Herzliche Grüße aus Berlin!

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  • Hallo liebe Pilzgemeinschaft –


    trotz einigermaßen fortgeschrittenen Alters bin ich leider noch ein absoluter Neuling im Reich der Pilze, aber mich hat eine derartige Rundum-Begeisterung gepackt, dass ich nun gerne auch bei Euch mitmachen möchte!


    Mittlerweile hab ich etlichen schönen Stunden mit pilzigem Bestaunen der hiesigen Wunderwerke zugebracht – v.a. die Fotos, Tuppies Kreationen und, und und – wirklich fantastisch! Konnte auch nicht umhin, klammheimlich für Kabelomas Herbstliches Erwachen abzustimmen, ohne überhaupt schon offiziell hier zu sein, einfach zu schön!


    Und ich habe auch, so hoffe ich, schon das ein oder andere von Euch gelernt und freue mich v.a. darauf, dass es noch viel, viel mehr wird!


    Eigentlich ist es ja schon zu spät im Jahr, zumindest um klassische Kandidaten womöglich zu verspeisen, wir hatten wohl bereits einige Nachtfröste hier, und mir scheinen die wenigen Waldstücke, in denen ich bisher war, anhand der vielen Löcher im Boden und der verbliebenen Auswahl nahezu völlig abgesammelt zu sein.


    So richtig gepackt hat es mich erst vor ein paar Wochen – das fing ziemlich banal an, eines Abends, bisschen traurig und recht verärgert, hab ich verkündet, ich geh jetzt ganz alleine Essen, in ein richtig gutes Restaurant.


    Fettuccine Piemontesi mit Rinderfiletspitzen und frischen Steinpilzen in Cognac-Sahne Sauce klang therapeutisch wertvoll, und was soll ich sagen, als bis dato reine Champignon-Kaputtbraterin konnte mich eines hoch-zufriedenen Grinsens und sogar der Einsicht nicht erwehren, selber nicht ganz unschuldig am Ehezwist gewesen zu sein.


    Erfolgreiche Versöhnungsmaßnahmen folgten, sowie im Verlauf ein Ansturm auf alles frisch-pilzige, was die Supermärkte hergaben.

    Nur von den Pfifferlinge war ich schwer enttäuscht, trotz leckerer Restaurant-Erinnerung, aber sonst – eigentlich alles fein! Bunapi-Shimeji fand ich toll und Austernseitlinge, falls sie frisch aussehen, hau ich mir mittlerweile regelmäßig nur mit Butter in die Pfanne, Salz und Pfeffer – seehr lecker. Außerdem hab ich gelernt, Champignons besser zu würdigen.


    Soviel Text zur Kulinarik, aber darum geht's mir eigentlich (notgedrungen?) gar nicht, das war nur die Initialzündung.

    Pilze fand ich immer schon faszinierend und vor allem wunderschön in ihrer Formenvielfalt, Farbenpracht und auch Fremdartigkeit, aber das beschränkte sich auf Dokumentationen gucken und ab und an die Freude an etwas nicht zu übersehenden.


    Auf einmal fahr ich zu Wäldern, statt zwecks beweglich bleiben vielleicht nicht mal bis zum Park zu latschen, und dann stromere ich stundenlang darin herum, das kann nur gesund sein! Mit Handy und meinen mangelnden Fähigkeiten wird da nicht so wirklich was draus, dennoch knipse ich begeistert und versuche auch ein paar meiner Funde zu bestimmen.

    Und es macht mich total glücklich!


    Gestern hab ich vermutlich u.a. falsche Pfifferlinge und Gifthäublinge entdeckt, da frag ich bei Zeiten mal unter Bestimmungen nach – erst mal:

    Schön, dass es Euch gibt!

    Steph