Beiträge von lamproderma

    Hallo Björn, Dein Schleim ist zwar sehr schön, aber leider noch unreif. Da sieht man nicht wie er sich bei Reife entwickelt. Die rötlichen Stiele erinnern mich an Physarum psittacinum. Die Peridie des Köpfchens müßte dann kalkfrei bleiben und irisieren.

    Auch müßte man die mikroskopischen Merkmanle wissen.

    LG Ulla

    Hallo Björn,

    zu Deinen Schleimis: der erste könnte perichaena corticalis sein. Dazu würde die makroskopische Optik passen, auch die Sporengröße.

    Leider sieht man die Skulptur des Capillitiums nicht richtig. Es sieht so aus als wären es keine Spiralleisten (dann könnte es nämlich noch Trichia contorta sein), sondern unregelmäßig buckliges capillitium. Das würde für Perichaena passen.

    Der 2. Schleim ist eine Didymium. Man sieht Kalkkristalle in den Mikrofotos. Mit dem relativ hellen Stiel tippe ich auf Didymium squamulosum. Sporengröße dazu paßt auch.

    Aber alles nur ohne Gewähr, da ohne eigene Ansicht der Belege.

    LG Ulla

    Hallo beinander,

    heute trieb es uns trotz Aprilwetter wieder raus, Füße vertreten und nach Pilzen schauen.

    Dieses mal fuhren wir ins Mansfelder Land. Dort wird auch heute noch Obst angebaut, aber man hat auch viele alte Obstbäume.

    So fanden wir als erstes an einem Wegrand eine umgestürzte Kirsche, die wir natürlich untersuchten.

    Und man glaubt es kaum, wir fanden sofort das Ziel unserer Begierde den Kirschbaumkraterpilz - Craterocolla cerasi (oder wie er heute heißt: Ditangium cerasi) in schönster Ausführung.

    Das wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten.





    Dann am Rand eines Hohlweges in einem Ulmengebüsch ließ sich auch der Schwarze Kelchpilz - Urnula craterium wieder sehen.

    Dieses Jahr sogar in größerer Zahl. Das hat uns sehr gefreut, denn im letzten Jahr hat sich der Pilz an allen bekannten Stellen relativ rar gemacht.

    So schön wie sie sind, sind die Fruchtkörper noch nicht völlig reif. das brauch noch einige Zeit. Dann sehen sie nämlich meist auch nicht mehr so schön aus.




    Allen einen schönen Sonntagabend

    LG Ulla

    Hallo Marco,

    zu Deiner Cribraria fällt mir auch erst einmal C. violacea ein. Die Sporengröße paßt. Die ähnliche Art C. lepida soll wenig kleinere Sporen (5-7µm) haben. Leider widersprechen sich da die Literaturangaben. In Martin & Alexopoulos werden die Sporengrößen genauso groß angegeben wie von C. violacea. Was nun stimmt ?

    Der Becher, den Du vermißt, ist aber auf Deinem 2. Mikrobild gut zu sehen. Er ist nicht so kompakt wie oft beschrieben, sondern besteht aus dünnem Granulat.

    Von C. lepida wird aber angegeben, dass der Becher nicht so tief ist wie bei C. violacea. Aber in Kultur kann es immer vorkommen, das manche Eigenschaften nicht so literaturmäßig vorbildlich ausgebildet sind.

    C. violacea soll meist mehr eiförmige Köpfchen (C.ledida allerdings auch) haben. Bei mir in Kultur waren sie auch manchmal rund.

    Bleiben noch die Netzknoten: bei C.violacea sind sie relativ groß und sehr unregelmäßig, bei C. lepida kleiner und regelmäßiger. Letzteres würde gut passen.

    Also wenn man von der Sporengröße absieht spräche es mehr für C. lepida.

    Die Art kenne ich aber nicht und andere Arten die sonst noch in Frage kämen kenne ich auch nicht.

    Das ist sicher leider keine so befriedigende Antwort für Dich. Mehr ist aber hier nur per Foto nicht möglich. Am besten den Beleg gut aufheben.

    LG Ulla

    Hallo Ralph,

    Coprinopsis nivea würde ich bei Deinem Kandidaten ausschließen.

    C. nivea hat nicht so ein struppiges Velum sondern der Belag auf dem Hut ist mehr mehlig-kleiig und läßt sich leicht abwischen.

    Mit solch struppigem Velum gibt es eine Reihe Arten, da müßte das Mikro her.

    Vielleicht weiß aber jemand der "Köttel"-Spezies mehr aus seiner Erfahrung heraus.

    LG Ulla

    Hallo Thorben,

    scheinbar ist Deine Aufsammlung gestört, daher die unterschiedlich großen Sporen.

    Stemonitis fusca ist möglich aber es könnte auch eine Stemonitopsis (z.B. St. amoena) sein, die hat ähnliche Sporen. Leider sieht man vom Capillitium nur ein paar Stränge vom inneren und sieht nicht ob das Capillitium ein Oberflächennetz hat. Stemonitis hat ein vollständiges während Stemonitopsis nur ein fragmentarisches hat.

    Auch finde ich dass die Farbe der Fruchtkörper für St.fusca zu hell ist , aber das kann auch durchs Foto verfälscht sein.

    Das müßte sich also eventuell doch mal jemand unterm Mikro nochmal genauer ansehen.

    LG Ulla

    Hallo beinander,

    Ich habe etwas an doppelter Literatur abzugeben.

