Beiträge von thorben96

    Hallo zusammen,


    ich habe jetzt eine Gattung gefunden, die zu meinem Fund passen sollte.

    Es handelt sich dabei, um die Gattung Syncephalis.

    Hier sind auch weitere Bilder:

    8. ganzer Pilz 400-590 Mikrometer lang


    9. Wurzeln mit Septierungen


    10. Wurzeln mit Septierungen


    11. Sporenornament


    12. V-förmige Verzweigung mit 5-6 "Konidien"


    13.


    14.


    Vielleicht kann man noch eine passende Art herausfinden, aber denke mal das es erst einmal nur Syncephalis sp. bleiben wird.

    Der Zygomycet verdrängt die anderen Arten kaum und scheint auch wieder zu verschwinden :/

    Dachte erst, dass sich dieser Pilz ununterbrochen ausbreiten wird, aber das ist nicht der Fall.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am 20.12.18 habe ich einen neuen Versuch gestartet und Dung vom Reh eingesammelt.

    Erst wollte der Pilobolus wachsen und vor 2 Tagen hat sich ein Zygomycet entschieden zu wachsen.

    Jetzt, 8 Tage später, hat sich der Zygomycet ganz schön weit ausgebreitet.

    Ich habe ihn heute Mikroskopiert und stehe nun vor einem Rätsel, denn ich weiß nicht was das für ein Zygomycet ist.

    Er sieht aus wie ein Mucor, hat aber keine runde Sporen und die Sporen besitzten ein Streifen-Ornament.

    Hier sind die Bilder:

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    3.

    IMG_0388 fd kompi.jpg


    4.


    5.

    IMG_0394 fd kompi.jpg


    6. Ornament


    7.


    Hat jemand von euch eine Idee dazu ?


    VG : Thorben

    Hallo Matthias,

    klasse Dokumentation. Die Konidien erinnern mich ein wenig an Diplodia sapinea.

    Aber jetzt mal eine andere Frage.

    Wie machst du eigentlich diese schönen Aufnahmen von dem Vertikalschnitt und benutzt eigentlich einen Diffusor ?


    VG : Thorben

    Hallo Manfred,


    deine Diplodia sp. sieht sehr interessant aus.

    Anscheinend kommen an Prunus persica, auch nicht so viele Arten vor.

    So spontan bin ich bei Diplodia africana, D. mutila und D. seriata gelandet die auf Prunus persica vorkommen können.

    Was fehlt ist eine genaue Messung der Konidien, damit man die Arten weiter eingrenzen kann.

    Ich habe die Literatur dazu unten angehangen.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch wieder auf die Erynia nebriae auf Laufkäfern Nebria brevicollis hinweisen, die genau jetzt um diese Zeit auftaucht.

    Die Befälle tauchen bei mir meistens im Eichen/Buchenmischwald an Böschungen auf, aber können auch an Böschungen im Fichtenwäldern vorkommen.

    Ich hoffe der ein oder andere kann in diesem Jahr einen Fund machen.

    Es kann ja nicht sein, dass diese Befälle nur bei mir und einem Fundort in Bochum auftauchen :/

    Wer einen Befall entdeckt, den Bitte ich sich bei mir zu melden.


    Fund vom 16.12.18



    VG : Thorben

    Hallo Björn,

    25. Pseudombrophila hepatica, mit besten Dank an Ra Da für die Bestimmung. Auch hier gab es wieder diese lichtbrechende Erscheinung an den Sporen.

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    Der Parasit könnte in Richtung Didymopsis cf. helvellae gehen.

    Ich hatte damals einen ähnlichen Befall bei einer Neottiella albocincta finden können (Siehe hier).


    VG : Thorben

    Hallo Jan-Arne,

    Ich würde tippen, dass dies keine seltene Art ist, aber ohne vernünftige Literatur komm ich hier nicht weiter. Im DungiFungi-Forum habe ich ihn bisher auch nicht finden können. Vielleicht hat von euch jemand eine Idee? :) Danke!

    Hier kann ich dir helfen, zumindest bei der Gattung ;)

    Such mal bei Pilobolus sp..


    VG : Thorben

    Hallo Pablo,

    Und was macht man nun?

    Leider abwarten :(


    Stengel herbarisieren, sequenzieren und gucken, ob Anamorphe und Teleomorphe darauf die gleiche ITS haben?
    Dann hätte man das ja, und könnte quasi "fertigbeschreiben"?

    Getrocknet ist das ganze schon und hoffe auch das bald die Möglichkeit besteht, dass diese beiden Pilze sequenziert werden können.

    Das gute ist, dass die Isaria standorttreu zu sein scheint, denn Anfang des Jahres habe ich einen Isaria friesii Fund von dem selben Standort gezeigt (Siehe hier).

    Würden eine Sequenzierung klappen, dann bräuchte man nur jemanden der das ganze beschreibt (vielleicht Zotto).

    Aber erst einmal abwarten.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    letzte Woche konnte ich wieder eine Isaria friesii finden, aber dieses mal mit einem Ascomyceten.

