Beiträge von Craterelle

    Ahoi Alexander,


    ich hatte mir darüber auch - unabhängig von diesem Rezept - Gedanken gemacht.


    Sowas hier wäre einen Versuch wert:


    Verjus – Wikipedia


    Ich muss gleich zuhause mal probieren, ob das mit meinen Trauben noch ginge, oder ob die schon zu viel Süße entwickelt haben.


    Bei Rezepten, wo sich an anderer Stelle Süße einsparen ließe, würde ich durchaus auch Traubensaft nehmen, aber das geht hier eben nicht.


    LG, Craterelle

    Danke für Lob und Likes! Das sind übrigens zu mindestens 95% Sommerruten, geschnitten ab April bis jetzt vor kurzem. Die, die auf dem Bild so grün wirken, sind vor zwei Wochen geschnitten und seitdem unter Ausnutzung aller verfügbaren Sonnen- und sonstiger Wärme (an)getrocknet.


    Irgendwo habe ich gelesen, dass das winterliche Schneiden weniger die Flechteigenschaften beeinflusst, sondern schonender für die Pflanze ist, weil die dann in Saftruhe ist. Aber die Weiden, von denen ich die Ruten habe, werden sowieso im Sommer brutalst zurückgeschnitten, da habe ich nicht unbedingt ein schlechtes Gewissen, weil ich dem zuvorgekommen bin.

    Und jetzt endlich einer für mich :ghurra:



    Der Monsterkorb bleibt zwar erstmal auch bei mir, aber für mich ist das eher kein Pilzkorb.


    Ca. 6 1/2 Jahre hat der Weg zum eigenen Pilzkörbchen insgesamt gedauert...


    Und jetzt müssen Pilze hinein, die Zeit ist ja eigentlich günstig.


    Noch ein Tipp, um einen Anfängerfehler zu vermeiden, den ich immer wieder gemacht habe: Die Ruten auch bei Materialknappheit nicht bis zu den letzten dünnen Spitzen verflechten, sondern nur soweit, wie sie mit Spannung auf den Streben aufliegen.


    LG von einer stolzen

    Craterelle

    Hallo Stefan,


    sofern es keine gesonderten Listen gibt, welche Inhaltsstoffe zulässig sind, dürfte ein Hersteller von Hundefutter also also Kakao oder Macadamianüsse verarbeiten? Und es würde auch nicht explizit darauf getestet? Das Problem stellt sich wahrscheinlich nie, da a) bekannt ist, dass diese Lebensmittel für Hunde giftig sind und b) zumindest Macadamianüsse und wahrscheinlich auch Kakao eher teure Zutaten sind.


    Indes, selbst wenn gezielt auf bestimmte Substanzen getestet würde:

    der Stoffwechsel bei jeder dieser Arten ist nicht identisch zum menschlichen (für den je nach Pilzart viele Erfahrungswerte vorliegen), bei kaum einer der Tierarten gehören Pilze zum natürlichen Speiseplan, und Pilze enthalten eine große Zahl verschiedener und vielfach noch unbekannter Inhaltsstoffe.

    Jeder dieser bekannten und unbekannten Inhaltsstoffe könnte potentiell problematisch sein. Auf einen unbekannten Inhaltsstoff hin kann aber gar nicht getestet werden, und auf die bekannten wird vermutlich auch nicht getestet, solange unbekannt sind, ob sie den jeweiligen tierischen Organismus beeinträchtigen.


    Wie du also zu diesem Schluss kommst

    Wenn es durch den Einsatz von Pilzpulver da Probleme gäbe, würde das auffallen.

    bleibt für mich etwas rätselhaft.


    LG, Craterelle

    Was mir gerade durch den Kopf geht: Vielleicht wird den Verfärbungen bei den mit etwas Erfahrung leicht erkenntlichen Arten wie dem Edelreizker einfach zu wenig Beachtung geschenkt?


    In einer Diskussion im letzten Herbst haben einige vehement bestritten, dass Edelreizker grünen können.


    Oder ist es doch eine Form der Rot-Grün-Blindheit? :gklimper:

    Wirklich interessant, die beiden Artikel. Wahrscheinlich stammt aus diesen Versuchen auch die Erkenntnis, dass Schweine Knollenpilze verkraften (was soweit ich weiß aber nicht daran liegt, dass Amanitin für sie ungiftig wäre, sondern an der höher konzentrierten Magensäure, war das nicht so?)


    Allerdings wird heutiges Heimtierfutter sicher nicht in erster Linie für Schweine gedacht sein.


    Zitat von Bibliothekar

    Die käuflichen Futterbestandteile unterliegen schon einer gewissen Prüfung.

    Fragt sich nur, was da getestet und geprüft wird. Ich gebe zu, dass mir die Bestimmungen für Futtermittel unbekannt sind. Vielleicht kennt sich jemand besser damit aus?


    LG, Craterelle

    Hallo Peter,


    Das war mir nicht bekannt. Also dürften zumindest für Nutztiere ein paar Erfahrungswerte aus Kriegs-/Nachkriegszeiten vorliegen.


