Beiträge von Rad-Pilz

    Alle Warnungen nach Tschernobil waren sichern icht sinnlos. Aus manchen Stoffen nimmt man die Radioaktivität sicher besser als aus anderen auf. Fleisch können wir ziemlich vollständig verdauen, deshalb denke ich, das wir da auch nahezu alles aufnehmen. Insofern ist Rotwild für uns kritischer als Pilz. Natürlich stellt sich die Frage wie es sich in den Tieren angereichert hat, aber gerade die Pflanzenfresser haben eine sehr viel effektivere Verdauung als wir und nehmen wohl auch aus den Pilzen viel mehr auf.


    Etwas was mir auch fehlt, ist die Cäsium-Anreicherung - manche Pilze gelten als Cäsiumsammler, das interessiert mich schon. Wenn ich 46 Kilo Maronen esse, habe ich in bestimmten Regionen definitiv zuviel Cäsium aufgenommen, und das ist wahrscheinlich nicht sonderlich gesund.


    Das wäre auch zu hinterfragen. Wenn der Pilz Cäsium enthält, dann heißt das nicht, das man das gesamte Cäsium 1:1 auch aufnimmt. Insofern sagen die Werte beim Pilz nichts genaues aus.
    Pilze enthalten mit dem unverdaulichen Chitin sehr viele Balaststoffe, die Frage ist, ist das Cäsium an einen Stoff gebunden, den der Körper aufnimmt und speichert, oder eher an den, den er einfach wieder Ausscheidet?


    hast du da keine Probleme, dass die Maden in dem Trockengut weiterleben?


    LG Jospeh


    Die Made, die im Pilz lebt ist eine andere Made als die der Lebensmittelmotten.
    Die Pilzfliegenlarve stirbt bereits im Trockner wenn sie stundenlang mit 50 ° belüftet wird. Durch das Trocknen zieht sich auch der Pilz zusammen, so dass sie sicherheitshalber auch zerquetscht würde, wenn sie nicht schon vorher geflohen wäre. Selbst wenn sie das alles überleben würde, kann sie nicht in einem vollkommen vertrockneten, gedörrten Pilz überleben.
    [hr]
    Hallo,


    ich verwende nur Pilze, die einen gesunden und unverdorbenen Eindruck machen.
    Fraßspuren von Außen (Schnecken) sind mir völlig egal, bei Würmern bin ich kritischer, abar auch nicht päpstlicher als der Papst. Etwas was nicht da ist (nämlich der Gang als Hohlraum) kann auch nicht schaden.
    ;)


    Wichtig ist, die Pilze bereits im Wald vorzuputzen und wurmbefallene Stile abzuschneiden, damit sich die Würmer nicht weiter hoch fressen, vor allem, wenn man die Pilze noch einen Tag aufbewahrt.

    Hallo,


    ich vermute es liegt an den Rotkappen.
    Mit denen hatte ich leider bereits zweimal das gleiche Erlebnis wie deine Damen. Ich war mir über die Pilze 100% sicher, sie waren frisch und von bester Qualität.
    Beim ersten mal dachte ich noch, es läge vielleicht daran, das sie zusammen mit Gemüse gegart zu wenig Hitze bekommen hatten. Beim zweiten mal hatte ich trotz Hitze das gleiche Problem: nachts Übeleit und spucken. Auf einen weiteren Versuch verzichte ich, gibt genug andere gute Pilze.


    Guten Morgen
    Und wie sind eure Meinungen?
    Gruss Marcel


    Guten Morgen,


    ich stelle ähnlich Überlegungen für den Schwarzwald an:
    Bis Mittwoch war es sehr heiß und trocken, der erste Schwung Steinpilze an den feuchten Nordseiten ging zu Ende, es ist ziemlich kalt geworden.
    Ich glaube fast, es werden heute noch kaum neue gewachsen sein, nächste Woche eher, denn jetzt sind die Nächte schon lang und feucht und es wird nicht mehr so heiß und dann kommen sie auch an den Stellen, die bisher noch zu sonnig waren.


