirkungen auf bestimmte Stoffe. Ansonsten sehe ich das so wie die Vorschreiber.


    Es gibt übrigens Arbeitsgruppen, die Enzyme und Inhaltsstoffe von bestimmten Speisepilzen auf bestimmte technologische Wirkung in Lebensmitteln hin untersuchen. Was mit den Pilzenzymen so technologisch gemacht werden kann, ist sehr erstaunlich. Also geforscht wird daran sehr intensiv gerade.


    l.g.

    Stefan

    @Pablo: Die Sporen sind dem umgebenden Erdboden entnommen, Detritus und Sand daraus entfernt worden.


    Mein Fokus liegt tatsächlich in der Mikroskopie, nicht in der makroskopischen Pilzbestimmung. Ich hatte gehofft, Übereinstimmungen zu finden. Es isz aber zugegebenermaßen sehr schwierig.

    Jedenfalls vielen Dank für eure Bemühungen !!

    Hi,


    rein von der Mikroskopie wirst du nur Kleinpilze bestimmt bekommen; also solche, deren FK kleiner als 1 mm sind. Hut-Stiel-Pilze allein von der Mikroskopie bestimmen zu wollen, ist unmöglich. Hier ist die Kombination aus makroskopischen und mikroskopischen Merkmalen für die Pilzbestimmung wichtig.


    Tipp meinerseits: Fang mit der Makroskopie an. Das ist das wichtigere. Die Mikroskopie kommt dann ergänzend hinzu.


    l.g.

    Stefann

    Hallo Ulla, da ist dann aber eher die Frage, was denn hier nun invasiv ist, die Straße oder das Kraut. Dass die Störung von Biotopen mit einer Änderung der Artenzusammensetzung einhergeht, steht außer Zweifel. Die wirklich flächendeckenden invasiven Pflanzen sind doch eher Mais, Raps, Weizen, Roggen ...

    LG, Bernd

    Die aber wissentlich mit Absicht auf Ernte angebaut werden...


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    da unser aller Lieblingsstumpi heute seinen 75. Geburtstag hat; mal einen seiner Klassiker.==konfetti Sogar mit Musik.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    l.g.

    Stefan

    Danke. Inzwischen bin ich auch selbst drauf gekommen und habe das im Buch nochmal nachvollziehen wollen. Man kommt nur auf den Schnitzling wenn man den Weg mit Velum geht. Aber ich sehe nirgends Reste eines solchen. Hilfe?

    So was kann auch ein Fehler im Schlüssel sein. Ich habe bei der Art auch noch nie Velum bewusst wahrgenommen; allerdings auch nicht danach explizit geschaut.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ob nun invasiv oder nicht; zumindest ist das immer eine Art, wo in der einen Botanikergruppe bei FB das Geschimpfe los geht und ja sie soll sich sehr stark verbreiten; insbesondere auf gestörten Standorten.


    Ob das aber so "schlimm" ist wie Ailanthus (ich sehe das Problem dort nur in den Innenstädten; nicht in den Habitaten außerhalb), kann ich schwer beurteilen. Große Probleme gibts auf jeden Fall bei:


    Prunus serotina

    Japanknöterich

    Indischem Springkraut

    Kirschlorbeer

    Rubus armeniacus; das Zeug ist echt übel. Trockenresistent und wächst sogar noch nach Vollrückschnitt nach und bildet dichte, massive Bestände, die alles überwuchern. Das ist die Brombeere, die überall an den Bahngleisen wuchert mit der silbrigen Blattunterseite. Hier im Dresdner Umland eine übelste Landplage.

    Bunias occidentalis


    bestimmt gibts noch ein paar mehr; das sind aber die, welche mir spontan einfallen.


    l.g.

    Stefan

    Ja aber ob das nun diese Art ist oder eine der vielen anderen, saproben Cladosporien, wird nicht so einfach zu bestimmen sein. Cladosporium, Alternaria und Fusarien gehen fast nur noch genetisch zu bestimmen; es sei denn du hast einen Spezialisten mit eindeutigem Wirtsspektrum und eindeutigem Befallsbild und noch im besten Fall mit eindeutigen Mikromerkmalen.


    Aber so; ein Cladosporium auf toten Pflanzenresten; morpholgisch nicht bestimmbar...


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    glaube mir. In den großen Pilzgruppen sind die allerwenigsten "Spezialisten", geschweige denn einigermaßen gute Pilzkenner.Die gleichen Leute, die nach Chaga und Schmetterlingstramete fragen, fragen auch nach Steinpilzen und Konsorten. Was glaubst du wie hoch der Absatzmarkt ist für Kapseln mit Chaga als Arznei/Nahrungsergänzung? Der ist riesig. So bald du dich mit "gesunder Ernährung" und Krebs befasst, landest du auch bald beim Chaga. Das Thema Vitalpilze bekommt langsam einen beängstigenden Hype.


    Nur noch mal zur Erklärung: Ich stehe dem Thema sehr kritisch, aber nicht ablehnend gegenüber. Nur leider wird mit damit (dubiose Nahrungsergänzungsmittel) so viel Schindluder betrieben, dass mir der Kamm anschwillt. Ich hatte mich im Studium/Ausbildung und beruflicher Laufbahn damit sehr auseinandergesetzt.


    l.g.

    Stefan