Beiträge von thorben96

    Hallo zusammen,

    beim ersten landete ich bei
    Endophragmia atra cf


    Sporengröße 35-40 x 20 µ gewachsen an Brennessel

    Nach 2 Jahren lese ich diesen Thread, schaue mir eine Antwort im Ascofrance-Forum (hier) zu einer Endophragmia (Phragmocephala) elliptica an und frage mich ob ich damals einen Brett vor dem Kopf :haue: hatte, als ich in diesem Thread geantwortet habe :/

    Denn Chris Yeates hat auf Ascofrance die Unterscheidung erwähnt, dass die Endophragmia (Phragmocephala) atra die Konidien an der Basis der Konidienträger bildet, wohingegen die Endophragmia (Phragmocephala) elliptica lange Konidienträger (wie Nobi schon oben im Link schön erwähnt hatte) mit Konidien hat.

    Dementsprechend würde Felli das hier auch ganz klar eine Endophragmia atra sein.


    VG : Thorben

    Hallo Manfred,


    Dein Fund ist interessant und die meisten würden jetzt sagen, dass es eine Entomophthora muscae ist, was sogar sogar sein "könnte".

    Mittlerweile weiß ich, dass eine Makroskopische und Mikroskopische Bestimmung nicht einfach ist und das es noch viele unbeschriebene Arten gibt, weshalb man genau Mikroskopieren sollte.

    Hat jemand Lust, ein paar angenehme Stunden am Mikroskop zu verbringen und so den Täter zu überführen? Anbei schon mal ein paar Tatortfotos.

    Ich muss passen, denn es gibt nur die Möglichkeit Trockenmaterial zu bearbeiten und das habe ich noch nie gemacht.

    Außerdem kann ich beim Trockenmaterial kein Abwurfpräparat machen, was wichtig bei der Bestimmung ist.

    Bei viele Entomophthoraceen gibt es Primär- und Sekundärkonidien, weshalb ich 2 Abwurfpräparate (Objektträger mit infiziertem Insekt und ein Objektträger oben drüber) mache.

    Das eine Präparat ist nur für die Primärkonidien und das andere wird in eine Feuchtkammer gepackt, damit diese Sekundärkonidien bilden.

    Hier ist auch eine Anleitung von Siegfried Keller, wie man die Abwurfpräparate machen kann.

    Neuer ZIP-komprimierter Ordner.zip

    Das ganze ist ziemlich aufwendig und oft kann es passieren, dass ein Abwurfpräparat nicht gelingt.


    VG : Thorben

    Hallo Felli,


    bei dem Teil wirst du mit dem Mikroskop auch schwer Konidienträger finden, aber sie sind höchstwahrscheinlich da.

    Am besten ist es direkt mit dem Mikroskop die Oberfläche abzusuchen, wobei bei diesen kleinen Strukturen das 10er Objektiv vom Vorteil ist.

    Denn die Strukturen der Anamorphe sieht man so viel besser und man kann sofort Einschätzen, was man später beim Mikroskopieren im Wasser finden kann.

    Vielleicht hast du Glück und du findest noch Konidienträger, die Stefans Vorschlag untermauern.


    VG : Thorben

    Hallo Edu,

    einen Träger konnte ich nicht feststellen! Die Konidien werden in einer Kette gebildet, und zerfallen in diese kleinen.

    Dann könnte es sein, dass diese Konidien aus einer Öffnung der Fichtennadel kommen.

    Ich kann dir bei der Bestimmung leider nicht weiterhelfen, weil ich selber ähnliche Funde habe ohne Namen.

    Mittlerweile weiß ich auch, dass ohne Kultivierung, eine Bestimmung noch einmal erschwert wird und selbst mit Kultur, braucht man eine Sequenzierung.

    Trotzdem es gibt auch eine Menge Anamorphen die man ohne Kulturen und Sequenzierungen gut bestimmen kann.


