Beiträge von Craterelle

    Wir hatten heute einige Exemplare vom Hohlfußröhring in der Pfanne. So schlecht kommen die bei uns nicht weg, auch wenn sie viel Wasser ziehen und eher weichfeischig sind. Geschmack nussig, Maione meinte erdnussig. Unsere Exemplare waren keineswegs muffig oder bitter, wie jemand anders in den Kommentaren schrieb.

    Hallo ihr Lieben,


    Etwas verspätet: herzlichen Dank für eure Glückwünsche! Wir waren abgetaucht, in quasi pilzleere, dafür sonnige Südländer, wo es wunderschöne Korkeichenwälder gibt und man auch bei Trockenheit ahnt, was für Myzelien da im Boden stecken könnten.


    LG, Cratie

    Hallo Elbeangler, Bild 2 sieht für mich total nach Amanita citrina / gelbem Knollenblätterpilz aus, bis auf die Farben, blau sollte der eigentlich nicht sein. Kann es sein, dass deine Kamera die Farbe nicht so realistisch wiedergibt? Oder sollte es doch irgendetwas anderes mir Unbekanntes sein?


    Ich hätte mich übrigens auf einer kurzen Tour am Samstag schon über Knollenblätterpilze riesig gefreut, auch wenn sie nichts fürs Körbchen sind (was ich in weißer Voraussicht gleich Zuhause gelassen hatte). Ein paar wenige Schopftintlinge und Rötelritterlinge, die mir zu alt waren, an der (stark befahrenen) Straße ein Trupp große Scheidlinge und sonst nichts, nichts, fast nichts. Sogar Nebelkappen und Ockertäublinge machten sich rar.


    LG, Craterelle

    Bloß nicht zu viel nehmen bei den Milch-Kostproben. Einige Arten sind wirklich höllisch scharf. Wenn das so einzige bisschen dann nicht eindeutig scharf ist, kannst du immer noch eine etwas größere Menge probieren.


    Und der Kampfermilchling sollte sich spätestens beim Antrocknen durch einen sehr intensiven Geruch verraten, wenn es einer ist. Ich finde die als Würzpilz gut.

    Danke für die Suppe, Schwamm-Almo!


    Wer Bauernbrot mit lebenden Tieren bevorzugt, sollte vielleicht Motten züchten, ich glaube da gibt es einige, die Mehl, Brot und dergleichen lieben.

    Wenn es schon Fleisch sein muss, finde ich es gut, zumindest alles zu verwerten. Nur Filet, Kotelett und Steaks ist für mich genauso Rosinenpickerei wie nur Milchprodukte. Appetit macht mir dein Angebot trotzdem nicht.

    Hallo liebe Mitreisende und - Lesende,


    die Erinnerung an das Olivengebäck aus der Bäckerei in Diakopto (von dem ich niemandem etwas abgegeben hatte, weil es zu lecker war) trieb mich lange um, bestimmt 3 Fehlversuche hat es gekostet, es einigermaßen überzeugend nachzubacken. Gibt's jetzt gerade am Stammtisch:


    Stammtisch (Bild)


    Stammtisch (Rezept)


    LG, Cratie

    Eigentlich wollte ich einen Blogbeitrag aus dem Olivengebäck machen, hab's aber immer noch nicht geschafft. Also hier die Kurzfassung, bevor ihr noch verhungert.


    Das ganze imitiert einen Croissantteig, dazu hatte ich mir einige Rezepte durchgelesen. Vorherige Versuche nur mit Olivenöl und warmer Ruhephase waren eher entmutigend.


    Für den Hefeteig

    • ca. 450 g Mehl
    • 1/2 Würfel Trockenhefe
    • 1 TL Zucker
    • wenig Salz, etwas mehr als 1/2 TL vielleicht
    • Wasser

    Den Hefeteig gut durchkneten, dann in den Kühlschrank stellen. Bei mir ist er dort über Nacht trotz der niedrigen Temperaturen sehr stark aufgegangen, das hat aber nicht geschadet (vielleicht war es sogar gut?). Lediglich die zweite Hälfte des Teiges, die vor der Weiterverarbeitung ca. weitere 10 Stunden im Kühlschrank war, wollte dann im Ofen nicht mehr so gut aufgehen.


    Für die Fettmasse:

    • 100 g desodoriertes Kokosfett
    • 100 g Olivenöl
    • 50 g Mehl
    • reichlich Salz, einen knappen TL (darf gern sehr fein sein, es gibt ja kein Wasser, in dem es sich auflösen könnte)

    Kokosfett leicht erwärmen und mit den anderen Zutaten mischen, ebenfalls kühlstellen. Die Fettmenge entspricht in etwa 250 g Butter, ich habe aber weniger davon verbraucht, so dass ich die Menge mindestens um 1/4 hätte reduzieren können.


    Die Anleitungen sehen vor, die Butter bzw. die Buttermasse auszurollen, das ist mit der obigen Mischung aber nicht möglich, dafür ist sie zu weich. Macht aber gar nichts. Hefeteig zu einem länglichen Rechteck ausrollen, die Fettmasse mit dem Messer auf einer Hälfte verteilen (ziemlich dick, muss aber nicht so dick sein wie der Hefeteig) und die Ränder dabei freilassen. Dann zusammenklappen, so dass das Fett vollständig von Hefeteig eingeschlossen ist.


    Jetzt beginnen die "Touren", derer es mindestens 4 bedarf: wieder zu einem länglichen Rechteck rollen, oberes und unteren Drittel auf die Mitte klappen, zwischendurch immer wieder kühlen (kurz ins Gefrierfach oder etwas länger in den Kühlschrank). Die Anleitungen besagen, dass man dabei die Richtung wechseln sollte, aber das habe ich eher, hm, intuitiv gehandhabt.


    Dann braucht man natürlich noch Oliven, keine geschwärzten grünen, sondern die natürlich ausgereiften dunkelrotvioletten. Davon ca. 20 entkernen und hacken und in einige "Touren" einarbeiten. Das habe ich etwas spät gemacht (Tour 4), so dass sie nicht optimal verteilt waren.


    Mein Teig hatte dann noch gut eine Stunde bei ca. 15° (Transportweg) und die erste Hälfte durfte nur etwas zusammengerollt in den ca. 200° heißen Ofen.

    Ich finde den Grünspanträuschling übrigens recht lecker. Hatte ihn jahrelang stehenlassen, aber Christoph (Tricholomopsis) hat so davon geschwärmt, dass ich ihn irgendwann probiert habe und positiv überrascht war. Die Haut ist auch einfach abzuziehen, dann ist der Korb zwar weniger bunt, aber sauberer.

    Und auch der Veilchen-Rötelritterling auf ein neues. Schmeckt nicht nach Veilchenwurzel, das verfliegt. Aber doch irgendwie nach mehr als nach nichts, vielleicht auch umami? Ich hatte ihn seinerzeit mit 8 bewertet, 7 ist er mir mindestens wert.

    Ich habe heute noch kurz den Friedhof (Pankow X?) gecheckt. Auf der Hallimasch-Wiese: nix. Das Kiefernwäldchen, wo im Frühjahr Giftlorcheln wachsen und im Herbst oft Butterpilze, Edelreizker und Kuhmaul: von letzteren ein paar junge, immerhin. Leider haben sie dort auch viele Kiefern gefällt.


    Ein Highlight gab es dann doch noch: Lepista irina (Veilchen-Rötelritterling) :ghurra:


    Den hatte ich früher einige Jahre lang bei mir direkt im Wohnviertel, das Vorkommen scheint aber erlöschen.