Beiträge von lamproderma

    Oh, ganz schlechtes Thema, letztes Jahr hat jmd unsere Stelle öffentlich mit Standort gepostet.. dort gibts jetzt nix mehr ;( Vom Verein sind alle angep.....

    Liebe Hilmgridd,

    das ist schon sehr ärgerlich und eigentlich nicht verzeihbar.

    Aber ich kenne das auch: vor Jahren hatten wir auch einem Pilzfreund mal den Fundort von Microstoma protractum in einem Tal nördlich von Halle gezeigt. Er hat danach mehreren Leuten auch den Standort gezeigt und wie sagt man "wenns einer weiß, dann spricht sichs rum!" Nun pilgern fast jedes Jahr irgendwelche Pilzfreunde an die Stelle.

    Fanden wir auch nicht so prickelnd! :cursing:

    Ob das Vorkommen durch die Besucher im Rückgang ist (in den letzten Jahren sind nur noch wenige Fruchtkörper gewachsen), ist zwar nicht sicher, aber vermutbar.

    Zum Glück sind diese Pilze aber ja nicht eßbar.

    LG Ulla

    Hallo Marwin,

    Dein Beleg ist gestern angekommen.

    Leider muß ich Dich enttäuschen, denn der Schleimi ist nicht richtig ausgereift und die Fruchtkörper sind total verhärtet. Sporen wurden auch nicht ausgebildet. Trotzdem vermute ich, das es sich anhand Deiner Fotos und des Habitus um Lepidoderma tigrinum handelt (mit Restunsicherheit). Falls Du nochmal an die Stelle kommst, kannst Du ja mal nach anderen vielleicht besser ausgereiften Fruchtkörpern Ausschau halten.


    VG Ulla

    Hallo Felli,

    mit den Feuchtkammerkulturen ist das immer so eine Sache. Manchmal bilden sich die Schleimis erst freiwillig, aber dann hakts mit der Weiterentwicklung oder Reifung.

    Das scheint bei den anderen Dungbewohnern in Kultur scheinbar nicht so problematisch zu sein.

    Schleimis sind eben empfindliche Wesen.:giggle:


    LG Ulla

    Hallo Felli,

    Dein Schleimer erinnert mich nun an ein Sklerotium, d.h. das Ruhestadium eines Myxos.

    Beim Befeuchten hast Du ihn wieder zum Leben erweckt und beim Abtrocknen erstarrt er wieder.

    Die kugeligen Zellen, die Du im Mikroskop gesehen hast, sind keine Sporen, sondern sind typisch für ein Sklerotium.

    Leider ist der Schleimer dann nicht ausgereift, da Deine Bedingungen in der Kultur ihm scheinbar mißfallen.

    Sicher müßte man die Kultur wieder feuchter halten, bis sich ein wirklich kriechendes Plasmodium bildet und dann abwarten, ob sich reife Fruchtkörper bilden. Aber das klappt nicht immer.

    Also bleibt Dir sicher erst mal nichts weiter übrig als die Sachlage weiter zu beobachten. Ich drücke die Daumen, dass die Schleimis noch ausreifen.


    LG Ulla

    Hallo Felli,

    Deinen vorigen Beitrag vom letzten Jahr habe ich wohl übersehen.

    Für Lepidoderma chailletii halte ich Deinen Fund nicht, da die Art nur nivicol vorkommt.

    Auf Kaninchenlosung habe ich dagegen schon Didymium difforme und Didymium dubium gezüchtet.

    Gegen D. dubium spricht, das der Kalk auf der Peridie kristallförmig sein müßte, was er aber nicht ist. So spricht mehr für Didymium difforme. Die Art müßte normalerweise eine feste Peridie haben, aber Dein Foto vom reifen Fruchtkörper spricht eher für eine Entwicklungsstörung. Auf den Mikrofotos (Nr. 2) sieht man aber ein Stück der Peridie, die aus dicht gepackten Schüppchen besteht. Das paßt gut. Auch die Sporen mit der hellerern Stelle auf einer Seite und die Skulptur passen. Ich denke, Du kannst Deinen Fund als Didymium difforme ablegen.


    LG Ulla

    Hallo Marwin,


    leider ist bei der letzten Forenüberarbeitung das direkte Icon (Sprechblase) links im Feld des Beitragsautoren verloren gegangen. Das hat scheinbar außer mir noch keiner bemerkt oder beanstandet.

