Röhrling mit gelben Poren/ Röhren

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 552 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Shroom!.

  • Hallo zusammen,


    Seit langem waren wir heute mal wieder in einem von früher bekannten Waldstück unterwegs und haben neben Steinpilzen und sehr schönen Eichen-Rotkappen einen Röhrling gefunden, den wir bisher noch nicht kennen.

    Fundort war ein Laubwald mit Birken, Buchen und hauptsächlich Eichen.

    Das Fruchtfleisch ist sehr fest und wird nach einiger Zeit bräunlich/bläulich. Der Stiel hat an der Kappe eine Netzzeichnung, die ebenfalls genau wie die Poren zitronengelb ist. Die Röhren reagieren nicht auf Druck.

    Der Hut ist hellbraun bis leicht gelblich und minimal filzig. Im feuchten Zustand ein bisschen schmierig, aber wirklich nur ganz wenig.

    Neben dem abgebildetes Pilz standen viele sehr junge Exemplare, deren Hut war deutlich gelber

    Geschmack ist ganz mild, leicht nussig.

    Am ehesten denke ich an den fahlen Röhrling, würde mich aber über Meinungen freuen.

    Vielen Dank für eure Hinweise.

  • Ich präzisiere: Gelbporiger Raufuß / Leccinum crocipodium mit Trockenschaden. Röhren und Stiel sind typisch. Normal sind sie gelb, allerdings rötet die Art bei Verletzung zunächst (ein intensives, helles Orange-Rot, vor allem bei jungen Fruchtkörpern) und wird dann nach einiger Zeit schwarz. Da dein Exemplar trockengeschädigt ist, ist genau das passiert. Deshalb passen dort vor allem die Hutfarben nicht mehr. Solche Gestalten habe ich die letzten Wochen bei mir auch häufiger gefunden.


    LG Christopher

  • Hallo Christopher,


    ich danke Dir für Deine Erklärung. Denn genau dadurch habe ich ihn NICHT erkannt. Ich habe in schon mehrmals in der Vergangenheit in der Hand gehabt.


    Aber durch den Trockenschaden, des fehlenden Rötens, ich war irritiert.

    Liebe Grüße vom


    Bläuling


    Meine Bestimmungsversuche sind KEINE Verzehrfreigaben



    Schipse: 100-10 Startgebühr für APR 2024= 90 + 2 = 92

    Schipse: 92-10 Startgebühr für APR 2025 = 82

  • Die Stielstruktur, Schuppenfarbe und Röhrenfarbe ist eindeutig bei der Art und auch bei deinem Exemplar noch sehr gut zu erkennen. Darüber kann man sie eigentlich immer bestimmen, wenn die Merkmale vorhanden sind. Die Huthaut kann man im Grunde ignorieren, die ist ohnehin recht variabel, je nach Witterung und Standort. Von Gelb bis Orange über eher Braun bis schwärzlich wie bei dir kann da alles dabei sein. Die kann auch mal dem Hainbuchenraufuß sehr ähnlich sehen. Der Blick auf Röhren und Stiel löst das Rätsel dann.


    LG Christopher