Beiträge von thorben96
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Hallo Karl,
das ist Entoloma hirtipes, worauf ich aber ohne die Einschätzung von Gerhard Wölfel wohl nicht gekommen wäre. Inzwischen habe ich mal nachgelesen und u. A. auch den Hinweis auf Kaulozystiden gefunden (Noordeloos schreibt nur "pruinose at apex"). Das intrazelluläre Pigment, welches Du zeigst, befindet sich in der Subpellis, was auch so in der Literatur steht. Standort und frühe Erscheinungszeit passen ebenfalls gut. Schnallen sind wohl nur an der Basis von Basidiolen zu finden und man muss schon sehr sorgfältig suchen um sie zu finden.
Ein großes Dankeschön an Gerhard und auch an dich

Die Kaulozystiden waren an dem Stielansatz besonders Zahlreich und wurden zur Stielbasis weniger.
Ich konnte allerdings keine Pleurozystiden entdecken, aber wahrscheinlich verstecken die sich zu gut

VG : Thorben
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Hallo Frank,
super danke, dass ist er

Die Hyphen sind Schnallenlos und es gibt in der Nähe auch Nadelholzstümpfe, eventuell ist unter dem Boden auch Nadelholz oder Nadelstumpf.
Auf jeden Fall bin ich jetzt froh einen Namen für den Pilz zu haben.
VG : Thorben
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Hallo Eike,
vielleicht könnte sogar die Gattung Guignardia passen.
Eventuell lässt sich dieses Rätsel in Zukunft auflösen, Material ist auf jeden Fall vorhanden.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
heute fand ich eine wachsartigen Pilz auf dem Boden, den ich mir genauer angesehen hatte.
Eigentlich hoffte ich eine Sebacina zu haben, aber leider ist es etwas anderes.
Ich hätte jetzt als Arbeitsnamen Gleocystidiellum sp. genommen, doch bei Rindenpilzen blicke ich nach wie vor nicht durch.
Vielleicht hat jemand von euch eine Idee ( Tomentella ).
Hier sind die Bilder:
1.
2. Gloeozystiden
3. Basidien 4-Sporig
4. Zystiden
5.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
heute konnte ich in unmittelbarer Nähe eines Kiefernstammes, diese Entoloma sp. finden.
Der Stiel ist hohl, falls das überhaupt relevant ist für die Bestimmung.
Ich konnte in keinen Teilen des Frk. Schnallen finden.
Hier sind die Bilder:
1.
2.
3.
4.
5. Cheilozystiden
6. Basidien 4-Sporig
7. Kaulozystiden (Bild 7 und Bild 8)
8.
9. HDS (Bild 9 -Bild 11)
10. bestehend aus dicken Hyphen und dünnen
11. ebenfalls haben manche Hyphen einen braunen Inhalt
12.
Jemand eine Idee was das sein könnte ?
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
heute habe ich wieder eine Tour im Botanischen Garten gemacht und habe dieses mal auch besonders die Gewächshäuser im Blick gehabt.
In diesem Fall ist ein Blatt von Rhizophora mangle ins Visier geraten und wurde nach kurzer Einschätzung vor Ort als Coelomyceten eingestuft.
Die kleinen schwarzen Kügelchen haben sich Zuhause als Ascomycet entpuppt. Beim umdrehen des Blattes kam, dann ein zweiter Asco zum Vorschein, weshalb ich jetzt 2 unbekannte Ascomyceten habe.
Ich bin bei diesen Pilzen überfragt, falls jemand von euch eine Idee haben sollte, was das ist, dann nur her damit.
Hier sind die Bilder:
1.1
1.2
1.3 Paraphysen
1.4
Nächster Pilz:
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
VG : Thorben
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Hallo Beate,
wie Octospora ithacaensis in Abgrenzung zu Octosporopsis nicolai aussehen sollte und wo die (offensichtlichen) Unterschiede liegen. Ist ja interessant daß O.i. doch auch auf Lunaria cruciata vorkommt, da hätte es die ja tatsächlich auch auf "meinem" Moos geben können =o))
Bitte nicht falsch verstehen, aber die O. ithacaensis wächst nur auf dem Brunnenlebermoos, mein Fund ist etwas anderes, da das Sporenornament und die Sporengröße anders ist.