    Aber wie immer bei Steinpilzen kann man nur schätzen und die können sich gan anders entscheiden, als man geschätzt hat.


    Die Schweizer haben übrigens auch kantonal verschiedene Pilzschonzeiten, da muss man auch noch drauf achten.


    Entspannt und häufig essen kannst Du alle gängigen Speisepilze, die Du ansonsten sammeln kannst. Sie sind allemal gesünder, als jedes Fleisch aus der industriellem Massentierhaltung und Gemüse, Obst oder Getreide aus der industriellen Produktion. Da kommen Glyphosat o.a. Chemikalien zum Einsatz, die wesentlich ungesünder sind als das, was u.U. an einem Speisepilz anhaften kann.


    Das ist mindestens ebenso umstritten und noch größerer Panikmache unterworfen wie die ganzen Pilzthemen. Eine Chemikalie gegen Insekten oder Pilze hat oft auf den Mensch gar keine Auswirkung, sofern sie sich überhaupt im Produkt wiederfindet.
    Industrielle Massentierhaltung ist vor allem für das Tier ungesund.


    Pilzeessen ist vor allem dann sehr gesund, wenn man die Pilze selbst sucht. Die Bewegung an der frischen Luft macht den großen Unterschied zum Schnitzel aus dem Supermarkt.
    Wenn man allerdings beim Pilzesuchen eine rein biologische und chemiefreie Zecke erwischt, die einen mit Borreliose infiziert, dann wäre wieder das Schnitzel gesünder gewesen... ;)

    Hi,


    wenn es wie aktuell gute Pilze gibt (ich esse gerade nebenher Steinpilze :plate: ), dann esse ich auch mehrmals pro Woche Pilze und wiege die auch nicht vorher ab. Zu anderen Jahreszeiten esse ich kaum Pilze.


    Nichts genaues weiß man nicht, das gilt auch für die Schwermetalle. Die Frage ist nämlich nicht nur, wieviele davon in den Pilzen enthalten sind, sondern auch, ob man sie überhaupt in relevanten Mengen aufnimmt, oder ob man sie zusammen mit den Ballaststoffen, die in den Pilzen reichlich vorhanden sind, ausscheidet.


    Verträglichkeiten sind auch etwas unteschiedlich. Ich kann Steinpilze und Maronen sehr gut verdauen, Pfifferlinge etwas weniger gut.

    Hallo,


    1: als ich noch im Ofen getrocknet hatte, sah das Ergebnis auch teils so aus. Da fehlt der Wind, wie in einem Dörrgerät mit Ventilator. Die Pilze werden zu warm und vernässen. Ein Dörrgerät ist sehr zu empfehlen, da werden sie perfekt!


    2: Stil schälen macht keinen Sinn, außer vielleicht, er ist total verdreckt und lässt sich anders nicht reinigen.


    3: Madengänge an sich sind harmlos. Wichtig ist der Gesamteindruck des Pilzes, er sollte noch fest und frisch sein und gut nach Steinpilz riechen. Ein Stil der so voller Maden ist, das er beim anfassen zerbröselt, den schmeißt man natürlich weg. Das gilt fürs gleich braten und essen ebenso wie fürs Trocknen. Ist der Pilz getrocknet, dann schrumpft er, so dass man einzelne Maden-Löcher nicht mehr sieht. Sollte noch eine einzelne kleine Made enthalten sein, dann krabbelt die beim Trocknen raus und fällt durch das Gitter nach unten und vertrocknet.


    Das Bemerkenswerte fand ich, dass dort bei den Rotkappen meilenweit keine Bäume vorhanden waren.


    Das täuscht!
    In den rauen Gegenden entwickeln Bäume wie Birken und Weiden einen Zwergwuchs. So bleiben sie im Winter unter der schützenden Schneeschicht. Auch auf deinen Bildern sind die Blätter der "Bäume" erkennbar und auch der Pilz erkennt seine Bäume, auch wenn sie noch so klein sind.

