Beiträge von lamproderma

    Ein Naschbär

    Bei uns hatte er es aufs Igelfutter abgesehen


    Mal sehen, ob wer guckt! ? (Wildkamera)


    dann noch schnell die Reste einverleiben


    Aber Igel war schon eher da.


    War dem Waschbär dann doch zu wenig, hat sich nicht mehr blicken lassen.

    Hoffentlich bleibt es so.


    LG Ulla

    Liebe Pilzfreunde,

    gestern erreichte uns die traurige Nachricht, dass Dr. Heinrich Dörfelt verstorben ist.

    Das ist ein großer Verlust vor allem für die Pilzfreunde aus Sachsen-Anhalt und Thüringen.

    Heinrich Dörfelt hat seit über 60 Jahren die Mykologie bereichert, durch viele Veröffentlichungen und vor allem durch den Kontakt mit Amateurmykologen auf Augenhöhe.

    Wer ihn kannte wird das bestätigen.


    Wir sind alle tief betroffen.


    Ulla und Gunnar

    Hallo Rainer,

    Du hast recht, dass es sich bei Deinem Fund um einen aus der Gruppe der Blutmilchpilze handelt.

    Inzwischen ist die Gattung gut und sequenzmäßig bearbeitet und es gibt über 50 verschiedene Arten innerhalb dieser Gattung.

    Dadurch läßt sich auch nur anhand Deines Fotos nicht genau sagen welche Art es genau ist, auf jeden Fall Lycogala epidendrum -Aggregat.


    VG Ulla

    Hallo,

    unser Pfingstausflug ging nach Halle zum Südfriedhof.

    Dort ist ein Vorkommen des Ziegelroten Rißpilzes schon länger bekannt.

    Da wollten wir mal schauen ob sie wieder gekommen sind.

    Und sie waren auch reichlich da und teilweise noch ganz frisch.





    Bei Fotografieren wurde wir von einem Eichhörnchen beobachtet, welches sich dann aber ob der Länge des Fotografierens langweilte und es sich auf einem Asrt bequem machte, um bei der Hitze etwas abzuhängen.




    LG Ulla

    Hallo zusammen,


    zu der Frage:

    In dem Zusammenhang habe ich eine Frage, wie sieht es mit den Kartierungen bei PilzeDeutschland aus. Dort sind die Namen und Änderungen noch nicht aktualisiert. Wer leitet das an die entsprechende Stelle (Frank Dämmrich) weiter, bzw. muss das jemand für ihn vorher aufbereiten? Es wäre ja im Sinne aller wenn die aktuellen Änderungen dort auch umgesetzt werden.

    Die geänderten Namen wurden von mir vor einiger Zeit in Absprache mit Frank Dämmrich bearbeitet und ihm gemeldet.

    Frank hat sie dann die Arten für die Taxref-Liste in Mykis eingearbeitet. Natürlich wird sich auch in Zukunft noch öfters was ändern. Die neueste Literatur ist ja manchmal auch nicht immer für jeden zugänglich.

    Danke Noah, für den Hinweis zur Gattung Neodiderma: dazu müßte ich die Literatur noch studieren. Das war mir bisher neu.

    Nach Recherche ergibt sich aber: Neodiderma für die beiden Arten, welche in Europa/Deutschland nachgewiesen sind : Diderma spumarioides wird im Index Fungorum noch als Nomen invalidum (also ungültig) geführt, während Diderma ochraceum für Neodiderma noch gar nicht genannt wird. Deshalb sollte man solche Änderungen die noch nicht etabliert sind, nicht gleich sofort in Mykis einarbeiten. Vielleicht könnte man den Namen später in die Synonymie eingeben.

    Die Gattung Lycogala wurde ja schon genannt. Inzwischen haben die Chinesen weitere 10 Arten beschrieben.

    Die neu beschriebenen Lycogala-Arten welche nicht aus Europa sondern nur aus Übersee gemeldet sind, wurden aber nicht in Mykis eingefügt.

    Wer Interesse hat, dem könnte ich die Liste der Veränderungen im letzten halben Jahr in Mykis schicken.

    LG Ulla

    Hallo Felli,

    ich kenn mich zwar nicht mit Insekten aus, aber zunächst habe ich gedacht, das ist aber eine komische Zecke.

    Über die Bildersuche habe ich dann aber herausgefunden, das das eine Moosmilbe ist, ev. Neoliodes theleproctus.

    Schau doch da mal nach.


    LG Ulla

    Hallo Rainer,

    hat es bei Euch gestern oder vorgestern viel geregnet?

    Mir sieht Dein Schleimpilzfund danach aus, das er durch den Regen geschädigt worden ist (im Plasmodiumzustand ist der Myxomycet ja noch weich und schleimig). Deshalb kann man nur noch vermuten was es mal geworden wäre. Ich denke aber auch eher an Lycogala. Ob allerdings noch was reifes und bestimmbares raus kommt müßte man sehen.