Leider gibt es keine weiteren Funde dieser Art, weshalb man keine weiteren Untersuchungen machen kann.
Sag mal, es gibt ein Foto in Deinem Bericht (Nr. 6) , in dem das Sporenornament so ganz deutlich wird. Hast Du da eine Färbetechnik angewendet (für mich Laien sieht das erst mal gar nicht so aus) oder hast Du Streiflicht dafür erzeugt oder sowas? Das Foto ist ja total plastisch. Ist das eine Technik?
Es gibt viele verschiedene Sporenornamente, manche kannst du gut in Wasser erkennen (wie in meinem Fall) und andere musst anfärben (z.B: mit Baumwollblau).
Das Problem ist, dass viele Sporen überhaupt kein Ornament besitzen, eines besitzen was du nur durch ein Rasterelektronenmikroskop sehen kannst, Ornament schwach ausgeprägt ist oder nur durch das anfärben zu sehen sind. Bei manchen Sporen kann sich das Sporenornament auch lösen.
Bei meinem Bild kam noch der Vorteil hinzu, dass die Spore und auch das warzige Ornament groß waren, was sehr vorteilhaft ist.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
zu diesem Schleimpilz gibt es auch neue Erkenntnisse.
Dank Andreas Kuhnt hört die Badhamia auf Badhamia capsulifera.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
Ich möchte euch hier über die neuen Erkenntnisse auf dem laufenden halten.
Dank Andreas Kuhnt hat dieser Schleimi einen Namen gefunden und hört jetzt auf den Namen Didymium cf. comatum.
Es gibt ein cf. da in der Originalbeschreibung die Sporen kleiner angegeben werden und da bei meinen Fund das sehr feine Capillitium kaum ausgebildet ist.
VG : Thorben
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Hallo Beate,
dass sehe ich wie meine Vorredner, denn dein Pilz ist Octosporopsis Nicolai.
Dieser Pilz ist auf Lunulara cruciata (Mondbechermoos) und auf Marchantia polymorpha (Brunnenlebermoos) zu finden, wächst gerne auch neben dem Moos und kann auch in weiß erscheinen.
Wenn du einmal einen Fundort hast, dann sind die Pilze relativ Standorttreu, es sei denn dem Moos passiert etwas.
Die Octospora ithacaensis wächst übrigens auf Marchantia polymorpha, hat warzige Sporen mit 2 Guttulen.
Dein Moos ist eine Lunularia cruciata, weshalb die O. ithacaensis wegfällt, aber es gibt einen Fund von mir von einer ähnlich aussehenden Octospora ithacaensis, die auf Lunularia cruciata wächst (Siehe hier).
Es handelt sich dabei wohl um eine unbeschriebene Art.
Ich bin gespannt was du noch für Pilze finden und Mikroskopieren wirst, mit einem Mikroskop tauchst du gleich in eine neue spannende Welt ein

VG: Thorben
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Hallo zusammen,
Ich möchte euch in diesem Thread, die Anamorphe Nr.2 zeigen, die ähnlich einer Anamorphe von Pseudonectria pachysandricola ist.
Vor paar Tagen hatte ich euch Pseudonectria pachysandricola Anamorphe NR.1 gezeigt, der hier gezeigte Fund stammt ebenfalls vom 18.01.2020 und aus dem Botanischen Garten Bochum.
Hier sind die Bilder:
1.
2.
3. in Wasser
4. Reaktion auf KOH-20%
5.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
ich hatte gestern einen weiteren Frk. untersucht und komme jetzt auf Sporen mit einer Länge von 13 Mikrometer, also noch nicht wirklich viel größer als bei der letzten Untersuchung.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
am 18.01.2020 war ich wieder im Botanischen Garten und konnte es nicht lassen, bei dem cf. Pseudonectria pachysandricola Fundort vorbeizuschauen.