    Hallo,


    ich bin mir etwas unsicher, ob ich bei der Pilztrocknung evtl. etwas falsch gemacht habe:
    Die Steinpilze wurden getrocknet und dann in einem verschlossenen Glas aufbewahrt.
    Wenn ich das Glas öffne sind sie immer noch komplett trocken und es ist keinerlei Verderb erkennbar.
    Es riecht allerdings nicht gerade gut. Keinesfalls so, wie frisch zubereitete Steinpilze, eher so streng, schwer zu beschreiben, jedenfalls kein feiner Pilzduft. (wenn ich sie in die Gerichte reingebe, dann finde ich sie aber geschmacklich gut)
    Ist das normal? Wie riechen eure Steinpilze nach langer Zeit im Glas?


    Vor ein paar Monaten habe ich Maronen getrocknet. Die riechen richtig fein nach Maronen, wenn ich das Glas öffne. So dass man gleich Hunger bekommt.


    Nun bin ich etwas verunsichert.

    Hi,


    wenn es nachts leichten Frost und tags sonnig und warm ist kann schon noch was wachsen, auch Steinpilze mit Schneehaube habe ich schon gefunden nach einem plötzlichen Wintereinbruch. Aber wenn es lange wirklich kalt ist und derzeit ist es auch tagsüber richtig kalt dann wachsen sie nicht mehr, vor allem nicht, wenn es davor auch noch zu trocken ist und die Böden sind immer noch sehr trocken. Man sieht auch keine alten Steinpilze mehr, die man sonst immer irgendwo findet. Da ist schon länger nichts mehr los.


    Wenn Steinpilze, dann eher in den tieferen lagen ab 800m abwärts. Ausgiebigen Regen gab es übrigens nicht, sondern nur sehr leichten Regen, eher Nieselregen. Der Boden ist nur oberflächig feucht, es ist immer noch viel zu trocken, zumindest an der Ostseite vom Schwarzwald.


    Aber such doch einfach Maronen, die sind genausogut, ich gehe auch gleich wieder los.


    :P

    Hi Dodo,


    ich war gestern bei 1 ° und Nieselregen im Steinpilzrevier (ca. 1000müdM) unterwegs. Nichts zu finden und da kommt bei der Kälte auch nichts mehr. Evtl. sieht es bei dir unten in den tieferen Lagen noch besser aus.
    Dafür aber derzeit eine super Maronenlage. Maronen vom feinsten, jung, knackig und nur ganz vereinzelt ein Wurm. Parasol wachsen auch einige.
    Ich ziehe mich heute noch wärmer an und dann hole ich noch einen Korb. Sind wunderbar zum Trocknen.

    Hallo,


    dieses Jahr ist zum verzweifeln, immer noch keine Steinpilze zu finden und bald gibt es Frost und dann ist es eh vorbei.


    Kann mir jemand für den mittleren oder südlichen Schwarzwald Mut machen? Hat dort jemand etwas gefunden oder ist es dort auch zu trocken?

    Hallo,


    bei einer öffentlichen Einrichtung wie einem Friedhof sollte man nicht nur über die eigenen Gefühle denken, sondern immer auch an die der anderen Menschen dort.
    Das andere sich nicht gegenüber einem äußern ("Pilzsuchen auf dem Friedhof macht man nicht") kann verschiedene Gründe haben. Oft haben die Menschen erlebt, das sie auch noch beschimpft und bedroht werden, wenn sie von anderen Menschen etwas verlangen. Aus diesem Grund schweigen sie lieber, auch wenn sie etwas stark missbilligen. Wer will schon in seiner Trauer mit jemand anderem herumstreiten?
    Aus Rücksicht auf andere sollte man deshalb einen Friedhof Friedhof sein lassen und dort nicht seinen Hobbys nachgehen, egal welchen.