    VG Ulla

    Habe übrigens zu dem Porling oben erstmals das Sklerotium gefunden. Ist irre, wirklich wie ein Stein – jetzt frage ich mich, ob ich das Ding ausgrabe um mir die Porlinge zu Hause zu ziehen, wie die Römer – angeblich muss man den nur gießen, und nach 5 Tagen sind die Fruchtkörper dann schon erntereif.

    Hallo,

    wir haben in unserer Pilzgruppe vor 'zig Jahren ein Sklerotium des Sklerotien-Porlings in einem Hausgarten einer Pilzfreundin eingegraben. Dazu haben wir ein "Klumpenporlingsfest" gefeiert mit Umtrunk um das feierliche Eingraben zu begehen. Die Pilzfreunde haben dann das Sklerotium öfters gewässert und die Pilze haben dann noch mehrere Jahre fruktifiziert. Allerdings kamen die Fruchtkörper nicht nach 5 Tagen wie oben genannt sondern erst im Folgejahr.


    LG Ulla

    Hallo Noah,

    ja ich würde die Stacheligkeit der Sporen als variabel sehen. Bei Diderma habe ich oft das Problem, dass die Fruchtkörper unterschiedlich ausgereift sind und dadurch das Ornament unterschiedlich ausbilden.

    Ich habe allerdings D. spumarioides nicht in so großer Menge gefunden, dass man da die Variabilität untersuchen könnte.


    LG Ulla

    Hallo Noah,

    ja es ist manchmal schwierig sich zwischen mehreren Arten zu entscheiden, da die Eigenschaften oft sehr ähnlich sind.

    Ich würde Deinen Fund eher für D. spumarioides halten. Ich sehe da auf dem Foto rechts einen gut entwickelten weißen Hypothallus. Den hat D. cinereum nicht.

    Die Sporen von spumarioides sind stärker warzig bis sogar stachlig, cinereum mehr feinwarzig und auch etwas kleiner. Die Sporengröße paßt deshalb auch besser zu spumarioides.


    LG Ulla

    Hallo Rainer,

    zu Deinen Myxo-Funden:

    die Nr. 2 muß keine Lamproderma werden, es könnte auch eine Comatricha sein, aber da muß man die reifen Fruchtkörper haben.

    Nr. 11 ist eine von den roten Arcyria-Arten und die Nr. 12 eine Trichia. Beide letzteren sind mikroskop-pflichtig. Bei der Nr. 2 müßte man eben auch reife Fruchtkörper haben um wenigstens die Gattung ansprechen zu können.


    VG Ulla

    Hallo,

    Dein Becherling sieht nach Morchelbecherling Disciotis venosa - aus.

    Am besten mal ein Stück abbrechen und daran riechen. Sollte wie Schwimmbad , nach Chlor riechen.

    Bei einer Scheibenlorchel sollte eigentlich Holz drunter oder in der Nähe sein. Auch riechen die nicht nach Chlor.

    VG Ulla

    Hallo liebe Pilzfreunde,

    im Moment herrscht ja ein wahrer hype in Punkto "Morcheln".

    Dazu will ich mich nur kurz äußern, für uns hat es gereicht für Mahlzeit und Vorrat an Trockenpilzen.

    Aber wir machten gestern auch einen schönen Beifang, der nicht immer so häufig ist: die Raupenkernkeule - Ophiocordyceps gracilis (auch früher nur Cordyceps gr.). Der neueste aktuelle Name ist Paraisaria gracilis.

    Viele Namen für so ein kleines Pilzchen.


    Der Pilz parasitiert auf abgestorbenen Schmetterlingsraupen. Das Mycel durchwächst die Raupen und bildet im Frühjahr Fruchtkörper aus.

    Teil der befallenen Raupe


    Die Kernkeulen sind Ascomyceten. Man sieht an dem kleinen Köpfchen die Perithecien (Fruchtkörpermündungen) wo die Schläuche mit den Sporen gebildet werden.

    Gestern hatten wir an mehreren Stellen manchmal bis zu drei Kernkeulen. Die kleinen orangen Köpfchen fallen gut auf wenn der Pflanzenbewuchs nicht zu dicht ist.

    So häufig hatten wir sie noch nie.


    LG Ulla

    Hallo,

    leider sind wir Pilzfreunde keine Pathologen. So alte Pilze zu bestimmen ist immer mit Unsicherheit behaftet.

    Da Du schriebst, wächst am Stammfuß einer Eiche tippe ich mal auf Inonotus dryadeus, den Tropfenden Schillerporling. Der kann schon noch mehrere Jahre an der Eiche wachsen ohne Probleme. Aber irgendwann bringt er sie dann doch zu Fall.

    VG Ulla

    Hallo Bernd,

    schöner Fund!