Nach kurzem Suchen, fand ich dann einiges an Pflanzenmaterial mit roten Pünktchen und habe diese eingesammelt.
Zuhause war ich schon begeistert, weil ich dachte wieder die cf. Pseudonectria pachysandricola gefunden zu haben.
Allerdings gab es unter dem Mikroskop eine Überraschung, denn die roten Pünktchen waren voller Konidien und es gab sogar 2 verschiedene Arten von Konidien.
Kurz gesagt, ich habe 2 verschiedene Anamorphen, mit den Makroskopischen Merkmalen (roter Frk., stachelige Haare, dunkele Verfärbung mit KOH) der cf. Pseudonectria pachysandricola gefunden.
Ich möchte euch hier die erste Anamorphe zeigen, bei der anderen fehlen noch Makroaufnahmen unter dem Mikroskop.
Hier sind die Bilder:
1.
2.
3.
4.
5. in Wasser
6. in KOH-20%
VG : Thorben
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Hallo Björn,
dein Fund Nr. 7 hat gewissen Ähnlichkeiten mit dem Ascofrance-Fund hier.
Deine Sporen scheinen auch einfach septiert zu sein, hattest du eventuell auch mehrfach septierte Sporen gesehen ?
Hatten die Asci Haken ?
Die letzte entscheidende Frage: Hast du einen Beleg angefertigt ?
Du kannst auch mal Zotto anschreiben, vielleicht hat dieser eine Idee zu deinem Fund.
VG : Thorben
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Hallo Nobi,
ich glaube nicht das die Sporen größer werden. Die Frk. bleiben klein und stattdessen wächst ein anderer weißer Asco, der großer Frk. bildet, vielleicht Ascobolus albidus oder so.
Auf jeden Fall werde ich heute Abend noch einmal Frk. untersuchen und danach Material trocknen.
VG : Thorben
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Hallo Andreas,
Bei den Zystiden mit Kollarette bin ich aber nicht ganz sicher, ob das nicht ein Konidienträger ist - kannst Du das auschließen?
Das kann ich ausschließen. Denn wenn man beim Makrofoto heranzoomt, dann kann man auch die langen Zystiden sehen.
Am Stiel gab es die Zystiden auch Zahlreich, die mit den Hyphen verbunden waren.
Ich frage mal etwas herum, vielleicht kennt diese Art.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
gestern hatte ich im Botanischer Garten Bochum in dem Gewächshaus, an Wurzeln (2-3mm dick) einer Dicksonia antarctica, diesen Pilz entdecken können.
Ich hatte ihn zuerst als Ascomycet eingestuft und heute im Botanischen Garten eingesammelt, da ich gestern zu viele Pilze gesammelt hatte

Heute hat sich, dann beim Fotografieren herausgestellt, dass es ein Basidiomycet ist und für mich der kleinste Basidiomycet mit Lamellen, den ich je gefunden habe.
Dieser Basidiomycet hat am Stiel zahlreiche Kaulozystiden, am Hut Pileozystiden (sehen gleich aus wie die Kaulos) und durch Zufall konnte ich eine Ansammlung von Sporen entdecken.
Ich habe keine Idee was das ist, aber ihr seid gut im Rätsel lösen ;), deshalb überlasse ich euch das mal
.Hier sind die Bilder:
1.
2.
3.
4. Kaulozystiden (Bild 4 und Bild 5)
5. die Zystiden hatte auch oft diese "Halskrause"
6.
7. Sporen, übrigens sind die Sporen inamyloid
Irgendeine Idee was das sein könnte ?
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
letzte Woche habe ich euch, den Karstenia idaei Fund, auf vermutlich Juniperus Ast, gezeigt.
Nun möchte ich euch die Karstenia rhopaloides zeigen, die ich am 11.01.2020, ebenfalls an einem Juniperus Ast und auch in der nähe des Karstenia idaei Fund gemacht habe.