    Hallo,


    wunderschön, aber denke dran, nicht nur manche Pilze sind giftig, sondern auch Rhododendron ist giftig und deshalb als Kinderspielzeug nicht ideal!


    Mir persönlich gefallen die Rhododendren und Azaleen auch sehr gut, man kann die frostfesten auch gut im Kübel auf der Terrasse halten und auch ohne Garten die schönen Pflanzen zur Wohnung holen.

    Hi,
    das Foto zeigt einen Parasol im allerbesten Stadium, perfekter Genuß! :plate:
    (keine Haftung für Todesfälle :freebsd: )


    Denke daran: roh giftig, deshalb gut garen.
    Die Stile kann man trocknen und einfach z.B. für den Geschmack in einen Eintopf legen und vor dem Servieren wieder entfernen.


    Noch mal was zum Thema Wolf. Da habendie Brüder Grimm mit ihren Märchen vom bösen Wolf in den Hirnen der Leute ganze Arbeit geleistet. Der Wolf hat doch mehr Schiss vor Menschen, als wir vor ihm haben müssten. Der hat ja auch mehr Grund dazu als wir. Wölfe sich Schisser und wir sind keine Schafe, des Nachts auf einer Weide. Aber ich würde mir sehr wünschen, mal einen Wolf zu sehen. DAS wäre mein Traum. Die Menschen und allen voran die Sensationsmeldungen in der Presse machen doch die Leute vollkommen verrückt.


    Die Gefahr durch Wölfe sollte man nicht überbewerten, aber vor allem deshalb, weil es (noch) sehr wenige gibt.
    Die Gefahr sollte aber auch nicht verharmlost werden, wie das viele Menschen tun, die nie in Wolfgsegenden gelebt haben und mit dem Wolf eher ein romantisches Naturbild verbinden.
    Der Wolf ist faktisch ein gefährliches Raubtier und er ist im Gegensatz zum Hund das Töten gewöhnt. Besonders kleine Kinder und ältere Menschen sind tödlich gefährdet, wie man an der Statistik bei Wikipedia sehen kann:
    Liste von Wolfsangriffen

    Hallo,


    ich habe das mit dem Semmelstoppelpilz auch gelesen und nutze ihn deshalb nicht mehr. Es ist zwar ein guter Pilz, aber ich habe zum Glück genug Alternativen.


    Was bei all den Messungen nicht ausgesagt wird ist die Frage, wieviele der schädlichen Stoffe in den menschlichen Organismus übergehen und wieviel mit dem hohen Ballaststoffanteil der Pilze wieder ausgeschieden werden.
    Quecksilber aus Thunfisch z.B. wird sicher besser aufgenommen, als das aus Pilzen, wenn es z.B. im unverdaulichen Chitin gebunden ist. Ist aber nur eine Vermutung von mir, Beweise habe ich nicht, wäre aber auch an Infos interessiert.

    Hi,


    das gibt es im Schwarzwald auch immer wieder. Nehme ich aber nicht mit, die sind meist recht alt. Da sich Pfifferlinge nicht verfärben, wie z.B. der immer dunkelgrüner werdende Schwamm beim Steinpilz und kaum Würmer haben, fällt das Alter der Pfifferlinge nicht so direkt auf.
    Ich sammle nur noch die, deren Hut noch nach unten gewölbt ist. Die sind frisch und knackig.

    Hi,
    meist sehr schöne Funde, wenige zu alt.


    Grundsätzlich schneide ich immer bereits im Wald den Dreck am Pilzfuß weg. Dann sehe ich sofort, ob dort Würmer sind und schneide den Stil dann so weit zurück, bis er wurmfrei ist. Bei älteren Pilzen kann man auch einen seitlichen Hutschnitt machen um zu schauen, ob es dort verwurmt ist. Wenn ja, dann bleibt der Pilz gleich im Wald und kann für Nachkommen sorgen.