Beiträge von lamproderma

    Hallo,

    bei uns ist fast nichts runtergekommen, weder Regen noch Schnee.

    Da fällt wohl der Ascomyceten-Aspekt (Verpeln, Morchelbecher, Morcheln) voll ins (Wasser)-Nichts.

    Wenigstens ein paar Sklerotienbecher hatte wir und ein paar nette Frühjahrsblüher.

    +

    Dumontinia tuberosa


    Tranzschelia prunispinosae an Gelbem Windröschen


    Botrytis ficariarium und Uromyces ficariae an Scharbockskraut

    Mittlerer Lerchensporn

    Hohler Lerchensporn


    Adonis-Röschen - Adonis vernalis

    immer wieder schön!


    aber auch das:


    Seid umschlungen (Millionen)!


    LG Ulla

    Hallo Christine,

    ob in diesem Jahr dann wieder Fruchtkörper erscheinen, weiß nur der Schleimi selbst. Sporen sind ja vorhanden, aber es müssen äußere Bedingungen stimmen. Am besten ist ein Laubhaufen in irgend einer unbeachteten Ecke des Gartens. Das ist eigentlich optimal für Schleimpilze. Erscheinen werden sie dann im Sommer bis Herbst. Im Blumentopf ist nicht zu empfehlen, da fehlt das Mikroklima.


    LG Ulla

    Hallo beineinander,

    eine unserer letzten Touren führte uns in den Nordharz zu den Gegensteinen bei Ballenstedt.

    Das sind zwei markante Sandsteinfelsen, die aufgrund des harten Gesteins den Witterungsunbilden bisher widerstanden haben. Sie sind die östlichste Verlängerung der Teufelsmauer, die bei Weddersleben beginnt.

    Am Fuß der Gesteinsformationen findet man Sandtrockenrasen, auf denen sich auch interessante Pilze finden lassen.





    Bei strahlendem Sonnenschein fielen uns vor allem die zahlreichen "Maiwürmer" oder Schwarzblauen Ölkäfer (Meloe proscarabaeus) auf, die teilweise sehr flink im Gelände unterwegs waren.



    auch mal im Doppelpack:



    Das Frühlingsfingerkraut (Potentilla neumanniana) und der Wiesengoldstern (Gagea pratensis) waren auch schon in Blüte.


    Wir waren aber vor allem an Bauchpilzen - Gasteromyceten interessiert.

    So fanden wir dort u.a. zwei Arten der Gattung Disciseda - Scheibenboviste. Scheibenboviste öffnen sich nicht bei Reife (wie Boviste oder Stäublinge) durch eine definierte Öffnung, sondern die Fruchtkörper müssen erst durch Wind u.ä. Einflüsse vom Mycelstrang abgerissen werden, drehen sich dann und durch die entstandene Öffnung können die Sporen austreten. An der eigentlichen Oberseite bleiben deshalb oft Erdreste haften.

    Draußen vor Ort war es schwierig beide Arten auseinander zu halten.

    Die makroskopische Trennung ist schwierig, denn der deutsche Name : Großer und Kleiner Scheibenbovist ist irreführend, da die Größe unserer Erfahrung nach nicht ausschlaggebend ist.

    Erst nach dem Blick ins Mikroskop konnten wir Disciseda bovista und D. candida trennen. Disciseda bovista hat stachlige Sporen, während D. candida nur wenig skulpturierte Sporen hat.

    Danach haben wir nach makroskopischen Unterschieden geschaut und bemerkt, dass Disciseda bovista eine leicht beige Endoperidie, während D. candida immer eine graue hat.

    Disciseda bovista

    mit stachligen Sporen:


    Discideda candida:

    mit wenig skulpturierten Sporen:


    Zum Schluß fanden wir noch einen falschen Mehltau am Spark (Spergula morisonii) - Peronospora vernalis


    Wir haben den sonnigen Tag genossen und uns über die wenigen aber besonderen Funde gefreut.


    LG Ulla

    Hallo Christine,


    mit Schleimpilz hast Du recht. Sie sind auch schon reif.

    Die Furchtkörper haben eine kalkhaltige Peridie, da käme Physarum, Didymium in Frage.

    Aber auf dem 2. Foto unten rechts sieht man, dass die Fruchtkörper eine große weiße Columella im Innern haben (das schließt Physarum aus), auch weiße Stielchen sieht man.

    Ich denke, dass es sich bei Deinem Fund um Didymium squamulosum handelt.

    Die Art kommt häufig auf Laub vor, ist normalerweise gestielt, kann aber auch fast sitzend sein. Der Kalk auf der Peridie ist kristallin, das sieht man unterm Mikro recht gut.

    Vergleich mal damit.

    LG Ulla

    Hallo beinander,

    Ostern rückt näher und ich habe nun meine ersten Malversuche an den Schneckenhäusern unternommen.


    Hab sie mit Acrylfarbe bemalt und dann mit Klarlack versiegelt. Die Bändchen sind mit Klebepistole eingeklebt (mal sehen wie lange das hält).

    Hab heute Hainbuchenzweige von unserer Tour mitgebracht und mit ihnen meinen Frühlingspflanztopf vor der Tür verziert.

    Sieht erst mal recht hübsch aus.



    LG Ulla

    Hallo Felli,

    Diderma ist auf jeden Fall sicher.

    Bei Deinem Fund fällt mir so aufgrund der Fotos nur Diderma umblicatum ein. Die Art hat so eine (halb)kugelige Columella, Sporenmaße und Skulptur stimmt auch.

    Bei Diderma radiatum müßte die Peridie mehr sternförmig aufreißen. Beide Arten können aber auch kurz gestielt sein.

    Es ist meist schwierig, nur aufgrund von Fotos die Art wirklich festzumachen, ohne sie selbst mikroskopisch untersucht zu haben.

