Beiträge von lamproderma

    Hallo Erwin,

    das sieht schon sehr nach Stemonitopsis hyperopta aus (schon makroskopisch).

    Leider ist die Sporenskulptur nicht gut zu erkennen, aber Du schreibst von einem feinen Netz, das sieht man auch meist nur mit Immersion gut.

    das würde also passen.

    LG Ulla

    Hallo Chris,

    Trichia scabra würde ich auch so sehen.

    Entscheidend dafür ist nicht nur die Strujktur des Capillitiums sondern auch der Sporen, die ein kleinmaschiges, netziges Ornament tragen. Bei der ähnlichen T. persimilis ist das Sporenornament ein unterbrochenes mehr großmaschiges Netz.

    Auf Deinem Foto sieht man (zwar etwas schlecht), dass das Ornament eher kleinmaschig ist. Deshalb T.scabra.

    LG Ulla

    Hallo Heinz,

    ja Spitzmorcheln sinds, aber auf Deinen Fotos sehe ich schon einige die durch Trockenheit oder Frost geschädigt sind (brauner Stiel, angetrockneter Hut oder pappiges Fleisch).

    Die würde ich auf jeden Fall aussortieren.

    LG Ulla

    Hallo Pilzfreund92,

    da kann ich Dich beruhigen. Die Zecken auf unserem Foto gehört zu den Auwaldzecken Dermacentor reticulatus.

    Die Riesenzecke (Hyalomma sp.) ist wesentlich größer und hat auffällig gestreifte Beine.


    LG Ulla

    Hallo liebes Forum,

    trotz Corona ist es ja noch nicht verboten in die Natur raus zu gehen. Man muß sich ja mal bewegen.

    So waren wir vor ein paar Tagen im Auwald.

    Dort erfreuten wir uns zunächst über dei Unmengen an Bärlauch.



    Der wurde dann auch noch geerntet um den Vorrat an Pesto aufzufüllen.


    Auch einige Frühblüher erfreuten uns


    Hohe Schlüsselblume



    Hohler Lerchensporn oder "Gaaggänsschen" wie dei Bernburger sagen



    die letzten Märzenbecher waren auch noch zu sehen



    die ersten Maiwürmer (Ölkäfer) waren auf Brautschau


    Aber dann .... das große Grauen



    da lauern sie schon: Monsterzecken die rufen: "Nimm mich mit" - die "Tentakeln" schon ausgebreitet.

    Gleich im Doppelpack.

    Da hilft nur wirklich den Abstand von mindestens 2 m (oder einer Tapirlänge) einzuhalten!

    Seid also vorsichtig wenn Ihr rausgeht nicht nur wegen Corona!


    LG Ulla

    Hallo murph,

    schöner frühlingsspaziergang. Das wird uns zum Glück nicht genommen!!

    Der kleinen Schleimer sieht aus wie ein junger Fruchtkörper vom Enteridium lycoperdon, dem Stäublingsschleimpilz

    Zu der ersten Pflanze (die grüne Rosette): das ist die Grundrosette einer Orchidee, ich denke vom Purpur-Knabenkraut, Orchis purpurea.

    Auf dem 2. Foto mit der rötlichen Pflanze sehe ich aber keine Pestwurz-Blüte, sondern die jungen, frischen Blätter eventuell einer Pfingstrose.

    LG Ulla

    Hallo beinander,

    der "Blob" aus dem Film auf arte ist das Plasmodium des Schleimpilzes Physarum polycephalum. Das ist eine Art die hier in nDeutschland nicht "in freier Wildbahn" vorkommt.

    Die Art ist aber leicht züchtbar und wird vor allem in Labors gezüchtet um damit verschiedene Experimente zu machen wie in dem Film auch gezeigt wurde. Schon vor Jahren wurde da eine gewisse "Intelligenz" festgestellt, wobei das Plasmodium in einem Labyrinth den kürzesten Weg zum "Futter" findet.

    Das Plasmodium ist eine membranumschlossene Riesenzelle mit vielen Zellkernen die sich von Bakterien, gelösten Stoffen, Schimmelpilzen u.a. organischen Materialien ernährt. Es bewegt sich auf der Suche nach Nahrung pulsierend fort. Das alles wurde im Film sehr schön dargestellt.

