Beiträge von lamproderma

    Hallo Caroline,

    es ist leider etwas problematisch wenn man unreife Schleimer erntet. In den meisten Fällen reifen sie nicht richtig aus, oft verhärten sie und man kann dann die Sporen nicht auspusten.

    Dadurch kann man das Capillitium dann in den seltensten Fällen unzerstört unterm Mikro betrachten. Das befüchte ich auch in Deinem Fall.

    Stemonitis ist sowieso eine schwierige Gattung, da es wirklich wichtig ist nur reife Fruchtkörper zu mikroskopieren um alle Merkmale zu sehen. Die Sporen sind da meist noch gut zu sehen und das kleinste Problem. Dazu gehört eben vor allem das Capillitium: wie sieht das innere Grüst aus, wieviele Maschen hat es, wie groß sind die Maschenweiten des Netzes, wie sieht das Oberflächennetz und dessen Maschenweiten aus. Ich habe da auch so meine Schwierigkeiten, da man oft Aufsammlungen hat wo man das schlecht untersuchen kann.

    Aber versuchs mal, Versuch macht "kluch".


    VG Ulla

    Hallo Caroline,


    für Stemonitis fusca halte ich den Fund eigentlich nicht.

    Stemonitis fusca ist ein Holzbewohner, auf Blättern wäre ungewöhnlich.

    Bei den Sporen müßte man eigentlich das Netz sehen (Anfärben hilft nicht). Die Sporen hier sehen eher warzig bis fast glatt aus. Da gibt es mehrere sehr ähnliche Arten.

    Wenn man annimmt, das das eine Stemonitis ist, kämen als Laubbewohner St. herbatica und St. foliicola in Frage. St. foliicola ist eine sehr kleine Art (4-5mm hoch), daher sicher schwer zu finden. St. herbatica ist größer, käme eher in Frage.

    Leider sind die Fruchtkörper nicht richtig reif. Man muß, um festzustellen ob es wirklich eine Stemonitis ist, die Sporen aus einem reifen Fruchtkörper rauspusten und dann kann man sich das Capillitium (d.i. das "Sporengerüst") im Miklroskop ansehen. Stemonitis hat im Gegensatz zu Stemonaria ein Oberflächennetz über dem inneren Gerüst.

    Ohne weitere Untersuchung würde ich Deinen Fund nur Stemonits spec. nennen.


    VG Ulla

    Hallo liebe Kleinpilzfreunde,

    Heute fanden wir bei unserer Runde einen Befall an der Kleinen Wiesenraute

    Der Pilz fand sich als grauer Belag auf dunkleren Flecken vergehender Blätter.
    Die Sporen messen um 100µm, aber auch bis 120µm Länge und max. 14-18µm Breite, haben meist 5, manchmal aber auch bis 7 Septen.

    Hat jemand so etwas schon bestimmt? Was für Literatur bräuchte man dafür?


    LG und danke Ulla und Gunnar

    Hallo Tonio,

    das könnte schon ein Schleimi sein. Art ist aber in dem Zustand nicht bestimmbar.

    Die runden sporenähnlichen Gebilde sind Sphaerocysten wie sie von Schleimpilzen gebildet werden wenn das Plasmodium sklerotisiert, d.h. die Bedingungen so schlecht sind, das sie nicht ausreifen sondern ein Überdauerungsstadium (Sklerotium) bilden. Das findet man oft im Herbst/Winterhalbjahr.


    LG Ulla

    Hallo,

    ja wir haben den Spateling auch meist bei Lärche gefunden.

    Er scheint dieses Jahr ein gutes Jahr zu haben.

    Vor fast 2 Wochen haben wir ihn aber auch in der Nähe von Fichten gefunden. Lärchen waren nicht direkt dabei, obwohl es die in dem Gebiet auch gibt und der Spateling dort vorkommt.


    VG Ulla

    Hallo,

    vielen Dank für Eure Meinungen!

    Beim Vergleich mit vielen Fotos aus dem Netz wird es doch viel klarer: Leccinum duriusculum.

    Die Fruchtkörper sind eben nicht sehr typisch.haben wir so noch nicht gesehen.

    Aber man lernt nicht aus.


    LG Ulla

    Liebe Pilzfreunde,

    von einem anderen Pilzfreund erhielten wir einige Fotos eines boletoidesn Pilzes mit dem wir nicht zu recht kommen.

    Gefunden wurde der Pilz unter Pappel am Rande eines Kiesgrubengebietes. Vermutet wurde der Kornblumenröhrling, der es aber definitiv nicht ist.