    VG : Thorben

    Hallo Edu,


    ich freue mich immer wieder über Anfragen von Anamorphen Pilzen :)

    Dein Pilz hat Makroskopisch Ähnlichkeiten mit einer Cylindrocladium, ist aber wahrscheinlich etwas anderes.

    Konntest du Konidienträger entdecken, wo die Konidien gebildet wurden ?

    Auf deinen Foto meine ich zu erkennen, dass die Konidien in Ketten gebildet werden oder irre ich mich da ?


    VG : Thorben

    Hallo Sandra,


    keine Ahnung was es ist.

    Wie war denn die Reaktion auf Lugol, hat sich da die Spitze des Ascus blau verfärbt ?

    Denn die Sporen sind größer als die,die bei Ascofrance beschrieben werden...nämlich so im Mittel

    23 x 9 µm....

    Wie viele Sporen hast du denn gemessen und wie groß war die längste/kürzeste und breiteste/schmalste Spore ?


    VG: Thorben

    Hallo Edu,


    ich habe leider keine Idee was es ist und kann dir nur empfehlen auf ascofrance deinen Pilz einzustellen.

    Es ist ein französisches Forum, aber man kann auch Englisch (wird meistens verwendet), Spanisch oder zu Not auch auf Deutsch schreiben.

    Falls keine Englisch vorhanden sind oder wie bei mir, dass Englisch nicht so der Fall ist, dann kann man auch einfach einen Übersetzer aus dem Internet nehmen.

    Ich bin mir sicher das jemand auf Ascofrance dir weiterhelfen kann.


    VG : Thorben

    Hallo Björn,

    vielen Dank für den Hinweis. Ich hab gerade noch mal ein Präparat erstellt.

    Diese Reaktion in Lugol und KOH scheint bei diesen Konidien, aber auch Sporen mit grüner Farber normal zu sein.

    Ich frage mich was für ein grüner Stoff in diesen Sporen/Konidien ist.


    VG : Thorben

    Hallo Björn,


    was für ein cooler Pilz :)

    Hast du eigentlich mal geguckt wie die Reaktion in KOH ist ?

    Ich vermute, dass sich die Farbe der Konidien verändern oder zumindest dunkler werden.

    Mal schauen, ob ich diese Anamorphe auch irgendwann einmal finden kann.


    VG : Thorben

    Hallo Matthias,

    sehr schön, hab ich gestern versucht zu finden, an Ficaria zahlreiche Phytos, besonders Rostpilze, aber keine Tuberculina.

    Die kommt sicherlich noch :)

    Was benutzt Du eigentlich für eine Technik für die Auflichtfotos? Da hast Du ja nahezu keinen Schatten drin. Ich überleg da noch aufzurüsten, meine Beleuchtung mit seitlicher Schreibtischlampe geht zwar meist auch gut, aber manchmal nerven Schatten. Wobei die aber auch mal ganz gut sein können, kommt eben auf das Motiv an.

    Ich verwende eine JANSJÖ Beleuchtung, jeweils eine Lampe links und rechts vom Mikroskop aufgestellt, sowie einen Selbstgebastelten Diffusor aus einem Plastikbecher.

    Ohne den Diffusor kriege ich auch überall Schatten und die Lichtreflexionen sind sehr stark.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    gestern konnte ich eine weitere Tuberculina persicina agg. finden und dieses mal vernünftig die Konidien messen.

    In diesem Thread hier hatte ich schon eine bearbeitet, allerdings war die Messung der Konidien fehlerhaft, weil Fremdsporen dabei waren.

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4.


    5.


    6. Manche Konidien kleben aneinander


    7. Linke Konidien hat eine Art "Abrissstelle" (Keine Ahnung als was ich das sonst bezeichnen soll)


    VG : Thorben

    Hallo Nobi,


    sry, deine Antwort habe ich gerade erst gesehen.