    Hier erst mal die ersten 3 Titel:


    Machiel Noordeloos:

    Pholiota, Psilocybe and Panaeolus

    aus der Reihe Fungi non delineati VB: 5,00€




    2. Matthias Lüderitz & Andreas Gminder:

    Verantwortungsarten bei Großpilzen in Deutschland

    Beiheft zur ZfM 13 (2014) VB: 5,00€





    3. A.Bresinsky & H. Haas

    Übersicht der in der BRD beobachteten Blätter- und Röhrenpilze

    Beiheft zur ZfM 1 (1976) VB: 3,00€


    Versand als Büchersendung (2,00€)


    Wer Interesse hat bitte melden!


    VG Ulla

    Hallo Kuschel,

    da mußt Du wirklich wohl zu Dodo fahren, denn die Märzschnecklinge gibts im Norden bei euch nicht.

    Pilzfreunde in Sachsen-Anhalt hatten vor vielen vielen Jahren das Glück, dass sie einmal im Harz gefunden wurden und danach aber nicht wieder. Ist damit offensichtlich die nördliche Verbreitungsgrenze.

    In Thüringen oder Erzgebirge sieht es da schon besser aus.

    LG Ulla

    Hallo Charlotte,

    da hast Du ja tolle Sachen gefunden. Vor allem die Dianema depressum ist super. Die hat sich leider bei mir noch verweigert gefunden zu werden.

    Heute waren wir ja in einem feuchten Weidengebüsch um nach der Trollhand zu suchen, leider ohne Erfolg. Myxos hatten wir nur Trivialarten.

    Die Trichia persimilis und die Perichaena depressa kann ich nur bestätigen.

    Nr 3. würde ich für eine Badhamia halten. Die Sporengröße und Struktur würde zu B. utricularis passen. Da müßten die Sporen in lockeren Klümpchen zusammenhängen (wenn man zu sehr aufs Deckglas drückt, trennen sie sich aber leicht). B. utricularis hat normalerweise lange dünne schlaffe Stiele, die aber auch schon mal fehlen können je nach Wuchsort.

    LG Ulla

    Hallo Thorben,

    das sieht ja super aus und könnte hinkommen. Das hilft mir sehr weiter und ich muß nur noch die Art rauskriegen..

    Danke dir ! ==Pilz24


    Hallo Stefan, hab gerade in meine mails geschaut, aber bisher nichts gefunden. Falls Du mir was größeres schickst, möglichst an Gunnar, bei web.de gibts bei größeren Dateien eventuell Probleme.

    LG Ulla

    Hallo beisammen,

    sicher gibt es unter Euch jemanden, der mir helfen kann.

    In einer meiner Feuchtkammerkulturen wuchsen auf Holunderrinde zahlreiche superwinzige Fruchtkörper (hyaline Stiele mit winzigen kleinen Köpfchen), die ich nicht zuordnen kann.

    Eigentlich sollen auf der Rinde ja bevorzugt Myxomyceten wachsen, aber manchmal kommen eben auch andere.

    Mich erinnern die Fruchtkörper rein optisch an entblätterte Gänseblümchen! ==Prust


    Die Sporen sind 15-17um x 20-22um.

    Das Köpfchen mißt ca. 37um.

    Die große Spore in der Mitte gehört zu einem Myxomyceten, der hier nicht betrachtet werden soll.

    LG Ulla

    Hallo,

    das ist definitiv kein Schleimpilz.

    Ich hab sowas schon mal gesehen, habe aber z.Z. eine Artfindungsstörung. Mal sehen, vielleicht fällt es mir noch ein.

    LG Ulla


    Heureka, jetzt ists mir eingefallen, doch kein Alzheimer: eventuell eine Lindtneria ev. L. trachyspora - die Stachelsporige Lindtneria.

    Hallo Chris,

    ja Schleim, aber das kann vieles sein.

    Auf dem letzten Foto bilde ich mir ein kalkhaltige Strukturen im Innern der Fruchtkörper zu sehen, da könnte es ein Physarum sein.

    Man sieht ja leider nicht ob die Fruchtkörper gestielt sind oder nicht.

    Es könnte aber auch ein Didymium oder eine Badhamia sein.

    Da kann nur noch das Mikroskop helfen. Wenn Du willst kannst Du mir auch Deine gesammelten Werke schicken.

    Dann melde Dich.

    LG Ulla

    Hallo Björn, Dein Schleim sieht sehr nach Trichia botrytis aus.

    Dazu passen die Spiralelateren mit langen Enden.

    Auf dem Makrofoto sieht man auch die dicken Stiele und die braune Peridie der noch geschlossenen Fruchtkörper. Das unterscheidet T. botrytis von T. decipiens.

    LG Ulla

    Hallo,

    Dein Schleimpilz gehört mit großer Wahrscheinlichkeit zur Gattung Comatricha.

    Die exakte Artbestimmung ist nur mikroskopisch möglich.

    Auf Deinem letzten Foto sieht man schon viele reife Fruchtkörper. Das sind die die nicht mehr glänzend sind sondern so braun, staubig sind.

    Falls Du diese in Deinem Garten ernten kannst sind sie noch bestimmbar (immer mit Substrat also einem Stück Holz drunter ernten). Meist sind die reifen Fruchtkörper noch einige Tage problemlos erhalten.

    Wenn Du möchtest, kann ich versuchen sie zu bestimmen. Dann melde Dich und ich schicke Dir meine Anschrift und die Hinweise zum Versand.

    LG Ulla