Beiträge von lamproderma

    Hallo Wutzi,

    etwas Schnee hätten wir auch gern. trotzdem danke fürs Mitnehmen.

    Die zipfelige Kohlebeere (hast Du mal angefaßt ob sie hart sind?) würde ich eigentlich für den Blutmilchpilz- Lycogala epidendrum halten.

    LG Ulla

    Hallo plejades,

    Leider haben Deine Erdsterne schon etwas gelitten.

    Aber ich denke, dass das nicht Geastrum coronatum ist. Diese Art müßte ein fimbriates (gewimpertes) Peristom (Mündung) haben. Auch hätte sie nicht diesen abgesetzten Kragen. Letzteres ist auf Deinem ersten Foto gut zu sehen (rechter Fruchtkörper).

    Ich halte das eher für den Kragen-Erdstern (Geastrum striatum). Da stimmt das pektinate (gefaltete) Peristom und der abgesetzte Kragen (siehe am rechten Fruchtkörper).

    Normalerweise hat die Kugel oder Endoperidie einen mehlartigen Belag, der ist sicher durch Regen oder Frost abgewittert.


    LG Ulla

    Hallo,

    nur als Vorinformation:

    die neue "Rote Liste der Großpilze von Sachsen-Anhalt" (4.Fassung) und auch die 1. Fassung der "Roten Liste der Myxomyceten von Sachsen-Anhalt" wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2020 in einem Sonderheft des Landesamts f. Umweltschutz von Sachsen-Anhalt veröffentlicht.

    LG Ulla

    Hallo Christine,

    ja deine Vermutung, dass Didymium bahiense nicht stimmt ist richtig.

    Nicht immer ist alles was im Internet steht richtig. Nicht das ich die Kompetenz von 123Pilze im Großen und Ganzen in Frage stellen würde.

    Didymium bahiense hat aber immer einen gefärbten Stiel, auch im jungen Zustand. Bei Reife ist er dann rotbraun.

    Dein Fund hat aber einen relativ hellen Stiel, der von unten dunkel nach oben hell gefärbt ist. Da könnte man zunächst an Physarum leucophaeum denken, aber auf dem letzten Bild sieht man dann die reifen Fruchtkörper und die würde ich mit großer Sicherheit als Physarum album (=Ph.nutans) bezeichen. (Physarum leucopus den Du noch nanntest hat einen anderen Habitus, Stiel ist kürzer und weißer, da kalkhaltig)

    Typisch für die Art sind die nickenden Köpfchen und das Aufbrechen der Peridie.

    LG Ulla

    Hallo Thorben,

    D. comatum ist D. difforme sehr ähnlich. Am auffälligsten ist bei D. comatum dass das Capillitium sehr elastisch ist und bei Öffnung der Fruchtkörper aus diesem dann herausquillt. In geschlossenem Zustand sind die Arten kaum auseinander zu halten.

    Das Ergebnis von Andreas erklärt ja auch die Sporen, welche mir auch nicht sehr typisch für D.difforme vorkamen.

    Es ist eben immer wichtig möglichst vollreife Fruktifikationen zu untersuchen, da dann erst manchmal auch wichtige Eigenschaften zu sehen sind.

    D. comatum ist auf jeden Fall eine selten erfasste Art.

    Ich hatte sie erst einmal vor langer Zeit.

    VG Ulla

    Hallo Thorben,

    da war ich doch zusehr auf B. utricularis fixiert, B. capsulifera bildet ja auch Sporenklumpen und die Sporen sind aber mehr kreiselförmig.

    Das habe ich auf deinen Fotos nicht so erkannt. Ich kenne diese Art allerdings auch nicht aus eigener Anschauung.

    Ist ja dann auf jeden Fall was besonders. Schön, das Andreas sich das nochmal angesehen hat.

    Wenn man den Beleg nicht selbst in der Hand hatte ist es manchmal doch schwierig.

    LG Ulla

    Hallo Christine,

    Dein Päckchen mit dem Beleg ist gut angekommen und schon beim Auspacken sah ich dass meine Vermutung nicht verkehrt war.

    Dein zunächst als "Fischeier-Schleimpilz" (Tubifera ferruginosa) benannte ist was ganz anderes und was viel Besseres.

    nämlich Enteridium (=Retucularia) olivaceum.

    Das ist eine recht seltene Art die nur mit wenigen Nachweisen in Deutschland gefunden wurde (siehe auch auf Willkommen bei den Pilzen Deutschlands).

    Wie es der Zufall wollte, bis Ende letzten Jahres gab es für mein Bundesland Sachsen-Anhalt noch keinen Nachweis, aber über die Feiertage habe ich gezielt in Kieferngebieten oder Kiefernwäldern nach Myxomyceten gesucht und dabei u.a. auch Enteridium olivaceum an 3 Stellen gefunden, auch auf Kiefer wie Dein Fund.

    Vielleicht ist die Witterung für diese Art in den letzten Wochen günstig gewesen.

    Du hast ja durch das mehrfache Fotografieren den Entwicklungsweg sehr gut dargestellt! ==Pilz22==Pilz24

    Ich habe die Art nur in reifem Zustand gefunden.

    Die Art ist dann sowohl makroskopisch als auch mikroskopisch gut kenntlich.

    Vor allem unter Mikroskop gibt es unverkennbare Eigenschaften:


    .

    Die Sporen bilden Klümpchen, sind etwas kreiselförmig und an der Außenseite der Klümpchen warzig bis stachelig.

    Die Sporenmasse ist olivgrün, daher der Name - olivaceum, Sporengröße zw. 10-15um




    Das Capillitium besteht aus einem starren Netz aus breiten Fasern, die sind auf Deinen letzten Fotos auch gut makroskopisch zu sehen.


