Beiträge von Craterelle

    Hallo ihr alle, ich bin gerade mal wieder zurück auf Kurzbesuch in meiner alten Heimat und ein bisschen versucht, noch einen Streifzug in den Wald zu machen, obwohl die Zeit hier recht knapp ist.


    Was geht denn gerade wo? Eher die Kiefernforste oder auch ist auch in den Buchenwäldern inzwischen etwas los?


    ingosixecho: ich meine, du hast kürzlich etwas vom Reifpilz geschrieben, der steht noch immer auf meiner Wunschfundliste. Wohin (generell Habitate oder ggf. auch konkrete Orte) müsste ich denn da? Oder hat der ohnehin schon wieder fertig?

    Hallo Pilzfreund77,


    hast du den vermeintlichen S. mendax noch weiter untersucht oder evtl. mehr Fotos gemacht?


    Ich hatte mendax in Brandenburg noch nicht, aber mir sieht das eher nach noch "besserem" (i.S.v. in der Gegend noch seltenerem) aus. Ein Schönfuß vielleicht? Hatte er rote Röhren oder gelbe?


    LG, Craterelle

    Kleiner Nachtrag, auch wenn der Fund vorerst keinen Namen bekommt, wenn wir ihn nicht doch noch sequenzieren lassen:


    Wir habe die auch in unserem Garten, ebenfalls bei Fichte.


    Werden ganz schöne Brummer, bis 10 cm sicherlich (edit: oh, das schrieb ich ja oben schon). Vielleicht kriege ich noch ein paar Fotos hin.


    Die Sektion (Sanguinolenti? Rubescentes? Vielleicht heißt sie bei Parra auch noch anders, den habe ich leider nicht) sollte bei deutlichem Röten aber eindeutig sein, oder?

    Bittermandelgeruch bei Nelkenschwindlingen: Nehmt ihr den wahr? Mir ist es noch nie gelungen, ihn zu erschnuppern. Da ich mehrfach gelesen habe, dass der Geruch bei dieser Art durch Cyanwasserstoff (Blausäure) verursacht wird und ein recht großer Anteil Menschen diesen nicht wahrnehmen kann, habe ich überlegt, ob ich evtl. dazugehöre.


    Geht das jemandem ähnlich und falls ja: riecht ihr Bittermandel beim wohlriechenden Schneckling? Für den finde ich keine Angabe, ob es sich ebenfalls um Blausäure handelt oder um eine andere Substanz.

    Die fanden wir in der Nähe der Kuhmaul-Hotspots, von den Malone schon berichtet hatte, in Fichtenmonokultur.


    Die Bilder sind evtl. etwas suboptimal, weil nicht vor Ort, mit schlechtem Handy und erst am Folgetag.


    Größe: schon recht kräftig, größerer 10 cm oder noch ein bisschen drüber


    Hauthaut: hell, beflockt


    Verfärbung: deutliches Röten


    Ring: doppelt, Unterseite zahnkranzartig, nach oben abziehbar (absteigend?)


    Geruch: dezent, ähnlich wie Zuchtchampignon



    Ich war bei der Suche zuerst auf subfloccosus gestoßen, da passt das Habitat ganz gut, aber (wenn ich es richtig verstehe) die Anwachsrichtung des Rings nicht.


    Dieses Merkmal stimmt bei benesii überein, und nach Bildvergleichen würde das auch noch besser hinkommen.


    Erscheint euch das plausibel und wenn ja, was sollten wir prüfen, um die Bestimmung abzusichern?

    Wir hatten gestern so viele und teilweise erstaunlich große Pfefferröhrlinge, dass es für eine separate Zubereitung ausreichte.


    Ergebnis: Die Schärfe verschwindet bei normaler Zubereitung vollständig. Geschmacklich dann ganz ok, nicht überragend.


    Der in vielen Pilzbüchern verbreitete Tipp, ihn als Ersatz für Pfeffer einzusetzen, dürfte demnach nicht wirklich funktionieren, es sei denn, man würde ihn roh benutzen, was ja generell nicht ratsam ist.

    Und der Geruch? Tom ( coindigger) meinte damals auf unserer Griechenland-Exkursion ("Wie erkenne man den Satan?" - "Umdrehen und da steht es dann geschrieben." - müsste ich ggf. nochmal heraussuchen und verlinken) er würde nach Abteilung Lacke, Farben, Lösungsmittel riechen, und das war für mich tatsächlich die plausiblere Assoziation als die Beschreibungen in der Literatur, wo meiner Erinnerung nach häufig Babywindeln genannt werden, wenn ich das jetzt nicht total durcheinanderwerfe.

    Bzgl. Geruch: Ich kann mich an die kollektive Beschnupperung meiner ersten und einzigen Satansfunde während der Griechenland-Exkursion erinnern. Tom ( coindigger) brachte damals die Assoziation Richtung Lacke/Beize(?) o.ä. ins Spiel, und das passte für mich ganz gut.

    Hab ich bisher ein einziges mal gesehen, ein großes altes einzelnes Exemplar, leider schon etwas hinüber.

    Den würde ich auch mal wieder gern finden, bisher ist an der einen Stelle nix, seit drei Jahren.

    Mein Perserfund war auch in einem der seltenen feuchten Sommer. Ich habe den Verdacht, der fruktifiziert einfach in den Jahren nicht, wo die Feuchtigkeit erst im kühleren Herbst einsetzt (vielleicht ein wenig wie der fransige Wulstling, den ich ebenfalls nur im Hochsommer bei ausreichender Feuchtigkeit finde).

    Ich war heute kurz draußen in meinen alten Revieren. Wie viele schon geschrieben haben: außer Pfifferlingen (gar nicht mal wenige, aber die meisten im Babyalter - ein Geheimtipp ist die Stelle eher nicht, den abgeschnittenen Stielen nach sind sie dort weg bevor sie größer werden) noch eher zurückhaltend.


    Eine riesigen Dryadensattel (aka schuppiger Porling) gab es, der erstaunlicherweise noch gar nicht alt war, und ganz besonders erfreulich: Kornblumenröhrlinge. Ansehnlich waren sie zwar nicht mehr, aber das ist erst mein zweiter Fund.

    Hallo Sigisagi,


    Sei bitte etwas vorsichtig, gerade mit Kostproben z. B. ob Schärfe vorhanden ist oder nicht.


    Erst Gattung sicher bestimmen, dann kosten (wenn in der Gattung sinnvoll und sicher), das wäre meine Devise. Und das ist keine Schelte, nur eine Anregung.


    LG, Craterelle

    das grüne Fundholz an ein schattiges Plätzchen im Garten legen und gelegentlich danach schauen, das hat bei mir jedenfalls zum Erfolg geführt.

    Kann ich nur empfehlen!

    Wir hatten auch im "Silvarium" (ein altes Aquarium oder Terrarium mit allerlei Totholz und Moos, schattig gestellt und gelegtlich mit Wasser besprüht) schon Erfolg.

    Liebe Grüni, entschuldige die Verspätung! Ich habe aktuell zu wenig Zeit fürs Forum, kein Bild zur Hand, aber dir alles erdenklich Gute für das neue Lebensjahr wünschen möchte ich dir trotzdem! Ich hoffe, wir sehen uns irgendwann mal wieder :Kuschel: