Depotwirkung bei Netzstieliger Hexe?

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 2.202 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von gabyk.

  • Hallo, zusammen,


    Habe dieser Tage eine Schreckensmeldung von Bekannten gehört:
    die mußten nachts in die Klinik, weil es Ihnen höllisch schlecht ging.
    Nun führte die Ärzteschaft dies auf den Genuß von Netzstieligem Hexexröhrling in Verbindung mit Äbbelwoi (Apfelwein, für die Nichthessen) zurück. Man sprach in diesem Zusammenhang von einer Depotwirkung, d.h. je öfter genossen, desto schlimmer wirken sich die Gifte aus.
    Zusätzlich soll die Säure vom Äppler sich fatal ausgewirkt haben.


    Mir sind neu sowohl die Depotwirkung bei diesem Pilz als auch
    die zusätzlich verheerende Säurewirking.


    Bin sehr gespannt auf Eure Antworten.


    Gruß
    Malone

  • Hallo, Fusselhirn,


    also, lecker ist er, da gibts gar nix...


    LG
    Malone

  • Es hält sich hartnäckig das Gerücht, die netzstielige Hexe enthielte Coprin und wirke daher zusammen mit Alkohol giftig - diese Substanz konnte aber bisher in keinem Röhrling nachgewiesen werden.
    Einige Menschen vertragen diese Pilze einfach nicht - weder ohne noch mit Alkohol.
    Und Andere können sie mit so viel Alkohol genießen wie sie wollen und tragen weder Bauchweh noch gar bleibende Schäden davon.
    Der Arzt ist also nicht gut informiert.
    Und dennoch sollte der Bekannte in Zukunft auf die Hexen verzichten, weil er sie ganz offensichtlich nicht verträgt.
    Oder aber es lag eine Verwechslung mit einem giftigen Röhrlingsvertreter vor.


    Gruß


    Pilzkäppchen

  • Aus eigener Erfahrung:


    'Einige Menschen vertragen diese Pilze einfach nicht - weder ohne noch mit Alkohol.' (Pilzkäppchen)


    Vor ca. drei Wochen hab ich mir ein leckeres Pilz-Risotto mit netzstieligen Hexenröhrlingen zubereitet. Mangels anderer Pilzfunde an diesem Tag war es nur diese eine Pilzsorte. Durch die Art des Gerichts war auch eine vernünftig lange Garzeit gegeben und Alkohol war auch nicht im Spiel.
    Ergebniss: Nach 4 Stunden hat sich die 'Hexe' für den Verzehr gerächt und mir eine intensive innere Reinigung beschehrt.
    Fazit: Im Zukunft werde ich von 'Rothaarigen in Netzstrümpfen' besser die Finger lassen.


    Grüße
    Gerald

  • Rad-Pilz:


    Ja, das ist wohl wahr.
    Wenn ich manchmal sehe, was Leute in ihren Körbchen nachhause tragen, frag ich mich, wie es ihnen nach dem Verzehr der ollen Schlappen wohl gehen wird.
    Aber wehe, ich sag sowas! Dann heißt es meist: "Ach, der ist doch noch gut! Und so schön groß - der gibt richtig was her!"

  • Ja nun, der Netzstielige Hexenröhrling gehört nun mal zu den eher schwer verträglichen Pilzen, die einigen gar nicht gut bekommt, wie beispielsweise auch der Hallimasch oder die Nebelkappe (wobei mittlerweile anscheinend eher dazu übergegangen wird, die als Giftpilz zu bezeichnen).
    Insofern würde ich bei solchen Pilzen besonders gut darauf achten, dass ich nicht zu viel davon esse, sie gut koche, keine "angeknacksten" Exemplare verwende und vllt auch keinen Alkohol dazu trinke, man muss es ja nicht herausfordern.
    Oder aber man lässt ihn ganz stehen und erfreut sich an den vielen anderen Pilzen, die man so findet ;)

  • bei Nebelkappen wurde das Gift Nebularin entdeckt,das Hitzstabiel ist.
    als nicht mehr Essen.
    wir habe sie früher auch verzehrt.


    Mir wurde auch einmal übel,allerdings nur,weil ich zuviel von den Pilzen gegessen habe,ich war zu gierig ;)
    Pilze die schlecht vertragen werden,genieße ich nur wenig und in der Mischpfanne.


    Von netzstiligen Hexen laß ich ganz die Finger.
    lg Gaby