Guten Morgen miteinander,
gestern war ich bei mir zu Hause erstmals nach der langen Dürre auf Pilzsuche. Meine (kurze) Exkursion am Bodensee hat lediglich Wiesenchampignons hervorgebracht, die an bewässerter Apfelplantage standen. Gestern war's auch nicht viel besser, kaum Pilze mit Hut und Stiel. Aber es fand sich eine Ansammlung von Dachpilzen in beträchtlicher Größe. Da wird sich wohl Holz im Boden finden:
Makroskopisch tippe ich auf Seidiger Dachpilz (Pluteus petasatus). Sporenmaße:
P. petasatus FK1 - Abwurfpräparat
N=10
5,0-5,5-6,0x4,5-4,6-5,0
Q=1,0-1,2-1,2
Das hier interpretiere ich als Pleurocystiden :
Basidien mit 4-fach Sterigmen
Hier bin ich nicht sicher, ob ich Cheilocystiden sehe:
Es fanden sich noch zwei einsame Boleten.
Kahler Krempling (Paxillus involutus):
Und dieser schöne Sommersteinpilz. Meine Hoffnung, dass in der Trockenheit die Pilzmücken mangels Nahrungsangebot ausgewandert sind, hat sich leider nicht bewahrheitet.
Sollte jemand sich die Arbeit machen wollen, auf die Mikrobilder und kritisch auf deren Interpretation zu schauen, würde ich mich freuen.
LG Michael