    Dieser Asco wurde mir von Zotto auf Ascofrance (siehe hier) als Calloriopsis reynoutriae bestimmt.

    Zotto schrieb zu der C. reynoutriae, dass sie unbeschrieben ist und es nicht sicher ist ob sie zu der Isaria friesii gehört.

    Hier sind die Bilder:

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    2.


    3. Paraphysen


    4. Ascus ohne Haken


    5. Sporen einfach septiert


    6. hier sieht man die Septierung der Sporen noch einmal genauer


    7. Sporen im Ascus


    8. Keine Blauverfärbung des Ascoporus, dafür ist der ascus dextrinoid.


    VG : Thorben

    Hallo Stefan,

    danke für den Link. Was mich gerade wundert ist, dass Hermine letztes Jahr bei ihrem Fachberaterkurs nix über diese Pilzklasse erzählt hat. Trotzdem sehr interessant. Klingt für mich erstmal, als ob diese Pilze auch grob zu den Chitridimyceten gehören...

    Also, wenn das wirklich alles richtig auf Wikipedia geschrieben steht.

    Dann gehören diese Pilze zu den Cryptomycota:

    Cryptomycota – Wikipedia

    Hier ist auch eine kurze Beschreibung zu der Gruppe:

    Cryptomycota – Wikipedia


    Ich finde diese Gruppe spannend, aber auch abschreckend, wenn man liest das einige Pilze aus dieser Gruppe für den Menschen gefährlich sind.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich musste das alte Bild mit der Sporenmessung löschen und ein neues Bild mit aktuellen Sporenmessungen einstellen.

    Es sieht jetzt so aus, dass mein Fund wohl keine Brachyalara straminea und auch keine Exochalara lonigissima zu sein scheint.

    Für die E. lonigissima sind die Konidienträger zu kurz und für B. straminea ist die Konidiengröße deutlich zu groß.

    Momentan wüsste ich auch nichts anderes als B. straminea, weshalb ich das so stehen lassen werde.

    Nur nach der Literatur oben, passt mein Fund nicht zu B. straminea.

    Ich werde mich diesbezüglich wieder melden, soweit ich mehr weiß.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    auf jeder Pilztour habe ich das Gefühl, dass es Pilzmäßig nie langweilig wird und man immer etwas neues kennenlernen darf.

    So auch auf der heutigen Tour, wo mir eine Bulgaria inquinans begegnet ist, die einen braun/ocker-weißlichen Belag auf der Oberfläche hatte.

    Normalerweise könnte man jetzt denken, dass es vielleicht Sporen sind, aber die Sporen der Bulgaria sind schwarz/dunkelbraun.

    Auf jeden Fall hat sich nach etwas googeln, dieser Belag als eine Brachyalara straminea herausgestellt, die auf Fruchtkörpern der Bulgaria inquinans wächst.

    Es gibt noch einen weiteren Hyphomyceten, die Exochalara longissima, diese soll allerdings längere Konidienträger und braun/schwarze Beläge bilden.

    Siehe "The new hyphomycete genera Brachyalara and Infundichalara, the similar Exochalara and species of ‘Phialophora sect. Catenulatae’ (Leotiomycetes)"

    Hier sind die Bilder:

    1.


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    3.


    4.


    5. verzweigt


    6.



    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    heute bin ich auf einem interessanten Beitrag im Mikroskopie-Forum gestoßen, wo es um einen Pilz ging, der in Fischen lebt.

    Ich finde das sehr interessant und vielleicht habt ihr auch schon einmal von so etwas gehört oder selber gesehen.

    In diesem Fall möchte ich auch darauf aufmerksam machen, dass der Pilz für den Menschen harmlos sein soll.

    Parasit in Seeteufel?


    Viele Grüße

    Thorben

    Hallo Björn,


    ich muss mich in der vorherigen Antwort korrigieren und deinen Stäubling als Lycoperdon sp. bezeichnen.

    Da war ich wohl wieder zu vorschnell mit der Antwort :/

    Kann der Birnenstäubling so wie hier auch nichtbüschelig und nicht an Holz (gut, das kann natürlich auch irgendwo im Boden verbuddelt gewesen sein) wachsen?

    Gute Frage.

    Ich kann dir da keine Antwort darauf geben, da ich mich mit Stäublingen noch nicht beschäftigt habe.

    Meistens hatte ich sie aber an Baumstümpfen oder unter Bäumen an den Wurzeln gesehen.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    letzte Woche (04.11.18) konnte ich im Pappelwald wieder einen aero-aquatische Anamorphe finden.

    Es handelt sich dabei um eine Pseudoaegerita sp

    Leider ist diese Gattung verdammt schwierig zu bestimmen und ohne Sequenzierung lässt sich auch keine Art bestimmen, aber interessant ist die Gattung dennoch.

    Die Frk. sind 110-170 Mikrometer groß und die kugeligen Zellen (Siehe Mikrobilder) sind im Durchmesser 5,5-8 Mikrometer groß.