    Ich vermute allerdings, dass das weniger die heute beliebtesten Haustier Hund und Katz (Carnivoren) waren, sondern v.a. Schweine, Hühner (sind ja zumindest Allesfresser) und vielleicht sogar noch die Vegetarier (Rinder, Schafe, Ziegen) mit ihrem spezialisierteren Stoffwechsel.


    Vielleicht finden sich in deinen Archive ja noch detailliertere Informationen, welche Tiere womit gefüttert wurden.


    Warum es problematisch sein könnte liegt doch eigentlich auf der Hand: der Stoffwechsel bei jeder dieser Arten ist nicht identisch zum menschlichen (für den je nach Pilzart viele Erfahrungswerte vorliegen), bei kaum einer der Tierarten gehören Pilze zum natürlichen Speiseplan, und Pilze enthalten eine große Zahl verschiedener und vielfach noch unbekannter Inhaltsstoffe.


    LG, Craterelle


    Edit: Das hat sich mit Stefans Beitrag überschnitten. Stefan, danke für die Links, da werde ich mit Interesse hineinschauen.

    Der Glimmerschüppling scheint gerade vielerorts eine gute Zeit zu haben. :gmotz:Ich möchte den jetzt auch endlich mal! :gmotz:


    Vielleicht wäre es an der Zeit, JanMV zu seinen Vorkommen im Norden zu befragen.

    Hallo Schlupfnudel,


    Ich glaube, die stehen aktuell nicht online, sondern wenn überhaupt mit großer zeitlicher Verzögerung.


    Die Seiten habe ich gerade abfotografiert, das sollte m.E. vom Zitierrecht umfasst sein.


    Liefert aber nicht wesentlich mehr Info, bzw. nur zur Zusammensetzung der Vitamine, die ich hier aber gar nicht so relevant finde. Und die Fragestellung ist auch im Original so unspezifisch.


    LG, Craterelle

    Hallo ins Forum,


    In den aktuellen DGfM-Mitteilungen las ich gerade auf eine Frage eines Vertreibers von Trockenpilzen, ob sich diese als Beimischung in Tierfutter eignen (zur Vitamin-Anreicherung):


    Zitat von DGfM-Toxikologe

    Mein Fazit: Die Beimischung von Trockenpilzen würde eine wesentliche Bereicherung des Heimtierfutterangebots bedeuten.


    Nun ist ja von Hunden und Katzen, den beliebtesten Heimtieren, bekannt, dass einige für den Menschen ungefährliche Dinge für sie giftig sind (Schokolade, Zwiebeln, Hunde: Macadamianüsse, Hunde: Weintrauben). Teilweise ist bekannt, welcher Inhaltsstoff problematisch ist (Schokolade: Theobromin), oft meiner Kenntnis nach nicht.


    Andererseits enthalten Pilze eine Vielzahl biochemisch potenter Verbindungen, die längst nicht alle schon identifiziert sind, und sie gehören eher nicht zur natürlichen Nahrungsspektrum von Hunden und Katzen.


    Mir erscheint die Einschätzung, dass Trockenpilze im Tierfutter unbedenklich und wünschenswert wären, deshalb etwas zweifelhaft.


    Hätte ich Haustiere, würde ich noch eher Futter mit Zusatz von synthetisch hergestellten Vitaminen verfüttern, weil mir das risikoärmer erschiene.


    Wie denkt ihr darüber?


    LG, Craterelle

    Die verfärbung (Zeit des Umschlagens von orange- nach weinrot) taugt aber in der Tat nicht zur trennung von Lactarius deliciosus. Das ist bei beiden Arten ungefähr gleich.

    Ahoi Pablo! Es verstört mich etwas, dass bei deinen Edelreizkern die Milch überhaupt nach weinrot umfärbt. Meine machen so etwas nicht, und nach allem, was ich in der Literatur finde, sollten sie das auch gar nicht.


    Zitat von Laux

    MILCH karottenrot, langsam verblassend, später graugrün

    Zitat von Gerhardt

    Milch karottenrot, auf Schnittflächen lange Zeit unverändert (nicht weinrot werdend)

    Zitat von Gminder

    Milch orange, unveränderlich

    Einzig bei Bon findet sich ein Verweis auf eine Varietät mit weinrot umfärbender Milch:

    Zitat

    Milch und F orange, dann oft ausblassend und zuletzt leicht grünend (weinrot verfärbend in var. rubescens Schmitt)

    Ob die dann bei euch vorherrschend ist?


    LG, Cratie

    Mikromeister, danke für die Übersicht zur Denaturierung von Lektinen. Ich werde vielleicht dazu übergehen, Hallimasch & co. im Dampfdrucktopf zu garen, wenn Temperaturen über 100°C effektiver sind. Das Kochwasser schütte ich übrigens niemals weg, dieser Ratschlag erscheint mir unsinnig.


    Und: auf dem Mount Everest keine lektinhaltigen Pilze zubereiten, dort werden ohne Überdruck die nötigen 75° nicht erreicht ==Gnolm19.