    Aus dem Plasmodium bildet sich dann unter günstigen Bedingungen der reife Schleimpilz, der dann auch bestimmbar ist.

    Ein Plasmodium ist dagegen normalerweise unbestimmbar.

    Moin!

    Hab gestern Abend auf ARTE einen Bericht über den sogenannten "Blop" gesehen und heute beim Waldspaziergang bin ich doch tatsächlich auf diesen Kollegen gestossen:)

    Was du gefunden hast ist das skerotisierte Plasmodium eines Schleimpilzes. Die Art ist aber so nicht bestimmbar. Physarum polycephalum ist aber auszuschließen.

    Ob es mal eine Fuligo oder Hexenbutter werden könnte ist auch nicht zu sagen.

    Sklerotisiert heißt, das das Plasmodium z.Z. schlechte Bedingungen hat um weiterzuleben oder zu fruktifizieren. Deshalb begibt es sich in eine "Schockstarre", die dann so aussehen kann wie Du es gefunden hast.

    Bei günstigeren Bedingungen ist es dann möglich, das es dann wieder "erwacht" , sich weiterentwickelt oder auch fruktifiziert. Solche Sklerotien beobachtet man meist im Winter (da ist es dem Schleimi meist zu kalt).


    LG Ulla

    Hallo Maren,

    Dein Fund auf der Weidenrinde ist Trichia varia.

    Die Art ist sehr häufig und auch leicht kenntlich. Die Fruchtkörper können sitzend sein oder wie bei Dir auf kurzen stämmigen dunklen Stielen stehen.

    Das Capillitium ist auch typisch, die Spiralleisten, die bei Trichia üblich sind, sind nur einfach gewickelt. Das sieht man auf Deinen Fotos super.

    Die Sporen (feinwarzig und über 10 um) passen auch.

    LG Ulla

    Hallo Maren,

    das ist mit großer Wahrscheinlichkeit Comatricha nigra, eine Art die gern auch auf Pilzen wächst, aber auch direkt auf Holz (welches meist noch sehr fest ist)

    Ähnlich ist noch Coamtricha alta. Da müßte sich das Capillitium aber von der Columella (dem Stiel) abtrennen lassen. So etwas sieht man bei deinen Fotos aber nicht.

    LG Ulla

    Hallo Felli,

    ja, Deine Bestimmung Hemitrichia calyculata ist richtig.

    Typisch ist bei dieser Art das verzweigte Capillitium, bei H. clavata, die makroskopisch ähnlich ist, ist es meist nur sehr wenig verzweigt.

    Ich habe bisher nicht mit Reagenzien bei der Bestimmung der Myxos gearbeitet, kann also dazu nichts sagen, auch gelesen habe ich davon bisher noch nichts.

    Normalerweise reicht Ölimmersion aus, um die Sporenskulptur u.ä. zu erkennen.

    LG Ulla

    Hallo,

    heute waren wir im Harz, da wo es wirklich noch lebende Fichten gibt, nördlich von Nordhausen auf sachsen-anhaltinischer Seite.

    Durch eine französische Schleimpilzfreundin waren wir aufmerksam gemacht worden, dass es an den Harzausflüssen von Fichten auch einen seltenen Schleimpilz gibt.

    Den haben wir leider nicht gefunden, obwohl wir gefühlt über Hundert Fichten abgegrabbelt haben. Dafür haben wir natürlich die beiden Becherlinge gefunden welche an diesen Harzausscheidungen wachsen

    1. Sarea resinae (das Harzbecherchen)



    2. Sarea difformis (Schwarzes Harzbecherchen)


    auch beide zusammen


    Die Fichten in dieser Gegend sind noch nicht so geschädigt wie z.B. im Oberharz, obwohl sie eben alle auch diese Harzausflüsse haben, die auf Schädigungen hinweisen.

    Aber auch stark Borkenkäfer geschädigte Bäume findet man und viele flächen sind kahlgeschlagen.



    An sonnigen Stellen fanden sich aber schon die ersten Größten Scheiblinge oder Scheibenlorcheln - Discina oder Gyromitra perlata auf morschen Stümpfen Natürlich sind sie noch nicht reif. Die Lorcheln brauchen immer sehr lange ehe sie reife Sporen entwickeln.