    Also ein toller Fund, sollte auch jeden Fall für dein Bundesland gemeldet werden!


    LG Ulla

    Hallo Björn,

    ich möchte zwar Jan-Arne nicht vorgreifen, da er die Belege ja mitgenommen hat und sicher auch auf ein Ergebnis gekommen ist, aber hier meine Vermutungen:

    Beim 1. Schleimi würde ich an Didymium squamulosum denken. Man sieht auf Deinem Foto gut die weißen Stiele und auf dem letzten Foto der Art die typischen Capillitium-Fäden von einer Didymium-Art. Sporengröße und Skulptur würden auch passen.

    Nr. 3: ist sicher auch eine Didymium-Art. Man sieht auf dem Mikrofoto, dass die Peridie braunfleckig ist. Das und das Vorkommen auf Moos könnte auf Didymium melanospermum zutreffen. Die Sporen sind ja leider gestört. Man sieht auch nicht ob die Fruchtkörper gestielt sind. Bei D. melanospermum müßten sie einen schwarzen Stiel haben.

    Nr. 4: sieht mir von der Wuchsform wie eine Badhamia aus. Mehr kann man leider nicht sagen.

    Nr. 6: scheint auch eine Didymium-Art zu sein. Auf den Mikrofotos sieht man Kalkkristalle und das Capillitium hat keine Kalkknoten.

    Der Stiel ist rötlich. Mit der Sporengröße gibt es ein paar Arten, die ebenfalls einen rötlichen Stiel haben. das muß man genauer untersuchen.

    Nr. 8 ist Trichia scabra. Die netzigen Sporen und das Capillitium sind typisch.

    LG Ulla

    Hallo Matthias,

    für eine Diderma halte ich das nicht, denn dafür ist die Peridie zu wenig kalkhaltig. Diderma hat meist eine dicke glatte Kalkruste.

    Didymium scheidet m.E auch aus, da bei dieser Gattung der Kalk auf der Oberfläche kristallin ist.

    Ich tippe eher auf eine Physarum-Art. Da würde die granulierte Kalkoberfläche passen.

    Bei Physarum gibt es einige ungestielte Arten. Leider kann man bei Deinem Fund auch nicht ins Innenleben der Fruchtkörper schauen. Das wäre wichtig um die Struktur des Capillitiums im Innern zu begutachten. Das Capillitium bildet ein Fadengeflecht, welches aber immer an den Verbindungestellen Kalkknoten hat. Deren Form ist meist auch für die Bestimmung wichtig. Die Sporen haben Warzengruppen (das sind die dunklen Flecken auf den Sporen). Das ist aber auch bei einigen Arten so. Mir fällt z.B. Physarum cinereum oder Ph. bitectum ein, die beide auch an Blättern fruktifizieren. Die Sporengröße würde auch für beide Arten passen.

    Also man müßte die Aufsammlung genauer untersuchen um die genaue Art festzustellen.

    LG Ulla



    .

    Hallo Thorben,

    leider sieht man auf Deinen Fotos nicht, ob die Fruchtkörper gestielt sind, bzw. ob sie einen weißen Stiel haben. Den müßte Didymium squamulosum haben. Der ist aber auch oft nur sehr kurz und kaum zu sehen. Auf dem 2. Foto sieht man wenigstens den weißen Ansatz vom Hypothallus (das ist der Stielansatz).

    Die Kalkkristalle von der Peridie sind auf Deinem vorletzten Forto gut zu sehen. Das Vorhanden dieser unterscheiden Didymium von Physarum oder Diderma.

    Ich denke, dass Du mit Didymium squamulosum recht hast.

    LG Ulla

    Hallo Thorben,

    ja Du hast gut aufgepaßt. Dein Fund dieses Mal hat wirklich nicht die typischen D. difforme-Sporen. Es fehlt ihnen die netzige Skulptur und der hellere Keimporus.

    Aber auf Deinen Makrofotos der Myxos auf dem Blatt scheint es so als wären die Fruchtkörper noch nicht vollreif. Da wäre die kalkhaltige Peridie richtig weiß. So ist es möglich, dass die Sporen auch noch nicht die typische Struktur ausgebildet haben.

    Aufgrund des Erscheinungbildes denke ich aber trotzdem, dass es sich um Didymium difforme handelt, denn andere Arten (auch aus der Gattung Diderma) kommen nicht in Frage.

    LG Ulla

    Hallo Thorben,

    Dein Fund dürfte Didymium difforme sein. Das ist eine Art die gern auf pflanzlichen Abfällen wächst.

    Typisch ist die feste Kalkkruste die aus dichtgepackten Kalkschuppen besteht (sieht man auf deinem dritten Foto gut.

    Die "Hyphen" heißen bei Schleimpilzen "Capillitium", wie auch bei den Gastromyceten. Die gegabelte Form paßt gut.

    Sporengröße und Skulptur sind auch i.O.

    LG Ulla

    Hallo Christine,

    habe leider Deine letzten Fotos übersehen.

    Nach den letzten denke ich immer weniger, dass es Tubifera ferruginea der Fischeier-Schleimpilz ist, sonder vermute eher, dass das eine Reticularia (=Enteridium)-Art ist.

    Allerdings nicht der häufige Stäublings-Schleimpilz (Reticularia lycoperdon), sondern eine andere, seltenere Art.

    Leider kommt man da ohne Mikroskop nicht weiter. Falls Du es also genauer wissen willst, müßte man den Fruchtkörper genauer untersuchen. Wenn Du kein Mikroskop hast, könnte ich das auch machen. Dann melde Dich.

    LG Ulla