Sommerröhrlinge und -saftlinge

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 545 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von ReinerR.

  • Liebe Pilzgemeinde,


    starker Regen in einem Hauswald im Juli und ein Ausflug ins benachbarte Weihergebiet lieferten ein paar Lichtblicke:



    Torfmoossaftlinge (Hygrocybe coccineocrenata) am Teichrand





    Anhängselröhrlinge (Butyriboletus appendiculatus) eine Woche nach dem Starkregen



    und 2 m daneben:



    Pilzfreund Helmut hat mich auf die Art Butyriboletus roseogriseus (Rosahütiger Anhängselröhrling) aufmerksam gemacht.

    Auffällig ist, dass B.a. im Stiel nicht rötet, B.r. sehr deutlich. Was meint ihr?


    Entzugserscheinungen führten zu einem Ausflug ins Werdenfelser Land im August:



    Hygrocybe citrinovirens (grünlichgelber Saftling)




    Blasshütiger Purpurröhrling (Rubroboletus rhodoxanthus), endlich ein Purpurröhrling nach 10 Jahren Suche ...



    und noch ein Erstfund aus dem Zwiesler Glasmuseum :)


    Liebe Grüße Reiner

  • Blasshütiger Purpurröhrling (Rubroboletus rhodoxanthus), endlich ein Purpurröhrling nach 10 Jahren Suche ...

    Hallo Reiner,

    ich würde auch mal mit Mosers Satansröhrling Rubroboletus rubrosanguineus vergleichen, nur mit den zwei gezeigten Bildern ist es schwierig sich da genau festlegen zu wollen,

    viele Grüsse

    Matthias

  • Hallo Reiner,


    ich bin da auch bei R. rubrosanguineus. R. rhodoxanthus hätte ein stark zum gelben Stielgrund kontrastierendes blutrotes Stielnetz (hier sieht man einen einfarbig rosarötlich gefärbten Stiel mit feinem Netz).


    Butyriboletus roseogriseus blaut im Hutfleisch und hat (im Gegensatz zu B. appendiculatus) Rosatöne im Hut. Insofern ähnelt er eher B. fuscoroseus, nur ohne Rottöne am Stiel.


    Viele Grüße

    Emil

  • Hi,

    übrigens passt Butyriboletus roseogriseus sehr gut zu Rubroboletus rubrosanguineus, beide haben sehr ähnliche Habitatansprüche. Mit etwas Glück tauchen dort noch die anderen beiden Raritäten im Bunde, Imperator torosus und Caloboletus polygonius auf.

    Viele Grüße

  • Hallo miteinander, hallo Rainer

    Beim Rubroboletus wäre es sehr hilfreich, einen Längsquerschnitt mit der Verfärbung des Fleisches zu sehen. Beim R. rubrosanguineus ist die Blaufärbung im äusseren Stielfleisch und mittig im Hut:


    Beim R. rhodoxanthus überall im Hut und allenfalls im oberen Stiel. Zudem ist das Fleisch wesentlich gelber:


    Ich hab beide nur einmal gefunden bisher. Beide mögen Kalk, R. sanguineus ist oft bei Nadelbäumen, R. rhodoxanthus bei Eichen, Buchen.


    Rein äusserlich wäre ich mir bei deinem Fruchtkörper gar nicht sicher. Aber ich kenne mich in deiner Region nicht aus. Von daher würde ich meinen Vorrednern blind vertrauen!

    LG Andreas

  • R. rubrosanguineus kann aber auch bei Buche. Die ist so vielseitig, dass ich glaube nicht einen einzigen Dickröhrling Deutschlands bei Buche sicher ausschließen würde. Es wird sogar mehrfach von Funden von Butyriboletus subappendiculatus, der ja eigentlich als Nadelwaldart gilt, bei Buche berichtet. Rhodoxanthus sollte schon ein anderes Netz als im Originalpost haben.

    Viele Grüße