    Ansehen kannst Du Deine Persönlichen Nachrichten (PN) rechts oben in der Menüzeile- die Sprechblase neben der Glocke.

    Wenn Du eine schreiben willst, kannst Du das auch in dieser Sprechblase (--> auf + = neue Konversation schreiben) oder Du zeigst mit dem Mauszeiger auf den Namen, dem Du schreiben willst. Dann öffnet sich ein Fenster und unten rechts siehst Du auch die Sprechblase.

    Ich schreib Dir dann zum Fund per PN, da kannst Du das ja gleich ausprobieren.


    VG Ulla

    Hallo Marwin,

    das sieht schon so aus, als wäre der Myxo doch noch etwas reif geworden, auch wenn er sicher entwicklungsgestört ist.

    Da könnte man mikroskopisch möglicherweise was machen.

    Falls Du Interesse hast, könnte ich ihn mir mal ansehen. Melde Dich dazu, dann schicke ich Dir per PN meine Anschrift und die Modalitäten.

    LG Ulla

    Hallo Birgit,

    giftig sind diese Becherlinge (egal welche Art das ist) sicher nicht, aber ihr Auftreten spricht für Feuchtigkeit in Deinem Keller (sieht auf Deinem ersten Foto auch recht feucht aus).

    Die sollte man möglichst vermeiden oder beseitigen. Das würde auch das Wachstum der Becherlinge verhindern. Ansonsten die Fruchtkörper beseitigen, ist auf jeden Fall vorerst einmal eine Option.

    Schimmelpilze sind dagegen für jemanden, der an Immunschwäche leidet, immens schädlich!


    VG Ulla

    Hallo Tobias,

    (welcome)

    Sicher wirst Du hier im Forum viel lernen!

    Da Du schreibst, Du bist ab und zu im Südlichen Sachsen-Anhalt unterwegs, kannst Du Dich gern mal melden.


    VG Ulla

    Hallo Marwin,

    was heißt "bei Trocknung ganz normal eingetrocknet"?

    Wenn der Myxo reif gewesen wäre, hätte er sich verfärbt und man hätte auf jeden Fall dunkles Sporenpulver finden müssen.

    Wenn Du einen Beleg hast, kannst Du vielleicht noch ein Foto davon machen und da könnte man entscheiden, ob es sich doch lohnt, ihn zu mikroskopieren.

    Hallo Cyrill,

    der kompakte Capillitium-Puschel läßt auf ein stark vernetztes Capillitium schließen, dazu der abgesetzte Stiel:

    deshalb gehe ich mit Dir konform: Hemitrichia calyculata!


    VG Ulla

    Hallo Marwin,

    da gebe ich Felli völlig recht. Das könnte was aus der Gattung Lepidoderma werden, vielleicht Lepidoderma tigrinum - schau mal mein Avatar!:giggle:

    Schade, dass der noch nicht reif war, bzw. Du abgewartet hast, bis er das ist.

    Man sollte Schleimpilze immer erst ernten, wenn sie nicht mehr schleimig sind. Sonst besteht die Gefahr,dass man sie nicht wirklich genau bestimmen kann.


    VG Ulla

    Hallo Jörg,

    zu den Stemonitales gehört Dein Fund auf jeden Fall, möglicherweise auch Comatricha.

    Aber leider ist Dein Fund zu unreif um etwas genaueres zu sagen. Da müßtest Du warten, bis die Fruchtkörper reif sind und dann müßte man sicher auch mikroskopieren.


    LG Ulla

    Hallo Cyrill,


    mit Deiner Bestimmung liegest Du natürlich richtig. Perichaena depressa ist auch unverkennbar.

    Die Art wächst oft auch auf der Innenseite von Rinde. Auch andere Arten aus der Gattung Perichaena lieben das.

    Man findet sie meist im Winterhalbjahr.

    In Feuchtkammerkulturen erscheint P. depressa auch häufig.


    VG Ulla

    Hallo Frank,

    Deine Nr. 8 ist ein Schleimpilz, Dictydiaethalium plumbeum.

    Nr.11: auf den Fotos sind neben den gelben Pilzchen auch schwarze Gnubbel zu sehen. Das könnte auch ein Schleimi sein, eventuell eine Licea. Aber ohne mikroskopische Untersuchung ist das nicht zu klären.

    Die lachsfarbenen im Bild 15 könnten unreife Trichia decipiens sein (wenn die Fruchtkörper gestielt sind).