    Ja, Lamproderma ist richtig und Deine Vermutung L.violaceum trifft es auch. Allerdings ist der Name L.violaceum nicht mehr gültig. Die Art heißt L. arcyrioides.

    Typisch für die Art ist das Auftreten in der kalten Jahreszeit, allerdings nicht nivicol.

    Auf der Peridie sind typisch kleine nadelförmige Kristalle, auf Deinen Fotos gut zu sehen, die Sporengröße und wie das Capillitium aussieht ist typisch für diese Art.


    LG Ulla

    Hallo Markus,

    ich würde deiner Bestimmung zustimmen: Geastrum coronatum.

    Den hatten wir auch gerade letzte Woche, leider auch nur als überalterte Exemplare.

    Geastrum striatum fällt völlig raus, der hat ein gerieftes Peristom (Mündung), die Endoperidie sieht auch ganz anders aus, ist meist mit einem weißlichen Belag belegt, bildet den typischen Kragen direkt unten an der Exoperidie.

    G. pseudiolimbatum ist coronatum ähnlich, wurde früher auch nur als Form von coronatum gesehen, hat aber ein deutlich gehöftes Peristom und ist hygrometrisch (rollt bei Trockenheit die Arme nach oben).

    G. coronatum besiedelt anthropogene Gebüsche oder trockene Laubwälder. Da würde Dein Fund auch hinpassen.


    VG Ulla

    Hallo Matthias,

    zunächst kann ich Dich beruhigen. das ist mit ziemlicher Sicherheit kein Echter Hausschwamm.

    Es ist ein Schleimpilz, voraussichtlich der Stäublingsschleimpilz.

    Schleimpilze sind auch nicht schädlich für das Substrat auf dem sie wachsen, also für Deinen Dachbalken.

    Also die Schleimis entfernen, Sporenpulver auch gut entfernen und dafür sorgen dass die Restfeuchte des Balkens bald verschwindet.


    LG Ulla

    Hallo,

    leider gibt es seit ein paar Jahren irgendwelche Personen (ich denke nicht, dass das Asiaten sind), die den Bärlauch, vor allem die Zwiebeln in großer Menge (kiloweise) ausgraben und verschwerbeln..

    Im Leipziger Auwald patoullieren deshalb Polizei-Streifen in den entsprechenden Gebieten und haben bereits oft schon solche Diebe erwischt.

    Schlimm finde ich das. Wenn das so weiter geht wird der Bärlauch doch seltener.

    Für einen Handstrauß Bärlauch sag man ja nichts, aber soviel ...


    LG Ulla

    Hallo Rainer,

    schön, dass Du die Fruchtkörper weiter beobachtet hast.

    Nun ist es auf jeden Fall sicher, dass es eine Metatrichia ist. Auch denke ich sicher an Metatrichia floriforme.

    Es gibt noch eine andere, häufigere Metatrichia : M. vesparium, das Wespennest.

    Die Art bildet meist Grüppchen von Fruchtkörpern auf einem Stiel und das Capillitium ist mehr rötlich.

    Mikroskopisch unterscheidet es sich von M. floriforme durch Capillitium mit stachligen Spiralbändern und kurzen Enden.

    M.floriforme ist seltener und bildet oft nur einzelne Fruchtkörper auf einem Stiel aus, aber kann auch Grüppchenauf einem einzelnen Stiel bilden. Aber die Farbe des Capillitiums ist mehr orangerot nie richtig rot und das Capillitium ist auch typisch: Spiralbänder ohne Stacheln und lange Enden

    Deshalb denke ich, auch wenn Du nicht mikroskopierst, dass Dein Fund sicher M. floriforme ist.

    Schöner Fund!

    Hallo,

    am vergangenen Wochenende machten wir einen Frühjahrsspaziergang ins nördliche Saaletal um die beweideten Trockenrasen-Hänge auf der Suche nach dem Felsen-Goldstern - Gagea bohemica - zu inspizieren.



    Auf den sehr schön abgeweideten Trockenrasen wurden wir auch schnell fündig.

    Die ersten Goldsterne öffneten bei dem schönen sonnigen Wetter ihre Blütenköpfe. Überall waren gelbe Tupfen zu sehen.




    Erst zu Hause beim Abspeichern der Fotos bemerkte ich einen netten Beifang auf einigen der Blättchen des Goldsterns: einen Phytoparasiten.



    Da ich die Blättchen natürlich nicht mitgenommen hatte, bleibt nur die Vermutung: der Rostpilz Uromyces acutatus, welcher auf Felsen-Goldstern zu finden ist.

    Auch die Maiwürmer (Ölkäfer) waren wieder sehr eilig unterwegs.

    Die Erd-Segge Carex humilis blühte schon sehr schön.

    Ebenso die Cornelkirsche:


    An diesem schönen Ausichtspunkt wollte man aber lieber auf Nummer sicher gehen.


    Jedenfalls war es ein schöner Ausflug!


    LG Ulla