    An den Schnittflächen geschlagener Fichten wuchs der Teerfleckendrüsling Exidia pithya.



    Im Gebiet ist z.Z. viel Wasser unterwegs, der Grundwasserspiegel ist sicher fast normal gefüllt. Hoffentlich bleibt es so.


    An einem kleinen Bachlauf standen einige Weidengebüsche wo ein paar stark besetzt waren mit der Tabakbraunen Borstenscheibe - Hymenochaete tabacina.




    Diese soll ja in Gesellschaft mit der Trollhand wachsen. Deshalb hielten wir natürlich auch Ausschau nach dieser.
    Leider vergeblich. Das wäre ja unser Traum gewesen die mal zu finden.

    Aber man soll auch mit dem zufrieden sein was man so findet und das waren wir auch.

    In dem Gebiet waren wir ja schon öfters, aber so viele Spaziergänger und Wanderer wie heute haben wir dort noch nie gesehen.

    Vielleicht wollten alle dem Corona-Virus entfliehen und dachten sie wären allein im Wald!

    Jedenfalls war ein wunderschöner sonniger Tag mit doch einigen interessanten Funden.

    Ich hoffe Ihr hattet auch einen so schönen Tag!?

    Bleibt vor allem gesund!

    LG Ulla

    Hallo Chris,

    ja Comatricha nigra würde ich auch so sehen.

    Auf Deinem letzten Makrofoto sieht man das die Sporenmasse braun ist wie auch beschrieben. Das müßte im Mikrofoto eigentlich auch so sein.

    Woher die grüngelbe Farbe in Deinen Mikrofotos kommt weiß ich auch nicht. Die Fotos sehen mir falschfarben aus. Warum auch immer.

    Vielleicht wissen die Spezis unter den Mikroskopikern mehr.

    LG Ulla

    Hallo,

    Pablo hat ihn ja schon bestimmt- Badhamia utricularis.

    das ist ein Schleimpilz der sehr gern sich an Porlingen wie der Schmetterlingstramete u.a. "vergreift", sie überzieht, dann zersetzt und verdaut.

    Rette was noch zu retten ist!

    LG Ulla

    Hallo Björn, Dein Schleim ist zwar sehr schön, aber leider noch unreif. Da sieht man nicht wie er sich bei Reife entwickelt. Die rötlichen Stiele erinnern mich an Physarum psittacinum. Die Peridie des Köpfchens müßte dann kalkfrei bleiben und irisieren.

    Auch müßte man die mikroskopischen Merkmanle wissen.

    LG Ulla

    Hallo Björn,

    zu Deinen Schleimis: der erste könnte perichaena corticalis sein. Dazu würde die makroskopische Optik passen, auch die Sporengröße.

    Leider sieht man die Skulptur des Capillitiums nicht richtig. Es sieht so aus als wären es keine Spiralleisten (dann könnte es nämlich noch Trichia contorta sein), sondern unregelmäßig buckliges capillitium. Das würde für Perichaena passen.

    Der 2. Schleim ist eine Didymium. Man sieht Kalkkristalle in den Mikrofotos. Mit dem relativ hellen Stiel tippe ich auf Didymium squamulosum. Sporengröße dazu paßt auch.

    Aber alles nur ohne Gewähr, da ohne eigene Ansicht der Belege.

    LG Ulla

    Hallo beinander,

    heute trieb es uns trotz Aprilwetter wieder raus, Füße vertreten und nach Pilzen schauen.

    Dieses mal fuhren wir ins Mansfelder Land. Dort wird auch heute noch Obst angebaut, aber man hat auch viele alte Obstbäume.

    So fanden wir als erstes an einem Wegrand eine umgestürzte Kirsche, die wir natürlich untersuchten.

    Und man glaubt es kaum, wir fanden sofort das Ziel unserer Begierde den Kirschbaumkraterpilz - Craterocolla cerasi (oder wie er heute heißt: Ditangium cerasi) in schönster Ausführung.

    Das wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten.





    Dann am Rand eines Hohlweges in einem Ulmengebüsch ließ sich auch der Schwarze Kelchpilz - Urnula craterium wieder sehen.