    Deshalb meine Vermutung nur unsicher.


    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    leider kann ich Dir auch keine befriedigende Antwort geben.

    Ich tippe auf ein Sklerotium. Da kommt man mikroskopisch auch nicht weiter. Hatte ich schon mehrfach.

    Aber wenn Du die Pestwurzbestände weiter beobachtest, da kommen auf der Unterseite der Blätter, wenn diese etwas größer sind, auch zwei Schleimpilzarten: Didymium tussilaginis


    und Didymium vernum



    Wäre sicher für Litauen was neues.


    LG Ulla

    Hallo,

    also ich mag den Geruch von R. foetens, riecht so schön nach Camembert. Auch den Morsetäubling finde ich nicht so schlimm- Mandelgeruch, mit etwas Käsekomponente. Aber Geschmäcker oder Geruchsempfindungen sind ja so unterschiedlich.


    LG Ulla

    Hallo,

    nicht nur Bocksdickfüße können die Wohnungsluft verpesten, da gibts noch viel intensiver stinkende Cortinarien!

    Ich hab meinem Partner Gunnar da schon oft mit Auszug gedroht.

    Auch mit Camaropyllopsis (Hodophilus) foetens, dem Stinkenden Samtschneckling kann man potentielle Einbrecher abschrecken. Der stinkt sogar noch durch die Exsikkatentüte (Plastik).

    LG Ulla

    Hallo,

    mit Schmand, Eiern und Zitrone hab ich das noch nicht probiert. Werde ich auch mal versuchen! :gwinken:

    Ich kombiniere den Quark mit Joghurt, Frischkäse und körnigem Frischkäse. Da wirds m.M. etwas fluffiger.

    LG Ulla

    ==Gnolm7

    Hallo Radelfungus,

    kann ich verstehen, will morgen auch mal nach dem Bärlauch schauen.

    Das mit dem Fuchsbandwurm wirst du sicher erst in ein paar Jahren wissen! :giggle:


    Liebe Grüße

    Ulla

    Guten Abend,

    ich würde Deine Fruchtkörper auf jeden Fall als gestielt ansehen. Der Stiel ist nicht immer so lang wie manchmal abgebildet. Somit ist Trichia decipiens sicher. Trichia contorta v. attenuata wäre kugelig ohne jede Verschmälerung zur Basis.

    Schleimpilze sind eben empfindliche Wesen und reifen nicht immer so aus wie im Buch steht.

    Da erlebt man immer wieder Überraschungen und manchmal kommt man auch nicht zum Bestimmungsergebnis.

    Aber in Deinem Fall gibts keine Probleme - Trichia decipiens.


    LG Ulla

    Hallo Martin,

    Dein ausgebrüteter Schleimi ist auf jeden Fall eine Trichia.

    Wenn ich Dein Mikrofoto so ansehe, würde ich erst einmal sagen: Trichia decipiens.

    Dafür sprechen die lang ausgezogenen Spitzen des Capillitiums, die Sporen mit einem netzigen Ornament.

    Auch die Ockerfarbe der Fruchtkörper spricht dafür.

    Du hast keinen Stiel gesehen, das würde gegen T. decipiens sprechen. Manchmal kann der Stiel auch recht kurz sein, dann muß man schon Mal von der Seite linsen, ob nicht doch ein Stielchen da ist.

    Bei Trichia contorta, die Du vorschlägst, käme nur T. contorta var. attenuata in Frage, da die Art auch lang ausgezogene Capillitiumenden hat. Die Sporen haben die gleiche Größe wie T. decipiens, sind aber mehr feinwarzig, nicht netzig.

    Das Capillitium ist bei der Art meist gelber, nicht so ockerfarbig. Auch wächst T. contorta meist auf der Innenseite von Rinde, während T. decipiens gern auf weißfaulem Holz fruktifiziert (nicht auf Rindeninenseiten).

    Also schau noch mal genauer hin, ob da nicht doch kurze Stiele vorhanden sind.

    Wenn nicht, dann müßte es eine nicht sehr typische T. contorta var. attenuata sein. Das würde mich aber sehr verwundern, da ich sie noch nie so gesehen habe.


    LG Ulla

    Hallo Steffen,

    schöne Erdstern-Fundstelle. Geastrum quadrifidum ist ja typisch für Fichtenwälder.

    Auf Deinem letzten Foto meine ich aber keinen G.quadrifidum zu sehen, der sieht sehr atypisch für die Art aus.

    Erdsterne wachsen auch oft in Gemeinschaft, d.h. mit anderen Erdsternarten zusammen.

    Ich denke, dass es sich bei diesem Exemplar eventuell um Geastrum fimbriatum handelt. Aber dazu müßte man zumindest noch ein Bild vom Peristom, der Mündung sehen, ob es fimbriat, gehöft oder ungehöft ist.


    VG Ulla

    Das hat mir auch besser gefallen und war einfacher!

    Für Neulinge im Forum ist es nun auch etwas schwieriger, rauszubekommen wie man Konversationen absetzt!


    VG Ulla

    Hallo,

    sehe ich auch so.

    Illegale Mülldeponien kann man bei der unteren Abfallbehörde der Stadt oder des Kreises melden.

    In manchen Kreisen gibt es auch Seiten für Bürger (Bürgerservice), wo man sowas melden kann.


    VG Ulla

    Hallo Felli,

    danke für die schöne Darstellung von Dictydiathalium plumbeum. :thumbup:

    Vor allem das Foto des Pseudocapillitiums mit den baldachinartigen Plättchen der Einzelfruchtkörper ist toll.

    Die erinnern mich immer an Quallen.

    Selber hab ich davon bisher noch kein so ein schönes Foto hinbekommen.


    LG Ulla