    Besuch mich doch mal im nächsten Frühjahr, falls das bis dahin wieder möglich ist.

    Da können wir mit etwas Glück sowohl ein Helicodendron als auch die Pseudoplectania finden.

    Müssen wir mal schauen, versprechen kann ich nichts.

    Hoffen wir mal, dass die Corona-Krise bald vorbei ist :)


    VG : Thorben

    Hallo Stefan,

    oha; ==Gnolm11==Gnolm11==Gnolm11 unser aller Lieblingsscharbockskraut hat sogar seine eigene Septoria?!!

    Die ist sogar verdammt häufig, zumindest bei mir, weshalb ich mich wunder warum sie nicht häufiger gezeigt wird.

    Ich bin mir sicher, dass du sie auch bald finden wirst :)


    VG: Thorben

    Hallo zusammen,


    ich konnte es doch nicht lassen und musste einen weiteren Pilz auf Ficaria verna anschauen, der sich prompt als Septoria ficariae herausgestellt hat.

    Interessant ist, dass es in Pilze-Deutschland nur 2 Fundmeldungen gibt und auch sonst gibt es wenig über diesen Pilz zu lesen.

    Von den Büchern her kann man im Klenke/Scholler nichts zu dem Pilz finden, geschweige denn im Sutton oder im "Coelomycetous anamorphs with appendages-bearing Conida".

    Nur in "British Stem and leaf-Fungi (Coelomycetes)" gibt es eine kleine Beschreibung (Seite 402), sowieso im Sylloge Fungorum 3 (Seite 522) und Sylloge Fungorum 26 (Seite 1147).

    Im British Stem and leaf-Fungi und Sylloge Fungorum wird die Konidiengröße mit 25-35 x 1-1,5 Mikrometer angegeben.

    Sylloge Fungorum 26 gibt eine Größe von 17-31 x 1,8-2,8 Mikrometer an.


    Hier sind die Bilder zu meinem Fund:

    1.


    2.


    3.


    4.


    5.


    6.


    7. Bildung der Konidien


    8. Konidien einfach bis 3 fach septiert


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    gestern konnte ich einen grauen Belag auf einem lebenden Blatt an einem Crataegus entdecken.

    Ich dachte erst an Dreck, aber unter dem Mikros hat es sich dann als ein Pilz herausgestellt.

    Vielleicht hat der ein oder andere so etwas schon einmal gesehen oder eine Idee was es sein könnte.

    Ich bin noch nicht auf die Lösung von diesem Pilzrätsel gekommen.

    Kleine Anmerkung noch, die Konidien scheinen in Ketten gebildet zu werden.

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    VG : Thorben

    Hallo Werner,


    ich hatte auch anfangs gedacht, dass diese Art nur auf Birke vorkommt, aber das scheint nicht der Fall zu sein.

    Am besten finde ich an der Arbeit die Diagramme mit den Längen der Asci, aber auch die Tabelle wo die Größen der Sporen angegeben werden.

    Meiner Meinung nach verbirgt sich hinter der favacea ein Aggregat, weshalb ich auch an eine aktuelle Arbeit (glaube nicht das es die schon gibt) interessiert wäre.


    VG : Thorben

    Hallo Björn,


    nein auf dem Blatt ist kein Rost, aber vielleicht ist das auch keine Tuberculina.

    Ich vermute gerade stark, dass meine Messung fehlerhaft ist und ich die großen Sporen rausschmeißen muss.


    VG : Thorben

    Hallo Björn,


    ich habe noch eine andere vermutliche Tuberculina auf einem lebenden Blatt eines Crataegus monogyna.

    Hoffentlich haben sich das keine Sporen vermischt :/

    Denn ich hatte nicht gedacht, dass die Sporen dieser Tuberculina mit dem auf Crataegus nahezu gleich sind.

    Ich werde es wohl nacher sehen, wenn ich die Sporen gemessen habe.


    VG : Thorben