Hier sind die Bilder:
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3. Hymenium
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5.
6. hier reagiert die Ascusspitze auf Lugol, was die K. idaei nicht macht
VG : Thorben
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Hallo Matthias,
bei mir war die kleinste Messung bisher ab 12µm, das war auch an Reh, wobei ich nicht immer konsequent Ausreißer notiert habe. Hier kann ich auch nichts anderes als woolhopensis sehen, vielleicht werden die auch wirklich noch etwas größer. Auf Hase hatte ich auch schon welche den größeren Maßen, die Felli an Reh hatte.
Ich schau mal, vielleicht werden die Sporen noch größer.
Auf jeden Fall ist bei mir die kleinste Spore 10,5 und die größte 12,5 lang, davon die Breite 4-4,5 Mikromter breit.
Dann lass ich mich jetzt mal Überraschen.
VG : Thorben
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Hallo Stefan,
das ist ja mal interessant; diese runden Eier sollten doch auch Konidien sein (Bild 4 oben links) oder sehe ich das falsch. Demzufolge wären die Konidien zweigestaltig. So was ist bisher nur bei Phomopsis vorgekommen...
Das kann ich dir nicht sagen, ob die runden Eier auch Konidien sind. Ich habe hier momentan so viele Funde liegen, dass ich viele nur Mikroskopieren kann und dafür auf das Recherchieren verzichten muss.
Es gibt auch noch einige Funde die auf der Warteschlange sind, dass diese hier im Forum hochgeladen werden, aber zuerst werden immer die aktuellen Funde bearbeitet und zwischendurch alte Funde hochgeladen.
Heute habe ich z.B: wieder ein befallenes Blatt mit Coelomyceten, gehe davon aus das es mehrere sind, hinzugekommen.
Ist natürlich keine Phomopsis (Konidien zu groß), aber trotzdem. Erinnert mich an was Colletotrichum/Gloeosporium-Ecke.
Hast PN von einer Expertin für diese Gruppe. Kann gut sein, dass du ihr Material schicken "musst".
Bekommst gleich eine Antwort auf die PN. Ich werde ihr auf jeden Fall eine E-Mail schicken

VG : Thorben
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Hallo Felli,
dann bin ich erleichtert, dass du eine ähnliche Aufsammlung hast.
Mich würde mal interessieren, ob auch andere ähnliche Aufsammlungen gemacht haben.
auf Hasenkot mit Sporen von 10-13 x 3-4µ / evtl. noch icht ganz reif ?
Gut möglich, vielleicht sich noch ein anderer zu diesem Thema.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
am 11.01.2020 hatte ich Rehdung eingesammelt und nun wachsen dort tolle weiße Ascomyceten.
Mein Favorit war Ascozonus woolhopensis, aber jetzt habe ich meine Zweifel an dem Fund, wenn ich mir die Sporengröße der anderen Funde aus dem Netz angucke.
Was meint ihr ?
Hier sind die Bilder:
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3.
4.
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6.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
ich hatte vor einigen Monaten (4 oder 5 Monate) Dung vom Reh eingesammelt.
Irgendwann ging die Lust an den Kötteln verloren und nun ist sie wieder da.
Gestern konnte ich winzig kleine gelb/orange Kügelchen auf dem Köttel entdecken, die sich dann unter dem Mikroskop nicht als Myxobakterium, wie ich zuerst vermutet hatte, sondern als eine Anamorphe entpuppt.
Hier sind die Bilder:
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2.
In der Mitte des Bildes ist ein Gebilde zusehen, woran Fäden sind, die wohl die Konidien bilden.
So richtig sicher bin ich mir nicht, ob diese Gebilde etwas mit der Konidienbildung zu tun haben, aber sie waren häufig in der Probe zu finden.
3. Konidien sind durchgehen 2,5 x 2 Mikrometer groß und haben oft eine "Nase"
VG : Thorben