    Hier die entsprechenden Fotos.


    Vielleicht hat jemand da eine Idee nach was man schauen könnte.


    Würde mich freuen wenn wenn jemand helfen könnte.


    LG Ulla

    Hallo,

    ich würde Björn völlig beipflichten, dass es sich um Geastrum michelianum handelt. Geastrum saccatum ist ein relativ kleiner Erdstern, während G. michelianum immer recht groß wird.

    Auf mehreren Deiner Fotos sieht man ja bei einem 2. Fruchtkörper die typische Halskrause, die erst uim Alter ausgebildet wird.

    VG Ulla

    Hallo Schupfi,

    ich habe Dir auch sehr zu danken, dass Du unsere Ausstellung mit schönen interessanten Funden bereichert hast.

    Die Bestimmung des Scheidlings den Du fotografiert und hier eingestellt hast, hat bei mir doch zu Zweifeln der Richtigkeit geführt. Da man während der Ausstellung nicht mikroskopieren kann bzw. auch nicht ausreichend Literatur da hat, habe ich heute Abend nochmal nachgeforscht ob V. volvacea so aussehen kann. Da gefiel mir der schwarze Stiel gar nicht. Nach Literaturrecherche (hab mir u.a. die Originalbeschreibung besorgt) bin ich jetzt ziemlich sicher, das der Pilz eine wesentlich seltenere Art ist: Volvariella terrea (oder V. aethiops).

    Morgen werde ich den Beleg sofort aus der Ausstellung nehmen um ihn dann noch mikroskopisch abzusichern. Super Fund über den wir uns sehr freuen!


    LG Ulla

    Hallo,

    danke für die Mikrofotos, aber leider sehe ich außer runden Myxosporen nicht Artspezifisches.

    Dazu sind die Fotos nicht aussagekräftig genug.

    Deshalb kann ich nicht weiteres zur Artbestimmung sagen. Tut mir leid.

    VG Ulla

    Hallo Karl,

    schöner Fund. Die Gattung ist Arcyria, aber zur Art kommt man nur durch mikroskopische Untersuchung.

    Man muß zunächst wissen ob sich das Capillitium (das Fadengeflecht) im reifen Fruchtkörper leicht vom Stielbecher ablösen läßt. Dann ist die Skulptur des Capillitiums und die Sporengröße wichtig.

    Leider ist im Moment nicht mehr möglich.

    VG Ulla

    Liebe Pilzfreunde,

    am Samstag ab 13:00 Uhr und am Sonntag ab 10:00 Uhr findet in Merseburg die 30. Pilzlehrschau der Fachgruppe Mykologie Merseburg statt.

    Man findet uns im Schloßgarten Merseburg in der Orangerie direkt neben dem Schloßgartensalon.

    Vielleicht hat der eine oder andere Lust, Zeit dort die Ausstellung zu besuchen. Wir würden uns sehr freuen. Pilzfunde sind auch immer sehr willkommen.



    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    wie Noah schon postete ist Dein erster Fund keine Badhamia (keine kalkhaltiges stabilee Capillitiumgerüst), sondern Sie wären auch breitelliptisch ein Physarum.

    Ich denke auch an Physarum nutans (Ph.album). Makroskopisch paßt es , die Sporengröße und Skulptur auch.

    Der zweiten Fund ist eine Badhamia (kalkhaltiges dreidimensionales Capillitium). Da würde ich Deiner Bestimmung folgen und sie als Badhamia macrocarpa benennen. Für Badhamia panicea sind die Sporen zu dunkel. Sie wären auch breitelliptisch.

    Natürlich bleibt immer eine Restskepsis, wenn man die Aufsammlung nicht selbst gesehen hat. Deshalb nur B. cf.macrocarpa.


    LG Ulla

    Hallo Inge,

    zwar gibt es auf Gräsern, Blättern mehrere Schleim-Kandidaten, aber da Du Deinen Fund so schön dokumentiert hast denke ich , dass Du mit Diderma spumarioides recht hast.

    Für die Art ist vor allem typisch dass die Fruchtkörper einen auffälligen weißen kalkhaltigen Hypothallus (Unterlage) haben. Die einzelnen Fruchtkörper haben auch eine kalkhaltige, glatte Peridie (äußere Hülle) die oft im Alter etwas einschrumpelt. Das Vorkommen auf Blättern, krautigen Teilen ist auch sehr typisch.

    Die Art ist jetzt im Herbst recht häufig.

    LG Ulla