    Dieses Jahr sogar in größerer Zahl. Das hat uns sehr gefreut, denn im letzten Jahr hat sich der Pilz an allen bekannten Stellen relativ rar gemacht.

    So schön wie sie sind, sind die Fruchtkörper noch nicht völlig reif. das brauch noch einige Zeit. Dann sehen sie nämlich meist auch nicht mehr so schön aus.




    Allen einen schönen Sonntagabend

    LG Ulla

    Hallo Marco,

    zu Deiner Cribraria fällt mir auch erst einmal C. violacea ein. Die Sporengröße paßt. Die ähnliche Art C. lepida soll wenig kleinere Sporen (5-7µm) haben. Leider widersprechen sich da die Literaturangaben. In Martin & Alexopoulos werden die Sporengrößen genauso groß angegeben wie von C. violacea. Was nun stimmt ?

    Der Becher, den Du vermißt, ist aber auf Deinem 2. Mikrobild gut zu sehen. Er ist nicht so kompakt wie oft beschrieben, sondern besteht aus dünnem Granulat.

    Von C. lepida wird aber angegeben, dass der Becher nicht so tief ist wie bei C. violacea. Aber in Kultur kann es immer vorkommen, das manche Eigenschaften nicht so literaturmäßig vorbildlich ausgebildet sind.

    C. violacea soll meist mehr eiförmige Köpfchen (C.ledida allerdings auch) haben. Bei mir in Kultur waren sie auch manchmal rund.

    Bleiben noch die Netzknoten: bei C.violacea sind sie relativ groß und sehr unregelmäßig, bei C. lepida kleiner und regelmäßiger. Letzteres würde gut passen.

    Also wenn man von der Sporengröße absieht spräche es mehr für C. lepida.

    Die Art kenne ich aber nicht und andere Arten die sonst noch in Frage kämen kenne ich auch nicht.

    Das ist sicher leider keine so befriedigende Antwort für Dich. Mehr ist aber hier nur per Foto nicht möglich. Am besten den Beleg gut aufheben.

    LG Ulla

    Hallo Ralph,

    Coprinopsis nivea würde ich bei Deinem Kandidaten ausschließen.

    C. nivea hat nicht so ein struppiges Velum sondern der Belag auf dem Hut ist mehr mehlig-kleiig und läßt sich leicht abwischen.

    Mit solch struppigem Velum gibt es eine Reihe Arten, da müßte das Mikro her.

    Vielleicht weiß aber jemand der "Köttel"-Spezies mehr aus seiner Erfahrung heraus.

    LG Ulla

    Hallo Thorben,

    scheinbar ist Deine Aufsammlung gestört, daher die unterschiedlich großen Sporen.

    Stemonitis fusca ist möglich aber es könnte auch eine Stemonitopsis (z.B. St. amoena) sein, die hat ähnliche Sporen. Leider sieht man vom Capillitium nur ein paar Stränge vom inneren und sieht nicht ob das Capillitium ein Oberflächennetz hat. Stemonitis hat ein vollständiges während Stemonitopsis nur ein fragmentarisches hat.

    Auch finde ich dass die Farbe der Fruchtkörper für St.fusca zu hell ist , aber das kann auch durchs Foto verfälscht sein.

    Das müßte sich also eventuell doch mal jemand unterm Mikro nochmal genauer ansehen.

    LG Ulla

    Hallo beinander,

    Ich habe etwas an doppelter Literatur abzugeben.

    Hier erst mal die ersten 3 Titel:


    Machiel Noordeloos:

    Pholiota, Psilocybe and Panaeolus

    aus der Reihe Fungi non delineati VB: 5,00€




    2. Matthias Lüderitz & Andreas Gminder:

    Verantwortungsarten bei Großpilzen in Deutschland

    Beiheft zur ZfM 13 (2014) VB: 5,00€





    3. A.Bresinsky & H. Haas

    Übersicht der in der BRD beobachteten Blätter- und Röhrenpilze

    Beiheft zur ZfM 1 (1976) VB: 3,00€


    Versand als Büchersendung (2,00€)


    Wer Interesse hat bitte melden!


    VG Ulla