    VG Ulla

    Hallo,

    Dein Schleimpilz Nr. 5 ist sicher Comatricha nigra,

    Nr. 15 könnte auch ein Schleimpilz sein, eventuell Arcyria pomiformis, aber die Fotos sind da nicht ausreichend.

    Nr 16. ist kein Myxo, eventuell etwas Anamorphes. Aber da fehlen mir die Kenntnisse, obwohl mir sowas auch schon untergekommen ist.


    LG Ulla

    Hallo Felli,

    auch Deine neuen Fotos bringen mich nicht weiter. Die Fruchtkörper scheinen immer noch nicht rief zu sein.

    Hätte zunächst an Licea sp. gedacht wegen der Sporen (sind schon etwas ähnlich), aber makroskopisch sieht es nicht wirklich nach Licea aus.

    Bin im Moment ratlos.

    LG Ulla

    Hallo Timm,

    bei Deinem 2 Fund bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich um Trichia varia handelt. Die kann manchmal so kurzgestielt sein.

    Der 1. Fund ist scheinbar noch nicht reif. Könnte mal eine Arcyria werden, aber das ist unsicher. Ohne Mikroskop ist da nicht mehr drin.


    LG Ulla

    Hallo Pilzgemeinde,

    da bei uns die Schneeglöckchen und die Winterlinge in Vollblüte stehen und schon einige Fories schon die Scharlachroten Kelchbecherlinge vorgestellt haben, dachten wir, dass auch die Tulpenbecherlinge - Microstoma protracta- schon da sein müßten.

    So suchten wir einen bekannten Standort bei Könnern auf und wurden nicht enttäuscht.

    Microstoma in voller Schönheit.






    Dann haben wir noch auf einen Trockenrasenstandort gleich in der Nähe gewechselt und fanden dort auch reichlich die Steppentrüffel - Gastrosporium simplex.

    Interessant an diesem Fund ist, dass die Steppentrüffel im jungen Zustand eine gallertige Schicht unter der Außenperidie ausbildet. Das sieht man im reifen Zustand nicht mehr. Da blättert die Außenhülle nur ab und die Innenhülle ist dünn und pergamentig.

    Auch interessant an diesem Fund ist, dass eine Insektenlarve im Fruchtkörper steckt.


    LG Ulla

    Hallo Lydia,

    ja das sieht schon sehr nach Trichia persimilis aus, aber endgültige Sicherheit nur über mikroskopische Untersuchung.

    Von Trichia scabra, die auch in Betracht gezogen werden muß, unterschieden sich beide Arten durch die Sporenskulptur.

    Das ist ganz leicht zu entscheiden. Trichia persimilis hat Sporen die grobnetzig skulpturiert sind, während Trichia scabra ein kleinmaschiges Netz auf der Spore hat.


    LG Ulla

    Hallo,

    gibt es auch Makrofotos vom Pilz?

    Rein von den Sporen her könnte ich mir auch einen Myxomyceten aus der Gattung Trichia vorstellen. Wie groß sind die Sporen?

    Bei überreifen, ungestielten Trichia-Arten (z.B. Trichia persimilis, T. favoginea) sieht es auch schon mal nach Goldschimmel aus. Allerdings müßte man beim Mikroskopieren (wenn man nicht nur die Sporen mikroskopiert) auch das Capillitium finden lassen, welches aussieht wie eine Wäscheleine.

    Schau mal danach.


    VG Lamproderma

    Hallo Stefan,

    eine Badhamia schließt sich schon aufgrund der Farbe aus. Die hätte immer granulierten, meist weißen Kalk auf der Peridie.

    Ich sehe hier eine Metatrichia. Da gibt es aber zwei Arten, die leicht mikroskopisch auseinander zu halten sind.

    Metatrichia vesparium hat stachliges Capillitium, das kurze Enden hat, während Metarichia floriforme kein stachliges Capillitium hat, dafür aber lange Ende desselben hat.


    LG Ulla

    Hallo Ingo,

    ich denke, dass alle Deine Funde Geastrum minimum sind.

    Die von Dir nicht immer bemerkte "sandige" Peridie (auf deinen Fotos sehe ich sie aber) rührt nicht von dem Vorkommen auf Sand her, sondern daher dass die Erdsterne meist auf mehr oder weniger kalkhaltigem Untergrund wachsen und auf der Peridie dann Kalkristalle gebildet werden.

    Sicher werden sie dann weniger ausgebildet, wenn der Kalkgehalt im Boden geringer ist. Aber auch altersbedingt kann die Peridie dann glatter ausfallen.


    VG Ulla