    Hier sind die Bilder:

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    6.


    7.


    VG : Thorben

    Hallo Harald,

    wie groß ist denn der Fruchtkörper (Hutbreite)?

    Die Hutbreite beträgt 1,5 cm und die Länge des Frk. 3 cm (Alles im getrockneten Zustand).


    Auch wäre gut zu wissen, welche Maße die runden Zellen in der HDS haben.

    Die HDS Zellen, insbesondere die runden Zellen, haben Größen von 27-55 Mikrometer.


    Schnallen hast Du gefunden?

    Schnallen gibt es sowohl in der HDS als auch am Stiel (Bilder Siehe unten).


    Vielleicht solltest Du auch nochmal verstärkt nach Zystiden suchen.

    Außer diese Stielförmigen Gebilde und den Basidiolen finde ich nichts.

    Gerade so welche Cheilos wie bei der carinii (Siehe hier) sollten auffällig sein.


    13. Schnallen am Stiel



    14. Schnallen in der HDS



    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich muss mich korrigieren, denn es scheint so als ob doch Cheilozystiden vorhanden sind.

    Allerdings nicht in der Form wie ich das kenne, sondern nur vereinzelt.

    Gestern hatte ebenfalls diese vereinzelten Stäbchen-artigen Gebilde gesehen, diese aber nicht als Cheilozystide interpretiert, da es halt nur 2 Stück waren.

    Heute sind mir durch diesen Thread aus dem pilzepilze Forum Zweifel gekommen und habe noch einmal eine Lamelle Mikroskopiert, wo diese Stäbchen wieder vereinzelt zu sehen waren.

    11. Cheilozystide


    12.Cheilozystide


    Jetzt sollte doch eigentlich die Echinoderma pseudoasperula aus dem Rennen sein oder kann diese auch Cheilos haben ?

    Ich bin mal auf eure Meinungen gespannt.


    Oehrling:

    Allerdings fühle ich mich bei der Bestimmung von Echinodermas nicht sonderlich fachkompetent, wüsste nicht mal, was man da genau anschauen muss... :rolleyes: Weißt du es denn?

    Ich kann es dir auch nicht sagen, denn es ist meine erste Echinoderma die ich unter dem Mikro habe :/

    Aber nach allzu viel sollte man auch nicht schauen müssen, im Vergleich zu anderen Basidiomyceten.


    Harald

    Ja, die Stachler...

    Schönes Gebiet, an dem man auch schon mal leicht verzweifeln kann.

    Stimmt, dieser Stachler ist wirklich zum verzweifeln :/


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    gestern fand ich am Wegesrand, wo Erlen wuchsen, diesen Pilz.

    Für mich sind diese Basidiomyceten nach wie vor böhmische Dörfer, aber ich denke das es sich hierbei um Lepiota pseudoasperula handelt.

    Ich konnte keine Cheilozystiden oder Pleurozystiden entdecken, dafür gab es dextrinoide Sporen und eine interessante HDS.

    Hier sind die Bilder:

    1.


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    4.


    5.


    6. in Melzer


    7. in Melzer


    8.


    9. HDS


    10. HDS


    VG : Thorben

    Hallo Matthias,

    sehr schöner Fund! Die Art hat sich mir noch nicht vorgestellt, ich finde, wenn ich etwas in der Art suche immer nur Pseudaegeritas. Und die ganz kleinen Candelabrum-Arten sind ja, wenn sie nicht grad in Massen auftreten, nur durch Zufall entdeckbar.

    Bisher konnte ich auch nur 2x eine Candelabrum finden, also wirklich häufig scheinen sie nicht zu sein.

    Andererseits, würde man über längerer Zeit danach suchen, dann würde eventuell fündig werden.


    Ich hätte da noch ne Frage zum Substrat/Standort: Weißt Du, was das für Holz war/sein könnte? Und wuchsen die unter Wasser oder in einem zeitweise überschwemmten Teil oder einfach nur in der Nähe eines Gewässers?

    Das Substrat kann ich dir nicht sagen, weil es in einem Pappelwald war, wo aber auch Buche, Eiche und Erle angeschwemmt werden können.

    Durch den Pappelwald fließt ein Bach und auch so ist das Gebiet sehr feucht, weshalb du schnell mal Knöcheltief im Schlamm versinken kannst.


    VG : Thorben

    Hallo Peter,

    Btw: gehört der jetzt zu den Ascos oder den Basidios....?

    Laut mycobank gehört diese Anamorphe zu den Ascomyceten.

    Aber vielleicht könnte sich das irgendwann auch einmal durch genetische Untersuchungen ändern.

    Weiß auch nicht, ob überhaupt diese Gattung Genetisch untersucht wurde :/

    Und nicht zu verwechseln mit den Candelabridae.

    Das musste ich gerade erst einmal googeln.

    Bisher bin ich immer auf Kerzenständer gekommen ^^ und wusste nicht das die Candelabridae ebenfalls gleich benannt sind.


    VG : Thorben